Eine
Legende erzählt: Als Buddha die Welt verlassen wollte, um ins Nirwana einzugehen,
rief er noch einmal alle Tiere zu sich, aber es kamen nur 12: die Ratte, der Büffel,
der Tiger, der Hase, der Drache, die Schlange, das Pferd, das Schaf, der Affe,
der Hahn, der Hund und das Schwein. Als Dank für die Ehrerbietung widmete
Buddha jedem der Tiere ein Jahr, und zwar in der Reihenfolge, in der sie erschienen
waren. Das Tier, das einem Jahr zugewiesen wurde, sollte es fortan mit seinem
Charakter prägen- und die im jeweiligen Jahr Neugeborenen ihr Leben lang.
Das Tierzeichen "brennt sich bei der Geburt in das Herz", sagen die
Chinesen. Nach jeweils 12 Jahren beginnt der Tierzyklus von neuem. Entdecken Sie
selbst, ob Sie ein Schwein, eine Ratte oder ein Affe sind. Aber bedenken Sie,
dass die Tierjahre nach dem Mond berechnet werden; sie beginnen jeweils mit dem
chinesischen Neujahr (21.Januar - 19.Februar).
Die
Ratte (1900, 12, 24, 36, 48, 60, 72, 84, 96, 08 usw.) Eigentlich, so heisst
es, habe der Büffel den Tierkreis angeführt. Die kleine Ratte aber saß
versteckt in seinem Fell. Als es darum ging, sich in einer Reihe aufzustellen,
sei sie plötzlich herausgesprungen und habe sich an die erste Stelle gesetzt.
Ergo gilt die Ratte als zielstrebig und ehrgeizig, auf Geld und Reichtum bedacht.
Sie ist intelligent und gesellig und von vielen Freunden geschätzt - trotz
der spitzen Zunge, mit der sie Urteile fällt.
Der
Büffel (1901, 13, 25, 37, 49, 61, 73, 85. 97,09 usw.) Dass die Ratte
sich vorgedrängelt hatte, machte dem Büffel nichts aus. Er ist gutmütig,
geduldig und still. In der Einsamkeit, die er liebt, schmiedet er Pläne,
um die ganze Welt in die Knie zu zwingen, denn er liebt die Macht. Als treusorgender
Ehemann und Vater bietet er Sicherheit. Wird er überfordert, erschreckt er
durch cholerische Ausbrüche. Dann wissen alle, wer Büffel im Haus ist.
Der
Tiger (1902, 14, 26, 38, 50, 62, 74, 86, 98, 10 usw.) Langweilig ist er
nie! Der König der Kühnheit nimmt immer Herausforderung mit Freude an
und meistert sie schwungvoll und vorbildlich. Er hat viel Erfolg - doch darauf
kommt es ihm im Grunde gar nicht an. Wichtig sind ihm Abwechslung und Spannung.
Der Tiger ist gleichermaßen Hitzkopf und Rebell. Er kann sich nicht unterordnen,
ist selber aber ein souveräner Regent. Seine natürliche Autorität
verschafft ihm großes Ansehen. Er ist beliebt, da er seinen Freunden Glück
bringt. Drum merke: Ein Tiger im Haus schützt die Bewohner vor Räubern,
Feuer und bösen Geistern.
Der
Hase (1903, 15, 27,39, 51, 63, 75, 87, 99, 11 usw.) Der Hase ist im Tierreigen
das glücklichste Geschöpf, denn er stammt direkt vom Mond ab. Anmut
und guter Geschmack machen ihn zum Lebenskünstler. Er ist friedliebend, verbindlich,
aber auch genusssüchtig. Seine Freunde wählt der Hase sorgfältig
aus und lässt sie gerne an seiner eigenen Lebenslust teilhaben. Trotz dieser
Anhänglichkeit freilich: als Familienvater taugt der Hase nichts. Braves
Eheleben empfindet er als Einschränkung seiner persönlichen Freiheit.
Der
Drache ( 1904, 16, 28, 40, 52, 64, 76, 88, 00, 12 usw.) Wer im Jahr des
Drachen geboren ist gilt in China als Auserwählter. Dieses Tierkreiszeichen
verheisst Glück, langes Leben und Wohlstand, Erfolg ist dem Drachen gewiss,
auch in der Liebe. Er ist ein begehrter Partner bindet sich jedoch ungern. Wegen
seiner Gutgläubigkeit wird er oft übers Ohr gehauen. Der Drache scheut
keine Mühe. Er liebt es, sich für alles und jeden mit seiner ganzen
Kraft einzusetzen.
Die
Schlange (1905, 17, 29, 41, 53, 65, 77, 89, 01, 13 usw.) Die leidenschaftliche
Schlange windet sich zielstrebig durchs Leben. Mit intellektuellen Fähigkeiten
und ihrer starken Intuition kann sie sich vollständig auf ihr eigenens Urteil
verlassen. Sie ist unabhängig von anderen und öffnet sich niemanem ganz.
In der Liebe ist sie eifersüchtig und misstrauisch. Hingezogen fühlt
sie sich zu den schönen Dingen des Lebens. Man findet sie häufig bei
künstlerischen Berufen. Mit ihrem Sinn für Humor meistert sie auch schwierige
Situationen im Leben. Sie ist von Natur aus faul. Drum geht sie arbeitsreichen
Berufen aus dem Weg
Das
Pferd (1906, 18, 30, 42, 54, 66, 78, 90, 02, 14 usw.) Das Pferd hat, wie
man weiss, eine sprunghafte Natur. Es wird von seinen Launen beherrscht. Für
eine kurze Liebschaft mag es alles opfern und hat doch am nächsten Tag allein
das Weite gesucht. Das Pferg liebt allen Rummel und läßt kein Gesellschaftsereignis
aus . Drum ist es ständig auf Achse und kann sich nur mit Mühe entspannen.
Wegen seiner impulsiven Art braucht es viel Freiraum zum Ausleben, auch im Beruf.
Seine Fähigkeiten liegen im Handwerk.
Das
Schaf (1907, 19, 31, 43, 55, 67, 79, 91, 03, 15 usw.) Das hilflose Schaf ist
nie zufrieden. Es hat große Ziele, aber ist nicht bereit, für ihr Erreichen
etwas zu tun. Lieber spekuliert es auf sein Glück. Das Schaf ist elegant
und künstlerisch veranlagt. Es pflegt mit Hingabe seinen Körper, schert
sich um Haushaltsdinge jedoch einen Dreck. Kommen andere mit Ihren Problemen zum
Schaf, ist es offenherzig und hilfsbereit. In Wirklichkeit aber ist es selber
unselbständig und braucht zum Sichanlehnen einen starken Partner.
Der
Affe (1908, 20, 32, 44, 56, 68, 80, 92, 04, 16 usw.) Der Affe ist ein windiger
Scharlatan. Mit Tricks und Lügen erreicht er jedes Ziel. Auf die anderen
schaut er missbilligend herab, weil er weiss, wie leicht er sie um den kleinen
Finger wickeln kann. Der Affe wird von einer unbändigen Neugier getrieben.
Er muss alles ausprobieren und ist der geborene Stratege. Er plant lange im voraus
und hält bis zum endgültigen Sieg alle Zügel fest in der Hand.
Nur wenige akzeptiert er als Freund.
Der
Hahn (1909, 21, 33, 45, 57, 69, 81, 93, 05, 17 usw.) Der Hahn will immer Hahn
im Korb sein. Er gefällt sich und will auch auch allen anderen gefallen.
Er liebt es, Luftschlösser zu bauen, in denen er Hausherr sein will. In Wirklichkeit
ist er eher ein Pantoffelheld, der hinterm warmen Ofen von der großen, weiten
Welt träumt. Mit seinen vielen Plänen kann er andere begeistern und
glänzend unterhalten. Bei der Arbeit ist er zuverlässig und pünktlich.
Er kann auch gut organisieren. Als Geschäftmann oder Bankier verdient er
ein Vermögen.
Der
Hund(1910, 22, 34, 46, 58, 70, 82, 94, 06, 18 usw.) Der Hund hat die edelsten
Züge der menschlichen Natur. Er ist ehrlich, treu und rechtschaffen. Man
kann sich auf ihn verlassen. Ihn als Freund zu haben ist ein Glück. Gegen
Ungerechtigkeit setzt sich der Hund mutig ein. Dabei geht es ihm nicht um Ruhm
und Ehre, sondern ums Prinzip. Auch in der Liebe ist der Hund ehrlich und verantwortungsbewußt.
Der Hund ist kein guter Redner, aber ein geduldiger Zuhörer, der immer Rat
weiß. Allerdings macht ihm sein Pessimismus das Leben schwer.
Das
Schwein (1911, 23, 35, 47, 59, 71, 83, 95, 07, 19 usw.)
Das Schwein ist von
Grund auf gut und glaubt auch an das Gute im Menschen. Nach aussen wirkt es mitunter
ungehobelt, aber unter der rauhen Schale schlummert ein weicher Kern. Das Schwein
kann keinem weh tun, wird aber selbst häufig das Opfer anderer. Es scheut
keine Verpflichtungen, sollte aber die Finger von solchen Berufen lassen, in denen
es ums Geld geht, denn das schmilzt ihm im Handumdrehen weg. Das Schwein ist immer
gut informiert, aber nicht tiefsinnig.