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Auf dieser Seite: Yam, Zitrone, Zitronenmelisse, Zuccini, Zuckererbsen, Zuckermais, Zuckermelone, Zuckerrohr, Lauchzwiebel, Rote, Zwiebel, Zwetschge

Yam
Als Yam bezeichnet man in den Tropen und Subtropen eine Reihe knollenbildender Dioscorea-Arten. Fast alle diese Yam-Arten sind Kletterpflanzen, die Rhizome, Spross- oder Wurzelknollen ausbilden. Die essbaren Knollen sind je nach Art länglich wie ein Rettich oder kräftig wie eine Keule. Ihre mittelbraune bis rötlich-braune Schale ist besetzt mit borstigen Härchen. Je nach Art schmeckt der Yam neutral bis angenehm süßlich. Von den zahllosen Yam-Arten hat der als Brotwurzel bezeichnete Kartoffelyam die größte Bedeutung für die westeuropäischen Märkte.

Als Yam bezeichnet man in den Tropen und Subtropen eine Reihe knollenbildender Dioscorea-Arten

Herkunft/Saison Die ursprüngliche Heimat aller Yam-Arten ist Afrika, das tropische Asien, China, Indochina, die Philippinen und Malaysien. Seit Urzeiten schon dient der Yam der Menschheit als Nahrungsmittel. Von den vielen hundert Arten haben sich einige als besonders wohlschmeckend herausgestellt, und etwa 13 werden weltweit als wichtiges Nahrungsmittel produziert. Unsere ganzjährigen Importe stammen aus Brasilien, mit einer Hauptsaison von April bis Oktober. Es handelt sich dabei um weißen und gelben Yam. Ansonsten wird Yam vor allem in Afrika angebaut, größter Produzent ist dort Nigeria.

Inhaltsstoffe Der Inhaltsstoffgehalt entspricht in etwa dem der Kartoffel, mit etwas höherem Energiegehalt.

Tipps Den von November bis April angebotenen Kartoffelyam kann man problemlos wie Kartoffeln aufbewahren.

Zubereitung Im Haushalt werden Yam-Knollen wie Kartoffeln verwendet. Die geschälten Knollen werden in Wasser gekocht oder, in dünne Scheiben geschnitten, geröstet. In Afrika sind die zu Brei gestampften, gekochten Knollen – "Fufu" genannt – eine geschätzte Beilage zu oder Grundbestandteil von gut gewürzten Fleisch- und Fischgerichten. Andere Zubereitungsmöglichkeiten sind: Yams backen, salzen und pfeffern, mit Butter servieren. Oder: gebackene Knollen halbieren und aushöhlen; das zerdrückte Innere mit Butter und Rahm, Salz, Pfeffer, Curry und Zitronensaft oder etwas Weißwein verschlagen und die Masse wieder einfüllen.



Zitrone
Die immergrünen Zitronenbäume werden bis zu 7 m hoch. Ihre Früchte, die ovalen bis eiförmigen Zitronen, sind meist an beiden Enden wulstig gebuckelt oder zitzenförmig ausgezogen. Sie werden 50-125 g schwer, und ihre Schale ist rauh bis fast glatt und kräftig gelb gefärbt. Das Fruchtinnere besteht aus 7-10 Fächern, mit je nach Sorte unterschiedlichem Kerngehalt. Das sehr saftige, wässrige bis blassgelbe Fruchtfleisch schmeckt sauer und aromatisch.

Die immergrünen Zitronenbäume werden bis zu 7 m hoch. Ihre Früchte, die ovalen bis eiförmigen Zitronen

Herkunft/Saison In China waren Zitronen bereits vor unserer Zeitrechnung bekannt. Nachdem sie von den Arabern nach Europa gebracht wurden, war es Christoph Kolumbus, der sie in die neue Welt brachte. Da es Zitronen weder zu kalt noch zu warm mögen, gedeihen sie in den Subtropen und den gemäßigten Zonen am besten. Die Hauptanbaugebiete der Zitrone im Mittelmeerraum sind Italien, die Türkei, Griechenland, Israel, Zypern und Spanien. In Amerika sind es neben den USA auch Argentinien, Uruguay und Chile. Auch Südafrika gehört zu den bedeutenden Anbauländern.

Inhaltsstoffe Die Zitrone enthält u. a. organische Säuren, in erster Linie Zitronensäure sowie – neben anderen Vitaminen – Vitamin C. Die Schale mit zahlreichen Öldrüsen ist reich an ätherischem Zitronenöl. Der Saft der Zitrone hat einen hohen gesundheitlichen Wert. So wirkt er appetitanregend, bakterientötend und fiebersenkend.

Tipps Heißer Zitronensaft ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Erkältungen.

Zubereitung Die Zitrone ist am wenigsten aus unseren Küchen wegzudenken, obwohl ihr Fruchtfleisch praktisch nicht verzehrt wird. Der feinsäuerliche Geschmack des Fruchtsaftes und die Würzkraft der Zitronenschale gibt vielen Gerichten erst den letzten Schliff. Der Fruchtsaft findet beispielsweise in Salatsoßen, zu Fisch- und Fleischspeisen, in Cremes, Kuchen, Torten und anderen Backwaren, Konfitüren, Limonaden usw. Verwendung.




Zitronenmelisse
Die Zitronenmelisse entwickelt aus einem mehrköpfigen Wurzelstock weichtriebige Sprosse, die sich zur Zeit der Blüte stark buschig verzweigen und 60-125 cm Höhe erreichen. Die Blätter an den Stängeln sind eiförmig bis rhombisch, beiderseits mit winzigen Öldrüsen besetzt. Von Juni bis August erscheinen die in Scheinquirlen zusammenstehenden weißen bis hellvioletten Blüten.

Herkunft/Saison Dieses schon von den alten Griechen und Römern geschätzte Heil- und Würzkraut wächst wild in Südeuropa, im Mittelmeergebiet, in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus. Bei uns kommt die Zitronenmelisse wild weniger häufig vor.

Die Zitronenmelisse entwickelt aus einem mehrköpfigen Wurzelstock weichtriebige Sprosse

Anbau in größerem Umfang findet in Italien, Spanien und den Balkanländern statt. Importe erreichen uns aus Bulgarien, Rumänien und Spanien. Die Haupternte erfolgt vor Beginn der Blüte, dann ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten; günstigenfalls ist nach der Blüte noch ein zweiter Schnitt, im Spätherbst ein dritter möglich. Zitronenmelisse kommt immer häufiger in Töpfen auf den Markt.

Inhaltsstoffe Für den zitronenartigen Geruch und den angenehm würzigen Geschmack der Pflanze zeichnet neben organischen Säuren, Harzen, Gerb- und Bitterstoffen vor allem ätherisches Öl verantwortlich. Nicht umsonst wurde die Zitronenmelisse 1988 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt; erwiesenermaßen wirkt sie allgemein belebend, nervenberuhigend und -stärkend, entspannend, krampflösend und magenstärkend. Weiter wird die Melisse bei nervösen Magen-, Darm- und Herzbeschwerden, Schlaflosigkeit, Asthma usw. empfohlen.

Tipps Die Zitronenmelisse eignet sich auch gut zum Tiefgefrieren.

Zubereitung Zitronenmelisse verwendet man – immer nur frisch und gleichsam als Zitronenersatz – zu Rohkostspeisen, in Salaten, aufs Butterbrot, in Soßen, Suppen, zu Lamm-, Wild- und Fischgerichten, Omeletts, Quark, Essiggurken usw. In der Schweiz würzt man mit der Melisse einige bestimmte Käsesorten. Aber auch Erfrischungsgetränke lassen sich mit ihr vorteilhaft würzen. Die Melisse sollte man aber immer nur wenig schneiden oder hacken, damit sie nicht an Duft und Geschmack verliert; außerdem sollte man die Melisse nicht mitkochen und immer erst – sparsam! – kurz vorm Servieren beigeben.




Zucchini
Wenn auch Zucchinis ausgewachsen bis zu 40 cm lang und mehr als 2 kg schwer werden können, ist die ideale Verzehrgröße bis 20 cm Länge. Dann sind sie besonders zart im Geschmack. Ihre Form ist gurken- oder walzenförmig, sechskantig, mit abgerundetem Ende. Meist sind die Früchte hell- bis dunkelgrün. Es gibt aber auch weiße, cremefarbige und gelbe Zucchinis. Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten weiß bis hellgrün mit kleinen, essbaren, weichen Kernen.

Wenn auch Zucchinis ausgewachsen bis zu 40 cm lang und mehr als 2 kg schwer werden können

Herkunft/Saison
Die Zucchini stammt von dem im amerikanischen Raum heimischen Riesenkürbis ab. Für unsere Märkte werden Zucchinis in allen Mittelmeerländern angebaut. Aber auch die deutsche Produktion erzeugt immer größere Mengen dieses köstlichen Gemüses.

Inhaltsstoffe Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind: Kohlenhydrate, Eiweiß, Calcium, Phosphor, Eisen und die Vitamine A, B1, B2, B6 und C.

Tipps Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Früchte möglichst gerade, ganz und mit Stielansatz, frisch, fest und ohne Mängel sind. Außerdem gilt: Je kleiner und frischer die Frucht, desto zarter und feiner der Geschmack.

Zubereitung Größere Zucchinis werden geschält und die Kerne entfernt. Bei kleineren Früchten wird die Schale gründlich gewaschen und der Stengelansatz entfernt. Junge Zucchinis können auch roh für Salat verwendet werden. Große Früchte eignen sich besonders zum Füllen, z. B. mit einer Fleisch-Farce, oder als leckeres, gedünstetes Gemüse.

zucchini obst gemüse




Zuckererbsen

Zuckererbsen unterscheiden sich von anderen Erbsensorten dadurch, dass sie an der Innenwand der Hülse keine ungenießbare Pergamentschicht ausbilden. Wie der Name nahelegt, ist auch ihr Zuckergehalt höher als der anderer Sorten. Zuckererbsen sind deshalb vollständig genießbar; die süße Hülse ebenso wie die darin befindlichen Samen.

Verzehrt werden sollten Zuckererbsen nur gegart, also in Salzwasser gekocht oder in Butter gedünstet

Herkunft/Saison Erbsen sind eine der ältesten kultivierten Gemüsearten überhaupt. Die Heimat liegt im östlichen Mittelmeergebiet sowie in Vorder- und Mittelasien. Erste Verbreitung in Mitteleuropa erfolgt aber erst im 9. und 10. Jahrhundert n. Chr. Heute werden Erbsen auf der ganzen Welt angebaut. Flächenmäßig stehen sie an 4. Stelle aller Gemüsearten. Europas Anbauschwerpunkte liegen in Großbritannien, Frankreich und Italien. Deutschland mit seiner von Juni bis Ende August dauernden Ernte fällt da einigermaßen zurück, erfährt aber kaum Importe an Frischware.

Inhaltsstoffe Der Gehalt an biologisch hochwertigem Eiweiß ist in Erbsen besonders hoch. Weiterhin sind zu nennen: Kolenhydrate (Stärke und Zucker), Fett, Lezithin, Mineralsalze (Kalium und Phosphor), die Vitamine B1, B2 und E und in eher geringen Mengen Provitamin A und Vitamin C.

Tipps Hülsen wie Körner sind nur beschränkt haltbar.

Zubereitung Verzehrt werden sollten Zuckererbsen nur gegart, also in Salzwasser gekocht oder in Butter gedünstet. Zuckererbsen können mit der Hülse gegessen werden. Das Palen entfällt. Entfernt wird nur der Stielansatz. Es empfehlen sich übrigens Gerichte der mediterranen Küche, denn da kommt der zarte, zuckrige Erbsengeschmack am besten zur Wirkung.




Zuckermais
Der längliche Kolben des Zuckermaises ist dicht mit hellgelben, zarten Körnern besetzt. Die Kolben sind eingehüllt in schilfgrüne Blätter. Die saftigen Körner schmecken deutlich süß und aromatisch.

Herkunft/Saison Die Heimat des Maises liegt im südlichen Mexiko, wo er bereits 3 000 v. Chr. angebaut wurde. Zuckermais ist vermutlich Mitte des vorigen Jahrhunderts als eine Mutation des Futtermaises entstanden. Das Hauptanbauland heute sind die USA. Größere Bedeutung hat der Anbau von Zuckermais auch in Frankreich, Spanien, Israel, England und in den Niederlanden.


Die Heimat des Maises liegt im südlichen Mexiko, wo er bereits 3 000 v. Chr. angebaut wurde


Nach Deutschland gelangte Zuckermais erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die heimische Produktion wird von Juli bis November geerntet und durch Importe aus Frankreich, Italien, Spanien, Israel und den USA unterstützt.
Inhaltsstoffe
Frischer Zuckermais ist eines der gehaltvollsten Gemüse und gilt auch als Diätnahrungsmittel. Die Körner enthalten in bestausgewogener Dosierung Kohlenhydrate, Eiweiß, Kalium, Phosphor, Magnesium sowie Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B3, B6 und C. Außerdem enthält Zuckermais – deshalb der Name – Zucker, neben Glucose und Fructose hauptsächlich Saccharose. Der Prozess der Umwandlung von Zucker in Stärke verläuft beim Zuckermais verlangsamt ab, deshalb schmeckt er so süß.

Tipps Zuckermais sollte so schnell wie möglich in den Kühlschrank kommen oder besser noch sofort verzehrt werden, denn er verliert rasch an Saftigkeit, Aroma und Süße.

Zubereitung Natürlich kann man Zuckermaiskörner roh essen, üblicher jedoch ist es, sie zu kochen, zu dünsten oder zu grillen. Hüllblätter und Fäden werden entfernt, Kolbenspitze und -ende abschneiden, Kolben waschen den ganzen Kolben weiter verwenden. Besonders lecker ist es, den Maiskolben ca. 15 Minuten in Wasser mit einer Prise Zucker zu kochen, mit Butter zu bestreichen, zu salzen und dann die Körner vom Kolben abzuknabbern. Oder es werden die Körner vom garen Zuckermaiskolben abgestreift und in geschmolzener Butter geschwenkt, gewürzt und als Gemüsebeilage serviert.




Zuckermelone

Melonen zählen als Früchte einjähriger krautiger Pflanzen eigentlich zum Gemüse, vom Konsumenten werden sie aber als Obst verzehrt. Zuckermelonen können die Größe eines Kopfes erreichen und bis zu 4 kg schwer werden.

Im Innern haben sie eine Höhlung, in der, in drei oder mehr Fächer unterteilt, reiche platte, weiße Samen sitzen, die sich leicht herausschaben lassen.


Zuckermelonen- Typen Honigmelonen sind von leuchtend gelber Farbe

Herkunft/Saison Die Herkunft der Zuckermelone gilt nicht als gesichert - entweder die subtropischen und tropischen Steppengebiete Afrikas oder Vorderasien und das südliche Asien. Anbau erfolgt in allen wärmeren Ländern, vor allem in den Mittelmeerländern Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Israel. Zuckermelonen sind ganzjährig im Angebot mit Hauptsaison im Sommer. Außereuropäische Importe erhalten wir je nach Saison aus Südafrika, Israel, Neuseeland, aus Ecuador, Mexiko, Chile und Kolumbien. Die Spitze teilen sich die Mittelmeerländer und Südamerika.

Zuckermelonen- Typen Honigmelonen sind von leuchtend gelber Farbe. Ihre dünne, glatte Schale ist mehr oder weniger gerippt oder narbig gefurcht. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis zartgrün. Ihr Name deutet es an: Die Honigmelone ist sehr süß, von köstlichem Aroma und sehr wohlschmeckend.

Die Netzmelone ist mittelgroß und plattrund. Ihre Schale ist von einem weißlichen, korkartigen Netz überzogen. Das orangene bis grüne Fruchtfleisch ist sehr aromatisch.

Galiamelonen sind eine große, bis zu 1,5 kg schwere Variante der Netzmelonen. Die Schale, leicht grün gerippt, ist von gelblicher Farbe. Das weißliche Fruchtfleisch ähnelt dem der Honigmelone. Die Galiamelone ist süß und aromatisch, das in der Konsistenz an Nektarinen erinnernde Fleisch zartschmelzend.

Kantaloupe-Melonen stammen ursprünglich aus Cantalupo bei Ascona in Italien. Kantaloupe-Melonen sind rund bis platt und relativ klein. Bisweilen sind die meist stark gerippten Früchte der echten Kantaloupe-Melone mit Warzen bedeckt, aber niemals genetzt.

Die zur Gruppe der Kantaloupen gehörende Charentais-Melone zeichnet sich durch ihr sehr dunkles aprikosenfarbenes Fleisch aus. Die Schalenfarbe variiert von weißgrün über hellgelb bis sandgelb, meist durchzogen von dunkleren Streifen. Die glatte Haut ist durch Rippen deutlich markiert. Diese süßen und aromatischen Melonen sind die köstlichsten im Angebot. Ihr Geschmack erinnert an Papayas oder Ananas.

Ogen-Melonen zählen ebenfalls zu den Kantaloupen. Diese Züchtung aus einem israelischen Kibuz ist ziemlich klein (0,5-1 kg). Ihre Schale ist glatt und grünlich glänzend. Das weißlich- bis gelblichgrüne Fleisch schmeckt fruchtigaromatisch und leicht säuerlich.

Die Tendral-Melone ist die Schwester der Honigmelone. Sie ist wie ein Football geformt, dunkelgrün und stark in Längsrichtung genarbt. Das butterfarbige Fleisch schmeckt ähnlich dem der Honigmelone.

Inhaltsstoffe Melonen bestehen zu 90 % aus Wasser. Erwähnenswert ist ihr Gehalt an Zucker, Phosphor und Calcium sowie an Provitamin A und Vitamin C.

Zubereitung Melonen sind heiß begehrte Durststiller. Grundsätzlich sollte man sie vollreif und kühl genießen. Zum Rohverzehr halbiert man die Früchte, entfernt mit einem Löffel die Kerne, schneidet sie in Segmente und serviert diese mit Messer und Gabel. Melonen dienen als Vorspeise oder Dessert, aber auch zu Geflügel-, Krabben- oder Krebssalat, zu Obstsalat, Speiseeis oder Sorbet bieten sie sich an.




Zuckerrohr

Die Zuckerrohrpflanze ist ausdauernd, wächst schilfartig mehrere Meter hoch und wird etwa 20 Jahre alt. Die Blätter sind bis 2 m lang und rauhkantig. Die Blüten stehen in großen, glänzend behaarten Rispen. Für die Nutzung von Interesse sind die Halme bzw. Stängel. Diese schießen aus dem weit im Boden kriechenden Wurzelstock auf: verschieden gefärbt, 4 m hoch und bis zu 7cm dick.

Zu zwei Dritteln ihrer Länge sind die Stängel mit einem lockeren, weißen Mark angefüllt. Dies ist der essbare Teil.

Die Zuckerrohrpflanze ist ausdauernd, wächst schilfartig mehrere Meter hoch

Herkunft/Saison Zuckerrohr, eine in der Alten Welt seit Jahrtausenden bekannte und genutzte Pflanze, stammt ursprünglich aus Südostasien, d.h. Neuguinea und Polynesien. Heute wird Zuckerrohr in der ganzen Welt angebaut. Importe von frischem Zuckerrohr erreichen uns das ganze Jahr über, im Wesentlichen aus Brasilien und Kenia. Die Weltproduktion an Zucker aus Zuckerrohr beträgt ca. 62 Mio t; das sind ca. 55 % der Weltzuckerproduktion!

Tipps Zuckerrohrstücke nicht in den Mixer geben; die harten Fasern blockieren die Messer! Für einen Entsafter ist Zuckerrohr zu hart.

Zubereitung Zum Verzehr legt man mit einem scharfen Messer das Fruchtmark frei, zerkaut dieses und saugt den Zucker aus.




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Zwetschge / Pflaume
Die heutigen Arten der Pflaume sind vielfach Kreuzungen und kommen in mehr als 2 000 Sorten vor, welche sich, teils nur geringfügig, durch Größe, Farbe, Form, Steinlösbarkeit, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit unterscheiden.

Herkunft/Saison Die Urheimat der Pflaume ist Kleinasien. Die Römer brachten sie 150 v. Chr. nach Italien, von wo sie sich in ganz Europa verbreitete. Anbauschwerpunkte liegen im Mittelmeerraum, in den Balkanländern und der Bundesrepublik.

Hauptsorten Die Pflaume (Rund- oder Eierpflaume) hat eine rundliche Form



Die auf unseren Märkten angebotenen Überseepflaumen stammen hauptsächlich aus Südafrika und Chile und sind von Dezember bis April erhältlich. Die europäische Pflaumenernte beginnt mit Lieferungen aus Italien, Frankreich und Spanien ab Mai, während die einheimische Ernte von Juli bis Oktober anfällt.

Hauptsorten Die Pflaume (Rund- oder Eierpflaume) hat eine rundliche Form und ist meist mit einer deutlichen Kernnaht versehen. Sie sind oft nicht gut kernlöslich. Ihre Hauptfarbe ist blau bis violett, es gibt aber auch rote und gelbe Sorten. Das Fruchtfleisch ist überwiegend gelb gefärbt.

Als Japanische Pflaume bezeichnet man vor allem die in den Wintermonaten aus der südlichen Erdhalbkugel zu uns kommenden Sorten. Sie sind ausgesprochen großfrüchtig, rund oder rund-oval mit glänzend roter oder gelber Haut. Ihr Fleisch ist weicher und saftiger als das der europäischen Pflaumen.

Die Zwetsche (Zwetschge) ist länglich mit spitzen Enden, meist mit tiefdunkelblauer Haut und gelbem Fruchtfleisch und gut steinlösend. Durch ihr festes, aromatisches Fleisch eignet sie sich außer zum Frischverzehr auch sehr gut zum Kochen, Backen und Einmachen.

Die Reineclaude ist kugelförmig, die grüngelbe Haut mit rötlichem Schimmer umschließt das grünlichweiße, äußerst aromatische und süße Fruchtfleisch.

Die Mirabelle ist kleinfruchtig, kugelig, von gelber Farbe mit roten Wangen oder Pünktchen. Mit ihrem festen gelben und recht süßen Fruchtfleisch eignet sie sich sehr gut zum Kochen.

Inhaltsstoffe Bei einzelnen Vitaminen hat die Pflaume keine Rekorde zu melden. Aber das Gesamtangebot macht's! Außer den Vitaminen A, C und Biotin enthält diese Steinfrucht sämtliche B-Vitamine. Eine Pflaume ist eine Vitamin-B-Pille aus der preiswerten Apotheke Natur. Pflaumen sind der beste Stimulator für den Kohlenhydratstoffwechsel, für gute Nerven, mentale Frische, Antriebs- und Leistungskraft und Stressfähigkeit. Außerdem regen sie die Nieren- und Darmtätigkeit an.

Zubereitung Pflaumen sind eine erfrischende Köstlichkeit zum Rohverzehr. Darüber hinaus sind sie eine pikante Geschmacksverfeinerung für Saucen, eine leckere Beigabe für Obstsalate oder für Desserts und Aufläufe.




Zwiebel, Gemüse
Die Gemüsezwiebel misst bis etwa 15 cm Durchmesser und hat ein Gewicht von 200 g und mehr. Ihre trockene Schale ist hell, goldbraun bis kupferfarben. Darunter verbirgt sich weißes, saftiges, mildes, leicht süßlich schmeckendes Fruchtfleisch.

Herkunft/Saison Die Gemüsezwiebel stammt aus Spanien. Sie ist eine besonders große Abart der Speisezwiebel. Da sie hohe Wärmeansprüche stellt, wird sie hauptsächlich in südlichen Ländern kultiviert. Gemüsezwiebeln kommen ganzjährig aus Spanien mit den Kanaren, Chile und Ägypten auf unsere Märkte.


Die Gemüsezwiebel stammt aus Spanien. Sie ist eine besonders große Abart der Speisezwiebel.

Inhaltsstoffe Die Inhaltsstoffe entsprechen denen der Speisezwiebel

Tipps Für eine längere Aufbewahrung sind Gemüsezwiebeln nicht geeignet.

Zubereitung Die Verwendungsmöglichkeiten der Gemüsezwiebel sind vielfältig: reine Zwiebelsalate, Schmoren und Kochen zu Zwiebelgemüse, auch kombiniert mit Paprika, Suppen, Omeletts, gebackene Zwiebelringe, besonders aber zum Füllen mit Hackfleisch.




Zwiebel, Lauch-
Die Lauchzwiebel verdankt ihren Namen der äußerlichen und geschmacklichen Verwandtschaft mit dem Lauch bzw. Porree. Lauchzwiebeln haben aber, im Gegensatz zu den breiten und flachen des Lauchs, schmale röhrenförmige Blätter, außerdem bilden sie keine richtige Zwiebel aus, d. h. sie sind am Grunde nur mehr oder weniger verdickt und besitzen einen weißen 40-50 cm langen Schaft.

Herkunft/Saison Man vermutet als Heimat Zentral- und Westchina. Dort sowie in Japan ist die Bedeutung als Gewürz- und Gemüsepflanze bis heute besonders hoch. Lauchzwiebeln sind aus inländischem Anbau nahezu ganzjährig erhältlich.


Lauchzwiebeln eignen sich als Rohkost, gedünstet oder gekocht als Gemüsebeilage

Inhaltsstoffe Der typische, aromatische Geschmack verdankt sich verschiedenen ätherischen Ölen und Aromastoffen. Der hohe Gehalt an Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen sowie den Vitaminen B1, B2, und C und Provitamin A machen Lauchzwiebeln zu einem gesunden Genußmittel; schwefelhaltige Inhaltsstoffe wirken darüber hinaus als natürliches Antibiotikum.

Tipps Lauchzwiebeln müssen sehr rasch verzehrt werden, denn ihre Haltbarkeit ist stark begrenzt, nur 1-2 Tage in Keller, Speisekammer oder Kühlschrank.

Zubereitung Lauchzwiebeln eignen sich als Rohkost, gedünstet oder gekocht als Gemüsebeilage, als Suppenbasis oder -einlage, für Eintöpfe und Aufläufe, als Belag für herzhafte Kuchen und Quiches und zum Überbacken mit Schinken und Käse. Das Laub der Lauchzwiebeln ist außerdem, wie Schnittlauch in Röllchen geschnitten, ein hervorragendes Gewürz für Kräuterquark, Saucen und Salate.




Zwiebel, Rote

Rote Zwiebeln besitzen eine dünne, leuchtend rote bis rötlichblaue äußere Schale. Auch die inneren Zwiebelschuppen zeigen, wenn auch weniger intensiv, diese Färbung. Rote Zwiebeln schmecken mild-würzig, aber weniger stechend-scharf als die normale Haushaltszwiebel, sie sind zugleich süß und mild-scharf.

Herkunft/Saison Die roten Zwiebeln stammen aus Italien und den Balkanländern.


Rote Zwiebeln besitzen eine dünne, leuchtend rote bis rötlichblaue äußere Schale

Inhaltsstoffe Die Inhaltsstoffe entsprechen denen der Speisezwiebel.

Tipps Zum Lagern sind rote Zwiebeln weniger geeignet.

Zubereitung Es empfiehlt sich, auf Grund ihres dekorativen Effekts, rote Zwiebeln für Salat und Salatmarinaden zu verwenden.




Schalotten

Bei den Schalotten handelt es sich um ausdauernde Pflanzen mit hohlem Stengel. Die Zwiebeln sind umhüllt von einigen trocken-häutigen, rötlich-braunen Schalen und beherbergen in ihrem Inneren 4-15 dem gewölbten Zwiebelboden aufsitzende, längliche, oft kantige, steckzwiebelähnliche.

Schalotten gelten als die feinsten, aromatischsten und mildesten aller Zwiebelsorten und haben ihren Platz in der feinen Küche gefunden.

Bei den Schalotten handelt es sich um ausdauernde Pflanzen mit hohlem Stengel

Herkunft/Saison Die gesamte Weltanbaufläche der Schalotten liegt bei ca. 100000 ha. Schwerpunkte der Produktion sind Japan, Mexiko, die Niederlande, Italien und Frankreich. Bei uns spielt der erwerbsmäßige Anbau kaum eine Rolle.

Inhaltsstoffe Die Inhaltsstoffe sind dieselben wie bei der Speisezwiebel.

Tipps Die Zwiebeln können, ohne sie auseinanderzuteilen, luftig und trocken gut aufbewahrt werden.

Zubereitung Die Verwendung der Schalotten erfolgt wie bei der Speisezwiebel.




Zwiebel (Speisezwiebel)

Die Zwiebel als eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt zählt noch heute zu den wichtigsten Gemüsearten und Heilpflanzen. Botanisch gesehen, ist die Zwiebel ein unterirdischer Spross, auf deren eine Scheibe bildender Achse dicht aufeinander fleischig verdickte Blätter oder Schalen angeordnet sind.

Ihr Durchmesser reicht bis zu 10 cm bei platter, runder oder ovaler Form. Außen ist sie von einigen gelben oder braunen Häuten umgeben.

Von den Völkern Zentralasiens, Pakistans, Nordwest-Indiens und der Mittelmeerländer wird die Zwiebel bereits seit 5000 Jahren genutzt

Herkunft/Saison Von den Völkern Zentralasiens, Pakistans, Nordwest-Indiens und der Mittelmeerländer wird die Zwiebel bereits seit 5000 Jahren genutzt. Heute werden Zwiebeln in allen Ländern der Welt angebaut, wenn auch vornehmlich in den wärmeren Gebieten der Subtropen und der gemäßigten Klimazone. Zu uns gelangte die Zwiebel übrigens erst im Mittelalter. Heute ist sie in der BRD das meistverzehrte Gemüse nach der Tomate und vor dem Weißkraut. Da aber nur ein Drittel des Zwiebelkonsums eigenerzeugt wird, kommen Einfuhren aus den Niederlanden, Spanien, Polen, Italien u. a. hinzu. Das Angebot ist ganzjährig.

Inhaltsstoffe Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Zucker von 7-8 % der Frischsubstanz. Zwiebeln enthalten außerdem bis 90 % Wasser, Eiweiß, Fett, Calcium, Schwefel, Fluor, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, E und C. Verantwortlich für den würzigen Geruch und Geschmack ist der Gehalt an ätherischen Ölen, an dem stechend riechenden Allicin und anderen organischen Sulfiden, die uns die Tränen in die Augen treiben. Zwiebeln wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend und blutzuckersenkend. Zwiebeln zählt man zu den pflanzlichen Antibiotika, die eine keimhemmende und -tötende Wirkung auf die Flora der Mundhöhle und des Verdauungstraktes ausüben.

Tipps Vorsicht sollte man beim Kauf von ganzen Netzen walten lassen. Eine einzige faule Zwiebel kann den gesamten Netzinhalt verderben.

Zubereitung Die Zwiebel gilt als die "heimliche Königin" der Küche. Als Gewürz macht sie jedes Gericht schmackhafter. Immer sollte man Zwiebeln erst kurz vor der Verwendung schälen und zerkleinern, denn geschälte Zwiebeln verlieren rasch an Geschmack. Die Verwendungsmöglichkeiten für Zwiebeln sind zahlreich: ob in Ringe oder Würfel geschnitten zu allen möglichen Salaten, als Zwiebelsoße, pikant gebunden, für gekochte, geschmorte und gebratene Fleischgerichte, Zwiebelringe fritiert oder geröstet, Zwiebelauflauf, Zwiebel-Eierkuchen u. v. a. m. – Zwiebeln sind ein wahres Spitzengemüse!

 

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