Basilikum (lat.
Ocimum basilicum L.)
Basilikum
ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblüter, die bis
zu 50 cm hoch wird. Die frischen und getrockneten Blätter nimmt man zum Würzen. Herkunft:
früher aus Indien und Persien, heute auch aus Europa, Spanien, Südfrankreich,
Italien, Deutschland Gewürzgattung:
Blatt- und Krautgewürze (Kräuter) Angebotsformen: gerebelt Geschmack:
frisch-würzig, kühlend Verwendung
in der Küche: traditionelle Küche: für Tomaten- und Gemüsegerichte,
Salate sowie Fleisch und Fischgerichte moderne Küche: für Nudelgerichte,
Pizza, Mozzarellagerichte, Kräuteressig, Kräuteröl, Kräuterquark
und Kräuterbutter, Käsesaucen internationale Küche: für Chutneys,
Ketchup oder Kürbisgerichte Dosierung: (für 4 Portionen) etwa einen
Teelöffel Heilwirkung:
appetitanregend, nervenberuhigend, harntreibend, wirkt gegen Blähungen, Schlaflosigkeit
und hilft bei Magenproblemen.
Basilikum stammt aus Indien und wurde von
Händlern ins Abendland gebracht. Über Jahrhunderte ist Basilikum auch
in Europa heimisch geworden, es wird besonders in der italienischen und französischen
Küche geschätzt. Basilikum schmeckt aromatisch-würzig und leicht
kühlend. Als Würze dienen die frischen und getrockneten Basilikumblätter
der einjährigen Pflanze, die bis zu 50 cm hoch wird. Basilikum wurde in alter
Zeit nicht nur als Speisewürze, sondern auch als Heilmittel gegen fast alle
Krankheiten verwendet. In Indien verehrte man es gar als heilig. Im klassischen
Altertum gehörte Basilikum in jede gut geführte Küche, wie Marcus
Gavius Apicius belegt, ein römischer Feinschmecker und Kochkunst-Schriftsteller.
Er hinterließ eine ausgezeichnete Sammlung von Kochrezepten, die zum Teil
auch griechischen Ursprungs sind. Im Mittelalter verschmolzen Medizin und Hexenglauben:
Man glaubte, daß die Basilikumwurzeln zu Skorpionen auswüchsen, daß
das Kraut Melancholie und Depressionen, Augenleiden, Herzbeschwerden, Erkältungen
und Kopfschmerzen heile - und daß am Körper getragene Basilikumstengel
bei anderen Sympathie und Liebe erwecke. Heute verwendet die Industrie das ätherische
Öl des Basilikums zur Herstellung von Likören und Branntweinen, zur
Bereitung von Parfüms, Badezusätzen und kosmetischen Salben. Basilikumtee
hilft bei Erkältungskrankheiten.
Basilikum
in der Küche Auch getrocknet und gerebelt riecht das Kraut intensiv
nach Sommer und gehört deshalb zu allen frischen Gemüsen wie: Tomatensuppe,
-soße und -salat, zu Peperoni, Auberginen, Sauerkraut, Bohnen, Spinat, Gurkengemüse,
zu dicken zusammengekochten Gemüsesuppen, allen Erbsen-, Linsen- und weißen
Bohnengerichten, zu deftigen Kohleintöpfen, zu würzigen Salat- und
Kräutersoßen, besonders zur Sauce Vinaigrette, zu Gemüse-Rohkost
und Gemüsesaft-Getränken. Fette Schweinebraten, Koteletts, Kalbshaxen,
Leberknödel, Fleischragouts, Hammelfleisch und Gänsebraten schmecken
besser mit einer Prise Basilikum und werden wie alle fetten und deftigen Gerichte
bekömmlicher. Basilikum paßt ausgezeichnet zu Joghurt, Kräuterbutter
und in winzigen
Dosen zu Krabben und Hummersalat.
Auch Rühreier, Käsesoßen und alle Soßen zu Nudelgerichten sollten Sie mal mit etwas Basilikum abschmecken. Einige Basilikumblätter in der Essigflasche machen den Essig aromatischer. Wer Mockturtlesuppe kocht - die berühmte falsche Schildkrötensuppe - wer Kürbisse, Mixed Pickles, grüne Tomaten und Gurken einlegt, darf auf Basilikum nicht verzichten. | 


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bereitete, hatte ein Allheilmittel oder ein Zaubertraktat für geheime gute
und böse Taten. Woher der Name Beifuß stammt, ist ungeklärt. Wahrscheinlich
kommt der Name daher, daß die Wanderer sich Beifuß an den Fuß
banden oder in die Schuhe legten, als Schutz gegen müde Füße -
auch Plinius war dieser Meinung. Die Brüder Grimm bringen das Wort mit dem
althochdeutschen bivoz oder peipoz in Zusammenhang, was soviel wie Schlagen bedeutet.
Entweder wurde es den Speisen "beigeschlagen" oder weil das Kraut vorher
geschlagen = zerkleinert wurde, ehe man es in die Speisen gab. Beifuß
in der Küche Ein anderer Beifuß-Name heißt: Gänsekraut.
Das sagt schon, daß Beifuß ein ideales Würzkraut für alle
fetten Gerichte ist. Mitgekocht macht es schwere Speisen bekömmlicher - was
allen empfindlichen Mägen guttut. Deshalb gehört Beifuß zum Aal,
zu Schmalz, zu Hammelfleisch, Schweinefleisch, Wildschweinbraten, zu fetten Soßen
und Mayonnaisen, Gänsebraten und allen anderen Gänsegerichten. Als typische
Würze gilt Beifuß für Eintopfgerichte, die auf Schweinefleisch
gekocht werden. Probieren Sie auch Beifuß zu Weißkohl, Wirsing, zu
Möhren, Rüben, zu kräftigen, gemischten Salaten aus Kartoffeln,
Nudeln und Fleisch und zu Eiergerichten mit Speck oder Schinken. Beifuß-Öl
gehört mit zu den Ingredienzen von Wermutwein und Absinth, von Senf und Essig.
Auch für Seifen und Parfümartikel wird es verwendet. Beifußtee
gilt als krampfstillend und harntreibend. |
Bibernelle(Pimpinella
saxifraga)Bibernellen weisen einen
undeutlichem Kelchrand, ausgerandete, verkehrt eirunde Blütenblätter
und einen Griffel mit nahezu kopfiger Narbe auf. Sie bilden eine eirunde, an der
Seite zusammengezogene Spaltfrucht. Die auf der Berührungsfläche ziemlich
flache Kernmasse ist höckerartig gewölbt, der freie Fruchthalter ist
zweispaltig. Die Blüten sind weiß, rot und selterner gelb.
Bohnenkraut Satureja
hortensis L.
Ein derbes, appetitanregendes
und magenberuhigendes Kraut, das zur Familie der Lippenblütler gehört.
Bohnenkraut wird 30 bis 50 cm hoch, es hat lanzettenförmige Blättchen
und blüht rosa-violett und weiß. Geerntet werden die Blätter und
Stengel. Die ursprüngliche Bohnenkraut-Heimat
ist Südeuropa: das östliche Mittelmeergebiet und die Gegend um das Schwarze
Meer. Erst im 9. Jahrhundert kam das Bohnenkraut zu uns nach Deutschland. Benediktinermönche
kultivierten und erhielten es in ihren Kräutergärten, daher auch der
lateinische Name hortensis - im Garten gezogen. Bohnenkraut
wird seit Jahrhunderten als Würze zu kräftigen und deftigen Gerichten
gegeben, weil es einen pfeffrigen, nachhaltigen Geschmack gibt, den Appetit reizt,
einen grollenden Bauch besänftigt - aber auch "die unkeusche Begierde
auf die Bahn bringt" - so die Übersetzung einer alten Kräuterbuch-Schrift
von 1563. Als Droge wird Bohnenkraut heute gegen Darmkrankheiten, Koliken und
Appetitmangel angewendet. Die Hauptanbaugebiete
des Bohnenkrauts sind auch heute noch der Balkan, vor allem Ungarn und Rumänien.
Bohnenkraut in der Küche Pfefferkraut,
Wurstkraut, Aalkraut sind andere Namen für dieses klassische Bohnengewürz.
Sie sagen schon deutlich, wofür man das Kraut verwenden kann. Mit Bohnenkraut
würzt man auch: alle Hülsenfruchtgerichte, Pilze - aber keine Champignons
-, Aufläufe, Käsegebäck und Kümmelgebäck, gekochten Fisch,
Fischsuppen, Kartoffel- und Fleischsalat, auch Kartoffelpuffer, Frikadellen, herzhafte
Ragouts und Gerichte aus Innereien, Koteletts, Wurstgerichte, Bratkartoffeln,
Blumenkohl, Sauerkraut, Gurkensalat, überbackenen Toast, eingelegte Gurken,
Essiggemüse, Mayonnaise für würzige Salate und Fondue-Soßen. | 


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Borretsch
(Borago officinaliswird auch
Boretsch geschrieben und als Gurkenkraut bezeichnet, Gewürz- und Heilpflanze
aus der Familie der Rauhblattgewächse oder Raublattgewächse (Boraginaceae).
Ursprung aus dem Mittelmeerraum, wird seit dem späten Mittelalter in Mitteleuropa
kultiviert, zählt daher zu den Archäophyten. |