Ingwer
(lat.: Zingiber officinale Roscoe)
Ingwer, sind die getrockneten
Wurzeln einer bis zu zwei Meter hohen, schilfartigen Staude aus der Familie Ingwergewächse. Herkunft:
Ursprünglich aus China; heute in allen tropischen Klimazonen Gewürzgattung:
Wurzelgewürz Angebotsformen:
gemahlen Geschmack: brennend-scharf, aromatisch Verwendung
in der Küche: für Reis- Pilz- und Fleischgerichte, Süßwaren,
Kuchen, Saucen, Konfitüren sowie für alle Rezepte der indischen, chinesischen
oder indonesischen Küche; auch zur Herstellung von Ginger-Beer und Likören
Dosierung: (für 4 Portionen)
je nach Geschmack ein bis zwei Messerspitzen Heilwirkung:
verdauungsfördernd, krampf- und schleimlösend, die Speichelproduktion
anregend, wirkt bei Magen- und Darmkrankheiten
Das Gewürz Ingwer -
das sind die getrockneten Wurzeln einer bis zu zwei Meter hohen, schilfartigen
Staude aus der Familie der Gewürzlilien - stammt aus China. Als Gewürz
werden die getrockneten und zumeist geschälten Seitenwurzeln verwendet, während
die dickeren Mittelstücke vielfach in Zucker eingemacht als Delikatesse angeboten
werden. Der geschälte Ingwer ist gelblich, wird aber häufig gebleicht
oder vor dem Trocknen in Kalkwasser getaucht, wodurch er fast weiß wird.
Hauptlieferanten
sind China und Nigeria. Ingwer wird heute aber auch in fast allen tropischen Ländern
angebaut, zum Beispiel in Indien und auf Jamaika. Der ungeschälte Afrika-Ingwer
kommt gemahlen in den Handel, das Ingwerpulver sieht gelblich-ockerfarben aus.
Ingwer hat einen brennend-würzigen Geschmack und Geruch. Das liegt an den
Bestandteilen des ätherischen Öls und am Gehalt von verschiedenen aromatischen
Harzen. Auch heute gehört Ingwer auf den täglichen Speisezettel indischer
Haushalte, zum einen wegen des Geschmacks und zum anderen, um die Verdauung anzuregen
und Krankheiten abzuwehren. Nach Europa dürfte der Ingwer etwa zur Zeit Christi
gekommen sein - nach Deutschland etwa in der Zeit Karls des Großen. Im Mittelalter
gab es zahlreiche medizinische Ratschläge zur Verwendung von Ingwer: zum
Beispiel gegen Zahnschmerzen, Magen- und Verdauungsbeschwerden, gegen Schwitzen
und Schüttelfrost. Heute wird Ingwer nur noch wenig in der Arzneimittelindustrie
gebraucht. Für die Spirituosenhersteller, die Süßwarenfabrikanten
und in der Kosmetikindustrie spielt Ingwer dagegen eine große wirtschaftliche
Rolle. Ingwer in der Küche Dieses
tropische Gewürz kann man zu salzigen und süßen Gerichten geben.
Einige Beispiele für die vielfältige Verwendung von Ingwer: Ingwerkonfekt
und -pralinen, Ingwer-Marmelade, Ingwerwein und -bier (Ginger-Ale), Ingwerwasser,
Ingwerkuchen und -kekse, und Ingwerreis. Ganze
Ingwerstücke Die bizarr geformten ganzen Ingwerwurzeln gibt man in Fisch-
und Fleischmarinaden und -beizen, in alle kräftigen Bratensoßen, in
die Pfanne zu großen Braten. Ingwerstücke werden mitverwendet beim
Einlegen von Gurken, Kürbissen und Birnen und beim Bereiten von Säften
und Fruchtkompotten. Auch im Rumtopf sollte Ingwer mitziehen.
Gemahlener Ingwer
Er ist unentbehrlich für alle, die gern indisch, indonesisch und chinesisch kochen, also besonders für Reisgerichte. Ingwerpulver gehört zu Geflügel und Geflügelfüllungen, vor allem zu Hühnern und Enten. Es würzt alle süßsauren Gerichte, Hackfleischteige, Pilzspeisen, Spinat, Karotten, Lauchsuppen,Wurstgerichte, Schweinebraten und Kalbsbraten, Lammragouts und Lammkoteletts, geräucherten Schinken, Heilbutt, Goldbarsch, Kabeljau, Schellfisch, Nudel- und Fleischaufläufe, Wildgerichte, gebundene dunkle Suppen und Soßen. Mit Ingwer sollte man selbstgebackene Brötchen, Lebkuchen, Pfefferkuchen, Printen, Puddinge, Kompotte, Brotpuddinge und -suppen, Apfelreis, gekochte Birnen und Pflaumen, Obstsuppen und -salate, Wein- und Biersuppen abschmecken. Kandierten und eingelegten Ingwer schneidet man in dünne Scheibchen und gibt sie zu allen oben aufgeführten Speisen - vor allem mit einem Schuß der dickflüssigen, zuckrigen Einlegesoße zu Fleischsoßen, Geflügelfüllungen, Rouladen, Fisch- und Fleischgulasch und zu geräucherten Lachsscheiben. | 
 

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