Lorbeerblätter (lat.:
Laurus nobilis L.)
Lorbeerblätter stammen vom immergrünen
Lorbeerbaum. Er wird zw. 6 und 18 m hoch. Aus den Früchten, den Lorbeeren,
gewinnt man ein starkwürziges Öl,
das als Insektenschutzmittel angewandt wir. Herkunft:
Mittelmeerländer, Italien, Türkei, Griechenland, Spanien, Marokko, Albanien,
sowie Mittel- und Südamerika
Gewürzgattung:
Blattgewürz Angebotsformen:
getrocknete Blätter Geschmack:
bitter, würzig-herb
Verwendung
in der Küche: traditionelle Küche: für Sülzen, eingelegtes
Gemüse, Eintöpfe, Fleischgerichte, Kochfisch, Saucen und Suppen, moderne
Küche: für Fleischbrühe, zum Einlegen von Rote Beete, Bohnen, grünen
Tomaten und Heringeninternationale Küche: für süß-pikante
Kompotte und Fischmarinaden Dosierung:
(für 4 Portionen) sehr dominierend, sollte daher nur sparsam verwendet werden:
höchstens zwei mittelgroße Blätter Heilwirkung:
appetitanregend, magenberuhigend, lindert Blähungen und fördert die
Verdauung; wirkt schleim- und hustenlösend und leicht bakterien- und pilzhemmend
Die
Lorbeerblätter stammen vom immergrünen Lorbeerbaum, der im ganzen Mittelmeergebiet
wild wächst, aber auch in großen Plantagen kultiviert wird. Selbst
in Irland und Schottland gedeiht heute Lorbeer. Der Hauptlieferant für den
Weltmarkt ist die Türkei, welche die traditionellen Lorbeer-Märkte Jugoslawien
und Italien dank ihrer Spitzenqualität abgelöst hat. Je
nach Standort erreicht der Lorbeerbaum eine Höhe von 6 bis 18 m. Die länglichen
Blätter werden nach der Ernte getrocknet. Gute Qualität erkennt man
an stiellosen, grünen, trockenen und heilen Blättern. Zerbrochene Lorbeerblätter
verlieren schnell ihr Aroma. Lorbeerblätter schmecken streng-bitter und stark
aromatisch, sie enthalten ätherisches Öl und Gerbstoffe. Vor
seinem großen Küchenruf war der Lorbeer ein Symbol für Sieg und
Ruhm. Auch heute noch ist ein Lorbeerkranz - versilbert oder vergoldet - der Ehrenpreis
für sportliche Leistungen. Im Altertum war Lorbeer dem Gott Apoll geweiht,
bei den Olympischen Spielen war der Lorbeerkranz der heißersehnte Preis,
deshalb heißt Lorbeer wohl auch Laurus nobilis - der Edle, Immergrüne.
Die römischen Triumphatoren trugen als höchste Auszeichnung bei ihrer
siegreichen Heimkehr den Lorbeerkranz, die corona triumphalis. Lorbeeren umkränzten
die Köpfe gefeierter Dichter und Sänger. Die Griechen weihten den Lorbeerbaum
den Göttern. Der Duft seiner Blätter und Zweige vertrieb nach ihrem
Glauben Seuchen und Verwesung, und Apollo zog, als er den Drachen Python getötet
hatte und der Sühne bedurfte, mit einem Lorbeerzweig in der Hand in Delphi
ein. Als Orest den Muttermord an Klythemnestra durch Reinigungsopfer gesühnt
hatte, wuchs daraus ein Lorbeerbaum empor. Der Lorbeer verlieh den Sehern geheime
Kräfte und half ihnen, das Verborgene zu sehen. Karl
der Große empfahl den Lorbeeranbau in Deutschland, damit er als Arznei und
Gewürz mehr verwendet würde. Viele Kräuterexperten des Mittelalters
schrieben dem Lorbeer eine magen- und nierenstärkende Wirkung zu. Lorbeeren
nennt man die reifen und getrockneten Beeren des Lorbeerbaumes, aus denen man
heute noch ein starkwürziges Öl gewinnt, das als Insektenschutzmittel
angewandt wird. Lorbeerblätter
in der Küche Alles, was sauer ist, verträgt auch Lorbeergeschmack:
Fleischsülze und Sülzkoteletts, Sauerkraut, eingelegte Rote Bete, Gurken,
Mixed Pickles, eingelegte zarte grüne Böhnchen, junge, grüne Tomaten
und Heringe. Lorbeerblätter gehören in jede Fleischbeize wie zum Sauerbraten
und Wild, in die Fischmarinade, zu deftigen Kartoffelgerichten, zu großen
Braten und allen dunklen Bratensoßen, Ragouts, Gulasch, derben Eintöpfen
und dicken Suppen.
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