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dieser Seite: Paprika, Pfeffer, Piment, Nelkenpfeffer, Gewürzkörner,
Neugewürz, Allgewürz, Englisch-Gewürz, Jamaikapfeffer.
Paprika (lat. Capsicum annum L.)
Paprika ist eine einjährige
Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie wird bis zu 60 cm
hoch, hat breite, kräftig grüne Blätter. Man unterscheidet zwischen
Gemüse-, und Gewürzpaprika. Schärfeträger ist das Capsaicin
in den Samen. Je mehr Samen des Gewürzpaprikas mitvermahlen werden, desto
schärfer wird das Paprikagewürz.
Verwendung
in der Küche: traditionelle
Küche: für Gulasch, Eintöpfe, Gemüse, Suppen, Saucen,
Fleisch, Kartoffeln, Fisch, Geflügel- und Käsegerichte moderne
Küche: für Aufläufe, Quarkdips, Marinaden, Chutneys, Relishes
und Nudelsaucen internationale Küche:
für pikante Saucen, Chili con Carne
Dosierung:
(für 4 Portionen) sparsam, eine Messerspitze bei scharfen Sorten; einen Teelöffel
bei milderen Sorten, je nach Gericht
Heilwirkung:
wirkt kreislaufanregend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und
schweißtreibend
Übrigens:
Die europäische Paprikapflanze, wurde aus den südamerikanischen Chilis
kultiviert. Christoph Kolumbus brachte die Chilis von seinen Entdeckungsreisen
aus Amerika mit und nannte sie "roter Pfeffer". Noch heute wird im angelsächsischen
Sprachgebrauch, Paprika "red pepper" genannt.
Paprika
ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse.
Die Paprikapflanze wird bis zu 60 cm hoch, sie hat breite, kräftig grüne
Blätter und treibt gelblichgrüne Blüten. Die prallen zentimetergroßen
Schoten sind länglich spitz und lackrot. Es gibt etwa 30 Paprika- arten,
milde und scharfe, wildwachsende und kultivierte, die sich deutlich voneinander
unterscheiden. Verwandt ist Paprika mit den tropischen Chilies, aus denen der
Cayenne- pfeffer gewonnen wird. Zwei Paprikaarten werden heute in Europa hauptsächlich
kultiviert: der Gemüsepaprika mit seinen großen gelben, roten und grünen
Schoten und der Gewürzpaprika, den man in Streudosen und luftdicht abgepackten
Tütchen kaufen kann. Die geernteten Gewürz-Paprikaschoten werden getrocknet,
dann zermahlen. Die reifen Schoten haben wenig Fruchtfleisch und Saft, sie sind
innen hohl und durch die Scheidewände, die Paprikaadern, unterteilt. In den
Adern und in den Samen sitzt der Schärfeträger, das Capsaicin. Je mehr
Adern und Samen mitvermahlen werden, desto schärfer wird der Paprika. Durch
dosierte Samenzusätze - es werden auch übriggebliebene Scheidewände
und Samen der besseren Sorten für besonders scharfe Paprika- qualitäten
mitverwendet - wird die Paprikaschärfe reguliert. Paprika ist also nicht
gleich Paprika. Es gibt fünf Geschmacks-
und Qualitätsstufen, deren Schärfegehalt unterschiedlich ist:
1.
Delikateß-Paprika: Er besteht aus den besten Paprikafrüchten,
würzt ganz mild aromatisch und gibt den Speisen eine appetitliche hellrote
Farbe. Delikateß-Paprika eignet sich für die Diätkost. In der
Industrie nimmt man ihn zum Färben von Tomatenmark und Tomatenketchup.
2.
Edelsüß-Paprika: Das ist das gebräuchlichste Paprikagewürz.
Es schmeckt sehr würzig mit einer milden Schärfe und färbt die
Speisen dunkelrot.
3.
Halbsüß-Paprika: Er hat schon eine bedeutend schärfere
Würzkraft und ist deshalb besonders für kräftige Fleischgerichte,
zum Beispiel Hammelfleischgerichte und Ungarisch Gulasch, geeignet.
4.
Rosen-Paprika: Er ist die schärfste Paprikasorte, die man bei uns
kaufen kann. In der ungarischen und Wiener Küche wird Rosen-Paprika am meisten
verwendet. Er würzt brennend-scharf und färbt die Speisen stark rot.
5.
Scharf-Paprika: Er ist hier nur der Vollständigkeit halber angegeben.
Sein Geschmack ist so durchdringend und beißend scharf - er wird aus minder
guten Früchten und Zusätzen von Samen und Adern hergestellt -, daß
er bei uns gar nicht erst in den Handel kommt.
Paprika
wirkt appetitanregend und hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt, der von keiner anderen
Würz- und Gemüsepflanze erreicht wird. Paprika gilt als verdauungsfördernd,
als Mittel gegen Migräne und Schwächezustände. Die Paprikapflanze
stammt aus Südamerika. Heute wird Paprika hauptsächlich in Ungarn, aber
auch in Brasilien, Marokko, USA, Jugoslawien, Bulgarien, Spanien, Griechenland
und in der Türkei angebaut. Auf der zweiten Entdeckungsfahrt von Kolumbus
gehörte zu seinen Reisebegleitern Dr. Chanca, ein Arzt aus Sevilla. Durch
ihn gelangte um 1494 Paprika nach Europa. Zuerst betrachtete man Paprika damals
als eine Pfefferart und baute die Paprikapflanze, den sogenannten spanischen Pfeffer,
mehr als exotische Zierpflanze an. Knapp hundert Jahre später hatte sich
der Paprika-Anbau in Spanien durchgesetzt und verbreitete sich schnell über
ganz Europa - bis er seine neue Heimat in Ungarn fand und das ungarische Nationalgewürz
wurde. Der Name Capsicum ist griechischer Herkunft und bezieht sich auf die kapselähnliche
Form der Schote sowie auf den scharfen, beißenden Geschmack. Griechisch
ist auch die Pfefferbezeichnung Peperi und Piperi, die auch auf den spanischen
Pfeffer angewendet wurde. Die Balkanvölker machten daraus peperke und paparka,
und aus diesen Wörtern entstand das internationale Wort Paprika.
Paprika in der Küche
Das Wichtigste zuerst: Paprika darf niemals in siedendes Fett - wohl aber in heißes Fett - gegeben werden, weil sonst der im Paprika enthaltene Zucker karamelisiert. Dadurch wird der Paprika bitter, verliert an Würzkraft und Farbe. Mit Paprika würzt man: Alle ungarischen Paprikagerichte und die Speisen aus der k.u.k.-Monarchie, wie zum Beispiel Paprikaschnitzel, Szegedinger Gulasch, Serbisches Reisfleisch, Hühnerpaprika. Paprika gehört außerdem zu: Quark und allen weichen Käsen, zu Käsegebäck, zu Hammelfleisch und Schweinebraten, zu fettem Speck und Schmalz, spanischen und türkischen Fleisch- und Reisgerichten, zu Ragouts, zu allen Tomatengerichten, zu Wild und Geflügel, zu Hackfleisch, Gemüsegurken, Gemüsesuppen, zu allen Kohlarten und allen grünen und gemischten Salaten. Paprika verfeinert: Kartoffelsalat, Fleischsalat, Fischsalat, Fischsuppen und Fischsoßen, Bratfisch, grüne Bohnen und Erbsen, Linsengerichte, Mais, Auberginen, Selleriegemüse und -salat, Zwiebelgerichte, Aufläufe, Pilze, Makkaroni- und Spaghettigerichte, Kohlrouladen, Mayonnaisen und alle scharfen, pikanten Soßen.
Pfeffer(lat.: Piper nigrum)
Anbau
und Herstellung am Beispiel von Pfeffer Der Pfeffer wächst auf Sträuchern.
Der Pfefferstrauch ist eine immergrüne Kletterpflanze, die sich an Bäumen
und Kletterpfählen 4 bis 6 m Meter hochrankt. Die Blüten, aus denen
sich später die Pfefferbeeren entwickeln, hängen in langen Rispen vom
Strauch herab. Die Fruchtstände ähneln den roten Johannisbeeren. Erst
wenn ein Pfefferstrauch drei Jahre alt ist, trägt er zum ersten mal Früchte.
Herkunft:
Indien, Borneo, Java, Sri Lanka, Brasilien, China, Westafrika, Vietnam und den
Karibik-Inseln
Gewürzgattung: Fruchtgewürz
Angebotsformen:
ganz, geschrotet oder gemahlen, schwarzer, weißer und grüner Pfeffer
Geschmack:
brennend-scharf schwarzer Pfeffer: schärfer als weißer; grüner
Pfeffer: zwar scharf, jedoch vollwürzig
Verwendung
in der Küche: traditionelle Küche: für fast alle Gerichte,
Suppen, Saucen, Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichte
moderne Küche:
für Süßspeisen und Erdbeeren mit Sahne, Essiggemüse und eingelegtes
Obst internationale Küche: für Chutneys, Mixed Pickles und Marinaden
Dosierung:(für
4 Portionen) und Pfeffersorte darf es aber auch ein halber Teelöffel
sein gemahlen oder geschrotet etwa eine Messerspitze, je nach Rezept. Von ganzen
Körnern kann ein Teelöffel verwendet werden.
Heilwirkung
verdauungsfördernd, appetitanregend, bakterienhemmend, fiebersenkend,
erkältungslindernd und lokal schmerzstillend
Der
Pfeffer ist eine Kletterpflanze, die sich an Bäumen oder Stützpfählen
4-6 m hochrankt. Wildwachsend erreicht der Pfefferstrauch bis zu 15 m Höhe.
Erst vom dritten Jahr ab trägt der Pfefferstrauch seine Beeren, die in Rispen
herunterhängen - ähnlich wie Johannisbeeren. Blüte und Ernte liegen
etwa drei Monate auseinander, so daß dreimal im Jahr geerntet werden kann.
Schwarzer
und weißer Pfeffer - beide stammen von demselben Strauch. Den schwarzen
Pfeffer gewinnt man aus den unreifen, noch grünen Beeren, die nach der Ernte
getrocknet werden, wodurch sie ihre typisch schwarz- braune Farbe und die runzelige
Oberfläche bekommen. Weil das Fruchtfleisch und die Haut der Pfefferbeere
mit eintrocknen, bleibt der volle Piperingehalt bestehen, und der schwarze Pfeffer
schmeckt brennend-scharf.
Für
weißen Pfeffer läßt man die roten Beeren ausreifen, wässert
sie nach der Ernte und entfernt durch Reiben und Spülen Haut und Fruchtfleisch.
Durch das Schälen sind die weißen Pfefferkörner etwas kleiner,
kugeliger und glatter als die schwarzen. Der weiße Pfeffer schmeckt aromatischer
und milder als schwarzer Pfeffer. Der beste Vergleich: Ein am Baum gereifter Apfel
hat mehr Aromastoffe als ein Apfel, der noch grün gepflückt wird.
Der
beißend-scharf und würzig schmeckende Pfeffer enthält außer
dem Alkaloid Piperin - das sind stickstoffhaltige Kohlenstoffverbindungen - noch
ätherisches Öl, verschiedene Harze, Stärke und fettes Öl.
Der Pfefferstrauch stammt von der Malabarküste im Südwesten Vorderindiens.
Hauptanbaugebiete sind heute Sarawak auf Borneo, Java, Brasilien und immer noch
Indien. Es gibt heute weit über 20 Pfeffersorten, die auf dem Weltmarkt angeboten
werden.
Industriell wird Pfeffer
in der Parfümbranche genutzt. Der größte Teil der Pfefferproduktion
geht an die Fleisch- und Fischwarenfabrikation. Pfeffer ist auch in vielen Mischgewürzen
enthalten, zum Beispiel im Pfefferkuchen- gewürz, im Fisch- und Bratengewürz,
im Pfefferpotthast- und Einmachgewürz.
Pfeffer
ist ein uralt-bekanntes Gewürz. Die Inder besingen ihn schon als aromatisch
und heilkräftig in den epischen Versen des Veda = heiliges Wissen. (Veda
ist Vorläufer und ältester Teil der indischen Literatur. Die ältesten
Hymnen reichen bis in die erste Hälfte des zweiten Jahrtausends vor Christi
zurück.) Indisch ist auch der Urname für Pfeffer: Pipali. Die Perser
machten Pipari daraus, die Griechen Peperi, die Römer Piper. Aus Piper entwickelte
sich das Wort Pfeffer für das deutsche Sprachgebiet, Pepper (englisch) und
Poivre (französisch). Die Heere Alexander des Großen brachten die erste Pfefferkunde nach Griechenland, erst in der Römerzeit setzte sich der Pfeffer im Mittelmeergebiet als Gewürz durch. Die Araber waren - wie bei den
meisten tropischen Gewürzen - die Zwischenhändler, die sich Reichtümer durch den Handel zwischen Asien und Abendland erwarben. Die Portugiesen suchten wie Kolumbus den Seeweg nach Indien, um Gewürze, vor allem Pfeffer, heimzubringen. Kolumbus entdeckte dabei Amerika, Vasco da Gama 1498 das sagenhafte Pfefferland Indien. Nachdem die ersten Pfeffertransporte nicht mehr über Land in die italienischen Stapelplätze wanderten, sondern per Schiff nach Europa gelangten, sank langsam die Vormachtstellung des arabischen und italienischen Monopols. Auch beim Pfeffer waren nacheinander Portugal, Holland und England die Kolonialmächte, die sich wegen der reichen Märkte blutige Kriege lieferten - auf Kosten der Eingeborenen. Noch im Mittelalter blieb Pfeffer nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten, er hatte eben einen "gepfefferten Preis". Pfeffer wurde überdies als Zahlungsmittel gehandelt: Man
bezahlte zum Beispiel hohe Zölle und Kriegsabgaben mit Pfeffer. Pfeffer
in der Küche Pfeffer, das meistgebrauchte Gewürz der Welt,
hat die gute Eigenschaft, schwere Speisen leichter verdaulich zu machen. Eine
Küchenregel lautet: weißen Pfeffer an helle Speisen, schwarzen Pfeffer
an dunkle Speisen. Mit weißen Pfefferkörnern würzt man helle,
salzige Suppen, Bouillons und Soßen, den Kochfischsud und alle Marinaden
und Beizen für Fisch und Fleisch, Sülzen, alle Braten und Kalbfleisch.
Ein bis zwei weiße Pfefferkörner geben eingemachten Pfirsichen und
Mirabellen einen besonders guten Geschmack.
Geschroteter
und grobgemahlener Pfeffer ist unerläßlich bei Pfeffersteaks, eingelegten
Pfeffergurken, bei Pfefferböhnchen, Gurkensalat, herzhaften Soßen für
kleine Fleischstücke, für Muscheln und feine Fischgerichte.
Gemahlener
weißer und schwarzer Pfeffer ist ein Universalgewürz für alle
Fleisch-, Wild- und Fischgerichte, für Suppen und Soßen, für Gemüse
und Salat, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Beizen, Marinaden und für pfeffriges
Gebäck in der Weihnachtsküche.
Die
exotische Küche ist um eine Spezialität reicher: um grünen Pfeffer.
Frische, auf Madagaskar, in Brasilien oder in Indien gewachsene grüne Pfeffer-
Beeren werden nach dem Pflücken von der Rispe getrennt, wie frisches Gemüse
in Dosen gefüllt und mit Salzlake konserviert. Hierbei bleibt das würzige
Aroma der frischen Pfeffer- frucht fast vollständig erhalten. Es verleiht
vielen Gerichten wie Steaks, Filets, Gulasch, Koteletts, Rouladen, Frikadellen
oder Schaschlik einen raffinierten Geschmack.
Pfeffer
- Cayenne Capsicum frutescens L.
Als
Cayenne-Pfeffer und Chilies bezeichnet man das gleiche Gewürz, denn dieser
scharfe Pfeffer wird aus den fein gemahlenen Chilieschoten gewonnen. Der enge
Verwandte des Gewürz- und des Gemüsepaprikas aus der Familie der Nachtschattengewächse
ist eine ausdauernde, strauchige Pflanze, die in mehreren Unterarten kultiviert
wird und bis zu 1,8 m hoch wird. Die Zweige sind reich belaubt. Aus den Blattachseln
sprießen zu zweit oder mehreren kleine grünlich-weiße Blüten,
aus denen sich je nach Zuchtform die stumpfkegelförmigen Früchte, die
Chilies, entwickeln. Die Früchte sind anfänglich grün, zur Reife
jedoch glatt und glänzend orangerot bis dunkelrot. Der Cayenne-Pfeffer ist
das schärfste unter den scharfen Gewürzen. Das liegt an dem hohen Capsaicin-Gehalt,
der etwa 20mal höher ist als bei Paprika. Wahrscheinlich hat der Cayenne-Pfeffer
seinen Namen von der Hafenstadt Cayenne in Guayana auf den Teufelsinseln und der
ehemals berüchtigten Strafinsel - obwohl Cayenne nie ein ausgesprochener
Exporthafen für Teufelspfeffer war.
Cayenne-Pfeffer
in der Küche Er darf nur ganz sparsam verwendet werden, selbst
kleine Prisen entwickeln in allen Gerichten eine feurige Schärfe. Der Geruch
ist charakteristisch, und schon winzige Partikel reizen nach dem Einatmen zum
Niesen. In der Küche wird Cayenne-Pfeffer hauptsächlich für feurig-scharfe
Fleischgerichte verwendet. Er gehört zu fast allen indischen, indonesischen
und chinesischen Reisgerichten, sowie zur spanischen, portugiesischen und südamerikanischen
Küche. Er würzt pikante Grillsoßen für Fisch, Fleisch und
Wild. Gulasch, Schmorbraten, Schweine- und Hammelfleisch, Wurst- und Fleischsalate,
und salzige Eiergerichte sollte man mit Cayenne-Pfeffer vorsichtig abschmecken.
Viele Gewürzmischungen wie z.B. das Chili-Pulver enthalten gemahlenen Cayenne-Pfeffer
ebenso wie manche Curry-Sorten und Wurstgewürzmischungen. Alle
Chilie-Sorten schmecken brennend scharf, manche sogar überaus scharf. Man
verwendet die ganzen Schötchen zum Einlegen von Mixed Pickles, Gurken und
Heringen, vor allem für eingelegte Bratheringe. Ebenso für Wildbeizen
und für die Sauerbraten-Marinade. Geben Sie auch einmal 1-2 Chilieschoten
in weiße Bohnensuppe, Tomatengerichte, Gulasch und zu derben Kartoffelgerichten.
Piment
(lat. Pimenta officinalis L.) Piment,
auch Nelkenpfeffer, Gewürzkörner oder Neugewürz genannt, sind die
getrockneten braungrauen Beeren des immergrünen Pimentbaumes aus der Gattung
der Myrtengewächse. Die Beeren werden kurz vor der Reife geerntet und dann
getrocknet. Sie haben einen winzigen, vierzackigen Kelchrand, im Innern enthält
jede Beere zwei Fächer, die je ein schwarzbraunes Samenkörnchen tragen.
Herkunft:
ursprünglich aus Südamerika; heute aus Westindien, Mexico, Jamaica,
Guatemala, Kuba und Brasilien
Gewürzgattung:
Fuchtgewürz Angebotsformen: ganz oder gemahlen Geschmack: pfeffrig-würzig,
Nelken ähnlich
Verwendung
in der Küche: traditionelle Küche: für Wurstwaren (Kochwurst),
Spinat, Backwaren, Fisch- und Fleischgerichte, Sauerbraten, Saucen, Marinaden,
Sauerbraten und Honigkuchen
moderne
Küche: als Pfefferersatz in der Diätküche und für die Verwendung
bei Produkten der Getränke-, Fleisch- und Fischindustrie
Dosierung:
(für 4 Portionen) gemahlen: sparsam verwenden, eine Messerspitze genügt;
bei ganzen Körnern kann ein halber Teelöffel mit in das Gericht gegeben
werden
Heilwirkung: wirkt gegen
Blähungen, Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung und hilft auch bei Nervosität
und Stress
Unter vielen anderen
Namen ist Piment noch bekannt: Nelkenpfeffer,
Gewürzkörner, Neugewürz,
Allgewürz, Englisch-Gewürz,
Jamaikapfeffer. Dieses Allround-Gewürz
schmeckt und riecht ein bißchen nach Pfeffer, nach Gewürznelken, nach
Muskat und Zimt. Piment sind die getrockneten braungrauen Beeren (5-7 Millimeter
groß) des immergrünen Piment- oder Nelkenpfefferbaumes aus der Gattung
der Myriazeen, der bis zu 10 m hoch wird. Die Beeren werden kurz vor der Reife
geerntet und in Spezial- öfen getrocknet. Sie haben einen winzigen, vierzackigen
Kelchrand, im Innern enthält jede Beere zwei Fächer, die je ein schwarzbraunes
Samenkörnchen tragen. Aus den lanzettlichen, ledrigen Blättern gewinnt
man das ätherische Bayöl, das bei der Herstellung von Bayrum, für
Haarwässer und Körperpflegemittel verwendet wird. Aus den Beeren gewinnt
man ein Öl, das vielen Likören und Kräuter- schnäpsen zugesetzt
wird. Außerdem findet das Öl Verwendung bei der Herstellung von Seifen,
Parfüms und Kosmetika.
Piment
stammt aus Südamerika. Das Gewürz wurde von den Begleitern des Christoph
Columbus nach Europa mitgebracht - genau wie Vanille und Paprika. Sie fanden Piment
in Westindien, später auch in Mexiko, wo die Azteken die Pimentkörner
zum Würzen ihres Nationalgetränks Chocolada gebrauchten. Die Azteken
gebrauchten die Pimentkörner zum Würzen ihres Nationalgetränks
Chocolada. Erst im 17. Jahrhundert wurde Piment in Europa richtig bekannt und geschätzt - dann machte es allerdings gleich dem Pfeffer gehörig Konkurrenz. Das Wort Piment stammt von dem spanischen Wort pimienta = Pfeffer. Im Mittelalter benannte man mit Pimenta auch viele andere Gewürze. Die beste Piment-Qualität kommt heute aus Jamaika.
Piment in der Küche
Pimentkörner geben der Fleischbeize (Sauerbraten, Wild) und Fisch-Marinaden (Gabelbissen, eingelegte Heringe und Bratheringe) erst den abgerundeten Geschmack. Auch zum Einlegen von Gurken, Pfeffergürkchen, Mixed Pickles, zum Abschmecken von Schweine-, Rind- und Hammelbraten, zu dunklen Ragouts, allen Kohleintöpfen, zur Ochsenschwanz- suppe und Fleischbrühen, zu kräftigen Soßen, Fischsuppen und für Kochfischsud braucht man die Pimentwürze. Gemahlener Piment gehört in die Weihnachtsbäckerei,
in den Pflaumenkuchen und in das Pflaumenkompott. Außerdem würzt man
mit Pimentpulver: Hackfleischgerichte, Leberkäse und Leberknödel, dicke
Suppen und dunkle Soßen, selbstgemachte Würste und Pastetenfüllungen,
alle Herz-, Zungen- und Nierengerichte.