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Kaffee, Blüte, Blue, Mountain, Jamaika, Kaffeeanbau, Mittelamerika, Karibik
Bars
- (Kaffebars) ein Blick in die Kaffeetasse Wie
sieht die Coffee Bar-Szene in anderen Länder aus? Auf
dem europäischen Festland steckt der neue Kaffeekult hingegen noch in den
Kinderschuhen. Zu unterschiedlich sind nationale Trinkgewohnheiten, zu stark
lang geübte Kaffeetraditionen und zu differenziert die Qualitätsansprüche
und Geschmackspräferenzen, als dass ein europäischer Gleichschritt erwartet
werden könnte. Deutschland Immer
mehr Coffee-Bars und Coffee-Shops nach amerikanischem Vorbild öffnen ihre
Pforten. Heute findet man sie schon in sehr vielen guten Lauflagen der Innenstädte,
Einkaufszentren, Bürovierteln, Bahnhöfen und Flughäfen. Es tummeln
sich dort vornehmlich jüngere Leute - vom jung-dynamischen Bürotypen
über Stadtbummler bis hin zum trendigen Jugendlichen. Auffallend in solchen
Coffee-Bars ist die Vielfalt von Sorten und Zubereitungsarten beim Kaffee. Es
werden meist 20 oder mehr Kaffeegetränke, heiß oder kalt in normal,
tall, grande oder im Pappbecher als "coffee to go" angeboten. Grossbritannien
Landesweit
tummeln sich die Kaffeegeniesser in ca. 1500 Coffee Bars. Beobachter rechnen mit
einem weiteren Zuwachs, wenn auch mit sich verlangsamender Geschwindigkeit. Die
Schätzungen für 2003/2004 liegen zwischen 2100 und 2400 Outlets, wobei
die grössten Wachstumschancen eher ausserhalb Londons liegen dürften.
Die vier grossen Anbieter beanspruchen derzeit gemeinsam einen Marktanteil von
60% in Grossbritannien. Coffee Shops von Costa Coffee, Starbucks, Coffee Republic
und Caffè Nero sind, speziell in London, fast an jeder Ecke zu finden.
Diese grossen Ketten werden in Zukunft einen noch grösseren Marktanteil erobern
können, wobei unabhängige Anbieter in Zweitlagen ausserhalb der grossen
Städte nach wie vor ihre Rolle werden spielen können. Getragen wird
die Bewegung in Grossbritannien von dem Wunsch vieler Verbraucher nach einer "Coffee
Culture", in einem Land, das erst jüngst über die löslichen
Produkte zum Kaffeegetränk gekommen ist und in dem eine fundamentale Änderung
des Lebensstils stattfindet. Coffee Bars sind anstelle der Pubs die neuen Treffpunkte
und dienen als soziale Bühne für die Kunden. Zunehmend bedeutender wird
für Coffee Shops auch die Rolle als Zwischenversorger für Food und andere
Produkte wie Fruchtsäfte und Tee. Schweiz Auch
beim Kaffee ist die Schweiz dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen
Teil die Café Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer
eher dunklere Röstungen und den Espresso, der im Tessin die meisten Anhänger
hat. Generell gilt, je südlicher, desto dunkler. Diese spezielle Ausgangslage
bietet Platz für viele Konzepte, wirft aber Probleme im Hinblick auf eine
nationale Expansion inländischer Unternehmen auf. Auf der anderen Seite scheint
die Schweiz für grosse internationale Anbieter ein idealer Testmarkt zu sein.
Sowohl Starbucks als auch Aroma betraten in der Schweiz das europäische Festland.
Ebenso leitete Il Caffè di Roma dort seine über die spanischen Grenzen
hinausgehende Expansion ein. Dominiert wird der Markt heute von den Ketten Spettaculo
und Starbucks, wobei letzterer mit seinen hohen Verkaufspreisen anderen Betrieben
in der Schweiz neue Preisgestaltungsräume eröffnet. Insgesamt dürfte
die Anzahl der Coffee Shops die Grenze von 50 noch nicht überschritten haben.
Einige nationale Anbieter richten derzeit ihre Blicke über die Schweizer
Grenze in die benachbarten Länder. Österreich Die
Coffee Shop- Szene in Österreich befindet sich noch in den Anfängen,
sieht man von dem italienischen Espresso Bar-Franchisegeber Segafredo ab. Er ist
seit 1989 mit rund 50 Outlets präsent. Insgesamt dürfte es derzeit zwischen
70 und 80 Betriebe insgesamt in Österreich geben. Eigene Konzepte nationaler
Anbieter gibt es bis dato nicht. Internationale Ketten, wie z.B. Testa Rossa,
Nannini, Cup & Cino bestimmen das Bild. Auch Starbucks hat sich für Dezember
2001 angesagt und in Wien eine seiner grössten Filialen eröffnet. Zusätzlich
sind Tchibo und Eduscho mit einer Vielzahl von Outlets in Österreich vertreten.
Ganz bewusst positionieren sich die Coffee Shops in Österreich bisher preislich
unter den ehrwürdigen Wiener Kaffeehäusern. Spanien Nach
jahrelangem rasantem Wachstum haben sich die spanischen Coffee Bar-Ketten im Jahr
2001 eine Ruhepause zur Konsolidierung und strukturellen Anpassung verordnet.
Zusammen kommen die Top 6 Kaffeebar-Systeme in Spanien auf rund 350 Betriebe.
Die meisten Anbieter blicken schon auf eine vergleichsweise lange Bartradition
zurück. So starteten die derzeit wichtigsten Anbieter Jamaica (rund 130 Betriebe),
Il Caffè di Roma (50), Café y Te (44) und Illycafé mit Expresso
(65) schon 1993/94. Nordeuropa In
den Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, leben die Weltmeister
im Kaffeetrinken. Seit dem 17. Jahrhundert ist in dieser Region der Kaffee bekannt.
Hochwertige Arabica-Röstkaffeemischungen dominieren den Haushaltsver-brauch
und damit den Markt. Das Angebot in den Coffee Shops muss sehr gut sein, um einen
Skandinavier aus seinen eigenen vier Wänden oder seinem Büro zu locken
und ihn dazu zu bringen, sein geliebtes Heissgetränk in einer Coffee Bar
zu geniessen. Bisher haben die grossen internationalen Ketten aus den USA und
Grossbritannien einen Bogen um diesen anspruchsvollen Markt gemacht. Noch dominieren
die heimischen Anbieter in Skandinavien. Wirklich interessant dürfte es werden,
wenn sich das US-Unternehmen Starbucks ab dem nächsten Jahr intensiver mit
dem nordeuropäischen Markt beschäftigt. Immerhin sieht der Gigant ein
Potenzial von 300 eigenen Coffee Shops in Skandinavien. Laut Planung will er im
Jahr 2003 in Schweden, Norwegen und Dänemark, sowie 2004 in Finnland mit
Betrieben einsteigen.

Norwegen Norwegen
nimmt in Nordeuropa bei Coffee Shops die führende Rolle ein. Beginnend mit
einem im typischen US-Stil gestalteten Coffee Shop hat sich die Zahl der Coffee
Bars von 1999 bis heute auf 300 400 Betriebe erhöht. Es heisst, Oslo
habe eine höhere Coffee Bar-Dichte als Seattle. Dabei sind es eher lokale
Spezialitätenröster, die das Land mit Coffee- Outlets versorgen. Die
grossen Röstkaffee-Unternehmen stehen derzeit eher noch abseits. Dänemark In
Dänemark gibt es eine Vielzahl von Coffee Shops, die Einzelunternehmern gehören.
Von überregionaler Bedeutung ist bisher nur die kleine Kette Baresso. Finnland Gerade
Finnland dürfte sich als das schwierigste Terrain für Coffee Shops erweisen.
Dort glänzt Kaffee in seiner klassischen Form: Geröstet, aber nicht
entkoffeiniert, kaum lösliche Produkte und so gut wie kein Espresso. Kaffeespezialitäten
werden es hier schwerer haben als anderswo, und Marktexperten rechnen mit einem
längeren Zeitraum für die Durchsetzung von Coffee Shop-Konzepten. Immerhin
gibt es in Helsinki bereits einige Coffee Bars. Schweden Auch
in Schweden befinden sich die Coffee Shop-Konzepte noch in den Anfängen.
Angesichts des Interesses, mit dem die Bevölkerung dort amerikanische TV-Serien
und Hollywood-Filme betrachtet, stehen die Chancen für eine Coffee Bar-Szene
in diesem Land allerdings gut. Die bisher existierenden Coffee Shop-Ketten sind
daher zuversichtlich hinsichtlich des Wachstumspotenzials, zumal der schwedische
Verbraucher aufregenden neuen Kaffeegetränken grundsätzlich positiv
gegenübersteht.
Baum
(Kaffeebaum) An der Unterseite der
Bohne entsteht ein Riss, aus dem ein winziger Trieb spriesst, der sich im Boden
zu verankern sucht.
Vier
lange, arbeitsintensive Jahre hindurch muss die Pflanze genährt und geschützt
werden, bevor sie die ersten Früchte trägt. Die
Lebensdauer einer Kaffee-Pflanze beträgt 25 Jahre, die intensive Pflege umfasst
Schneiden, Harken des Bodens, Düngen, Jäten, Mulchen und Bewässern.
Was Wasser anbelangt, ist Kaffee
eine wahre Primadonna. Die Bewässerung muss ausreichend, darf aber auch keinesfalls
zu viel sein. Kaffeebäume
sind ausserdem sehr frostempfindlich und erleiden durch Kälte dauerhafte
Schäden oder sterben sogar ganz ab. Die
Blätter des Kaffeebaums sind glänzend und immergrün. Der Kaffeebaum
kann gleichzeitig Blüten, grüne und reife, rote Früchte tragen,
weshalb die Pflücker mehrmals im Jahr zu demselben Baum zurückkehren.
Den besten Ertrag wirft ein Kaffeebaum
im Alter von sieben Jahren ab. Ein einziger Baum liefert weniger als fünf
Kilogramm Früchte pro Jahr. Nach der Verarbeitung schrumpft die Menge auf
weniger als ein Kilogramm Rohkaffee.
Botaniker
unterscheiden 80 verschiedene Arten.
Zwei sind bedeutend: Drei Viertel der
gesamten Produktion an Kaffee stammt von Bäumen der Art "Coffea-arabica",
knapp ein Viertel vom "Coffea robusta". Die immergrünen Pflanzen
blühen je nach Klima und Höhenlage zu jeder Jahreszeit. Der Duft erinnert
an Jasmin- oder Orangenblüten.
Coffee BÉNÉDICTINE
Drinkart: pur
Jahreszeit: Winter
Zutaten:
4 cl BÉNÉDICTINE DOM Liqueur
1 Tasse Kaffee, Sahne.
Zubereitung: Heißen Kaffee und BÉNÉDICTINE in ein hitzebeständiges Glas geben und mit geschlagener Sahne dokorieren. Glas: hitzebeständiges Glas. Dekoration: Keine. Servierart: heiß. Geschmack: süß, sahnig/cremig. |
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Blue
Mountain - Jamaika - Kaffeeanbau in Mittelamerika
/ Karibik Jamaikanischer
Blue Mountain ist der teuerste Kaffee der Welt. Sein Preis steht jedoch in keinem
Verhältnis zum "besseren Aroma" und zu den Aufschlägen, die
man bereit ist, dafür zu bezahlen. Ausserdem ist zu bedenken, dass der Trinkgenuss
noch teurer kommt, da man, um das volle Aroma dieser Bohne auszukosten, pro Tasse
mehr Bohnen braucht, als von anderen Sorten. Abgesehen davon ist echter Blue
Mountain jedoch ein Hochgenuss für
Kaffeekenner: rund und voll im Geschmack, harmonisch, fruchtig und säurebetont.
Das Aroma ist intensiv und kräftig, der Geschmack hält ungewöhnlich
lange an und entfaltet sich erst beim Trinken.
Echter
Blue Mountain gehört zu den absoluten
Hochgewächsen und kommt fast ausschliesslich von kleinen Plantagen, wie beispielsweise
vom Wallenford Estate, Silver Hill Estate oder Atlanta Estate. Als
der Arabica im 18. Jahrhundert von der Insel Martinique eingeführt wurde,
bahnte sich eine ungeahnte Karriere an. Denn der makellose Blue Mountain von der
gleichnamigen Gebirgskette erzielt heute weltweit den zweithöchsten Preis
aller Rohkaffees. Der grösste Teil der Ernte geht nach Japan, wo leidenschaftliche
Kaffeetrinker bereitwillig zehn US-Dollar für nur eine Tasse bezahlen.
90%
der Ernte kaufen die Japaner auf, andere Abnehmerländer sind die Vereinigten
Staaten und Grossbritannien. 1997 exportierte Jamaika etwa 1800 Tonnen. Im Gegensatz
zu anderen Kaffees wird der Blue Mountain in Holzfässern á 70 kg transportiert.
Mexiko ist der viertgrösste
Kaffeeproduzent der Welt mit einer jährlichen Ernte von etwa 5 Mio. Sack,
die ab November zur Verfügung stehen. Den Grossteil davon liefern rund 100.000
Kleinbauern. Die als Maragogype
bezeichneten Bohnen sind gross und länglich und ergeben einen angenehmen
weichen und duftenden Kaffee. Biologischer Anbau ist selten, wenngleich bereits
seit Jahrzehnten erfolgreich nach der biologisch-dynamischen Weise Demeter-Kaffee
für Deutschland produziert wird. Die
beste Anbauregion ist Chiapas im Süden des Landes, wo unter anderem Tapanchula-
und Huixtla-Kaffee angebaut werden. Auch aus Oaxaca kommen edle Kaffees, wie der
Pluma Coixtepec aus biologischem Anbau.
Blue
Mountains - Coffea - Pflanzengattung Mehr
als 500 Gattungen und 6000 Arten Kaffee hat seinen Namen nach der lateinischen
Bezeichnung für die Pflanzengattung Coffea und gehört zur Familie der
Krappgewächse, die mehr als 500 Gattungen und 6000 Arten umfasst. Die meisten
von ihnen sind tropische Bäume und Sträucher Gehört
zur Familie der Krappgewächse Carl
von Linné beschrieb zwar die Gattung, doch über die genaue Klassifizierung
sind sich die Botaniker bis heute nicht einig. Wahrscheinlich gibt es mindestens
25 Hauptarten innerhalb der Gattung, die alle im tropischen Afrika und auf einigen
Inseln im Indischen Ozean beheimatet sind. Alle Coffea-Arten sind Gehölze,
angefangen bei kleinen Sträuchern bis hin zu den mehr als 10 Meter hohen
Bäumen. Die Farben der Blätter reicht von gelblich bis purpur. Aus den
zwei bekanntesten Arten der Coffea arabica - Typica und Bourbon - haben sich viele
Sorten entwickelt. Die
wichtigsten sind: Caturra (Brasilien, Kolumbien), Mundo Novo (
Brasilien), Tico (Mittelamerika) San Ramon
(zwergwüchsig), Blue
Mountains (Jamaica) Die
Arabica-Pflanze ist ein grosser Busch mit dunkelgrünen, ovalen Blättern.
Die Früchte sind eiförmig und enthalten in der Regel zwei abgeflachte
Samen. Wenn sich nur eine Bohne entwickelt, nimmt sie eine Kugelform an und wird
dann als Perlbohne bezeichnet. Der Begriff "Robusta" ist im Grunde
identisch mit der meist angebauten Kaffeeart Coffea canephora. Es handelt sich
um einen widerstandsfähigen Strauch oder einen zehn Meter hohen Baum, der
zu den Flachwurzlern zählt. Die Früchte sind rund und benötigen
etwa elf Monate bis zur Reife. Die ovalen Samen sind etwas kleiner als die Arabica
- Bohnen. Robusta - Kaffee wird in West- und Zentralafrika, in ganz Südostasien
und vereinzelt auch in Brasilien angebaut, wo er Conilon heisst. Liberica
- Kaffeebäume sind starke und mächtige Gewächse, die eine Höhe
von 18 Metern erreichen. Sie haben grosse, ledrige Blätter und tragen grossbohnige
Früchte. Liberica - Kaffee wird in Malaysia und Westafrika angebaut, allerdings
nur in geringen Mengen, da die Nachfrage nach diesem Kaffee auf Grund seines eigentümlichen
Geschmacks eher gering ist. Arabica Arabica - Kaffee macht derzeit
70% der Welternte aus, doch der Anteil der Robusta - Sorten ist steigend, was
grösstenteils an den besseren Erträgen dieser Kaffeebäume liegt.
Hinzu kommt, dass Arabica - Bäume krankheitsanfälliger sind als die
widerstandsfähigen Robusta - Bäume. Arabica-
und Robusta - Bäume tragen drei bis vier Jahre nach der Pflanzung die ersten
Früchte, die dann 20 bis 30 Jahre geerntet werden können. Beide Pflanzensorten
benötigen reichlich Sonne und Regen. Arabica -Sorten gedeihen am besten in
einem Klima mit jahreszeitlichen Temperaturschwankungen zwischen 15 und 24°,
während der Robusta tropische Bedingungen mit konstanteren Temperaturen zwischen
24 und 29° bevorzugt. Beide
Kaffeearten gehen ein, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, und
beide benötigen eine Niederschlagsmenge von 1500 mm im Jahr.Die Bohnen, die
wir kaufen, sind die Samen des Kaffeebaumes. Diese Samen sind eingebettet in kirschenähnliche
Früchte, die sich zur Erntezeit rot gefärbt haben. Unter der roten Fruchtumhüllung,
dem Exokarp, befindet sich das Fruchtfleisch, das Mesokarp, auf welches erst eine
schleimhaltige Schicht und dann eine Pergamenthaut, die Hülse der Bohne,
das sogenannte Endokarp folgt. Darin liegen für gewöhnlich zwei Bohnen
mit der flachen Seite gegeneinander und umhüllt von einem Silberhäutchen.
Blüte Die
fünfgliedrigen Blüten sind weiß und erinnern in Duft, Farbe und
auch ein wenig in der Form an Jasmin. Sie stehen gehäuft in den Blattachseln,
verblühen in relativ kurzer Zeit und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig.
Nach drei bis vier Tagen fallen die Blüten ab. Die Blüte setzt nach
der Trockenperiode unmittelbar nach den ersten Regenfällen ein. An einem
erwachsenen Baum können 30.000 bis 40.000 Blüten sein. Die vergleichsweise
lange Blüteperiode unterteilt sich in Vor-, Haupt- und Nachblüte. Sowohl
vom Blüten- als auch vom Fruchtansatz lassen sich schon erste | |
Schätzungen über die zukünftige Kaffee-Ernte
ableiten. Diese spielen gerade in großen Produktionsländern eine wichtige
Rolle für die Markteinschätzung und üben einen erheblichen Einfluss
auf die Preisentwicklung von Kaffee aus. Allerdings können Frost oder Dürre
diese ersten Einschätzungen zunichte machen, und die Gesamtmarktsituation
stellt sich dann völlig anders dar. |
| | Blühender
Kaffeebaum | Kaffeeblüten |
Bodenbeschaffenheit - Anbau - Voraussetzungen
Die tropische Kaffeepflanze stellt hohe Ansprüche an ihre Umgebung. Geographische Bedingungen, Temperatur, Sonnenschein, Niederschläge, Wind sowie Bodenzusammensetzung müssen in ganz bestimmter Weise aufeinander abgestimmt sein, um hervorragende Qualität und hohe Erträge zu garantieren. Hierbei stellen die beiden Sorten Arabica und Robusta unterschiedliche Ansprüche.
Geographische Bedingungen |
Temperatur |
Sonnenschein |
Niederschläge |
Boden |
Wind |
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Kaffepflanze |
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Qualität / Ertrag |
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Temperatur
Für eine nutzbringende Kultur des Arabica-Kaffees ist eine Durchschnittstemperatur von 18 bis 25° C erforderlich. Die Temperatur sollte nicht über 30° C steigen und auch nicht zu häufig unter 13° C fallen. Dem Robusta sagt man eine höhere Anpassungsfähigkeit nach. Er verträgt durchschnittlich höhere Temperaturen, die im Allgemeinen bei 26° C anzusiedeln sind. Bei unzureichender Luftfeuchtigkeit reagiert jedoch auch diese Pflanze empfindlich gegen Temperaturen, die deutlich höher liegen. Vor allen Dingen sind die Kaffeepflanzen in hohem Grade frostempfindlich. 0° C darf niemals unterschritten werden. Ein leichter Frost am frühen Morgen kann vernichtende Auswirkungen sowohl auf die laufenden als auch auf die zukünftigen Ernten haben, sofern der Strauch sich von den Erfrierungserscheinungen nicht erholt.
Kaffeepflanzen sind anspruchsvoll: Sie lieben ein möglchst ausgeglichenes Klima ohne zu viel Sonne oder zu große Hitze. Frost kann zur Schädigung der Blüte und zum Ausfall der Ernte führen. |
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Wichtig ist auch, dass die Kaffeepflanze Temperaturen knapp über 0° C unter bestimmten Umständen kaum noch toleriert. Zu begründen ist dies wie folgt: Die aufgehende Sonne lässt den auf den Pflanzen liegenden Morgentau verdunsten. Weil der verdunstende Tau der Umgebung Wärmeenergie entzieht, sinken die Temperaturen der Blätter ab, obwohl die Lufttemperatur bereits steigt, und die jungen Blätter und Knospen können erfrieren.
Niederschlag
Für das Gedeihen der Pflanze ist die Höhe der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, deren zeitliche Verteilung und der Grad der Luftfeuchtigkeit von Bedeutung. Jede Kaffeepflanze verzeichnet einen Wasserbedarf von 250 bis 300 mm pro m2 im Jahr. Diesen Bedarf schöpft sie aus einer jährlichen Niederschlagsmenge von 1.500 bis 2.000 mm. Bei einem Jahresdurchschnitt von etwas unter 1.000 mm ist künstliche Bewässerung notwendig. Ein Anbau bei einer jährlichen Niederschlagsmenge von unter 800 mm erfolgt nicht.
Im Gegensatz zum Arabica bevorzugt Robusta regenreichere Regionen. Der Jahresdurchschnitt sollte möglichst bei 2.000 mm liegen. Während Robusta eine höhere Luftfeuchtigkeit toleriert, reagieren die Arabica-Pflanzen empfindlicher. Die feuchtwarme Luft begünstigt bei ihnen Blattkrankheiten wie Kaffeerost.
Wind- und Sonnenschutz
Ein Übermaß an Wind und Sonnenschein schadet dem Kaffee. Starker Wind kann Äste abbrechen oder Wurzeln lockern. Stetige Sonneneinstrahlung führt zu Trockenschäden an Blättern, Knospen und Trieben. Der Anbau von Hecken und Schattenbäumen soll für Schutz sorgen.
Bodenbeschaffenheit
Der Kaffeebaum stellt hohe Ansprüche an den Boden: Er muss tief, locker, gut belüftet, durchlässig und mit einem neutralen bis leicht sauren pH-Wert ausgestattet sein. An organischen Stoffen sind Stickstoff, Phosphorsäure und Kalium notwendig. Die obere Bodenschicht soll einen hohen Humusgehalt besitzen, einerseits für das Nährstoffangebot und die Feuchtigkeitsbewahrung, andererseits zur Verhinderung der Bodenabschwemmung bei tropischen Regengüssen und Winderosion.
Anbaugebiete
Viele Anbaugebiete der Arabica-Pflanze liegen 600 bis 1.200 m über dem Meeresspiegel. Robusta gedeiht hingegen besser in niedrigen Höhenlagen, zwischen 300 und 800 m über dem Meeresspiegel. Die Voraussetzungen für die charakteristischen Wachstumsbedingungen der Kaffeesträucher sind nur in einem Gürtel um den Äquator bzw. zwischen den Wendekreisen des Krebses und des Steinbocks gegeben.
Besonders wertvoll sind Kaffees, die in hohen Lagen wachsen. Diese so genannten Hochlandkaffees, ausschließlich Arabicas, zeichnen sich aufgrund der speziellen Wachstumsbedingungen durch eine besonders feine Säure und einen hervorragenden Geschmack aus.
Bohnenbeispiele | | | | | | | | Kolumbianischer
Rohkaffee Kolumbien (Arabica) | Gerösteter
kolumbianischer Kaffee (Dunkle Röstung) | Gemahlener
kolumbianischer Kaffee (Espressotypisch) | Ugandischer
Rohkaffee Uganda (Arabica): Anbauhöhe ca. 1200 - 1500 m | | | | | | | | | | Gemahlener
ugandischer Kaffee Sehr kräftige, ergiebige Qualität
| Gerösteter
ugandischer Kaffee Normale, leicht unregelmässige Röstung
| Indischer
Rohkaffee (Arabica) Indien Perl (Arabica): Anbauhöhe ca. 900 - 1800 Meter
| Gerösteter
indischer Kaffee Normale, feine Röstung, leicht heller Schnitt
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Museum - Bramah Tea & Coffee Museum
England, London
Das Museum erzählt die Geschichte von Tee und Kaffee, zweier in der Welt wichtigsten Gebrauchsartikel, und wie diese als erste vor schon vierhundert Jahren nach Europa kamen.
Butlers Wharf wurde als das Gelände für das Museum gewählt , weil in diesem Gebiet sowohl Tee als auch Kaffee schon von über 350 Jahren von Schiffen entladen, gelagert und umgeschlagen wurde. Butlers Wharf war in dem frühen
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zwanzigsten Jahrhundert in der Lage an einem einzigen Tag ca. 6,000 Teekisten zu bewältigen.
Viele Menschen auf der ganzen Welt bringen Gross-Britannien mit Tee in Verbindung - und das Bramah Tea & Coffee Museum erklärt auf anschauliche Art und Weise, wie es dazu kam, dass ein Land welches eigentlich dem Kaffee zusagte, begann sich zur grössten Teeimportnation der Welt zu entwickeln.
Das Museum zeigt auch die Veränderungen im Tee-Handel auf, nachdem sich 1952 die ersten Kaffee-Bars entwickelten und den ersten Fernsehwerbungen von Pulverkaffee. Viele Indische und Afrikanische Erzeuger reagierten mit der Herstellung der schnellen einflössenden Tees für den Gebrauch in Teebeuteln, der jetzt rund 90% des britischen Teemarktes ausmacht.
In dem Museum befindet sich auch ein Shop welcher gemahlenen Kaffee und eine Menge orthodoxen langsamen - einflössenden Bramah Tees verkauft. Andere verwandte Produkte wie z.B. Caddies, Tee-strainers, Tee-Handtücher und Kaffeemaschinen sind ebenfalls erhältlich. UK-London SE1 2NQ, Maguire Street, The Clove Building, Tel.: 0044171/3780222
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Brasilien
- Kaffeeanbau in Südamerika
Brasilien
wird zu Recht als Gigant des Kaffeemarktes bezeichnet. Hier wachsen rund 4 Mio.
Kaffeebäume, 75% der Ernte wird von Kleinbauern produziert. Bei der Vielzahl
der Kaffeesorten, die in den einzelnen Regionen angebaut werden, ist es eigentlich
ein Unding, von "brasilianischem" Kaffee zu sprechen. Auf dem internationalen
Kaffeemarkt wird der zumeist gewaschene und sonnengetrocknete Kaffee aus Brasilien
in "Brazils" und "Milds" sowie "Other Arabics" eingeteilt.
| Obwohl
in 17 von 26 brasilianischen Gliedstaaten Kaffee angebaut wird, erzeugen alleine
die 4 Staaten, Paraná, São Paulo, Minas Gerais und Espírito
Santo 98% des Gesamtertrages, wobei Paraná, im Süden des Landes, für
50% der Gesamtproduktion verantwortlich ist. Die
Anbauregion im nördlichen Küstenland bringt einen Kaffee mit dem typischen
Meerwassergeschmack hervor, der vorwiegend nach Nordafrika, in den Mittleren Osten
und |
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nach Osteuropa ausgeführt wird. Zu den interessantesten Sorten gehört der Bahia. Leider ist er nur sehr schwer
zu beschaffen, da Brasilien nach den Vereinigten Staaten den meisten Kaffee im
eigenen Land verbraucht und somit viele edle Kaffees gar nicht erst ausgeführt
werden.
Brasilien erzeugt
den grössten Teil der Robustas in Standard-Konsumqualität, wie sie in
Supermärkten erhältlich ist. Dieser brasilianische Robusta wird als
Conillon vermarktet und macht etwa 15% der gesamten Kaffeeproduktion aus. In
Minas Gerais hat man in der Region Cerrado alte Bourbon-Varietäten wieder
entdeckt, die jetzt als Plantagenkaffee - beispielsweise als Capin Branco und
Vista Allegre - angeboten werden. Der Capin Branco ist milder im Geschmack als
der würzige und fruchtige Vista Allegre. Beide haben relativ wenig Säure,
doch wie alle brasilianischen Kaffees sollten sie "jung" getrunken werden,
da sie bei längerer Lagerung zuviel Säure entwickeln. In der Regel werden
die ungewaschenen und sonnengetrockneten Bohnen als "Brazil" verkauft,
um sie von den feineren "Milds" zu unterscheiden. Neben zahlreichen
Arabica-Sorten wird auch der Conillon, eine Robusta-Art gezogen. Die Qualitäten
der 1720 von Französisch-Guyana eingeführten Pflanzen sind im allgemeinen
durchschnittlich, dabei aber sehr unterschiedlich. Sie bieten für jeden Geschmack
etwas: Der medizinisch schmeckende Rio wird im Land selbst konsumiert. Die im
Norden in Meeresnähe wachsenden Sorten haben ein kräftiges See-Aroma,
und die alten, in der südöstlichen Cerada-Region jetzt wieder neu kulitvierten
Bourbon-Bohnen sind ansprechend mild-würzig und haben wenig Säure. Verheerende
Frosteinbrüche im Süden des Landes haben meist gravierende Auswirkungen
auf den Welthandel. Die brasilianische Wirtschaft hat sich daher von der einst
dominierenden Kaffee-Industrie, die der Staat bis 1990 sehr streng kontrollierte
und reglementierte, wieder unabhängig gemacht. Endgültig vorbei sind
damit auch die Zeiten, in denen Überproduktionen ins Meer geschüttet
werden mussten, um die Preise stabil zu halten
Budapest - Café New York-Hungaria
Das älteste Café Budapests
Anlaufstelle für das intellektuelle Leben Ungarns. Das älteste Café Budapests ist in seiner ganzen Pracht einzigartig. Die freskengeschmückten Decken, die raffinierten Kugelleuchter und die einladende Galerie spiegeln den schwülstigen Charme der Jahrhundertwende noch heute wieder. 1894 gebaut, diente es als Anlaufstelle für das intellektuelle Leben Ungarns und war eines der kulturellen Treffpunkte Europas. Wenn auch
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| mittlerweile etwas touristisch angehaucht als Restaurant, so ist ein Besuch immer noch lohnenswert! Leider ist es aber zur Zeit geschlossen. Wie uns ein Besucher mitteilte. Adresse: Café New York-Hungaria, Lenin körút 9-11, Budapest. Geöffnet von 7 bis 22 Uhr. |
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Burundi
- Kaffeeanbau in Afrika Beinahe der gesamte Kaffee, der in Burundi erzeugt wird, stammt von Arabica-Bohnen.
Die Kaffeebäume in Ngozi werden in Höhenlagen über 1200 Meter kultiviert.
Der dort geerntete Kaffee zeichnet sich durch eine gehaltvolle Säure und
ein sehr vollmundiges Aroma aus. Ein Grossteil der Erntemenge wird in die USA,
nach Deutschland, Finnland und Japan ausgeführt.
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