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Auf dieser Seite:  Geschichte, Historie, Kaffee, Espresso, Türken, Wien, 18, Jahrhundert, türkischer Kaffee, Koffein, Mohammed, Derwisch, Legenden, Transportmittel, Mekka, Istanbul, Konstantinopel, London, Kaffee, Haus

Galapagosinseln - Kaffeeanbau in Südamerika
Kaffee von der Insel San Cristóbal ist eine aussergewöhnliche Rarität höchster Qualität. Die Hacienda El Cafetal erzeugt etwa 500 Sack Arabica-Kaffees der Bourbon-Varietät. Da die Einfuhr und der Einsatz von Kunstdüngern, Pestiziden, Herbiziden und anderer Chemikalien streng verboten ist, gilt der Kaffee der Galapagosinseln zumindest inoffiziell als Biokaffee.


Genuss - (Kaffeegenuss)
Die medizinisch-wissenschaftliche Bedeutung von Kaffee wird deutlich,
Wenn man die Fülle seiner über 1000 unterschiedlichen Inhaltstoffe betrachtet. Koffein, Vitamin B, Mineralstoffe, verschiedene Säuren, Phenole und Antioxidantien sind die bekanntesten und inzwischen am besten dokumentierten. Dementsprechend vielfältig ist die Wirkung des Kaffees auf den menschlichen Körper.

Am Beispiel von Koffein lässt sich ablesen, wie ein Wirkstoff verschiedenste Körperfunktionen beeinflusst. Wobei man immer im Hinterkopf behalten sollte, dass gerade die Kombination der einzelnen Substanzen in ihrer Synergie die Gesamtwirkung ausmachen. Ein Wirkstoff allein ist in der Pflanzenheilkunde (Phythopharmakologie) und Ernährungsphysiologie häufig nicht entscheidend, sondern vielmehr sein Zusammenspiel mit anderen. Und ganz nebenbei wird so auch verständlich, warum synthetische Monopräparate und einzeln angereicherte Wirkstoffe in "functional food"-Produkten weniger gut bis gar nicht wirken.

Kaffee ist ein durchaus den ganzen Stoffwechsel positiv beeinflussendes Lebensmittel und wahrlich ein "genussvoller Starter am Morgen". Koffein bewirkt: Im Gehirn eine Steigerung der Vigilanz, also der Wachheit und Aufmerksamkeit, unterdrückt aufkommende Müdigkeit und fördert den Gedankenfluss.

Am Herzen erweitert es die Herzkranzgefässe, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, das bedeutet das Herz kann kräftiger und schneller schlagen. An der Muskulatur der Lungenbronchien führt es, ähnlich dem Asthma-Medikament Theophyllin, zu einer Entspannung und Erweiterung des Luft führenden Lungengewebes, Fachbegriff: Spasmolyse

An den Nieren wirkt es harntreibend, das ist besonders deutlich zu spüren, wenn man zusätzlich Wasser oder andere Flüssigkeiten zu sich nimmt. Und neuste Untersuchungen belegen den Effekt, dass das Hormon Cholezystokinin ausgeschüttet wird, das die Gallenblase entleert und somit die Fettverdauung fördert, aber offenbar auch vor Gallensteinen schützt.

Wussten Sie schon: Die Magenbeschwerden nach Kaffeegenuss werden gar nicht durch
Koffein ausgelöst. Zahlreiche Untersuchungen sollten klären, in wie weit Koffein eine magenreizende Wirkung, unter anderem bei empfindlichen Menschen, habe. Ergebnis: Nicht das Koffein, sondern die Säuren sind verantwortlich für die magenreizende Wirkung. Diese Säuren aber lassen sich durch möglichst langsame Röstung deutlich verringern. Während italienischer Espresso in aller Ruhe (bis zu 24 Minuten) nach traditionellen Verfahren (Trommelröstung) geröstet wird, sind die meisten heute angebotenen Kaffeesorten Ergebnis einer Art Schockröstung (3-5 Minuten in Heissluft). Und so kann es nicht verwundern, das diese Kaffees erheblich mehr Säure enthalten und eine entsprechende Wirkung auf den Magen entfalten. Überlegen Sie mal: Klassischer 'Supermarktkaffee' kostet heute nicht mehr Geld als vor 15 Jahren. Das Geld aber ist in dieser Zeitpanne weniger wert geworden (Inflation). Durch die modernen Röstverfahren ist die Herstellung zwar billiger geworden, der Kaffee hat aber leider auch stark in der Qualität nachgelassen.


Geschichte - Espresso - 100 Jahre Espresso
1580 gelangten die ersten Bohnen bis nach Venedig
1620 gründeten die Holländer ihre Plantagen in JAVA
1683 hinterliessen die aus Wien vertriebenen Türken eine Ladung Kaffeesäcke, und so entstand die europäische Kaffehaus-Tradition
1702 wurde in Paris das noch heute bestehende Café Le Procope eröffnet
1720 entstand in Venedig die als Caffè Florian berühmt gewordene Kultstätte
1901 erfand Luigi Bezzera in Mailand die Espressomaschine
1948 präsentiert Achille Gaggia die Ziehhebel-Maschine, die heute noch in ganz Süditalien im Gebrauch ist
1961 entwickelt Ernesto Valente die "Faema" mit elektrischer Druckpumpe, das heute allgemein gebräuchliche Espresso-Prinzip.


Geschichte - Kaffee
Wie kam der Mensch eigentlich auf die Idee, Kaffee zu trinken?

Was ist Legende, was ist Fakt? Die Geschichte des Kaffees wird in diesem Kapitel aufgezeichnet und kann anschaulich nachvollzogen werden. Wahrscheinlich gibt es den Kaffeebaum schon seit der Urzeit. Die Kaffeepflanze war dem Menschen schon sehr früh bekannt. Allerdings dauerte es eine ganze Zeit bis mit durch Rösten veredeltem Kaffee Getränke hergestellt wurden.

Legenden
Da die Geschichte des Kaffees vor dem Jahr 1500 sehr vage ist und handfeste Daten fehlen, umranken reich ausgeschmückte Erzählungen die Ursprünge des Kaffees. Das Grundmotiv dieser Legenden ist die Entdeckung und Nutzung der anregenden Wirkung des Kaffees.

In der Legende, die der Maronitenmönch Faustus Naironus Banesius, ein gebürtiger Syrer, 1671 aufzeichnet, wird der Kaffee durch das auffällige Verhalten einer Viehherde entdeckt. Hirten aus Kaffa im Lande Abessinien beklagten sich bei den Mönchen eines nahe gelegenen Klosters, dass ihre Tiere bis nachts keine Ruhe finden würden und überhaupt keine Müdigkeit zeigten. An der Stelle, wo die Tiere grasten, fanden die Mönche eine dunkelgrüne Pflanze, die grüne, gelbe und rote kirschenartige Früchte trug, von denen die Tiere geknabbert hatten. Die Mönche bereiteten sich daraus einen Aufguss zu und siehe, ohne das geringste Bedürfnis nach Schlaf konnten sie nun nachts wachen, beten oder angeregte Unterhaltungen führen.

Eine andere Geschichte bemüht den großen Propheten Mohammed. Orientalische Märchenerzähler berichten, dass dem todkrank und ermattet danieder liegenden Propheten der Erzengel Gabriel erschien mit einer Schale dampfender, dunkler Flüssigkeit. Nach dem Genuss des Getränks gesundete Mohammed unvermittelt, gewann seine Lebensgeister wieder und konnte mit dieser himmlischen Stärkung ein riesiges islamisches Reich zusammenführen, wie es die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte.

Eine weitere Sage rankt sich um einen jungen Derwisch namens Omar. Verleumdet und unschuldig verurteilt wurde er mit seinen Gefährten in eine abgelegene Steinwüste verbannt. Halb verhungert und am Ende seiner Kräfte probierte er von den Früchten eines ihm unbekannten Strauches. Wie durch ein Wunder genesen kehrte er in die Stadt zurück und brachte Kunde von der magischen Frucht. Alle wollten nun von dieser Frucht kosten und Omar wurde mit Ehren überhäuft und der Kalif schenkte ihm sogar einen Palast.

Erste bildliche Darstellung
des Kaffees.


Alle Coffea-Arten haben ihren Ursprung in Afrika. Die am längsten bekannte wild wachsende Art ist der Arabica-Kaffee. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im südwestlichen Hochland Äthiopiens sowie im angrenzenden Boma Plateau im Sudan.

Dort gedeiht er als Unterwuchs in kühlen schattigen Wäldern in Höhenlagen zwischen 1.300 bis 1.800 m über NN. Andere Wildarten wachsen in der tropischen Regenwaldvegetation. So wurde wild wachsender Robusta-Kaffee 1889 im Kongo entdeckt. Aber auch in einigen anderen Regionen Westafrikas nahe des Äquators kommt er verstreut vor.
Alle Coffea-Arten haben ihren Ursprung in Afrika. Die am längsten bekannte wild wachsende Art ist der Arabica-Kaffee

Fakten
Der Kaffeebaum hat mit Sicherheit schon in Frühzeiten existiert, geblüht und Früchte getragen. Die Urheimat dürfte Äthiopien, dort das abessinische Hochland, vielleicht die Provinz Kaffa, gewesen sein. Die Annahme, dass die in dieser Region lebenden Menschen die Früchte des Baums gekannt haben, ist nicht von der Hand zu weisen. Eine Veredlung der Kaffeebohne durch den Röstprozess und die Zubereitung eines Getränks ist jedoch sehr unwahrscheinlich und lässt sich nicht nachweisen.

11. Jahrhundert
Das Heilmittel "Bunchum" wird zum ersten mal schriftlich erwähnt. Später wurde das daraus abgeleitete Wort "bunc" im Zusammenhang mit Kaffeeanbau gebraucht. Die Historiker streiten sich, ob dies als Beweis für die Bekanntheit des Kaffee schon zu dieser Zeit gelten kann. Anfang 11. Jahrhundert Von Ibn-Sina (Avicenna), einem Heilkundigen und Philosophen aus Arabien, stammt die erste schriftliche Erwähnung eines Heilmittels „Bunchum”, das aus dem Jemen kam. Dass rund 500 Jahre später die Bezeichnung „Bunc” für Kaffeeanbau und -bohne genutzt wurde, gilt einigen Historikern als Beweis, dass Avicenna schon den Kaffee gekannt haben könnte. Verwunderlich erscheint nur, dass über mehrere Jahrhunderte keine Hinweise auf das Produkt Kaffee auftauchten.


Das Heilmittel "Bunchum" wird zum ersten mal schriftlich erwähnt

Mitte 15. Jahrhundert
Ein arabisches Manuskript von 1587 belegt erstmals eindeutig Kaffekonsum in der arabischen Welt. Da dieses Manuskript ein etwa 100 Jahre älteres Manuskript zitiert ist also Kaffeekonsum seit Mitte des 15. Jahrhundert nachgewiesen.

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts scheint Kaffee in Arabien getrunken worden zu sein. Dies geht aus einem berühmten arabischen Manuskript aus dem Jahr 1587 über den Kaffeeverbrauch hervor. Es stammt von Abd-al-Kafir und wird in der Pariser Nationalbibliothek aufbewahrt. Die Schrift basiert auf Aufzeichnungen eines Arabers namens Shihab-ad-Din, die gut 100 Jahre älter sein sollen, aber nicht mehr in schriftlicher Form vorliegen.

Ein anderer zeitgenössischer Bericht wird so interpretiert, dass der Scheich Gemaleddin, Mufti zu Aden, im Jahr 1454 in Jemen Kaffeekulturen anlegen ließ, für die der Samen oder die Pflanzen aus den abessinischen Bergen geholt worden waren.

2. Hälfte 15. Jahrhundert
In diesem Zeitabschnitt eroberte die Kaffeebohne über Mekka und Medina das arabische Großreich und gelangte beispielsweise im Jahr 1510 nach Kairo. Gerade die unzähligen Pilger, die das Heiligtum der Mohammedaner in Mekka besuchten, dürften die Kunde von dem neuen Getränk verbreitet haben.

16. Jahrhundert
Die arabisch-türkische Welt bezog ihre Kaffeebohnen fast ausschließlich aus dem Südjemen. Hauptausfuhrhäfen waren die Städte Mocha am Roten Meer und Jiddah, der Vorhafen Mekkas.

Anfang 16. Jahrhundert
Das Osmanische Reich war mit der Einverleibung des Kalifats Ägypten auf seinem Höhepunkt angelangt. Dies war zugleich auch ein Höhepunkt für die Ausbreitung des Kaffee, der überall



Ältestes Transportmittel für den Kaffee war das Kamel. Eine Karawane bringt feinen "Mocha" zum Hafen.


Türkischer Kaffeeverkäufer

im Osmanischen Reich getrunken wurde. Es entstanden in allen Winkeln Kaffehäuser, wo der Genuss dieses Getränks die Menschen zusammenbrachte.

1. Hälfte 16. Jahrhundert
Die Expansion des auf dem Höhepunkt seiner Macht stehenden Osmanenreiches trug den Kaffee in alle Winkel der beherrschten Gebiete. So spielte Kaffee sowohl in Arabien wie auch in Kleinasien, Syrien, Ägypten und im südöstlichen Europa eine zunehmend wichtige Rolle. Überall entstanden Kaffeehäuser, in denen man sich dem öffentlichen Genuss des Getränks hingeben konnte.

1510
In diesem Jahr gelangte die Kaffeebohne erstmals nach Kairo. Ausserdem eroberte der Kaffe langsam das arabische Grossreich.

1511
Ein Zeichen für die Popularität des Kaffeegenusses in Arabien war, dass Anfang des 16. Jahrhunderts ein großer Streit über die Nützlichkeit oder Schädlichkeit des Kaffeetrinkens entbrannte. Dieser politisch-religiös motivierte Kampf führte 1511 zur Schließung
der Kaffeeschänken in Mekka durch Khair-Beg, dem Statthalter des ägyptischen Sultans. Er wollte Neuerungen durchführen und wurde deshalb vom Volk verspottet. Seine Nachforschungen ergaben, dass es immer die Kaffeetrinker waren, die diese „Scherze” über ihn unter das Volk brachten. Außerdem soll er jeglichem Sinnesgenuss abhold gewesen sein. Der Sultan von Ägypten hob dieses Verbot jedoch zur Freude der Kaffeetrinker wieder auf.

1511
Der wohl erste Streit über Sinn und Unsinn des Kaffeekonsums wurde in Arabien ausgetragen, nachdem ein politischer Funktionär feststellte, dass Kaffeetrinker über ihn Scherzten. Es kam kurzfristig zur Schliessung aller Kaffeschänken. Der Sultan von Ägypten hob die Schliessungen aber bald wieder auf.

1517
Von nun an sollten die Türken über einen Zeitraum von rund 100 Jahren die Ausbreitung des Kaffees zu ihrer Sache machen. Sultan Selim I., Herrscher über das Osmanische Reich, hatte sich Syrien, Jemen und Ägypten einverleibt. Im Jahre 1517 war die letzte Bastion, das Kalifat Kairo, gefallen. Mekka und Medina kamen zum gleichen Zeitpunkt unter türkische Herrschaft.

1530/1532
Es wurden die ersten Kaffeehäuser in Damaskus und Aleppo, zwei städtischen Siedlungen in Syrien, eröffnet.

1554
Die beiden Kaufleute Hakim von Aleppo und Dschems von Damaskus gründeten das erste Kaffeehaus auf europäischem Boden in Konstantinopel.

1592
Die ers
te detaillierte Zeichnung und Beschreibung der Kaffeepflanze und -frucht wird vom Italienischen Arzt Prosper Alpinus erstellt.


1582
Der Augsburger Medicus Leonhart Rauwolf bereiste in den Jahren 1573 - 1576 den Vorderen Orient und lernte in Aleppo den Kaffee kennen. In seinem Reisebericht aus dem Jahr 1582 beschreibt er als erster Europäer das Getränk, den Ausschank und den Grundstoff. Er weiß von dem Getränk folgendes zu berichten: „Under andern habens ein gut getränck / welliches sie hoch halten / Chaube von jenen genennet / das ist gar nahe wie Dinten so schwartz / unnd in gebresten / sonderlich des Magens / gar dienstlich.”

1592
Der italienische Arzt und Botaniker Prosper Alpinus bereiste im Zuge venezianischer Handelsaktivitäten Ägypten vom Jahr 1580 an. Ein Ergebnis dieser Reise war das Werk „De Plantis Aegypti Liber”, das 1592 in Venedig erschien und in schriftlicher Form die ersten detaillierten Zeichnungen sowie Beschreibungen der Kaffeepflanze und -frucht enthielt.

Ende 16. Jahrhundert
Immer mehr Informationen über das Kaffeegetränk werden von Forschern und Reisenden nach Mitteleuropa mitgebracht. Überall herrschte Verwunderung über die belebende Wirkung des Kaffee.

16./17. Jahrhundert
Hier liegen die Anfänge der systematischen Kaffeekultivierung auf vier Kontinenten der Erde. Das arabische Kaffeemonopol viel mit der immer grösser werdenden Nachfrage im Osmanischen Reich und in Europa.

Anfang 17. Jahrhundert
Die ersten Kaffees erreichen Mitteleuropa. Vor allem die grossen Hafenstädte wie London, Amsterdam, Marseille, Bremen und Hamburg wurden Kaffezentren in Europa.
Die ersten Kaffees kamen nach Europa. Bereits 1595 könnten Kaffeesamen nach Holland gelangt sein, wohl mehr als Kuriosum. Neugierig geworden durch die Reiseberichte brachten dann unbekannte Handelsreisende Kaffeebohnen als Proben oder sackweise nach Europa. 1624 traf z.B. ein größerer Kaffeetransport in Venedig ein. Neben den Hafenstädten, wie z.B. London, Amsterdam, Marseille und Bremen/Hamburg, entwickelten sich auch Städte jenseits der Nordgrenzen des osmanischen Reiches zu Zentren des Kaffeeverbrauchs.

1645
Am Markusplatz in Venedig wurde ein Kaffeehaus eröffnet.

ab Mitte 17. Jahrhundert
Von jetzt an darf man von regem Kaffehandel gesprochen werden. Weitere Kaffehäuser entstehen in Oxford, London, Marseille, Amsterdam, Den Haag und Paris. ab
Von der Zeit an konnte von einem regen Handel mit Kaffeebohnen gesprochen werden. Nach und nach machten in vielen Städten Kaffeehäuser auf: 1650 Oxford, 1652 London, 1659 Marseille, 1663 Amsterdam und Den Haag. 1672 hatten auch die Pariser ihr erstes Kaffeehaus.

1673
Das erste Kaffeehaus Deutschlands eröffnet in Bremen.

1677
Hamburg zieht nach und errichtet das zweite deutsche Kaffehaus.

1683
Vor Wien wurden die Türken vernichtend geschlagen. Den Siegern fiel eine unermessliche Beute in die Hände und der polenstämmige Franz Georg Kolschitzky, der sich während der Belagerung von Wien durch die Türken große Verdienste um die Stadt erworben hatte, erhielt als Geschenk die zurückgelassenen Kaffeebestände und die Erlaubnis für den Ausschank von Kaffee. Damit war Wien mit seinen Kaffeehäusern zwar ein wenig später dran als andere europäische Städte, es könnte aber stimmen, dass in dieser Stadt aus dem schwarzen „Türkentrank” durch den Zusatz von Honig und Sahne ein Getränk wurde, das so manchem europäischen Gaumen besser mundete als das Original.


Titelseite des Reiseberichts

Titelseite des Reiseberichts
von 1582:
Leonharti Rauwolfen, der
Artzney Doctorn und
bestelten Medici zu Augspurg.


Älteste bekannte Darstellung einer Kaffeegesellschaft in einem 1689 in Deutschland gedrucktem Buch.

Dem Retter Wiens und Besitzer des ersten Wiener Kaffeehauses, Franz Georg Kolschitzky, errichtet die Wiener Kaffeehausbesitzer-Innung ein Denkmal.
Dem Retter Wiens und Besitzer des ersten Wiener Kaffeehauses, Franz Georg Kolschitzky, errichtet die Wiener Kaffeehausbesitzer-Innung ein Denkmal.

Vor Wien wurden die Türken vernichtend geschlagen. Den Siegern fiel eine unermessliche Beute in die Hände und der polenstämmige Franz Georg Kolschitzky
"Nicht für Kinder
ist der Türkentrank...",
im alten Istanbul
ließ man sich den
süßen Mocca
von zarter Hand
servieren.

2. Hälfte 17. Jahrhundert
Informationen über den privaten Kaffeekonsum begannen spärlich zu fließen. Osmanische Gesandte und ihr prächtiger Hofstaat dürften die europäischen Fürstenhäuser mit Kaffee bekannt gemacht haben. Auch Wiener Archive geben Hinweise darauf, dass schon vor der legendären Eröffnung eines Kaffeehauses durch Kolschitzky in Wien der Kaffee dort bekannt war und auch konsumiert wurde.
16./17. Jahrhundert
Die Ausbreitung des Kaffee-Anbaus und die systematische Kultivierung auf vier Kontinenten nahmen ihren Anfang. Mit dem steigenden Bedarf im Osmanischen Reich kam das arabische Kaffeemonopol immer stärker unter Druck.

Anfänglich hatten die arabischen Pflanzungsbesitzer und Fernhändler den Kaffee-Anbau zum „Staatsgeheimnis” erklärt. Strenge Bewachung und die Beseitigung der Keimfähigkeit der Bohnen durch heißes Wasser sollten die Aussaat an anderer Stelle verhindern.

Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der europäischen Nationen und dem Erstarken ihrer Handelskraft bemächtigten sich diese nach und nach des Produktes Kaffee. Speziell die Holländer versuchten in den Besitz von keimfähigen Bohnen zu kommen. 1616 dürfte ihnen das zum ersten Mal gelungen sein. Mit den Gründungen der Ostindischen Kompagnie (1602) und Westindischen Kompagnie (1621) gelang es den Holländern, ihren Einfluss und ihre Handelsinteressen auf alle Erdteile auszudehnen. Sie waren es, die 1648 Kaffeepflanzen nach Ceylon brachten, später dann systematisch den Anbau auf Java, Sumatra, Bali, Timor und Celebes begannen


Kaffeetransport in
den Holländischen
Kolonien.
Kaffeetransport in
Kaffeeplantage
Kaffeeplantage in Brasilien
Ende 18. Jahrhundert

18. Jahrhundert
Parallel zum Siegeszug des Kaffees in Nordamerika und in Europa werden Kaffeplantagen in allen Regionen der Erde, die die klimatischen Bedingungen liefern, angelegt. Kaffee mausert sich zu einem Produkt, dass eine weltwirtschaftliche Relevanz besitzt.

Der Kaffee wurde in dieser Zeit ein Getränk für alle sozialen Schichten, mit dem die Aufbruchstimmung des Aufklärungszeitalters ausgedrückt wurde. Dies drückt sich z. B. in der Kaffeekantate von J. S. Bach aus.

Mit der Popularisierung des Getränks waren viele Probleme zu lösen: Gegenstände zur Zubereitung mussten entwickelt oder den neuen Bedürfnissen angepasst werden. Zölle und Steuern wurden eingeführt, um einerseits den Devisenabfluss zu bremsen und andererseits das Staatssäckel zu füllen. Die jeweiligen Herrscher beanspruchten das Monopol auf den Kaffeeverkauf oder versuchten, den Konsum durch Verbote zu verhindern. Die Idee des Kaffee-Ersatzgetränks wurde geboren.

Anfang 18. Jahrhundert
1718 ließ der Stadthalter von Batavia (Djakarta) Kaffeesamen nach Südamerika, und zwar Niederländisch Guayana (Surinam), bringen. Aber auch Franzosen und Engländer waren aktiv in der Verbreitung des Kaffees in Lateinamerika. Besonders Seekapitäne oder Kolonialoffziere spielten eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des Kaffees. Sie waren es, die häufig unter größten Anstrengungen Kaffeepflänzchen in die neuen Kolonien brachten.

Berühmt ist die Geschichte vom jungen französischen Marineoffizier de Clieu, der 1723 Kaffeebäumchen aus dem „Jardin des Plants” in Amsterdam über den Atlantik nach Martinique brachte. Seeräuber konnten abgewehrt werden, Stürme wurden überstanden und das knappe Trinkwasser musste mit den vielen Kaffeepflänzchen geteilt werden.

1720
Seit dem Jahr 1720 wird im zweitältesten Kaffeetempel Europas, in Leipzig, Kaffee ausgeschenkt. Die Gaststätte „Zum Arabischen Coffe Baum” ist nach dem „Café Procope” in Paris die älteste bis heute durchgängig betriebene Kaffeeschänke Europas.


So stilvoll ließ man sich seinen Kaffee im Rokoko servieren

So stilvoll ließ man sich seinen Kaffee im Rokoko servieren

Gabriel de Clieu bringt die empfindlichen Kaffeepflanzen von Amsterdam nach Martinique.

Gabriel de Clieu bringt die empfindlichen Kaffeepflanzen von Amsterdam nach Martinique.


"Coffee, Coffee muß ich haben, und wenn jemand mich will laben, ach, so schenkt mir Coffee ein!"
Aus der berühmten Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach mit dem Text von Picander, 1732. 1720
 
1726
Dies gilt als das offizielle Geburtsjahr des Kaffeeanbaus in Brasilien, dem heute wichtigsten Land für den Kaffeeanbau.
Wann und unter welchen Umständen der Kaffee in Brasilien, dem später wichtigsten Produktionsland der Erde, eingezogen ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Offiziell wurde die Geburtsstunde des brasilianischen Kaffee-Anbaus in das Jahr 1726 gelegt, denn 1926 wurde das 200jährige Jubiläum des „Cafeeiro” (portugiesisch für Kaffeestrauch) gefeiert. Ob die ersten Pflanzen von Surinam (aus holländischem Besitz) oder von Martinique (aus französischem Besitz) in das Land gelangt waren, muss offen bleiben.
 

1732
Johann Sebastian Bach stellte seine „Kaffeekantate” in einem Leipziger Kaffeehaus vor.

1769
Die erste Zichorienkaffeefabrik auf deutschem Boden nahm in Braunschweig ihren Betrieb auf. Richtig volkstümlich wurde der Kaffee-Ersatz dann allerdings erst, als Kaffee von Staats wegen zu teuer oder gar verboten wurde und Napoleon im Jahre 1806 versuchte, durch die Kontinentalsperre England vom europäischen Markt abzudrängen. Der so genannte Kontinentalkaffee, ein Surrogatkaffee, war geboren.

1780
Der Staat hatte den Kaffee als Geldquelle entdeckt und erschlossen. Kaffeeimport und Kafferösten waren Staatsmonopole. Dies sorgte für erhebliches Aufsehen und Unruhen. Mit dem Tod Friedrichs des Grossen waren diese Monopole wieder abgeschafft.

Kaffee durfte nur noch in den königlichen Röstereien gebrannt werden (Kaffeebrennzwang). Zur Kontrolle setzte Friedrich der

Friedrich der Große befürchtete, das durch den hohen Kaffeeverbrauch zu viele Devisen ins Ausland gingen und "gesünder als Kaffee sei Biersuppe ohnehin". Ein grandioser Erfolg der Brauereilobby jeder Zeit.

Friedrich der Große befürchtete, das durch den hohen Kaffeeverbrauch zu viele Devisen ins Ausland gingen und "gesünder als Kaffee sei Biersuppe ohnehin". Ein grandioser Erfolg der Brauereilobby jeder Zeit.

Große im ganzen Land „Kaffeeschnüffler” ein, die aufgrund des verräterischen Kaffeeduftes jede Gesetzes- übertretung riechen und ahndensollten. Willkür dieser Zöllner, Kaffeeschmuggel, Beschwerden und zunehmender Zorn bei den Bürgern waren die Folge. Mit dem Tode Friedrichs war der Brennzwang dann vom Tisch.

19. Jahrhundert

Der spezialisierte Kaffeehandel bildet sich aus. Pflanzung, Transport und Röstung werden getrennt. Durch die Erfindung der Dampfschifffahrt werden die Transportwege für Kaffee erheblich optimiert. Der Grundstein für einen immer weiter steigenden Verbrauch ist gelegt.

um 1800
Die wesentlichsten Anbaugebiete, die sich im sogenannten Kaffeegürtel zwischen den beiden Wendekreisen um die Erde ziehen, waren von den Kolonialmächten für den Kaffee-Anbau erschlossen. Die wenigen verbliebenen weißen Flecken wurden dann im 19. Jahrhundert erobert.

Kaffeeverkauf auf Londons Straßen
Kaffeeverkauf auf Londons Straßen

Während auf deutschem Gebiet das Kaffeetrinken eher zu einer privaten Angelegenheit wurde, sinnierte Honoré de Balzac in seiner Novelle „Massimilla Doni” über die soziale und politische Rolle des Kaffeehauses: „Das Café Florian in Venedig ist ein Advokatensprechzimmer, eine Börse, ein Theaterfoyer, ein Klub, ein Lesekabinett ...Natürlich wimmelt es im Café von politischen Spionen; aber ihre Gegenwart schärft das Genie der Venezianer, dass sie die Jahrhunderte alte ererbte Wachsamkeit nicht vergessen...”

um 1850
Kaffee war endgültig zum Volksgetränk geworden. Der wohlhabende Bürger genoss ihn morgens und nachmittags. Von den ärmeren Schichten wurde Kaffee als eine Art Universalmahlzeit genutzt. Den ganzen Tag über stand das Kaffeegetränk zumeist in Form von Kaffeesuppe mit Brotbrocken auf dem Herd.

Das hatte allerdings weniger mit Genusssucht zu tun, sondern eher damit, dass Industrialisierung und Verarmung breiter Bevölkerungsschichten die Zubereitung von vollständigen und nahrhaften Mahlzeiten nicht zuließ und Kaffee immerhin munter machte und die Hungergefühle dämpfte. Eine

Historische
Historische
Kaffeemaschinen

Streckung des teuren Kaffees mit Surrogaten, wie z.B. Zichorie, war durchaus üblich.

1898
Die Kaffeesorte Robusta wurde im großen Kongobogen in Afrika entdeckt. Heute liefert diese Kaffeesorte etwa 40 % der Weltproduktion.


19. Jahrhundert
Die Geschichte des Kaffees wurde in diesem Jahrhundert geprägt durch die Bildung des spezialisierten Kaffeehandels, vom Produktionsland über die Börsen, die Röstereien bis hin zum Verbraucher. Kaffee-Anbau und -Produktion beeinflussten sich gegenseitig, die Erfindung der Dampfschifffahrt revolutionierte das Transportwesen und die Verbesserung der Kommunikation, z.B. durch die Überseetelegrafie, schaffte die Voraussetzungen, dass schnelle Nachrichten anstelle von Gerüchten die Preisfindung bestimmten.



Handmühle
 

Die Funktion der Kaffeemühlen hat sich nicht geändert, wohl aber ihr Aussehen und ihre Technik. Zwischen den schönen Handmühlen aus Uromas Zeiten und den modernen elektrischen von heute, liegen mehrere hundert Jahre.


Beginn 20. Jahrhundert
Brasilien war längst zum größten Kaffeeproduzenten der Welt geworden. Sporadisch übertraf allein die Kaffee-Erzeugung dieses Landes die Nachfrage nach diesem Produkt. So drückte die Überproduktion Brasiliens den Kaffeepreis an der New Yorker Terminbörse im Jahr 1903 auf das niedrigste Niveau (3,55 US-cents per lb), was je erfasst wurde. 1906 produzierte Brasilien eine Rekordernte von rund 20 Millionen Sack. Mit Unterstützung von wichtigen Verbraucherländern kaufte der brasilianische Staat den Kaffee auf, um ihn dadurch künstlich aufzuwerten (Valorisation).
In vielen Erzeugerländern zählt der Kaffee zu den wichtigsten Agrargütern. Seine Bedeutung
findet ihren Ausdruck auch auf Banknoten und Briefmarken.
Hier die Abbildung eines 5-Colones Geldscheines aus Costa Rica.


20. Jahrhundert bis heute

Das Kaffeerösten im Haushalt wurde endgültig vom industriellen Fertigprodukt abgelöst. Erfindungsgeist ließ das Kaffee-Angebot für den Verbraucher immer vielfältiger werden. 1901 präsentierte der Japaner Dr. Sartori Kato auf einer bedeutenden Ausstellung das erste lösliche Kaffeepulver. 1938 legte die Firma Nestlé den Grundstein für die kommerzielle Vermarktung des löslichen Kaffees, auch Extraktkaffee oder Instantkaffee genannt. Um 1900 erfolgten die ersten Versuche zur Entkoffeinierung des Kaffees. Aber erst Ludwig Roselius verhalf dem entkoffeiniertem Produkt als „Kaffee HAG” (Patent 1905) zum weltweiten Erfolg.
Der Anstieg der Nachfrage machte Kaffee zum zweitwichtigsten Handelsgut nach Erdölprodukten. Begleitet wurde diese Entwicklung durch Phasen von Überproduktion, sogar von Kaffeeverbrennung, Preiseinbrüchen, Weltwirtschaftskrise, Konsumrückgängen während zweier Weltkriege und der Schaffung von Weltkaffee-Abkommen (siehe dazu Kapitel 5.4.2.) zur Stabilisierung der Kaffeepreise.

In Deutschland wurde Kaffee nach dem Ende des II. Weltkriegs zu einem Symbol von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Kaffeetrinken hieß, sich wieder etwas leisten zu können.

... bis heute Die Kaffeeproduktion wird weiter industrialisiert. Löslicher Kaffee wird erfunden. 1905 wird ein Patent zum herstellen Koffeinfreien Kaffees

angemeldet. Der Kaffeekonsum steigerte sich Weltweit von 600.000 Säcken Rohkaffee im Jahr 1750 bis auf 94 Mio. Säcken Rohkaffee im Jahr 1995. Sollte man da nicht das alte türkische Gesetz wieder einführen: "Wenn ein Mann seiner Ehefrau den Kaffee verweigert, so gilt dies als Scheidungsgrund.

   

   
Griffel - Kaffeeblüte
Die fünfgliedrigen Blüten sind weiß und erinnern in Duft, Farbe und auch ein wenig in der Form an Jasmin. Sie stehen gehäuft in den Blattachseln, verblühen in relativ kurzer Zeit und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Nach drei bis vier Tagen fallen die Blüten ab. Die Blüte setzt nach der Trockenperiode unmittelbar nach den ersten Regenfällen ein. An einem erwachsenen Baum können 30.000 bis 40.000 Blüten sein. Die vergleichsweise lange Blüteperiode unterteilt sich in Vor-, Haupt- und Nachblüte. Sowohl vom Blüten- als auch vom Fruchtansatz lassen sich schon erste Schätzungen über die zukünftige Kaffee-Ernte ableiten. Diese spielen gerade in großen Produktionsländern eine wichtige Rolle für die Markteinschätzung und üben einen erheblichen

Die fünfgliedrigen Blüten sind weiß und erinnern in Duft, Farbe und auch ein wenig in der Form an Jasmin.
Einfluss auf die Preisentwicklung von Kaffee aus. Allerdings können Frost oder Dürre diese ersten Einschätzungen zunichte machen, und die Gesamtmarktsituation stellt sich dann völlig anders dar.


Grossbritannien - Coffee Bars
                              Wie sieht die Coffee Bar-Szene in anderen Länder aus?
Auf dem europäischen Festland steckt der neue Kaffeekult hingegen noch in den Kinderschuhen.
Zu unterschiedlich sind nationale Trinkgewohnheiten, zu stark lang geübte Kaffeetraditionen und zu differenziert die Qualitätsansprüche und Geschmackspräferenzen, als dass ein europäischer Gleichschritt erwartet werden könnte.

Deutschland
Immer mehr Coffee-Bars und Coffee-Shops nach amerikanischem Vorbild öffnen ihre Pforten. Heute findet man sie schon in sehr vielen guten Lauflagen der Innenstädte, Einkaufszentren, Bürovierteln, Bahnhöfen und Flughäfen. Es tummeln sich dort vornehmlich jüngere Leute - vom jung-dynamischen Bürotypen über Stadtbummler bis hin zum trendigen Jugendlichen. Auffallend in solchen Coffee-Bars ist die Vielfalt von Sorten und Zubereitungsarten beim Kaffee. Es werden meist 20 oder mehr Kaffeegetränke, heiß oder kalt in normal, tall, grande oder im Pappbecher als "coffee to go" angeboten.

Grossbritannien
Landesweit tummeln sich die Kaffeegeniesser in ca. 1500 Coffee Bars. Beobachter rechnen mit einem weiteren Zuwachs, wenn auch mit sich verlangsamender Geschwindigkeit. Die Schätzungen für 2003/2004 liegen zwischen 2100 und 2400 Outlets, wobei die grössten Wachstumschancen eher ausserhalb Londons liegen dürften. Die vier grossen Anbieter beanspruchen derzeit gemeinsam einen Marktanteil von 60% in Grossbritannien. Coffee Shops von Costa Coffee, Starbucks, Coffee Republic und Caffè Nero sind, speziell in London, fast an jeder Ecke zu finden. Diese grossen Ketten werden in Zukunft einen noch grösseren Marktanteil erobern können, wobei unabhängige Anbieter in Zweitlagen ausserhalb der grossen Städte nach wie vor ihre Rolle werden spielen können. Getragen wird die Bewegung in Grossbritannien von dem Wunsch vieler Verbraucher nach einer "Coffee Culture", in einem Land, das erst jüngst über die löslichen Produkte zum Kaffeegetränk gekommen ist und in dem eine fundamentale Änderung des Lebensstils stattfindet. Coffee Bars sind anstelle der Pubs die neuen Treffpunkte und dienen als soziale Bühne für die Kunden. Zunehmend bedeutender wird für Coffee Shops auch die Rolle als Zwischenversorger für Food und andere Produkte wie Fruchtsäfte und Tee.

Schweiz
Auch beim Kaffee ist die Schweiz dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen Teil die Café Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer eher dunklere Röstungen und den Espresso, der im Tessin die meisten Anhänger hat. Generell gilt, je südlicher, desto dunkler. Diese spezielle Ausgangslage bietet Platz für viele Konzepte, wirft aber Probleme im Hinblick auf eine nationale Expansion inländischer Unternehmen auf. Auf der anderen Seite scheint die Schweiz für grosse internationale Anbieter ein idealer Testmarkt zu sein. Sowohl Starbucks als auch Aroma betraten in der Schweiz das europäische Festland. Ebenso leitete Il Caffè di Roma dort seine über die spanischen Grenzen hinausgehende Expansion ein. Dominiert wird der Markt heute von den Ketten Spettaculo und Starbucks, wobei letzterer mit seinen hohen Verkaufspreisen anderen Betrieben in der Schweiz neue Preisgestaltungsräume eröffnet. Insgesamt dürfte die Anzahl der Coffee Shops die Grenze von 50 noch nicht überschritten haben. Einige nationale Anbieter richten derzeit ihre Blicke über die Schweizer Grenze in die benachbarten Länder.

Österreich
Die Coffee Shop- Szene in Österreich befindet sich noch in den Anfängen, sieht man von dem italienischen Espresso Bar-Franchisegeber Segafredo ab. Er ist seit 1989 mit rund 50 Outlets präsent. Insgesamt dürfte es derzeit zwischen 70 und 80 Betriebe insgesamt in Österreich geben. Eigene Konzepte nationaler Anbieter gibt es bis dato nicht. Internationale Ketten, wie z.B. Testa Rossa, Nannini, Cup & Cino bestimmen das Bild. Auch Starbucks hat sich für Dezember 2001 angesagt und in Wien eine seiner grössten Filialen eröffnet. Zusätzlich sind Tchibo und Eduscho mit einer Vielzahl von Outlets in Österreich vertreten. Ganz bewusst positionieren sich die Coffee Shops in Österreich bisher preislich unter den ehrwürdigen Wiener Kaffeehäusern.

Spanien
Nach jahrelangem rasantem Wachstum haben sich die spanischen Coffee Bar-Ketten im Jahr 2001 eine Ruhepause zur Konsolidierung und strukturellen Anpassung verordnet. Zusammen kommen die Top 6 Kaffeebar-Systeme in Spanien auf rund 350 Betriebe. Die meisten Anbieter blicken schon auf eine vergleichsweise lange Bartradition zurück. So starteten die derzeit wichtigsten Anbieter Jamaica (rund 130 Betriebe), Il Caffè di Roma (50), Café y Te (44) und Illycafé mit Expresso (65) schon 1993/94.

Nordeuropa
In den Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, leben die Weltmeister im Kaffeetrinken. Seit dem 17. Jahrhundert ist in dieser Region der Kaffee bekannt. Hochwertige Arabica-Röstkaffeemischungen dominieren den Haushaltsver-brauch und damit den Markt. Das Angebot in den Coffee Shops muss sehr gut sein, um einen Skandinavier aus seinen eigenen vier Wänden oder seinem Büro zu locken und ihn dazu zu bringen, sein geliebtes Heissgetränk in einer Coffee Bar zu geniessen. Bisher haben die grossen internationalen Ketten aus den USA und Grossbritannien einen Bogen um diesen anspruchsvollen Markt gemacht. Noch dominieren die heimischen Anbieter in Skandinavien. Wirklich interessant dürfte es werden, wenn sich das US-Unternehmen Starbucks ab dem nächsten Jahr intensiver mit dem nordeuropäischen Markt beschäftigt. Immerhin sieht der Gigant ein Potenzial von 300 eigenen Coffee Shops in Skandinavien. Laut Planung will er im Jahr 2003 in Schweden, Norwegen und Dänemark, sowie 2004 in Finnland mit Betrieben einsteigen.

Norwegen
Norwegen nimmt in Nordeuropa bei Coffee Shops die führende Rolle ein. Beginnend mit einem im typischen US-Stil gestalteten Coffee Shop hat sich die Zahl der Coffee Bars von 1999 bis heute auf 300 – 400 Betriebe erhöht. Es heisst, Oslo habe eine höhere Coffee Bar-Dichte als Seattle. Dabei sind es eher lokale Spezialitätenröster, die das Land mit Coffee- Outlets versorgen. Die grossen Röstkaffee-Unternehmen stehen derzeit eher noch abseits.

Dänemark
In Dänemark gibt es eine Vielzahl von Coffee Shops, die Einzelunternehmern gehören. Von überregionaler Bedeutung ist bisher nur die kleine Kette Baresso.

Finnland
Gerade Finnland dürfte sich als das schwierigste Terrain für Coffee Shops erweisen. Dort glänzt Kaffee in seiner klassischen Form: Geröstet, aber nicht entkoffeiniert, kaum lösliche Produkte und so gut wie kein Espresso. Kaffeespezialitäten werden es hier schwerer haben als anderswo, und Marktexperten rechnen mit einem längeren Zeitraum für die Durchsetzung von Coffee Shop-Konzepten. Immerhin gibt es in Helsinki bereits einige Coffee Bars.

Schweden
Auch in Schweden befinden sich die Coffee Shop-Konzepte noch in den Anfängen. Angesichts des Interesses, mit dem die Bevölkerung dort amerikanische TV-Serien und Hollywood-Filme betrachtet, stehen die Chancen für eine Coffee Bar-Szene in diesem Land allerdings gut. Die bisher existierenden Coffee Shop-Ketten sind daher zuversichtlich hinsichtlich des Wachstumspotenzials, zumal der schwedische Verbraucher aufregenden neuen Kaffeegetränken grundsätzlich positiv gegenübersteht.


Guatemala - Kaffeeanbau in Mittelamerika / Karibik
Kaffee aus Guatemala hat den Ruf, einer der besten der Welt zu sein. Heute wird Kaffee grösstenteils im Süden des Landes angebaut, wo die Berghänge der Sierra Madre mit ihren fruchtbaren Böden ideale Voraussetzungen bieten. Der SHB-Kaffee besticht durch vollmundige, edle Fülle und feine Säure. Antigua ist die bekannteste Anbauregion Guatemalas. Von den Hochlandkaffees dieser Region ist der El Pulcal der beste. Dieser Kaffee ist noch vollmundiger und rauchiger im Geschmack als andere guatemaltekische Kaffees. Seit der Gründung eines Spezialkaffee-Verbandes wird Guatemala für den Gourmet-Kaffeemarkt immer wichtiger.

Ein reiches Aroma und viel Körper zeichnen diesen oft exquisiten Kaffee aus. Die harmonische Milde mit leichten Säurespitzen macht ihn sehr angenehm und bekömmlich. Ein herausragendes Anbaugebiet ist Antigua. Hier besticht neben dem vollmundigen Geschmack noch eine elegante Bitternote. Auch Kaffees aus dem Distrikt Coban sind hervorragend.

Der durch Qualitätsmängel ramponierte Ruf des einst hochgeschätzten guatemaltekischen Kaffees gewinnt nicht zuletzt durch das dollarstarke Förderungsprogramm der USA neuen Glanz. Arabicas werden auf die Wurzeln der widerstandsfähigeren Robustas gepfropft und dadurch resistenter gegen Parasitenbefall, dem schon einmal die Plantagen zum Opfer fielen. Die nur zwei bis drei Meter hohen Büsche wachsen auf den 1600 Meter hohen Anbaufeldern an den Hängen des Vulkans Atitlan und gleichen dichten Bergwäldern. Hier gedeiht auch der begehrte Antigua. Sein hoher Säureanteil und würziger Geschmack garantiert mit jeder Tasse herzhaften Kaffeegenuss. Der heutige Ertrag liegt bei über vier Millionen Sack.

 



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