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Sambia
- Kaffeeanbau in Afrika Aus
Kenia und Tansania kommend, erreichte der Kaffee Anfang des 20. Jahrhunderts Sambia.
Heute sind sowohl Riesen- als auch Perlbohnen erhältlich. Die besten sambischen
Kaffees sind von guter bis sehr guter Qualität, im Geschmack ähnlich
wie kenianischer Kaffee, obwohl etwas milder. Angebaut wird im Norden bei Kasama
sowie unweit der Hauptstadt Lusaka. | |
Samenanlage
- Kaffee-Blüte Die fünfgliedrigen
Blüten sind weiß und erinnern in Duft, Farbe und auch ein wenig in
der Form an Jasmin. Sie stehen gehäuft in den Blattachseln, verblühen
in relativ kurzer Zeit und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Nach
drei bis vier Tagen fallen die Blüten ab. Die Blüte setzt nach der Trockenperiode
unmittelbar nach den ersten Regenfällen ein. An einem erwachsenen Baum können
30.000 bis 40.000 Blüten sein. Die vergleichsweise lange Blüteperiode
unterteilt sich in Vor-, Haupt- und Nachblüte. Sowohl vom Blüten- als
auch vom Fruchtansatz lassen sich schon erste Schätzungen über die | |
zukünftige Kaffee-Ernte ableiten. Diese spielen gerade in großen Produktionsländern
eine wichtige Rolle für die Markteinschätzung und üben einen erheblichen
Einfluss auf die Preisentwicklung von Kaffee aus. Allerdings können Frost
oder Dürre diese ersten Einschätzungen zunichte machen, und die Gesamtmarktsituation
stellt sich dann völlig anders dar. |
San
Cristóbal - Kaffeeanbau in Südamerika Kaffee
von der Insel San Cristóbal
ist eine aussergewöhnliche Rarität höchster Qualität. Die
Hacienda El Cafetal erzeugt etwa 500 Sack Arabica-Kaffees der Bourbon-Varietät.
Da die Einfuhr und der Einsatz von Kunstdüngern, Pestiziden, Herbiziden und
anderer Chemikalien streng verboten ist, gilt der Kaffee der Galapagosinseln zumindest
inoffiziell als Biokaffee.
San
Ramon - Coffea - Pflanzengattung Mehr
als 500 Gattungen und 6000 Arten Kaffee hat seinen Namen nach der lateinischen
Bezeichnung für die Pflanzengattung Coffea und gehört zur Familie der
Krappgewächse, die mehr als 500 Gattungen und 6000 Arten umfasst. Die meisten
von ihnen sind tropische Bäume und Sträucher Gehört
zur Familie der Krappgewächse Carl
von Linné beschrieb zwar die Gattung, doch über die genaue Klassifizierung
sind sich die Botaniker bis heute nicht einig. Wahrscheinlich gibt es mindestens
25 Hauptarten innerhalb der Gattung, die alle im tropischen Afrika und auf einigen
Inseln im Indischen Ozean beheimatet sind. Alle Coffea-Arten sind Gehölze,
angefangen bei kleinen Sträuchern bis hin zu den mehr als 10 Meter hohen
Bäumen. Die Farben der Blätter reicht von gelblich bis purpur. Aus den
zwei bekanntesten Arten der Coffea arabica - Typica und Bourbon - haben sich viele
Sorten entwickelt. Die
wichtigsten sind: Caturra (Brasilien, Kolumbien), Mundo Novo (
Brasilien), Tico (Mittelamerika) San
Ramon (zwergwüchsig), Blue Mountains
(Jamaica) Die
Arabica-Pflanze ist ein grosser Busch mit dunkelgrünen, ovalen Blättern.
Die Früchte sind eiförmig und enthalten in der Regel zwei abgeflachte
Samen. Wenn sich nur eine Bohne entwickelt, nimmt sie eine Kugelform an und wird
dann als Perlbohne bezeichnet. Der Begriff "Robusta" ist im Grunde
identisch mit der meist angebauten Kaffeeart Coffea canephora. Es handelt sich
um einen widerstandsfähigen Strauch oder einen zehn Meter hohen Baum, der
zu den Flachwurzlern zählt. Die Früchte sind rund und benötigen
etwa elf Monate bis zur Reife. Die ovalen Samen sind etwas kleiner als die Arabica
- Bohnen. Robusta - Kaffee wird in West- und Zentralafrika, in ganz Südostasien
und vereinzelt auch in Brasilien angebaut, wo er Conilon heisst. Liberica
- Kaffeebäume sind starke und mächtige Gewächse, die eine Höhe
von 18 Metern erreichen. Sie haben grosse, ledrige Blätter und tragen grossbohnige
Früchte. Liberica - Kaffee wird in Malaysia und Westafrika angebaut, allerdings
nur in geringen Mengen, da die Nachfrage nach diesem Kaffee auf Grund seines eigentümlichen
Geschmacks eher gering ist. Arabica Arabica - Kaffee macht derzeit
70% der Welternte aus, doch der Anteil der Robusta - Sorten ist steigend, was
grösstenteils an den besseren Erträgen dieser Kaffeebäume liegt.
Hinzu kommt, dass Arabica - Bäume krankheitsanfälliger sind als die
widerstandsfähigen Robusta - Bäume. Arabica-
und Robusta - Bäume tragen drei bis vier Jahre nach der Pflanzung die ersten
Früchte, die dann 20 bis 30 Jahre geerntet werden können. Beide Pflanzensorten
benötigen reichlich Sonne und Regen. Arabica -Sorten gedeihen am besten in
einem Klima mit jahreszeitlichen Temperaturschwankungen zwischen 15 und 24°,
während der Robusta tropische Bedingungen mit konstanteren Temperaturen zwischen
24 und 29° bevorzugt. Beide
Kaffeearten gehen ein, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, und
beide benötigen eine Niederschlagsmenge von 1500 mm im Jahr.Die Bohnen, die
wir kaufen, sind die Samen des Kaffeebaumes. Diese Samen sind eingebettet in kirschenähnliche
Früchte, die sich zur Erntezeit rot gefärbt haben. Unter der roten Fruchtumhüllung,
dem Exokarp, befindet sich das Fruchtfleisch, das Mesokarp, auf welches erst eine
schleimhaltige Schicht und dann eine Pergamenthaut, die Hülse der Bohne,
das sogenannte Endokarp folgt. Darin liegen für gewöhnlich zwei Bohnen
mit der flachen Seite gegeneinander und umhüllt von einem Silberhäutchen.
São
Tomé e Principe - Kaffeeanbau in Afrika
Diese Vulkaninsel ist der zweitkleinste unabhängige Staat Afrikas. Arabica-Bohnen,
die um 1800 aus Brasilien eingeführt wurden, machen auch heute noch 98% der
Gesamternte aus. Es werden jedoch nur etwa 1000 Sack ausgeführt, wobei ein
Grossteil zu den qualitätsbewussten Konsumenten nach Skandinavien geht.
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Säuren - Inhaltsstoffe Kaffee
Rund 800 bis 1000 Inhaltsstoffe des Kaffees sind bisher identifiziert.
Die Hauptbestandteile werden in ihrer Bedeutung erläutert.
Es werden die am häufigsten gestellten Fragen nach den Wirkungen des Kaffees auf die menschliche Gesundheit beantwortet.
Kaffee hat aufgrund seiner belebenden Wirkung und seines außergewöhnlichen Geschmacks schon sehr früh die Neugierde und den Forscherdrang des Menschen geweckt. So wurde die wichtigste Wert gebende Substanz, das Koffein, bereits im Jahr 1820 vom deutschen Chemiker Runge - übrigens auf Anregung von Goethe - isoliert. Trotz aller Anstrengungen ist es bis heute noch nicht gelungen, eine vollständige Bilanz aller Bestandteile des Kaffees aufzustellen, denn seine chemische Zusammensetzung ist äußerst komplex und hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Mit den in jüngster Zeit deutlich verbesserten Analysemethoden konnte jedoch eine Fülle neuer Erkenntnisse zu den Inhaltsstoffen gewonnen werden.
Vorgestellt werden im Folgenden nur die bemerkenswertesten Inhaltsstoffe des Kaffees. Zu berücksichtigen ist dabei, dass beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Coffea-Arten sowie den Varietäten innerhalb einer Art bestehen. Entscheidend sind weiterhin die Herkunft, also Faktoren wie Breitengrad, Höhe, Neigung des Hanges, Bodenqualität, Klima, Anbauform und Aufbereitung. Nicht zu vergessen ist der Einfluss des Röstgrades auf die Zusammensetzung der Substanzen. Offenkundig gibt es keine zwei Kaffeesorten, die identisch sind, besonders auch dann nicht, wenn sie aus zwei verschiedenen Röstereien kommen.
Zur Erinnerung: Durch den Röstprozess nimmt das Gewicht der Kaffeebohne um 12 bis 20 % ab (Einbrandverlust), das Volumen aber um rund 50 bis 100 % zu. Mit Temperaturen zwischen 200 und 260° C beim Rösten kommt es, abgesehen vom optisch erkennbaren Bräunungsprozess, zu tief greifenden Vorgängen innerhalb der Kaffeebohne. Substanzen nehmen ab oder zu, und neue Stoffe entstehen. Und das unvergleichliche Aroma und der einzigartige Geschmack des Kaffees ist erst das Ergebnis dieses Röstprozesses.
Aus welchen Bestandteilen setzt sich die Kaffeebohne zusammen? Kohlenhydrate, Fettstoffe, Wasser, scheinbare Eiweißstoffe, pflanzliche Säuren, Alkaloide wie das Koffein, Mineral- und Aromastoffe bilden die wichtigsten Inhaltstoffe. Je nach dem, ob die Anteile in der Rohware, im Röstprodukt oder in der Tasse gemessen werden, kommt es zu unterschiedlichen Werten.
Kohlenhydrate
Der Anteil der Kohlenhydrate im Kaffee beträgt zwischen 30 und 40 %. Sie sind damit die mengenmäßig bedeutendste Fraktion. Sie bestehen zumeist aus wasserunlöslichen und -löslichen Polysacchariden sowie zu einem kleineren Teil aus Zuckern wie Saccharose, Glucose etc. Mit zunehmendem Röstgrad werden die Kohlenhydrate stark verändert. Entweder werden sie zu anderen Verbindungen abgebaut oder aber sie verschwinden fast völlig wie die oben erwähnten Zuckerstoffe. Die wasserunlöslichen Polysaccharide, welche die Zellwandsubstanzen der Kaffeebohne bilden, bleiben beim Aufguss des Getränks als Kaffeesatz zurück.
Wassergehalt
Der Wassergehalt im Rohkaffee liegt zwischen 10 und 13 %. Durch den Röstvorgang reduziert sich der Anteil durch Entweichen vorübergehend auf 1 bis 2,5 %, um dann im Folgeprozess wieder leicht anzusteigen. Die gesetzliche Grenze von maximal 5 % Wasseranteil im Röstprodukt wird dabei nicht überschritten.
Fettstoffe
Der Gesamtgehalt an Fettstoffen im Rohkaffee liegt zwischen 10 und 13 %. Arabica-Kaffee enthält mehr Lipide oder Kaffeeöle, wie sie auch genannt werden, als Robusta. Die Substanzen nehmen beim Rösten kaum ab und damit steigt ihr prozentualer Anteil angesichts des Einbrandverlustes im Röstkaffee. Die Fettstoffe sind jedoch kaum wasserlöslich und gelangen nur zu einem geringen Teil in die Tasse.
Die Lipide befinden sich hauptsächlich in den Zellen der Kaffeebohne. Ein kleiner Teil überzieht als „Kaffeewachs” in feinster Schicht die Oberfläche der Bohne. Überwiegend sind es Triglyceride und Diterpenester, die die Kaffeeöle bilden. Die wichtigsten in den Fettstoffen vorkommenden Fettsäuren sind die Linolsäure und die Palmitinsäure. Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure und Milchsäure liegen in erheblich kleineren Anteilen vor. Kahweol und Cafestol, Verbindungen, die früher eine große Rolle bei der Beurteilung des Kaffees spielten, gehören ebenfalls in diesen Bereich.
Säuren
Wichtigste Vertreter unter den Säuren sind die Chlorogensäuren. Diese für den Kaffee charakteristischen Säuren werden im Röstprozess, je nach Röstgrad, zwischen 30 und 70 % abgebaut. Der Anteil aller Säuren im Rohkaffee liegt zwischen 4 und 5 %, wobei die Chlorogensäuren den Löwenanteil beitragen. Außer Mate (Paraguay-Tee) enthält Kaffee von allen Lebensmitteln die höchsten Konzentrationen an Chlorogensäuren.
Eiweißstoffe
Die im Rohkaffee zu etwa 11 % vorhandenen natürlichen Eiweißstoffe (Proteine) kommen im Röstkaffee praktisch nicht mehr vor. Durch die Hitzeeinwirkung werden sie zum Teil abgebaut oder setzen sich mit Kohlenhydraten und den Chlorogensäuren zu Bräunungsprodukten um.
Alkaloide
Alkaloide sind stickstoffhaltige Natursubstanzen, die in bestimmten Pflanzengattungen vorkommen. Beim Kaffee ist an erster Stelle das Koffein zu nennen, das je nach Sorte zwischen 0,8 und 2,5 % Anteil ausmachen kann. Durch den Röstvorgang ändert sich der Koffeingehalt so gut wie nicht. In diese Stoffgruppe gehören ebenfalls das Trigonellin und die Nicotinsäure. Trigonellin wird beim Rösten bis zu 75 % abgebaut. Unter den dabei entstehenden Substanzen ist speziell die Nicotinsäure (Niacin) erwähnenswert. Sie wirkt als Vitamin im menschlichen Organismus. So enthält eine Tasse Kaffee in etwa ein Zehntel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Niacin. In Spuren sind übrigens auch noch Theobromin und Theophyllin im Kaffee vorhanden.
Mineralstoffe
Der Gehalt an Mineralstoffen unterliegt bei einem Naturprodukt starken Schwankungen. Kaffeeart, Anbaugebiet, Bodenbeschaffenheit sowie Düngung beeinflussen ihren Anteil. Gemeinhin rechnet man mit rund 4 % Mineralstoffen im Rohkaffee. 90 % davon gehen in das Getränk über. Den größten Prozentsatz nimmt Kalium ein, gefolgt von Kalzium, Magnesium und Phosphor als Phosphat. Als Spurenelemente können praktisch alle anderen Mineralstoffe nachgewiesen werden. Erfreulich ist, dass im Kaffee äußerst niedrige Gehalte an Schwermetallen oder sonstigen Rückständen festgestellt werden. Wenn überhaupt, liegen sie zudem an der Nachweisgrenze.
Aromastoffe
Mit einem Gehalt von bis zu 0,1 % flüchtigen Aromastoffen ist der Röstkaffee eines der aromareichsten Lebensmittel. Sie bilden sich erst durch den Röstprozess und sind im Rohkaffee nicht vorhanden. Diese Geruchs- und Geschmacksstoffe, die in der Summe das Aroma bilden, machen erst die Einzigartigkeit des Kaffees aus, denn alle anderen Inhaltsstoffe des Kaffees tauchen mehr oder weniger in vielen pflanzlichen Produkten auf, vom Koffein einmal abgesehen. Erste Untersuchungen der Aromasubstanzen begannen vor rund 70 Jahren. Mehr als 800 flüchtige Verbindungen des Röstkaffees sind seitdem entdeckt worden. Besonders seit den 60er Jahren hat mit den verbesserten Analysetechniken die Anzahl der identifizierten Verbindungen sprunghaft zugenommen. Nach wie vor harren aber noch einige 100 Stoffe ihrer Enträtselung.
So ist es nicht verwunderlich, dass es bis heute noch nicht gelungen ist, das Kaffeearoma künstlich zu erzeugen, also zum Beispiel durch Mischen der bis jetzt identifizierten Bestandteile. Erstaunlich ist auch, dass kein einzelner Aromastoff den typischen Kaffeegeruch auch nur annähernd erzeugt.
Bleibt die Natur des flüchtigen Kaffeearomas somit noch ein Geheimnis, so sind die Kenntnisse über die Chemie der spezifischen nichtflüchtigen Kaffeegeschmacksstoffe noch viel lückenhafter. Der Bittergeschmack des Kaffees ist nach heutigem Wissensstand nicht nur auf das Koffein, sondern auch auf Substanzen, die durch die Maillard-Reaktionen entstehen, zurückzuführen. Unter dieser Reaktion versteht man die Umsetzung von Kohlenhydraten mit den Eiweißen unter Hitze. Welche Zusammenhänge für die „feine Säure” des hochwertigen Kaffees verantwortlich sind, ist selbst nach der Entdeckung von 83 Säuren im Kaffee noch nicht vollständig geklärt.
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Schlammiger Kaffeesatz
Warum ist der Kaffeesatz so schlammig? - Matsch im Siebträger lässt sich vermeiden: Es gibt zwei Ursachen dafür. Zum einen kann es sein, das Sie zu wenig Kaffeemehl eingefüllt haben. So bleibt noch Platz für etwas Wasser, was nach der Zubereitung oben auf dem Kaffeemehl stehen bleibt und nur ganz langsam abläuft.
Oder aber Ihr Kaffee ist zu fein gemahlen. Dann ist der Kaffeesatz so fein, das Wasser nur allein durch die Schwerkraft nicht mehr hindurchsickern kann.
Oder aber beide Ursachen kommen zusammen, was aber am unerwünschten Ergebnis nichts ändert.
Derartig matschiger Kaffeesatz lässt sich übrigens auch nur schlecht bis gar nicht ausklopfen. Das meiste bleibt regelrecht am Sieb kleben. |
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Schümli
Der grosse bei den Schweizern. Der Volksmund sagt auch gern 'Schümli' zu dieser Kaffee-Varietät.
Der Café Crème oder Schümli wird aus Bohnenkaffee hergestellt. Der Röstkaffee ist deutlich heller als beim Espresso. Für jede Tasse wird der Kaffee frisch gemahlen und einzeln unter Druck gebrüht. Durch diese Art der Zubereitung hat jede Tasse eine gleichmäßige Creme, daher auch die Bezeichnung Schümli (gleich kleiner Schaum). Was in Deutschland (noch) der Filterkaffee ist, ist in der Schweiz der Café Crème. Aufgebrüht nach der Espressomethode kommt hier allerdings sehr viel mehr Wasser zum Einsatz. Aufgrund der so entstehenden hellen Crema sagt der Volksmund auch gern 'Schümli' zu dieser Kaffee-Varietät. Typische Röstungen für diese Zubereitungsart sind eher hell, aber auch mittlere Röstgrade können sehr lecker sein. Ungeeignet dafür sind dunkle Röstungen, wie sie in Süditalien oft hergestellt werden.
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Schweiz
- Coffee Bars
Wie
sieht die Coffee Bar-Szene in anderen Länder aus?
Auf
dem europäischen Festland steckt der neue Kaffeekult hingegen noch in den
Kinderschuhen.
Zu unterschiedlich sind nationale Trinkgewohnheiten, zu stark
lang geübte Kaffeetraditionen und zu differenziert die Qualitätsansprüche
und Geschmackspräferenzen, als dass ein europäischer Gleichschritt erwartet
werden könnte.
Deutschland
Immer
mehr Coffee-Bars und Coffee-Shops nach amerikanischem Vorbild öffnen ihre
Pforten. Heute findet man sie schon in sehr vielen guten Lauflagen der Innenstädte,
Einkaufszentren, Bürovierteln, Bahnhöfen und Flughäfen. Es tummeln
sich dort vornehmlich jüngere Leute - vom jung-dynamischen Bürotypen
über Stadtbummler bis hin zum trendigen Jugendlichen. Auffallend in solchen
Coffee-Bars ist die Vielfalt von Sorten, Kaffee, Spezialitäten und Zubereitungsarten beim Kaffee. Es
werden meist 20 oder mehr Kaffeegetränke, heiß oder kalt in normal,
tall, grande oder im Pappbecher als "coffee to go" angeboten.
Grossbritannien
Landesweit
tummeln sich die Kaffeegeniesser in ca. 1500 Coffee Bars. Beobachter rechnen mit
einem weiteren Zuwachs, wenn auch mit sich verlangsamender Geschwindigkeit. Die
Schätzungen für 2003/2004 liegen zwischen 2100 und 2400 Outlets, wobei
die grössten Wachstumschancen eher ausserhalb Londons liegen dürften.
Die vier grossen Anbieter beanspruchen derzeit gemeinsam einen Marktanteil von
60% in Grossbritannien. Coffee Shops von Costa Coffee, Starbucks, Coffee Republic
und Caffè Nero sind, speziell in London, fast an jeder Ecke zu finden.
Diese grossen Ketten werden in Zukunft einen noch grösseren Marktanteil erobern
können, wobei unabhängige Anbieter in Zweitlagen ausserhalb der grossen
Städte nach wie vor ihre Rolle werden spielen können. Getragen wird
die Bewegung in Grossbritannien von dem Wunsch vieler Verbraucher nach einer "Coffee
Culture", in einem Land, das erst jüngst über die löslichen
Produkte zum Kaffeegetränk gekommen ist und in dem eine fundamentale Änderung
des Lebensstils stattfindet. Coffee Bars sind anstelle der Pubs die neuen Treffpunkte
und dienen als soziale Bühne für die Kunden. Zunehmend bedeutender wird
für Coffee Shops auch die Rolle als Zwischenversorger für Food und andere
Produkte wie Fruchtsäfte und Tee.
Schweiz Auch
beim Kaffee ist die Schweiz dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen
Teil die Café Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer
eher dunklere Röstungen und den Espresso, der im Tessin die meisten Anhänger
hat. Generell gilt, je südlicher, desto dunkler. Diese spezielle Ausgangslage
bietet Platz für viele Konzepte, wirft aber Probleme im Hinblick auf eine
nationale Expansion inländischer Unternehmen auf. Auf der anderen Seite scheint
die Schweiz für grosse internationale Anbieter ein idealer Testmarkt zu sein.
Sowohl Starbucks als auch Aroma betraten in der Schweiz das europäische Festland.
Ebenso leitete Il Caffè di Roma dort seine über die spanischen Grenzen
hinausgehende Expansion ein. Dominiert wird der Markt heute von den Ketten Spettaculo
und Starbucks, wobei letzterer mit seinen hohen Verkaufspreisen anderen Betrieben
in der Schweiz neue Preisgestaltungsräume eröffnet. Insgesamt dürfte
die Anzahl der Coffee Shops die Grenze von 50 noch nicht überschritten haben.
Einige nationale Anbieter richten derzeit ihre Blicke über die Schweizer
Grenze in die benachbarten Länder. Österreich
Die
Coffee Shop- Szene in Österreich befindet sich noch in den Anfängen,
sieht man von dem italienischen Espresso Bar-Franchisegeber Segafredo ab. Er ist
seit 1989 mit rund 50 Outlets präsent. Insgesamt dürfte es derzeit zwischen
70 und 80 Betriebe insgesamt in Österreich geben. Eigene Konzepte nationaler
Anbieter gibt es bis dato nicht. Internationale Ketten, wie z.B. Testa Rossa,
Nannini, Cup & Cino bestimmen das Bild. Auch Starbucks hat sich für Dezember
2001 angesagt und in Wien eine seiner grössten Filialen mit Kaffee, Spezialitäten eröffnet. Zusätzlich
sind Tchibo und Eduscho mit einer Vielzahl von Outlets in Österreich vertreten.
Ganz bewusst positionieren sich die Coffee Shops in Österreich bisher preislich
unter den ehrwürdigen Wiener Kaffeehäusern.
Spanien Nach
jahrelangem rasantem Wachstum haben sich die spanischen Coffee Bar-Ketten im Jahr
2001 eine Ruhepause zur Konsolidierung und strukturellen Anpassung verordnet.
Zusammen kommen die Top 6 Kaffeebar-Systeme in Spanien auf rund 350 Betriebe.
Die meisten Anbieter blicken schon auf eine vergleichsweise lange Bartradition
zurück. So starteten die derzeit wichtigsten Anbieter Jamaica (rund 130 Betriebe),
Il Caffè di Roma (50), Café y Te (44) und Illycafé mit Expresso
(65) schon 1993/94.
Nordeuropa In
den Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, leben die Weltmeister
im Kaffeetrinken. Seit dem 17. Jahrhundert ist in dieser Region der Kaffee bekannt.
Hochwertige Arabica-Röstkaffeemischungen dominieren den Haushaltsver-brauch
und damit den Markt. Das Angebot in den Coffee Shops muss sehr gut sein, um einen
Skandinavier aus seinen eigenen vier Wänden oder seinem Büro zu locken
und ihn dazu zu bringen, sein geliebtes Heissgetränk in einer Coffee Bar
zu geniessen. Bisher haben die grossen internationalen Ketten aus den USA und
Grossbritannien einen Bogen um diesen anspruchsvollen Markt gemacht. Noch dominieren
die heimischen Anbieter in Skandinavien. Wirklich interessant dürfte es werden,
wenn sich das US-Unternehmen Starbucks ab dem nächsten Jahr intensiver mit
dem nordeuropäischen Markt beschäftigt. Immerhin sieht der Gigant ein
Potenzial von 300 eigenen Coffee Shops in Skandinavien. Laut Planung will er im
Jahr 2003 in Schweden, Norwegen und Dänemark, sowie 2004 in Finnland mit
Betrieben einsteigen. Norwegen
Norwegen
nimmt in Nordeuropa bei Coffee Shops die führende Rolle ein. Beginnend mit
einem im typischen US-Stil gestalteten Coffee Shop hat sich die Zahl der Coffee
Bars von 1999 bis heute auf 300 400 Betriebe erhöht. Es heisst, Oslo
habe eine höhere Coffee Bar-Dichte als Seattle. Dabei sind es eher lokale
Spezialitätenröster, KaffeeSpezialitäten, die das Land mit Coffee- Outlets versorgen. Die
grossen Röstkaffee-Unternehmen stehen derzeit eher noch abseits.
Dänemark In
Dänemark gibt es eine Vielzahl von Coffee Shops, die Einzelunternehmern gehören.
Von überregionaler Bedeutung ist bisher nur die kleine Kette Baresso. Finnland Gerade
Finnland dürfte sich als das schwierigste Terrain für Coffee Shops erweisen.
Dort glänzt Kaffee in seiner klassischen Form: Geröstet, aber nicht
entkoffeiniert, kaum lösliche Produkte und so gut wie kein Espresso. Kaffeespezialitäten
werden es hier schwerer haben als anderswo, und Marktexperten rechnen mit einem
längeren Zeitraum für die Durchsetzung von Coffee Shop-Konzepten. Immerhin
gibt es in Helsinki bereits einige Coffee Bars. Schweden Auch
in Schweden befinden sich die Coffee Shop-Konzepte noch in den Anfängen.
Angesichts des Interesses, mit dem die Bevölkerung dort amerikanische TV-Serien
und Hollywood-Filme betrachtet, stehen die Chancen für eine Coffee Bar-Szene
in diesem Land allerdings gut. Die bisher existierenden Coffee Shop-Ketten sind
daher zuversichtlich hinsichtlich des Wachstumspotenzials, zumal der schwedische
Verbraucher aufregenden neuen Kaffeegetränken grundsätzlich positiv
gegenübersteht.
Seltenste Kaffeesorte - Kopi Luwak
Angeblich schmeckt das Gebräu nach Karamel
Der letzte Schrei in Kanada ist Kaffee aus Bohnen, die ein Paradoxurus hermaphroditis gefressen und wieder von sich gegeben hat.
Die Menschen der westkanadischen Küstenstadt Vancouver sind verrückt nach Kaffee. Nun haben eingefleischte Liebhaber der schwarzen Brühe eine besondere Rarität entdeckt. ein Elixier, das aus den Bohnen gemacht wird, die dem Verdauungstrakt |
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eines asiatischen Mungos entstammen. Die Bohnen werden aus den Exkrementen des Mungos (laut Wörterbuch eune bräunliche, silbergrau gesprenkelte wilde Schleichkatze) gepflückt und dann geröstet. Die Magensäure und die Einwirkung der Enzyme in den Innerein des Mungos verleihen diesem Kaffee offenbar eine besondere Würze.
In Vancouver reissen sich Kaffee-Süchtige um "Kopi Luwak", benannt nach dem in Java, Sumatra und Salwesi lebenden Luwak (Mungo). Vancouveriten zahlen teures Geld für die im tiereischen Kot marinierten Bohnen. Ein Pfund Kopi Luwak kostet 600 kanadische Dollar (420 Euro). "Für die Leute ist es ein Statussymbol", sagt Leanna Ring, Leiterin des schicken Supermarktes Urban Fare in Vancouver. Zwei Kunden hätten gleich für 1500 Dollar 10 Tüten des "seltensten und exotischsten Kaffees der Welt" gekauft.
Das Bild auf der Verpackung lässt keine Fragen offen: Ein Mungo oder Luwak lässt aus seinem Hintern kleine Bohnen in eine Kaffeetasse fallen. Der Luwak (Paradoxurus hermaphroditis) frisst die zuckerhaltigen Kaffeefrüchte, kann aber die Bohnen nicht verdauen. Deshalb landen sie auf dem Dschungelboden, wo sie von Einheimischen in Sumatra und anderswo aufgelesen werden. Als der für Urban Fare verantwortliche Marketingfachmann Nic Roggeman zum ersten Mal von Kopi Luwak hörte, dachte er an einen Scherz. Zwischenzeitlich hat er den exklusiven Tropfen gekostet und beschreibt ihn als "sehr würzig mit einem leichten Karamelgeschmack". Andere entdeckten einen Schokolade Unterton.
Jedenfalls war die erste Lieferung bei Urban Fare nach einer Woche ausverkauft. Die Produktion von Kopi Luwak ist naturgemäss eher klein - Experten schätzen sie auf einige tausend Pfund pro Jahr. Nach Nordamerika gelangen nur geringe Mengen von Kopi Luwak, sagt Michael Beech, dessen Firma Raven's Brew Coffee das Produkt vertrieb. Beech findet Kopi Luwak eine Frage des Geschmacks, "aber manche Kaffee-Fanatiker wie ich wollen eine solche Erfahrung nicht verpassen." |
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SHB
- strictly hard bean
Der costaricanische
Tarrazu ist einer der besten Kaffees der Welt. Er zeichnet sich durch einen milden,
unverfälschten Geschmack und einen herrlichen Duft aus.
In
Costa Rica leben 3,7 Mio. Menschen und es gibt 400 Mio. Kaffeebäume. Der
Kaffee von stets gleich bleibender Qualität garantiert 25 % der Exporterlöse.
In Costa Rica werden ausschliesslich Arabica-Bohnen kultiviert. Der Anbau von
Robusta-Kaffee ist verboten. Costaricanischer Qualitätskaffee trägt
die Bezeichnung SHB: strictly hard
bean. Das bedeutet, dass der Kaffee in Höhenlagen über 1500 m
kultiviert wird. Durch die Abkühlung in den Nächten wachsen die Kaffeebäume
langsamer, was wiederum eine bessere Geschmacksbildung in der Bohne garantiert.
Allerdings verteuern die langen Transportwege die Kaffeebohnen. Besonderen
Kaffeegenuss versprechen die Namen Juan Vinas, H. Tournon, Windmill, Montebellow
und Santa Rosa. Eine Sonderstellung geniesst der Minita Tarrazu: Er wird gänzlich
ohne Kunstdünger und Pestizide kultiviert und von Hand geerntet und verlesen.
Jahresernte:500.000 kg. Alle Kaffeesorten,
die nicht den hohen Qualitätsanforderungen entsprechen, werden mit Lebensmittelfarbe
blau eingefärbt und an die einheimische Bevölkerung verkauft.
Als
Kolumbus an der "reichen Küste" vor Anker ging, gab es hier noch
keinen Kaffee. Erst vor rund 250 Jahren wurden die ersten Pflanzen von Kuba eingeführt.
Inzwischen ist Costa Rica ein Kaffeeland der Superlative: Es produzierte als erster
zentralamerikanischer Staat Kaffee auf kommerzieller Basis, setzte auf wissenschaftliche
und agrartechnische Innovationen und führte die Anbau- und Verarbeitungsabläufe
auf ein weltweit vorbildliches Leistungsniveau. Mit durchschnittlich 1600 Kilogramm
werden hier die höchsten Ernteerträge pro Hektar überhaupt erzielt.
Die etwa 300 Arabica-Spitzensorten begeistern selbst anspruchsvollste Kaffeekenner.
Strenge Wasserverordnungen und Umweltschutzauflagen tragen ebenso zur hervorragenden
Qualität der Bohnen bei wie die günstigen klimatischen Bedingungen.
1996 lag der Ertrag an Kaffeebohnen bei 2,55 Millionen Sack.
Shortberry
- Anbaugebiet Äthiopien
Die Urheimat des Arabia-Kaffees ist Äthiopien
und benannt wurde er nach der äthiopischen Provinz Kaffa. Heute ist Äthiopien
ein wichtiges Kaffee-Erzeugerland und von allen afrikanischen Staaten der Hauptexporteur
von Arabica-Bohnen. Äthiopische Qualitätskaffees sind unverwechselbar
im Geschmack und zählen zu den besten der Welt. Etwa 50% der Kaffeeproduktion
werden in Höhenlagen um 1500 m angebaut. Kaffee aus Harer, einem der höchstgelegenen
Anbaugebiete überhaupt, wird in Shortberry und Longberry unterteilt, wobei letzterer die begehrtere Sorte ist. Der Longberry
Harer ist weich, weinig, ausgesprochen würzig-kräftig mit feiner Säure
- ein Kaffee von unvergleichlichem Aroma. Im Anbaugebiet Jima wird auf einer Höhe
von 1200 m wildwachsender Kaffee geerntet, der als Lima und Babeka auf den Markt
kommt.
Die
wohl härtesten Bohnen sind die Yirgacheffies, die nach Japan und Europa ausgeführt
werden. Die grösste Einzellieferung dieser Bohnen erhält die Rösterei
Dallmayr aus Deutschland. Äthiopischer Kaffee ist nicht leicht zu beschreiben.
Er sollte nicht zu stark geröstet werden, da er sonst seinen besonderen Charakter
verliert. Guter Kaffee aus Äthiopien hält einen Vergleich mit feinen
Kaffeesorten anderer Herkunft durchaus aus und für die Arabicas werden Höchstpreise
erzielt. Ein Grossteil des Kaffees wird nach Deutschland, Frankreich, Japan und
in die USA ausgeführt.
Die berühmteste
Sorte heisst Harrar. Im Geburtsland der Kaffeepflanze wird auch heute noch ein
besonderes Gewächs gezüchtet. Die Hochlandbohne hat zwar nur wenig Körper,
überzeugt jedoch mit feinem Duft und einem dezenten Aroma, mit elegant austarierter
Säure, die mitunter auch scharf wird. Die berühmteste Sorte heisst Harrar
und wirkt manchmal spritzig und wild auf der Zunge.
Silberhäutchen
- Kaffekirsche. Zuerst die Blüte -
dann die Kirsche Leuchtend weisse Blüten, unreife und reife Früchte
(Kaffekirschen) können gleichzeitig am selben Baum sein . Erst sind die Kirschen
grün, wechseln dann von gelb über hell- bis purpurrot, wenn sie reif
sind. | |
Bis
auf die Arabica-Kaffeeblüte sind alle anderen Arten auf die Fremdbestäubung
angewiesen, das heißt, sie benötigen Wind und/oder Insekten für
die Fortpflanzung. Nach der Befruchtung entwickeln sich in sieben bis neun Monaten
die elliptischen, zwei Samenkerne enthaltenden, kirschenähnlichen Steinfrüchte
des Kaffeebaums. Die Farbe dieser Kaffeekirschen wechselt während
der Reifephase von Grün über Gelb zu Rot und im überreifen Zustand
zu Schwarz. Aufgrund der langen Blütezeit der Pflanze erstreckt sich die
Ernte über mehrere Monate, und es kann passieren, dass der Kaffeebaum gleichzeitig
Blüten und Früchte trägt. |  |
Die
reife Frucht hat eine rote oder gelbe Haut, die ein weiches, weißgelbliches,
zuckerhaltiges Fruchtfleisch, die so genannte Pulpe, umschließt. In ihr
sind in der Regel zwei Samen enthalten, die üblicherweise als Kaffeebohnen
bezeichnet werden. Sie liegen mit ihren Innenseiten flach aneinander gepresst
und weisen mit ihren Rundungen nach außen. Charakteristisch ist die Furche
an der flachen Seite. Jeder Samen wird von einer dünnen, fest anhaftenden
Schale, dem Silberhäutchen, geschützt. Beide Kaffeebohnen sind | | dann
noch, jede für sich, von einer locker aufsitzenden, dünnen und blassgelben
Hülle, der Pergamenthaut, umgeben. Die Kaffeebohne liefert das kräftige
Nährgewebe für den dünnen gekrümmten Keimling, der am unteren,
dem Fruchtstiel zugekehrten Ende des Samens sitzt. Die Kaffeebohnen sind rundlich
bis länglich, manchmal auch spitz zulaufend und ihre Farbe ist im frischen
Zustand gelblich grau, grünlich grau, grünlich blau oder blaugrau. Es
kann zu abweichenden Samenbildungen kommen, wie bei Perlbohnen, wenn sich nur
ein Samenkorn entwickelt, oder bei Elefantenbohnen, wenn beide Samenkerne zusammengewachsen
sind. |
Simbabwe
- Kaffeeanbau in Afrika Die Kaffeeproduktion
des Landes konzentriert sich auf das östliche Hochland unweit der Grenze
zu Moçambique. Das Hauptanbaugebiet liegt rund um die Stadt Chipinge. Zu
den interessantesten Kaffeeproduzenten gehört der kleine Familienbetrieb
Farfell Coffee Estate, der ausschliesslich von Hand gepflückten und sonnengetrockneten,
erlesenen Gourmet-Hochlandkaffee | | erzeugt.
Simbabwischer Kaffee kann sich durchaus mit
dem Kenia AA vergleichen und zeichnet sich durch einen milden, reinen und fruchtigen
Geschmack aus. |
Sorten Arabica-Kaffee
hat den gößten Weltmarktanteil ( ca. 60%) des produzierten Kaffees.
Diese Bohnensorte, hat nur die Hälfte des Koffeins im Vergleich zur Robusta-Bohne
und ist vor allem wegen ihres Aromas beliebt. Robusta
ca. 36% Anteil an der Weltproduktion. Optisch unterscheidet sich diese Bohnensorte
durch einen geraden Einschnitt in der Bohne von der Arabica mit gewelltem Einschnitt.
Wird vor allem wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer kürzeren Reifungszeit
(gegenüber der Arabica) geschätzt. Excelsa
gilt als Bohnenrarität, wurde 1904 am Tschadsee gefunden. Hat von allen Bohnensorten
den kräftigsten Wuchs. Vor allem die Fähigkeit, auf trockenerem Boden
gut zu gedeihen und auch in regenarmen Jahren einen befriedigenden Ertrag zu erwirtschaften,
zeichnet sie aus. (ca. 1% Anteil an der Weltproduktion). Stenophylla
Die besonders kleinblättrige Pflanze aus Westafrika (Französisch-Guayana
und Sierra Leone) kann in bis zu 700 m Seehöhe angepflanzt werden. In Sierra
Leone wird mit dieser Sorte der bekannte "Highland Coffee" hergestellt.
Die Bohnen sind rund und groß, die Früchte werden bei der Reifung schwarz.
Ursprünge Alle
Coffea-Arten haben ihren Ursprung in Afrika. Die am längsten bekannte wild
wachsende Art ist der Arabica-Kaffee. Sein natürliches Verbreitungsgebiet
liegt im südwestlichen Hochland Äthiopiens sowie im angrenzenden Boma
Plateau im Sudan. Dort gedeiht er als Unterwuchs in kühlen schattigen Wäldern
in Höhenlagen zwischen 1.300 bis 1.800 m über NN. Andere Wildarten wachsen
in der tropischen Regenwaldvegetation. So wurde wild wachsender Robusta-Kaffee
1889 im Kongo entdeckt. Aber auch in einigen anderen Regionen Westafrikas nahe
des Äquators kommt er verstreut vor. Kaffee
als Kulturpflanze Als Kulturpflanze ist Kaffee verhältnismäßig
jung und damit nur wenige Generationen von seinen wild wachsenden Vorfahren entfernt.
Angebaut wird Kaffee heute in der gesamten Subtropenzone der Erde sowie in tropischen
Höhenlagen. Arabica Der
erste systematische Kaffee-Anbau der Sorte Arabica wurde im 15. Jahrhundert in
Terrassengärten im Südjemen betrieben. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts
wurde die Monopolstellung der Araber beim Kaffee-Anbau durchbrochen und der
|  Erste
bildliche Darstellung des Kaffees.
In
seinem Buch De Plantis Ägypti, 1592, gab Prosper
Alpinus die erste wissenschaftliche Beschreibung des Kaffees
|
Arabica-Kaffee verbreitete sich nach und nach über Sri
Lanka, Java und Südamerika weltweit. Kultiviert wird die Sorte Arabica heute
fast überall zwischen dem 23. Grad nördlicher und 25. Grad südlicher
Breite in Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Die mengenmäßig wichtigsten
Arabica-Produzenten sind Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Mexiko und die übrigen
Staaten Zentralamerikas.
Robusta Da
Robusta kälteempfindlicher als Arabica ist, beschränkt sich sein Anbau
auf Gebiete zwischen dem 10. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators.
Oft sind die Kulturen auch im Flachland angelegt. Die ersten Plantagen mit Robusta-Pflanzen
wurden um das Jahr 1900 auf Java (heute zu Indonesien gehörend) angelegt.
In Ländern wie Vietnam, Indonesien, Uganda und der Elfenbeinküste werden
die größten Robusta-Mengen produziert. |
Spanien
- Coffee Bars Wie
sieht die Coffee Bar-Szene in anderen Länder aus? Auf dem europäischen
Festland steckt der neue Kaffeekult hingegen noch in den Kinderschuhen. Zu
unterschiedlich sind nationale Trinkgewohnheiten, zu stark lang geübte Kaffeetraditionen
und zu differenziert die Qualitätsansprüche und Geschmackspräferenzen,
als dass ein europäischer Gleichschritt erwartet werden könnte.
Deutschland Immer
mehr Coffee-Bars und Coffee-Shops nach amerikanischem Vorbild öffnen ihre
Pforten. Heute findet man sie schon in sehr vielen guten Lauflagen der Innenstädte,
Einkaufszentren, Bürovierteln, Bahnhöfen und Flughäfen. Es tummeln
sich dort vornehmlich jüngere Leute - vom jung-dynamischen Bürotypen
über Stadtbummler bis hin zum trendigen Jugendlichen. Auffallend in solchen
Coffee-Bars ist die Vielfalt von Sorten und Zubereitungsarten beim Kaffee. Es
werden meist 20 oder mehr Kaffeegetränke, heiß oder kalt in normal,
tall, grande oder im Pappbecher als "coffee to go" angeboten. Grossbritannien Landesweit
tummeln sich die Kaffeegeniesser in ca. 1500 Coffee Bars. Beobachter rechnen mit
einem weiteren Zuwachs, wenn auch mit sich verlangsamender Geschwindigkeit. Die
Schätzungen für 2003/2004 liegen zwischen 2100 und 2400 Outlets, wobei
die grössten Wachstumschancen eher ausserhalb Londons liegen dürften.
Die vier grossen Anbieter beanspruchen derzeit gemeinsam einen Marktanteil von
60% in Grossbritannien. Coffee Shops von Costa Coffee, Starbucks, Coffee Republic
und Caffè Nero sind, speziell in London, fast an jeder Ecke zu finden.
Diese grossen Ketten werden in Zukunft einen noch grösseren Marktanteil erobern
können, wobei unabhängige Anbieter in Zweitlagen ausserhalb der grossen
Städte nach wie vor ihre Rolle werden spielen können. Getragen wird
die Bewegung in Grossbritannien von dem Wunsch vieler Verbraucher nach einer "Coffee
Culture", in einem Land, das erst jüngst über die löslichen
Produkte zum Kaffeegetränk gekommen ist und in dem eine fundamentale Änderung
des Lebensstils stattfindet. Coffee Bars sind anstelle der Pubs die neuen Treffpunkte
und dienen als soziale Bühne für die Kunden. Zunehmend bedeutender wird
für Coffee Shops auch die Rolle als Zwischenversorger für Food und andere
Produkte wie Fruchtsäfte und Tee. Schweiz Auch
beim Kaffee ist die Schweiz dreigeteilt: Während im deutschschweizerischen
Teil die Café Crème-Trinker zuhause sind, bevorzugen die Westschweizer
eher dunklere Röstungen und den Espresso, der im Tessin die meisten Anhänger
hat. Generell gilt, je südlicher, desto dunkler. Diese spezielle Ausgangslage
bietet Platz für viele Konzepte, wirft aber Probleme im Hinblick auf eine
nationale Expansion inländischer Unternehmen auf. Auf der anderen Seite scheint
die Schweiz für grosse internationale Anbieter ein idealer Testmarkt zu sein.
Sowohl Starbucks als auch Aroma betraten in der Schweiz das europäische Festland.
Ebenso leitete Il Caffè di Roma dort seine über die spanischen Grenzen
hinausgehende Expansion ein. Dominiert wird der Markt heute von den Ketten Spettaculo
und Starbucks, wobei letzterer mit seinen hohen Verkaufspreisen anderen Betrieben
in der Schweiz neue Preisgestaltungsräume eröffnet. Insgesamt dürfte
die Anzahl der Coffee Shops die Grenze von 50 noch nicht überschritten haben.
Einige nationale Anbieter richten derzeit ihre Blicke über die Schweizer
Grenze in die benachbarten Länder. Österreich Die
Coffee Shop- Szene in Österreich befindet sich noch in den Anfängen,
sieht man von dem italienischen Espresso Bar-Franchisegeber Segafredo ab. Er ist
seit 1989 mit rund 50 Outlets präsent. Insgesamt dürfte es derzeit zwischen
70 und 80 Betriebe insgesamt in Österreich geben. Eigene Konzepte nationaler
Anbieter gibt es bis dato nicht. Internationale Ketten, wie z.B. Testa Rossa,
Nannini, Cup & Cino bestimmen das Bild. Auch Starbucks hat sich für Dezember
2001 angesagt und in Wien eine seiner grössten Filialen eröffnet. Zusätzlich
sind Tchibo und Eduscho mit einer Vielzahl von Outlets in Österreich vertreten.
Ganz bewusst positionieren sich die Coffee Shops in Österreich bisher preislich
unter den ehrwürdigen Wiener Kaffeehäusern. Spanien Nach
jahrelangem rasantem Wachstum haben sich die spanischen Coffee Bar-Ketten im Jahr
2001 eine Ruhepause zur Konsolidierung und strukturellen Anpassung verordnet.
Zusammen kommen die Top 6 Kaffeebar-Systeme in Spanien auf rund 350 Betriebe.
Die meisten Anbieter blicken schon auf eine vergleichsweise lange Bartradition
zurück. So starteten die derzeit wichtigsten Anbieter Jamaica (rund 130 Betriebe),
Il Caffè di Roma (50), Café y Te (44) und Illycafé mit Expresso
(65) schon 1993/94. Nordeuropa In
den Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, leben die Weltmeister
im Kaffeetrinken. Seit dem 17. Jahrhundert ist in dieser Region der Kaffee bekannt.
Hochwertige Arabica-Röstkaffeemischungen dominieren den Haushaltsver-brauch
und damit den Markt. Das Angebot in den Coffee Shops muss sehr gut sein, um einen
Skandinavier aus seinen eigenen vier Wänden oder seinem Büro zu locken
und ihn dazu zu bringen, sein geliebtes Heissgetränk in einer Coffee Bar
zu geniessen. Bisher haben die grossen internationalen Ketten aus den USA und
Grossbritannien einen Bogen um diesen anspruchsvollen Markt gemacht. Noch dominieren
die heimischen Anbieter in Skandinavien. Wirklich interessant dürfte es werden,
wenn sich das US-Unternehmen Starbucks ab dem nächsten Jahr intensiver mit
dem nordeuropäischen Markt beschäftigt. Immerhin sieht der Gigant ein
Potenzial von 300 eigenen Coffee Shops in Skandinavien. Laut Planung will er im
Jahr 2003 in Schweden, Norwegen und Dänemark, sowie 2004 in Finnland mit
Betrieben einsteigen. Norwegen Norwegen
nimmt in Nordeuropa bei Coffee Shops die führende Rolle ein. Beginnend mit
einem im typischen US-Stil gestalteten Coffee Shop hat sich die Zahl der Coffee
Bars von 1999 bis heute auf 300 400 Betriebe erhöht. Es heisst, Oslo
habe eine höhere Coffee Bar-Dichte als Seattle. Dabei sind es eher lokale
Spezialitätenröster, die das Land mit Coffee- Outlets versorgen. Die
grossen Röstkaffee-Unternehmen stehen derzeit eher noch abseits. Dänemark In
Dänemark gibt es eine Vielzahl von Coffee Shops, die Einzelunternehmern gehören.
Von überregionaler Bedeutung ist bisher nur die kleine Kette Baresso. Finnland Gerade
Finnland dürfte sich als das schwierigste Terrain für Coffee Shops erweisen.
Dort glänzt Kaffee in seiner klassischen Form: Geröstet, aber nicht
entkoffeiniert, kaum lösliche Produkte und so gut wie kein Espresso. Kaffeespezialitäten
werden es hier schwerer haben als anderswo, und Marktexperten rechnen mit einem
längeren Zeitraum für die Durchsetzung von Coffee Shop-Konzepten. Immerhin
gibt es in Helsinki bereits einige Coffee Bars. Schweden Auch
in Schweden befinden sich die Coffee Shop-Konzepte noch in den Anfängen.
Angesichts des Interesses, mit dem die Bevölkerung dort amerikanische TV-Serien
und Hollywood-Filme betrachtet, stehen die Chancen für eine Coffee Bar-Szene
in diesem Land allerdings gut. Die bisher existierenden Coffee Shop-Ketten sind
daher zuversichtlich hinsichtlich des Wachstumspotenzials, zumal der schwedische
Verbraucher aufregenden neuen Kaffeegetränken grundsätzlich positiv
gegenübersteht.
Schümli- Spezialitäten Kaffee
Seit dem Einzug der Coffee Shops in Deutschland dürften zumindest einige der im Nachfolgenden aufgeführten Kaffeespezialitäten inzwischen ein Begriff sein: |
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Café au lait
Basis ist entweder ein verlängerter Espresso, ein doppelter Espresso oder ein Filterkaffee mit viel heißer, manchmal auch geschäumter Milch. Serviert wird der Café au lait im typischen Bol, einem voluminösen konischen Trinkgefäß ohne Henkelgriff.
Nicht nur Franzosen mögen ihren Kaffee so!
Die Zubereitungsarten variieren je nach Geschmack und Grösse des verwendeten Trinkgefässes. Immer mit dabei ist sehr viel heisser, meist nur ein wenig aufgeschäumte Milch.
Diese wird über einen verlängerten Espresso (Lungo), einen doppelten Espresso oder auch mal über starken Filterkaffee gegeben - et voila: Schon sind Sie in Frankreich. Serviert wird im typischen Bol, einer grossen, konischen Schale ohne Griff (in der Schweiz auch besser bekannt als 'Chacheli'). |
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Café cortado
Er besteht aus einem kleinen starken Kaffee oder Espresso und wird mit ganz wenig heißer Milch, auch gesüßt, aufgefüllt. Angeboten wird der Café cortado in einer kleinen Espressotasse oder einem kleinen Glas. |
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Café Crème/Schümli
Der grosse bei den Schweizern. Der Volksmund sagt auch gern 'Schümli' zu dieser Kaffee-Varietät.
Der Café Crème oder Schümli wird aus Bohnenkaffee hergestellt. Der Röstkaffee ist deutlich heller als beim Espresso. Für jede Tasse wird der Kaffee frisch gemahlen und einzeln unter Druck gebrüht. Durch diese Art der Zubereitung hat jede Tasse eine gleichmäßige Creme, daher auch die Bezeichnung Schümli (gleich kleiner Schaum). Was in Deutschland (noch) der Filterkaffee ist, ist in der Schweiz der Café Crème. Aufgebrüht nach der Espressomethode kommt hier allerdings sehr viel mehr Wasser zum Einsatz. Aufgrund der so entstehenden hellen Crema sagt der Volksmund auch gern 'Schümli' zu dieser Kaffee-Varietät. Typische Röstungen für diese Zubereitungsart sind eher hell, aber auch mittlere Röstgrade können sehr lecker sein. Ungeeignet dafür sind dunkle Röstungen, wie sie in Süditalien oft hergestellt werden.
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Caffè correto
Ein Espresso wird mit einem Schuss Grappa, Weinbrand oder Likör korrigiert.
Espresso mit einem Spritzer Grappa, oder zwei... Espressoliebhaber haben festgestellt, dass sich ein guter Espresso mit einem Schuss Grappa, Weinbrand oder auch Likör durchaus verbessern lässt.
Gerade die Italiener mögen Ihn, den korrigierten Espresso, dann allerdings meist in der Version mit Grappa. Dabei lassen sich verschiedene Trinkarten feststellen. Die einen mischen Espresso und Grappa, andere wiederum trinken erst den Espresso und schütten dann den Grappa in die noch warme Espressotasse, an deren Rändern noch etwas Crema übriggeblieben ist. |
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Caffè corto
Der Espresso mit dem Zusatz corto entspricht dem Ristretto in Geschmack und Flüssigkeitsmenge. |
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Caffè doppio
Das ist ein doppelter Espresso, der in einer entsprechend größeren Tasse serviert wird. 100 bis 150 ml Espresso (also 2 Espressi) in einer etwas grösseren Tasse serviert. Dabei wird in der Gastronomie gerne mal 'geschummelt'. Statt zwei Portionen Kaffemehl kommt dann nur eine zum Einsatz, dafür aber doppelt so viel Wasser. Das ist dann aber eher ein Lungo als ein Doppio.
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Café fouetté
Dieses ist ein kalter, stark aufgebrühter, gesüßter Filterkaffee mit einer Sahnehaube gekrönt, die mit Rum beträufelt und mit Mandeln verziert wird. |
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Café frappé
Hierbei handelt es sich um halb gefrorenen Kaffee, dem noch diverse Aromen zugeführt werden können. |
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Caffè latte
Die italienische Variante zum Café au Lait
Ursprünglich besteht er aus einem kräftigen Espresso, zumeist doppelter Menge, der mit einer größeren Portion heißer Milch mit wenig oder keinem Schaum verlängert wird. Angeboten wird er in einem hohen Glas und in einer großen Tasse. In der amerikanischen Version wird er mit deutlich mehr Milchschaum serviert und gern mit Sirup verschiedenster Geschmacksrichtungen wie Haselnuss, Vanille oder Karamell verfeinert.
Beim Caffè Latte ist die Grundlage immer Espressokaffee. Das kann ein Doppio sein, oder ein Lungo, oder auch ein doppelter Lungo, ganz nach Geschmack und Tassengrösse. Die ist übrigens deutlich grösser als beim Cappuccino, aber nicht ganz so gross wie beim Café au Lait. Auf den Kaffee wird heisse Milch gegossen, mit ein wenig Milchschaum obendrauf.
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Caffè lungo
Der verlängerte Espresso
Ein Caffè mit dem Zusatz lungo ist ein Espresso, der mit mehr Wasser zubereitet wird und damit etwas weniger kräftig ist.
Beim Lungo wird einfach mehr Wasser durch eine Portion Kaffeepulver geschickt. Nicht so viel wie bei einem Café Crème, aber einiges mehr als bei einem Espresso.
Der so gestreckte Kaffee schmeckt ganz anders, als wenn man auf einen klassischen Espresso einfach heisses Wasser als Verlängerung giessen würde.
Aber Achtung: Zu lange Brühzeiten lassen den Kaffee bitter werden.
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Caffè macchiato - Der Mini-Cappuccino.
Espresso mit etwas geschäumter Milch darauf.
Auf einen Espresso wird ein Schuss heiße geschäumte Milch gegeben. Das leicht gefleckte Aussehen des Getränks ist der Grund für die Bezeichnung macchiato. Der kleine Kräftige mit dem Tupfer Milch wird in einer Espresso-Tasse oder in einem kleinen Glas serviert. Auf einen Espresso wird ein Schuss heisse, geschäumte Milch gegeben. Der kleine Kräftige mit dem Tupfer Milch wird in einer Espressotasse oder einem kleinen Glas serviert.
Sein geflecktes Aussehen gibt ihm seinen Namen: Macchiato. Sein geflecktes Aussehen gibt ihm seinen Namen. Auch wenn die Zutaten gleich sind, schmeckt ein Macchiato ganz anders als ein Cappuccino, nämlich wesentlich gehaltvoller und konzentrierter. Also eher Maxi als Mini.
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Moccamühle Caffè mocca (mocha, moca)
In einem hohen Glas oder einem großen Becher wird ein Getränk aus einem Drittel Espresso, einem Drittel Kakao oder ein bis zwei Esslöffeln Schokoladensirup sowie einem Drittel heißer, geschäumter Milch zubereitet. Etwas Schlagsahne als Häubchen ist erlaubt. |
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Caffè ristretto
Espresso gekürzt und noch stärker.
Der Ristretto ist der kleinste Vertreter aus der Espresso-Familie. Er wird mit der gleichen Portion gemahlenem Espressokaffee aufgebrüht wie der klassische Espresso, hat aber nur die halbe Flüssigkeitsmenge. Das Getränk ist besonders stark, sehr geschmackvoll und aromatisch. Je weiter südlich man in Italien ist, desto weniger Flüssigkeit kommt in die Espressotasse. Und wenn dann nur noch etwa halb soviel wie bei einem normalen Espresso drin ist, dann spricht man von Ristretto.
In der Regel verwendet man ca. 7 g gemahlenes Espressopulver, d.h. weniger Wasser (30 ml) mit gleichviel Pulver ergeben einen sehr starken Espresso. Deshalb ist der Ristretto sehr stark, enorm geschmacksvoll und aromatisch.
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Cappuccino
Ein Lungo mit heiss geschäumter Milch darüber und einem Hauch Kakaopulver.
Der echte Cappuccino besteht aus Espresso, heißer Milch und Milchschaum. Er wird in einer großen konischen Tasse ausgeschenkt und besteht aus einer Getränkemenge von 120 bis 200 ml. Häufig wird etwas Kakaopulver auf die Milchschaumhaube gestäubt.
Der echte Cappuccino besteht aus Espresso, heisser Milch und Milchschaum - und zwar zu etwa je einem Drittel in der Tasse. Diese sollte 150 - 200 ml fassen.
Oben auf den Milchschaum wird etwas (echter) Kakao gegeben. In der Weihnachtszeit gerne auch mal mit etwas Zimt vermischt.
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Cappuccino chiaro/scuro
Cappuccino mit weniger Espresso und mehr gekochter Milch oder mit mehr Espresso und weniger gekochter Milch
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Cappuccino senza fiuma
Cappuccino ohne aufgeschäumte Milch
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Cappuccino freddo
Cappuccino kalt serviert |
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Eiskaffee
Ein bis zwei Kugeln Vanilleeis werden in ein schlankes Glas gefüllt. Kalter Espressokaffee wird darüber gegossen. Abschließend wird der Eiskaffee mit geschlagener Sahne und Schokoraspeln dekoriert. |
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Espresso
Espresso - Klein, heiss, schwarz, aber sanft
Der normale Espresso wird aus etwa 7 g fein gemahlenem Espressokaffee gemacht. 50 bis 60 ml Flüssigkeit sind optimal. Serviert wird er in einer kleinen konischen Tasse aus dickem Porzellan. Markenzeichen des Espresso ist die goldfarbige, f | |