Sie
kommen von "außerhalb? Und sind das erste Mal in Münster? Seien
Sie ehrlich: Sie sind überrascht über die vielen Fahrräder, die
es in Münster gibt - das hätten Sie nicht gedacht. Willkommen im "Club":
Sie sind in der Fahrradstadt Münster. Aber, um ehrlich zu sein: das Fahrrad
ist für uns Münsteraner lediglich Mittel zum Zweck, um möglichst
sportlich, luftig und gesund über idyllische und romantische Radwege ans
Ziel zu kommen: den vielen Landgasthäusern, Gaststätten, Kneipen und
Biergärten in der Umgebung.
Wenn Sie dann beim Heimweg schicker
auf der Leetze voll von Lowine
von der Schmiere angelabert
werden, probieren Sie nicht Ihre neuen Masemattekenntnisse aus: auf keinen Fall
antworten: " Ihr könnt mich mal "am Tokus
malochen". Wenn
Ihnen "sowas wiederfährt" bitte nicht in Panik verfallen: Sie sind
immer noch in Münster. Masematte heißt die "Sprache" in der
Sie angesprochen wurden. Masematte entstand in Münster im 19 Jahrhundert
und ist eine Art Geheimsprache vornehmlich gesprochen von Fremdarbeitern (Bau
des Dortmund-Ems-Kanals), Arbeitern, fliegenden Händlern und auch von Gaunern
und Vagabunden. Masematte ist
eine Mischung aus Jiddisch und Rotwelsch. "Masematte" leitet sich ab
aus dem Jiddischen masso umattan oder masa 'umatán, dasso viel heißt
wie "Geschäft", "Handel". Im Rotwelschen hat masematten
auch die Bedeutung "Einbruch, Einbruchdiebstahl". |