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dieser Seite: Rezepte, Gänsebraten auf sächsischer Art, Gänsebraten
mecklenburgische Art, Gamschulter mit Rosmarin,
gebratener Fasan, mit Quitten, Mecklenburger
Gänsebraten mit Maronen, Gebratener Rehrücken, Gefüllte Kalbsbrust
Gamschulter
mit Rosmarin
Rosmarin verlangt nach einem herbwürzigen und gerbstoffbetonten
Rotwein, wie einen im Barrique gereiften Spätburgunder.
Zutaten für
3 Personen:
1 Schulter von einer jungen Gams 2 - 3 Chilischoten 200
g durchwachsener Räucherspeck ¼ l Wild- oder Rinderbrühe 1
Eigelb 100 g Sahne Butter Salz
Für
die Marinade: 10 EL Öl ½ Bund Petersilie ½ Bund Rosmarin 4
Schalotten ¼ l Spätburgunder
So wird's gemacht:
Die
Schalotten in Scheiben schneiden und mit den restlichen Zutaten für die Marinade
kurz aufkochen, dann kalt werden lassen. Die Schulter enthäuten und 48
Stunden in der Marinade ziehen lassen. Die Schulter in einen Bräter legen,
mit zerlassener Butter übergießen, salzen und mit Speckstreifen belegen.
Die Brühe und 1 Tasse Marinade dazugeben und etwa 1 ½ Stunden langsam
braten. In die Sauce das Eigelb und die Sahne einrühren. Sehr heiß
servieren mit Schupfnudeln und Gemüse der Jahreszeit. Unsere Weinempfehlung:
Rosmarin verlangt nach einem herbwürzigen und gerbstoffbetonten Rotwein
wie einen im Barrique gereiften Spätburgunder.
gebratener
Fasan mit Quitten
Trockene Spätlesen vom Chardonnay, möglichst
mit biologischem Säureabbau, sind besonders geeignete Begleiter.
Zutaten
für 6 Personen:
2 einjährige Fasane 400 g durchwachsener Räucherspeck 6
Quitten 2 Zwiebeln 1/4 L Hühnerbrühe 125 g Sahne Zucker Salz Pfeffer
aus der Mühle Butter
Zubereitung:
Die Fasane rupfen, ausnehmen, waschen, trocken tupfen und halbieren.
Einen
Bräter mit Speckscheiben auslegen. Die Zwiebeln hacken und darauf verteilen.
Die Quitten schälen, vierteln, in Scheiben schneiden, in den Bräter
geben und leicht zuckern. Die untere Seite der Fasanenhälften salzen,
auf die Quittenscheiben legen, mit zerlassener Butter übergießen, salzen
und pfeffern. Die Brühe dazugießen und etwa 1 Stunde bei 210 Grad braten.
Die Sahne in die Sauce einrühren. Die Fasanenhälften noch einmal
teilen und mit den Speckscheiben, den Quitten und Reis servieren.
Weinempfehlung:
Der Speck ergänzt den feinherben Grundgeschmack mit rauchig-buttriger Note.
Die gezuckerten Quitten sorgen für süß-bittere Nuancen. Weine
mit ähnlichen Merkmalen, z.B. trockene Spätlesen vom Chardonnay (oder
Grauburgunder), möglichst mit biologischem Säureabbau, sind besonders
geeignete Begleiter.
Gebratener Rehrücken
Geschmacksintensiver Rehrücken und herb-bittere
Noten von Morcheln und Wacholder. Diesem Geschmacksbild ist nur ein gerbstoffbetonter
Rotwein gewachsen.
Zubereitungszeit: etwa 2 1/2 Stunden
Zutaten
für 6 Personen:
1
Rehrücken 10 getrocknete Morcheln 4 Scheiben durchwachsener Räucherspeck 2
Karotten 1 Stange Lauch 2 Zwiebeln 1 Scheibe Sellerie 1/4 l Wild-
oder Rinderbrühe 1 Glas trockener Rotwein 12 Wacholderbeeren 1 Knoblauchzehe 200g
saure Sahne Salz, Pfeffer aus der Mühle Butter
Zubereitung:
Die Innenhaut vom Rehrücken entfernen und die Unterseite vom Gerüst
salzen. Die Morcheln 30 Minuten in Rotwein einweichen. Das Gemüse kleinschneiden
und in einem Bräter in Butter anbraten. Den Rehrücken hineinlegen und
mit zerlassener Butter übergießen, salzen und pfeffern, zerdrückte
Wacholderbeeren, Saft der Knoblauchzehe und die Brühe dazugeben. Den Speck
in Streifen schneiden und über den Rehrücken geben. Die Morcheln
mit dem Rotwein dazugeben und den Rücken 1 Stunde und 20 Minuten braten und
mehrmals mit dem Bratensaft übergießen. Das Gemüse ausdrücken
und wegwerfen. Die saure Sahne in den Bratensaft einrühren. Das Fleisch
vom Gerüst lösen und in Scheiben schneiden. Dazu Gemüse der Jahreszeit,
Kartoffeln und Preiselbeeren servieren. Weinempfehlung: Der Rücken
ist beim Reh am geschmacksintensivsten, was durch das Belassen am Knochen noch
verstärkt wird. Getrocknete Morcheln und Wacholderbeeren fügen eine
herb-bittere Note hinzu. Diesem Geschmacksbild ist nur ein gerbstoffbetonter Rotwein
gewachsen. Bei Preiselbeerzugabe darf der Wein etwas Süße zeigen. Trockene
bis halbtrockene rote Spätlesen sind gute Begleiter.
Gefüllte
Gamskeule
Die Füllung ergänzt den Wildgeschmack mit süßlich-salziger
Note.
Bohnen ergänzen die herbe Grundnote. Gut gereifter Rotwein
ist der richtige Begleiter.
Zutaten für 6 Personen: 1 Gamskeule 150
g Frühstücksspeck (Bacon) 1 dicke Scheibe durchwachsener Räucherspeck 1
Stange Lauch 2 Karotten 200 g Tomatenfleisch 1½ Tassen Rinderbrühe 2
EL getrocknete Steinpilzscheiben Salz Pfeffer aus der Mühle Butter
Für
die Marinade:
½ L Rotwein 4 EL Olivenöl 1 Lorbeerblatt 2
Zwiebeln 2 Karotten 1 Knoblauchzehe ½ Bund Thymian
Zubereitung:
Für die Marinade das Gemüse in Scheiben schneiden und mit den anderen
Zutaten aufkochen. 5 Minuten köcheln, dann kalt stellen.
Die Knochen
aus der Keule herauslösen. Die Keule in einen Topf legen, die Marinade darüber
gießen und 3-4 Tage ziehen lassen. Von Zeit zu Zeit wenden.
Die
Keule aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und innen salzen. Dann mit Räucherspeck,
Lauch und Karotten füllen. Die Keule salzen und pfeffern, in einen Schmortopf
legen, mit zerlassener Butter übergießen und mit dem Frühstücksspeck
belegen. Die Brühe und l 1/2 Tassen Marinade dazugießen, die Steinpilze
und das Tomatenfleisch dazugeben und zugedeckt etwa 3 Stunden im Ofen schmoren.
Für die letzten 15 Minuten den Deckel abnehmen und den Frühstücksspeck
entfernen. Die Keule in Scheiben schneiden und mit Karotten, Zwiebeln, grünen
Bohnen und Bamberger Kartoffeln servieren.
Weinempfehlung: Die Füllung
(Speck, Lauch und Karotten) ergänzt den deutlichen Wildgeschmack mit einer
süßlich-salzigen Note. Bohnen als Beilage ergänzen die herbe Grundnote.
Kraftvolle weiße oder rote Burgunder Spätlesen sind ebenso gute Begleiter
wie ein samtiger, gut gereifter Rotwein vom Dornfelder.
Gänsebraten
auf sächsische Art. Rezepte - mit
Rotwein
Ein süßlich-schmalziges Geschmacksbild verlangt nach
einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein wie einem Saint Laurent.
Zubereitungszeit: etwa
2 1/2 Stunden
Zutaten
für 6 Personen: 1 bratfertige Frühmastgans (3 kg) etwas Salz
schwarzer
Pfeffer 6 saure Äpfel etwas Beifuß ½ L Wasser etwas
Salzwasser 1 TL Speisestärke
Zubereitung: Die Gans
innen und außen abspülen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer einreiben.
Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Die Äpfel schälen, die
Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in Stücke schneiden. Sie zusammen
mit dem Beifuß in die Gans füllen. Die Öffnung zunähen oder
zustecken. Die Gans mit der Brust nach unten in einen großen Bräter
setzen und ½ L Wasser angießen. Im Ofen in 1 ½ bis 2 Stunden
braun braten. Nach einer Stunde die Gans umdrehen. In den letzten 15 Minuten der
Garzeit die Gans mit Salzwasser bepinseln, damit die Haut schön knusprig
wird. Die Gans aus dem Bräter nehmen und im Backofen warm halten. Vom
Bratfond im Bräter das Fett abschöpfen. Die Speisestärke mit etwas
Wasser anrühren und die verbliebene Sauce im Bräter damit binden. Mit
Salz und Pfeffer würzen. Die Gans auf einer vorgewärmten Platte anrichten
und die Sauce getrennt dazu reichen. Beilagen: Zur Gans werden Sächsische
Klöße und Rotkohl gereicht.
Weinempfehlung: Das
Fett unter der Haut und die Äpfel sorgen für ein süßlich-schmalziges
Geschmacksbild, das nach einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein
wie einem Saint Laurent verlangt.
Gänsebraten
mit Maronen.
Ein barockes und etwas von Süße getragenes
Geschmacksbild.
Eine Lemberger Spätlese, etwa fünf Jahre alt,
sorgt für Harmonie zwischen Speise und Wein.
Zutaten
für 6-8 Personen:
Für die Gans 250 g Backpflaumen 1 küchenfertige
Gans (ca 4 kg) etwas Salz 500 g Äpfel (Boskop) etwas Salzwasser
Für
die Maronen 200 g Maronen (Eßkastanien) 4 EL Butter 1 EL Zucker ¼
l Fleischbrühe (Fertigprodukt)
Für die Sauce 2 EL süße
Sahne etwas Salz weißen Pfeffer aus der Mühle
So wird's
gemacht: Die Backpflaumen in 1 l Wasser über Nacht einlegen. Am nächsten
Tag die Gans unter fließendem Wasser waschen, trockentupfen und innen sowie
außen mit Salz einreiben. Den Backofen auf 200° vorheizen. Die Äpfel
schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Backpflaumen abtropfen lassen
und entkernen. Äpfel und Pflaumen mischen und die Gans damit füllen.
Die Öffnungen mit Holzspießchen verschließen. Flügel und
Keulen am Körper festbinden. Die Gans im Backofen braten. Sie dazu mit
der Brust nach unten in eine mit ½ l Wasser gefüllte Fettpfanne legen
und etwa 1 Stunde braten. Die Gans wenden und noch etwa 1 Stunde weiterbraten.
Die Haut dabei mehrmals anstechen, damit das Fett ausbrät. Zuletzt etwas
Salzwasser auf die Haut streichen und die Hitze erhöhen, damit die Haut schön
knusprig wird. Die Gans auf eine Platte setzen und im Backofen warm halten. Jede
Marone einmal kreuzweise einschneiden. Die Kastanien etwa 15 Minuten in ¾
l Wasser kochen, dann abschrecken und schälen. In einem Topf Butter und
Zucker schmelzen. Die Maronen hineingeben. Die Fleischbrühe erhitzen und
dazugeben. Etwa 15 Minuten garen. Den Bratfond in der Fettpfanne mit etwas
Wasser loskochen. Das Fett abschöpfen. Die Sauce mit der Sahne binden, salzen
und pfeffern.
Beilagen: Salzkartoffeln und Rotkohl
Weinempfehlung: Die
Fetthaut der Gans, das Obst und der Rotkohl, all das vermittelt ein barockes und
etwas von Süße getragenes Geschmacksbild, so wie reife und gehaltvolle
Rotweine, deren Gerbstoff nicht mehr vordergründig wirkt. Eine Lemberger
Spätlese, etwa fünf Jahre alt, sorgt für Harmonie.
Gebratener
Fasan mit Quitten
Trockene Spätlesen vom Chardonnay,
möglichst mit biologischem Säureabbau, sind besonders geeignete Begleiter.
Zutaten
für 6 Personen:
2 einjährige Fasane 400 g durchwachsener
Räucherspeck 6 Quitten 2 Zwiebeln 1/4 L Hühnerbrühe 125
g Sahne
Zucker Salz Pfeffer
aus der Mühle Butter
Zubereitung: Die Fasane rupfen,
ausnehmen, waschen, trocken tupfen und halbieren. Einen Bräter mit Speckscheiben
auslegen. Die Zwiebeln hacken und darauf verteilen. Die Quitten schälen,
vierteln, in Scheiben schneiden, in den Bräter geben und leicht zuckern.
Die untere Seite der Fasanenhälften salzen, auf die Quittenscheiben legen,
mit zerlassener Butter übergießen, salzen und pfeffern. Die Brühe
dazugießen und etwa 1 Stunde bei 210 Grad braten. Die Sahne in die Sauce
einrühren. Die Fasanenhälften noch einmal teilen und mit den Speckscheiben,
den Quitten und Reis servieren.
Weinempfehlung: Der Speck ergänzt
den feinherben Grundgeschmack mit rauchig-buttriger Note. Die gezuckerten Quitten
sorgen für süß-bittere Nuancen. Weine mit ähnlichen Merkmalen,
z.B. trockene Spätlesen vom Chardonnay (oder Grauburgunder), möglichst
mit biologischem Säureabbau, sind besonders geeignete Begleiter.
Gebratener
Karpfen auf Majorankartoffeln
Duft- und geschmacksbetonte Weißweine
mit mäßiger Säure bilden eine angenehme Ergänzung zum Essen,
etwa ein mittelkräftiger Chardonnay.
Zutaten für 4 Personen:
1
Karpfen von etwa 1,5 kg 1,5 kg Salatkartoffeln 3 Zwiebeln 250 g Sahne 1
Bund Majoran Salz Pfeffer aus der Mühle Butter
Zubereitung:
Den
Karpfen ausnehmen, mit Salz abreiben, gut waschen, innen und außen salzen
und über Nacht stehen lassen. Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser
kochen, abschrecken und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln in Scheiben schneiden
und in einem Bräter mit Butter glasig braten. Die Kartoffeln darauf verteilen
und gehackten Majoran darüber streuen. Den Karpfen darauf legen und mit
etwas zerlassener Butter übergießen. Die Sahne dazugießen, einige
Butterflocken auf die Kartoffeln geben, mit Pfeffer würzen und im Ofen bei
175 Grad 45 Minuten braten. Dazu Blattspinat servieren. Weinempfehlung: Der
geschmacksbetonte und etwas fettreiche Karpfen erfährt durch die Majorankartoffeln
eine herb-würzige Note, welche die Sahne mit angenehmer Süße abrundet.
Der Spinat fügt sich hier harmonisch ein. Duft- und geschmacksbetonte Weißweine
mit mäßiger Säure bilden eine angenehme Ergänzung ohne sich
unterzuordnen. Es bietet sich ein mittelkräftiger Chardonnay (oder auch ein
Grauburgunder) an. Für experimentierfreudige Weinfreunde bietet eventuell
ein sanfter Barrique einen besonderen Genuss.
Gebratener
Rehrücken
Geschmacksintensiver Rehrücken und herb-bittere Noten
von Morcheln und Wacholder. Diesem Geschmacksbild ist nur ein gerbstoffbetonter
Rotwein gewachsen.
Zubereitungszeit: etwa 2 1/2 Stunden
Zutaten
für 6 Personen:
1 Rehrücken 10 getrocknete Morcheln 4 Scheiben
durchwachsener Räucherspeck 2 Karotten 1 Stange Lauch 2 Zwiebeln 1
Scheibe Sellerie 1/4 l Wild- oder Rinderbrühe 1 Glas trockener Rotwein 12
Wacholderbeeren 1 Knoblauchzehe 200g saure Sahne Salz, Pfeffer aus der
Mühle Butter
Zubereitung:
Die Innenhaut vom Rehrücken
entfernen und die Unterseite vom Gerüst salzen. Die Morcheln 30 Minuten in
Rotwein einweichen. Das Gemüse kleinschneiden und in einem Bräter
in Butter anbraten. Den Rehrücken hineinlegen und mit zerlassener Butter
übergießen, salzen und pfeffern, zerdrückte Wacholderbeeren, Saft
der Knoblauchzehe und die Brühe dazugeben. Den Speck in Streifen schneiden
und über den Rehrücken geben. Die Morcheln mit dem Rotwein dazugeben
und den Rücken 1 Stunde und 20 Minuten braten und mehrmals mit dem Bratensaft
übergießen. Das Gemüse ausdrücken und wegwerfen. Die
saure Sahne in den Bratensaft einrühren. Das Fleisch vom Gerüst
lösen und in Scheiben schneiden. Dazu Gemüse der Jahreszeit, Kartoffeln
und Preiselbeeren servieren. Weinempfehlung: Der Rücken ist beim Reh
am geschmacksintensivsten, was durch das Belassen am Knochen noch verstärkt
wird. Getrocknete Morcheln und Wacholderbeeren fügen eine herb-bittere Note
hinzu. Diesem Geschmacksbild ist nur ein gerbstoffbetonter Rotwein gewachsen.
Bei Preiselbeerzugabe darf der Wein etwas Süße zeigen. Trockene bis
halbtrockene rote Spätlesen sind gute Begleiter.
Gefüllte
Kalbsbrust
Kraftvolle, gereifte Weine mit verhaltener Säure und
dezentem Bukett erweisen sich als ideale Partner.
Zutaten für 4 Portionen:
Für
das Fleisch: 750 g Kalbsbrust von der Brustspitze, ohne Knochen (vom
Metzger
tiefe Taschen einschneiden lassen) 2 EL Zitronensaft etwas Salz etwas
Öl
Für die Farce: 1/8 l heiße Milch 2 Wecken vom
Vortag 1 Zwiebel 3 EL Butter 1 frisches Ei 2 EL gehackte Petersilie Pfeffer
aus der Mühle geriebene Muskatnuß
Für die Sauce: 1
Zwiebel 1 Stück Sellerieknolle (50 g) 1 Möhre 1/8 l Wasser 1
TL Kartoffelstärke 125 g saure Sahne etwas Salz schwarzen Pfeffer
aus der Mühle
So wird's gemacht:
Das Fleisch mit dem Zitronensaft
beträufeln und mit Salz einreiben. Den Backofen auf 200 o vorheizen. Die
Wecken in Würfel schneiden, mit der heißen Milch übergießen
und 10 Minuten stehen lassen. Inzwischen die Zwiebel schälen und würfeln.
Die Butter schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten.
Die ausgedrückten Brötchen dazugeben und alles gut verrühren. Abkühlen
lassen. Das Ei, die Petersilie und die Gewürze unter die Farce mischen.
In die Kalbsbrust füllen und die Öffnung zunähen oder mit Rouladennadeln
fest verschließen. Die gefüllte Kalbsbrust in einen Bräter
mit dem heißen Öl geben. Im Backofen 1½ Stunden braten. Das
Fleisch dabei einmal umwenden und öfter mit Bratenfond beschöpfen. Inzwischen
für die Sauce die Zwiebel schälen und vierteln. Den Sellerie und die
Möhre putzen, schälen, waschen und kleinschneiden. Nach 45 Minuten Garzeit
des Fleisches mit in den Bräter geben. Das Fleisch herausnehmen und zugedeckt
warm stellen. Den Fond mit 1/8 l Wasser loskochen und die Flüssigkeit pürieren.
Die Kartoffelstärke mit der sauren Sahne verquirlen und dazugeben. Die Sauce
einmal aufkochen lassen und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken. Das Fleisch
in Scheiben schneiden und auf einer vorgewärmten Platte anrichten. Die Sauce
getrennt dazu reichen. Beilagen: Dazu gehören Salzkartoffeln und feines
Gemüse, z.B. Blumenkohl, Erbsen, Möhren oder Kohlrabi.
Weinempfehlung: Das
recht trockene Kalbfleisch bleibt durch die Füllung saftig und erhält
Geschmack, der durch die Sauce noch etwas verstärkt wird. Kraftvolle, gereifte
Weine mit verhaltener Säure und dezentem Bukett erweisen sich als ideale
Partner, z.B. eine trockene bis halbtrockene Riesling Spätlese.
Gegrillte
Estragonhähnchen
Sehr gut passt ein mild-würziger Weißwein
der Rebsorte Bacchus.
Zutaten für 4 Personen:
2 Hähnchen Salz 2
Bund Estragon
100
g Butter
Zubereitung: 2 Hähnchen mit kaltem Wasser innen und außen
abspülen, trocken tupfen, innen mit wenig Salz einreiben. Die Blätter
von 2 Bund Estragon fein hacken, mit 100 g flüssiger Butter verrühren.
Hähnchen innen und außen damit bestreichen. Flügel und Keulen
mit Küchengarn festbinden, Hähnchen auf Drehspieß stecken, unter
ständigem Drehen ca. 40-50 Minuten grillen, dabei öfter mit Estragonbutter
bestreichen. Drehspieß abnehmen, Hähnchen einige Minuten ruhen lassen,
vom Spieß nehmen, mit Salz bestreuen, halbieren.
Weinempfehlung: Sehr
gut passt ein mild-würziger Weißwein der Rebsorte Bacchus oder auch
ein halbtrockener Riesling Kabinett bzw. ein fruchtiger Weißherbst.
Gestampfte
Kartoffeln
Sauerkraut und Speck sind die Geschmacksnoten. Hierzu passen
säurebetonte, halbtrockene Weine, beispielsweise ein Elbling von der Mosel.
Zutaten
für 4 Personen:
1 kg Kartoffeln etwas Salz 500 g Sauerkraut
4
EL Margarine ¼ L Weißwein ¼ L heiße Milch schwarzer
Pfeffer aus der Mühle 250 g Zwiebeln 375 g Dörrfleisch (Speck)
Zubereitung:
Die
Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser kochen. Inzwischen das Sauerkraut
in der Margarine andünsten, den Wein dazugeben und alles in etwa 30 Minuten
kochen. Die Kartoffeln abgießen, zerstampfen und mit der heißen
Milch zu einem Püree verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und
mit dem Kraut mischen. Den Ofen auf 200° C vorheizen. Die Zwiebeln schälen
und würfeln. Das Dörrfleisch in Scheiben schneiden. Beides goldgelb
braten. Eine Auflaufform mit der Hälfte der Dörrfleischscheiben
auslegen. Die Zwiebeln darauf verteilen, die zerstampften Kartoffeln darauf geben
und mit den restlichen Speckscheiben bedecken. Den "Stampes" mit
aufgelegtem Deckel etwa 20 Minuten im Ofen backen, dann die Oberfläche ohne
Deckel mit Oberhitze bräunen lassen. Historisches: Gestampfte Kartoffeln
nahmen die Weinbauern früher in ihrem Essgeschirr mit in den Weinberg. Statt
Dörrfleisch wurden auch Leberwürste und gebratene Blutwürste auf
das Kraut gelegt. Enthielt das Gericht ein vorgekochtes, in Portionen geteiltes
Eisbein, nannte man es "Fräwes". Und wenn der saure Kohl durch
süßen (Weißkohl) ersetzt wird, spricht man von "Kappesmanges".
Weinempfehlung: Sauerkraut
und Speck sind die Geschmacksnoten. Hierzu passen säurebetonte, halbtrockene
Weine, beispielsweise ein Elbling von der Mosel.
Gekochte Rinderbrust mit Bouillonkartoffeln
Etwas kraftvolle
Weine mit feiner Säure und zart süßender Wirkung des Alkohols
sind hier besonders angenehm, etwa trockene Spätlesen vom Grauburgunder.
Zutaten
für 4 Personen:
1 kg Rinderbrust ohne Knochen 2 l Wasser etwas
Salz 1 Gemüsezwiebel 5 Nelken
2
Lorbeerblätter 1 Bund Suppengrün 1 kg Kartoffeln (aus der Mark
Brandenburg) 4 Möhren 200 g grüne Bohnen 60 g Butter schwarzen
Pfeffer aus der Mühle ½ Bund Petersilie
So wird's
gemacht:
Die Rinderbrust waschen. 2 l Wasser erhitzen und das
Fleisch darin aufkochen lassen. Abgießen und das Fleisch nochmals waschen.
Das Fleisch in 2 l kaltem Wasser erneut aufsetzen, mit den Nelken und Lorbeerblättern
spicken und dazugeben. Das Suppengrün putzen, waschen, kleinschneiden und
ebenfalls dazugeben. Das Fleisch etwa 2½ Stunden bei geringer Hitze zugedeckt
köcheln lassen. Während das Fleisch kocht, die Kartoffeln schälen,
waschen und in kleine Würfel schneiden. ½ l Wasser salzen und darin
die Kartoffelwürfel etwa 10 Minuten kochen. Abgießen und ausdampfen
lassen. Das weichgekochte Fleisch herausnehmen und warm stellen. Die Brühe
durch ein Haarsieb mit Passiertuch geben. Die Möhren putzen, schälen,
waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Bohnen putzen, schälen,
waschen und in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse in der Butter andünsten.
Etwa 10 Minuten garen lassen und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken. Das Fleisch
in Scheiben schneiden, die Fettränder abschneiden. Die Rinderbrust auf einer
vorgewärmten Platte anrichten und mit etwas Fleischbrühe übergießen.
Mit der Kartoffel-Gemüse-Mischung umlegen. Die Petersilie waschen, trockentupfen,
hacken und darüberstreuen. Weinempfehlung: Pochiertes Rindfleisch
hat einen sehr neutralen Geschmack und ist angenehm mürbe. Die Bouillon,
der etwas rauhe Charakter der Kartoffel, die herben Bohnen und die Süße
der Möhren prägen den Geschmack. Etwas kraftvolle Weine mit feiner Säure
und zart süßender Wirkung des Alkohols sind hier besonders angenehm.
Trockene Spätlesen vom Grauburgunder bieten diese Komponenten.
Gerupfter Burgstadter
Die Weinauswahl ist von der Duft- und Geschmacksintensität
des Camemberts abhängig. Der Wein darf aromabetont mit deutlicher Säure
sein.
Zutaten für 4 Personen:
100 g zimmerwarme Butter 150
g Camembert 50 g Ziegenfrischkäse
etwas
Salz schwarzen Pfeffer aus der Mühle Paprikapulver edelsüß ½
Bund Schnittlauch 4 Radieschen 4 Frühlingszwiebeln
So wird's
gemacht:
Butter und Käse mit der Gabel zerdrücken und grob vermischen.
Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken. Den Schnittlauch waschen,
in Röllchen schneiden und darauf geben. Radieschen und Frühlingszwiebeln
waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Den Gerupften damit garnieren. Beilagen:
Servieren Sie Bauernbrot dazu.
Weinempfehlung: Die Weinauswahl ist von
der Duft- und Geschmacksintensität, also von der Reife des Camemberts, abhängig.
Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Pfeffer geben Schärfe. Der Wein
darf aromabetont mit deutlicher Säure sein. Versuchen Sie es einmal mit einem
halbtrockenen Scheurebe Kabinettwein.
Grillen
und Wein
Glühende Leidenschaft - Herzhaft Gegrilltes
mit fruchtigem Wein
Die Grillsaison ist eröffnet und köstliche
Düfte ziehen über Gärten und Terrassen. Aromatische Gemüse
drängeln sich gleichberechtigt neben Geflügel, Fisch oder Fleisch auf
dem Rost und entwickeln
über
der heißen Glut herzhafte Grillaromen. Eine glühende kulinarische Leidenschaft
wird daraus, wenn ein frischer, saftiger Wein im Glas die vielfältigen Grillnoten
unterstreicht. Grillen das ist genießerische Freiheit unter freiem Himmel.
Erlaubt ist, was gefällt lautet die Devise beim kulinarischen
Spiel mit dem Feuer. Und was für Fisch, Fleisch und Gemüse als Grillgut
gilt, ist auch beim Wein gefragt. Hier lieben es die Genießer unkompliziert
und erfrischend einfach. Das hat viele Gründe: Wenn Sommer, Sonne und Grill
die Temperaturen klettern lassen, sind vor allem spritzige und belebende Tropfen
mit frischen Aromen und feiner Säure gefragt. Für einen optimalen Begleitservice
zu jungem Gemüse und zartem Geflügel vom Grill bieten die feinen, vielfältigen
Nuancen der deutschen Sommerweine ein breites Spektrum.
Ob
nun zu zarter Forelle im Folien-Kräuterbett oder delikat marinierter Hähnchenbrust,
knackigen zart besaiteten Würstchen oder einem herzhaften Nackensteak - ein
saftig-frischer Riesling passt immer, finden die Weinexperten des Deutschen
Weininstituts. Aber auch herzhafter Grauburgunder in Classic-Qualität macht
als Begleiter zum Barbecue immer eine gute Figur. Denn diese Weine bringen genug
Ausdruck mit, um auch mariniertem und kräftig gewürztem Grillgut geschmackliche
Fülle und Intensität entgegen zu setzen.
Outdoor-Cooking
ist ein unbeschwerter Anlass, zu dem ebenso unbeschwerte Weine passen, findet
Grill- und Wein-Experte Michael Balzer. Jeden Sonntag bereitet er den Gästen
des Schlosskellers im Rheingauer Schloss Reinhartshausen ein vielfältiges
Menu vom Rost zu. Zum gegrillten Seeteufel frischen heimischen Chardonnay,
zum gegrillten Lamm einen herzhaften unkomplizierten Roten, der auch leicht gekühlt
noch warme Harmonien entwickelt, sind seine Empfehlungen an die Grill-Liebhaber.
Aber auch feiner Silvaner Classic oder erfrischender Spätburgunder Weißherbst
sind bei diesen Anlässen willkommene Tischpartner, die zu Gemüse, Fisch
und Steaks mitunter glühende Leidenschaften entwickeln. Dennoch, auf komplizierte
Kompositionen von Wein und Speisen wird gerade zu diesen Anlässen nur all
zu gerne verzichtet. Eine glühende Leidenschaft lässt eben starre
Regeln gerne außer Acht und genießt, wie es gefällt!
So
gelingt ein harmonischer Genuss
Generell gilt: Sommerlich
leichte Weine als Aperitif Sommer, Sonne, Grillen da kann es schon mal
ganz heiß zugehen. Als Aperitif sind dann vor allem leichte Weine mit gemäßigtem
Alkoholgehalt gefragt. Empfehlenswert sind vor allem Classic-Weine, die in der
Regel sehr gefällig und harmonisch trocken sind - ideal für ein Fest
im Freien.
Deftig-herzhaftes Essen ausdrucksvoll-saftige
Weine Immer mehr setzt sich der Trend durch, Grillgut vorab in aromatische
Marinaden einzule-gen. Sie schützen das Grillgut nicht nur vor dem Austrocknen
während des Garvorgangs, sondern verleihen dem Ganzen auch noch intensive
Aromen. Bei einem solchen Potpourri von Düften und Aromen muss auch der Wein
geschmacklich mithalten können. Volle, saftige Weine mit Ausdruck sind hier
besonders gefragt: Riesling, Rivaner, kräftige Silva-ner, Grauburgunder,
Portugieser, Trollinger und Spätburgunder bieten als Begleiter zum Barbecue
viel Potenzial.
Gut
gekühlt die Weißweine, leicht gekühlt die Roten Ein idealer
Sommerwein erfrischt die Sinne. Weißweine sind im Sommer gut gekühlt
be-sonders willkommen, da sie sich im Glas in der Regel sehr schnell erwärmen.
Auch leichte fruchtige Rotweine lassen sich im Sommer leicht gekühlt besser
genießen. Übrigens: Eine fruchtig prickelnde Sommerwein-Variante wird
von den Winzern mit dem Zusatz Secco angeboten ein idealer
Sommergenuss.
Was liegt auf? Schnitzel, Schweinesteaks
und Co., meist eingelegt in eine ölige Marinade mit Knoblauch, Kräutern
und Gewürzen. Ideale Weinbegleiter sind herzhafte Rieslinge oder Weiß-burgunder
aus Pfalz, Rheinhessen und Rheingau ebenso wie Spätburgunder- oder Portugieser
Weißherbst . Ein gemäßigter Alkoholgehalt und angenehme Säure
machen aus ihnen ideale Sommerweine.
Geflügel: Hähnchenbrust,
Putenschnitzel oder Entenbrust: Eingelegt, gerne asiatisch mit Curry und/oder
Sojasauce, aber pur aufgelegt. Zartes Fleisch erhält auf dem Grill eigene
Röstaromen. Die wiederum vertragen sich bei Tisch mit dezentem Riesling und
Rivaner, wie auch ausdrucksvollem Grauburgunder oder zartfruchtigem Portugieser,
leicht gekühlt.
Fisch: Fische in Folie wie beispielsweise
Forelle, Saibling oder Dorade sind meist milder und saftiger als direkt auf dem
Rost zubereitet. Mit ihnen harmoniert Weißburgunder, Chardonnay und Silvaner
perfekt. Auch ein leichter Moselriesling mit feiner Frucht ist willkommen. Fisch
direkt auf dem Rost oder in der Grillpfanne zubereitet, vielleicht noch mariniert
oder kräftig gewürzt, sucht als Tischpartner einen kräftigeren
Riesling oder Chardonnay. Auch ein leicht gekühlter trockener Rotwein ist,
beispielsweise zu herzhaft gewürztem Fisch, ein angemessener Begleiter.
Gemüse
findet beim Grillen immer häufiger Verwendung. Eigens dafür haben Connaisseurs
Rezepte für Marinaden und Dips entwickelt. Unkompliziert ist die Weinauswahl
zum Grillgemüse: Saftige Weißweine, wie Riesling Classic, Weißburgunder
und Scheurebe. Mildes Gemüse, nur zart gewürzt, geht auch mit dezentem
Silvaner oder Gutedel aus Baden eine harmonische Liaison ein.
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