Kokos Gnocchi:
Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser kochen, gut ausdämpfen lassen
und zusammen mit der Kartoffelstärke, dem Eigelb und den Kokosflocken
zu einem homogenen Teig verarbeiten.
Ca. 10 Minuten ruhen lassen.
Den Teig zu einer Rolle formen und anschließend in ca. 1cm dicke Stücke schneiden.
Auf etwas Kartoffelstärke aus den Stücken Klößchen formen und diese
mit einer Gabel leicht flachdrücken.
Die Gnocchi in kochendem Salzwasser blanchieren und gut abtropfen lassen
Die Hähnchenbrust in Streifen schneiden und kurz anbraten.
Den kleingeschnittenen Lauch und die klein geschnittene Chilischote dazu geben,
mit Kokosmilch ablöschen.
Die Gnocchi vorsichtig unterheben.
Weinempfehlung:
Zu Kokos-chili-gnocchi mit Hähnchenbrust empfiehlt das SAT1-Küchenteam einen feinen halbtrockenen Riesling.
Hähnchenbrustfilet
mit Currysahne
Zutaten für vier Personen:
4 Hähnchenbrustfilets
à 150 g 2 klein gewürfelte Zucchini 2 enthäutete und gewürfelte
Tomaten 4 fein gewürfelte Schalotten
1
fein geriebener süßer Apfel 1 Banane, Saft und abgeriebene Schale
von einer Orange 0,2 l Rivaner, 200 g Sahne 2 EL Currypulver, 2 EL Butter Salz,
Pfeffer, etwas Olivenöl, 1 TL Kartoffelstärke
Zubereitung: Die
Schalotten in Butter glasig anschwitzen. Das grob geschnittene Obst und den Orangensaft
dazugeben, mit dem Currypulver bestäuben und mit dem Weißwein abschlöschen.
Die Sauce für ca. 20 Minuten ziehen lassen - sie sollte dabei nicht kochen.Die
Hähnchenbrustfilets waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Den
Backofen auf 180° C vorheizen. In einer Pfanne mit mäßiger Hitze
die Filets in etwas Olivenöl von allen Seiten goldbraun braten und anschließend
für 6 - 8 Minuten in den Backofen legen. Ein Stückchen Butter auf jedem
Filet verfeinert den Geschmack zusätzlich. Tipp: Damit die Filets noch knuspriger
werden, kann man sie während des Anbratens mit einem Teller beschweren.Die
Currysauce mit dem Zauberstab durchmixen, danach durchsieben und anschließend
die Sahne beigeben. Etwas einreduzieren lassen und mit der Kartoffelstärke
abbinden. Zum Schluss die geriebene Orangenschale, die Zucchini und die Tomatenwürfel
zur Sauce geben.Die Hähnchenbrustfilets in Scheiben anrichten und mit der
Currysauce umgießen. Dazu passt Reis oder frisches Baguette.
Weinempfehlung: Curry
und Südfrüchte machen die leckere Sauce des Sommergerichts aus. Reichlich
Sahne paart sich mit der Säure des O-Safts. Es passt der Kochwein, falls
der halbtrockene, duftige Rivaner in Kabinett- oder Spätlesequalität
entkorkt wurde. Ebenfalls geeignet in gleicher Qualität und Geschmacksrichtung:
eine Scheurebe mit exotischer Feinfruchtigkeit oder auch ein Kerner. Der geht
mit Säure und dem Duft nach Orangenkonfitüre auf die Sauce zu.
Hasenrücken
mit Oliven
Ein noch junger, nicht absolut trockener, kräftiger Lemberger
Rotwein ist ein guter Begleiter dieses Gerichts.
Zutaten für 4 Personen: 2
Hasenrücken 250 g durchwachsener Speck 6 Schalotten 1 Stange Staudensellerie 100
g eingelegte, getrocknete Tomaten
So
wird's gemacht: Den Speck in Streifen schneiden, mit etwas Öl in einem
Bräter anbraten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Schalotten
und den Staudensellerie in Scheiben schneiden und im Bräter glasig braten.
Die eingelegten Tomaten auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit dem Tomatenfleisch,
den Oliven, den Kapern und dem Wein dazugeben, dann mit Zucker und etwas Cayennepfeffer
abschmecken.. Die Hasenrücken enthäuten, die unteren Seiten salzen und
auf das Gemüse legen. Mit zerlassener Butter übergießen, salzen
und pfeffern und etwa 1 Stunde im Ofen braten.
Weinempfehlung: Der
Hasenrücken, am Knochen gegart, ist besonders geschmacksintensiv. Das Tomatenfleisch
vermittelt etwas Süße und Säure, die Oliven sorgen für feine
Bittertöne und der Speck bietet einen salzig-rauchigen Geschmack. Ein noch
junger, nicht absolut trockener, kräftiger Lemberger Rotwein zeigt ähnliche
Merkmale und ist deshalb ein guter Begleiter.
Hasenrücken
in Sauce
Milde, gereifte und bukettbetonte Rotweine von gehobener Qualität
sind zu diesem Gericht geeignet, etwa ein reifer, samtig-weicher Schwarzriesling.
Zutaten
für 4 Personen: 100 g geräucherten fetten Speck 2 küchenfertige
Hasenrücken à 500 g (nicht gespickt) 1 kleine Zwiebel 1 Bund
Suppengemüse 50 g Butter etwas Salz, schwarzen Pfeffer
1
Lorbeerblatt getrockneten Thymian 1/8 l Rotwein 1/8 l Fleischbrühe
(Fertigprodukt) Filets von 1 Orange zum Garnieren
Für die Sauce:
abgeriebene
Schale von ½ unbehandelten Orange 2 Becher Sahne (à 200 g) 1
EL Pfeilwurzelmehl (ersatzweise Kartoffelstärke) Saft von 1 Orange 3
EL Johannisbeergelee
So wird's gemacht: Den Speck in dünne Scheiben
schneiden und das Fleisch damit umwickeln. Die Zwiebel schälen, das Suppengrün
putzen und waschen. Beides würfeln.Die Butter in einer Kasserolle erhitzen.
Die Hasenrücken darin rundum anbraten. Anschließend herausnehmen. Das
Gemüse und die Zwiebel zusammen mit den Gewürzen und dem Thymian in
die Kasserolle zur Butter geben. 10 Minuten braten, bis das Gemüse goldbraun
ist.Den Wein und die Fleischbrühe angießen. Die Hasenrücken wieder
dazugeben. Das Fleisch zugedeckt 30 bis 40 Minuten langsam schmoren lassen. Es
dann wieder herausnehmen, den Speck entfernen und die Hasenrücken zugedeckt
warm stellen.Die Sauce durch ein Sieb passieren. Die Orangenschale dazugeben.
Die Sahne mit dem Pfeilwurzelmehl verquirlen, in die Sauce einrühren und
sie etwa 5 Minuten kochen lassen. Den Orangensaft und das Johannisbeergelee darunter
rühren. Die Sauce nicht mehr kochen lassen. Die Hasenrücken in Scheiben
schneiden und anrichten. Mit den Orangenfilets garnieren. Die Sauce getrennt dazu
reichen. Beilagen: Kroketten, Rosenkohl und Preiselbeeren Pfeilwurzelmehl wird
zum Binden von Saucen verwendet. Im Gegensatz zum Mehl bindet es sofort und hinterlässt
keinen Geschmack, der beim Mehl erst "fortgekocht" werden muss.
Weinempfehlung: Feldhase
hat zartes, fettarmes Fleisch mit mäßigem Wildgeschmack. Der geräucherte
Speck wirkt geschmacksverstärkend und hält das Fleisch saftig. Das bestimmende
Element ist die aromatisch-würzige und etwas süß gehaltene Sauce.
Milde, gereifte und bukettbetonte Rotweine von gehobener Qualität sind deshalb
geeignet, etwa ein reifer, samtig-weicher Schwarzriesling oder Spätburgunder.
Herbstliche
Genüsse und Wein
Herbstgenuss hoch drei Pilze, Kürbisse
und deutscher Wein.
Herbstgenüsse sind kulinarische Erlebnisse der
besonderen Art, geprägt von einer geschmacklichen wie farblichen Vielfalt.
Kürbisse zum Beispiel sind übrigens oft auch im wörtlichen
Sinne leuchtende Beispiele einer ganz speziellen
Genusskultur.
Aber auch die Pilzsaison lässt die Herzen von Jägern, Sammlern und Genießern
höher schlagen. Die Krönung eines herbstlichen Pilz- und Kürbismenüs
sind passende feine Weine aus deutschen Kellern. Das Deutsche Weininstitut zeigt,
worauf es bei der Auswahl der geeigneten Tropfen ankommt.
Kürbisse
und Waldpilze sind zwei Herbstkinder, die selten gemeinsam bei Tisch auftreten,
obwohl sie ihre Reifeprüfung meist zeitgleich bestehen.
Waldpilze
sind eher anspruchsvoll in der Wahl ihrer Tischpartner. Sie wollen nur leise unterhalten
werden, suchen im Wein daher feine und milde Aromen. Ein delikates Mischpilz-Potpourri
verlangt beim Wein, etwa einem Grauburgunder, nach vollmundiger wie auch dezenter
Würze. Der Steinpilz als feinster aller Speisepilze dagegen geht eine perfekte
geschmackliche Symbiose mit Weißburgunder Selection ein. Der Wein darf durchaus
eine gewisse Reife mitbringen, denn die delikaten Pilzaromen lassen ihn dennoch
jugendlich frisch erscheinen. Die milde Säure bewahrt die Harmonie dieses
schmelzig-delikaten Gerichts. Ausdrucksvolle, kross in Butter geröstete (Stein)-Pilze
lassen sich gerne mit einem herzhafteren Tropfen wie z.B. einem Riesling Selection
vermählen - eine glückliche Verbindung.
Ausdrucksvolle Nebenrolle
Zum Braten jedoch spielen Waldpilze eine wenn auch krönende
Nebenrolle. In diesem Fall steht natürlich dem Braten die Wahl seiner weinigen
Tischpartner zu. Damit auch bei dieser Liaison die delikaten Pilzaromen
im ausdrucksvollen Miteinander nicht verloren gehen, empfiehlt das DWI geschmeidige
Spätburgunder beispielsweise von der Ahr, aber auch delikaten Württemberger
Schwarzriesling für eine ausgewogene Balance. Als eigenständiger Eintopf,
wie der Klassiker mit üppiger Sahnesauce und Knödel, sucht das Pilzgericht
feinfruchtigen Riesling oder Grauen Burgunder, die mit ihrer Lebendigkeit der
feinen Opulenz des Gerichts entgegen halten.
Sehen und genießen Kürbisse
führen bei uns ein interessantes Doppelleben. In der Küche verführen
sie uns zu den delikatesten und vielfältigsten Genüssen und als leuchtende
Grimassen schrecken sie im Vorgarten böse Geister. Ihr feines, oft nussiges,
manchmal auch an junge Rübchen erinnerndes Aroma ist mild und eignet sich
für unterschiedliche Gerichte: Als delikate Suppe, herzhaft gewürzt
als feines Gemüse, außergewöhnlich auch als gerösteter Salat,
mit Zitronenschale und Balsamessig parfümiert ein Fest für den
Gaumen! Solistisch lässt sich Kürbis bei Tisch am besten mit delikatem
Weißburgunder oder auch einem leicht reifen Silvaner vermählen. Die
Aromen der beiden kulinarischen Partner respektieren sich gegenseitig und schöpfen
gemeinsam neue Kraft. Als Beigabe zu Fleisch ist kräftig gewürzter Kürbis,
wie beispielsweise der geschmackvolle Hokaido, ein idealer Partner zu leichten
Rotweinen. Portugieser oder auch ein frischer Trollinger sind dabei willkommen.
Sie sind gute Spielgefährten für die feinen Fruchtaromen des Kürbis,
gehen aber auch mit kräftigeren Gerichten eine köstliche Allianz ein.
Geröstet entwickeln Kürbisse ausgeprägte Aromen, die leicht
an Maronen (Edelkastanien) erinnern.
Dann vertragen sie sich prima mit
einem ausdrucksvollen Rotwein wie Dornfelder oder Lemberger. Wenn sich Kürbisse
als Dessert von ihrer süßen Seite zeigen, muss auf einen Weinbegleiter
nicht verzichtet werden. Ein Kürbiskuchen mit karamellisierten Nüssen
beispielsweise bildet mit einer edelsüßen Riesling Beerenauslese ein
ideales Paar. Zum leicht-fruchtigen Kürbisgebäck ist aber auch eine
milde Riesling Auslese eine wahre herbstliche Offenbarung.
Solche Kombinationen
entzünden dann in den Augen der Genießer herbstliche Leuchtfeuer. Pilze,
Kürbis und deutscher Wein Genuss hoch drei!
Hühnerfrikassee
"Berliner Art"
Die Frikasseesauce ist cremig, der Spargel liefert
deutliche Säure. Mittelkräftige, trockene Spätlesen von Chardonnay
bieten vergleichbare Komponenten.
Zutaten für 6 Personen: 20 g getrocknete
Morcheln 1 Suppenhuhn von 2 bis 2,4 kg Gewicht 2 Bund Suppengrün
1
große Zwiebel 1 Lorbeerblatt etwas Salz weißer Pfeffer 1
Kalbszunge 250 g gewässertes Kalbsbries 120 g Butter 80 g Mehl 1/4
L trockener Weißwein 150 g süße Sahne 500 g Spargel etwas
Zucker etwas Zitronensaft 150 g Champignons 20 g Krebspaste aus der Dose 3
frische Eigelbe 1 EL Kapern Worchestersauce 18 ausgelöste Krebsschwänze 6
Halbmonde aus Blätterteig vom Bäcker
Zubereitung:
Die getrockneten
Morcheln über Nacht in 1/4 L Wasser einweichen. Am nächsten Tag das
Suppenhuhn waschen. In 2 L warmem Wasser aufkochen lassen. Das Huhn herausnehmen
und nochmals waschen. Das Wasser weggießen. Das Huhn nun mit kaltem
Wasser aufsetzen. Das Suppengrün putzen, waschen und klein schneiden. Die
Zwiebel schälen und würfeln. Mit dem Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer
zum Huhn geben und dieses bei mittlerer Hitze 2 bis 2 1/2 Stunden zugedeckt köcheln
lassen. Kalbszunge und Kalbsbries die letzten 30 Minuten mitsieden lassen. Die
Brühe durch ein Sieb abgießen und aufheben. Die Zunge häuten und
in feine Streifen schneiden. Das Bries häuten und fein würfeln. Das
Huhn häuten. Das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Würfel
schneiden. Nun 100 g Butter in einem Topf schmelzen lassen, das Mehl einrühren
und etwa 10 Minuten ohne Hitze ruhen lassen. Dann den Wein und die erzielte Hühnerbrühe
dazugeben und alles 10 bis 12 Minuten kochen. Die Sahne hinzugeben und die Sauce
leicht sämig werden lassen. Die Morcheln abgießen und siebenmal
waschen, damit der Sand entfernt wird. Den Spargel schälen und unten kürzen.
Mit etwas Salz, Zucker und Zitronensaft in 1 L Wasser 8 bis 10 Minuten köcheln
und etwa 20 Minuten gar ziehen lassen. In 2 cm lange Stücke schneiden. Die
Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Kurz in 2 Esslöffeln Butter
anschwitzen und mit wenig Zitronensaft beträufeln. Die Morcheln ebenfalls
in der Butter anschwitzen. Die Krebspaste erwärmen, bis sie flüssig
ist. Die Sauce gut aufkochen, vom Herd nehmen und die Eigelbe darunter ziehen.
Sie darf danach nicht mehr kochen. Mit den Kapern und der Worcestersauce abschmecken.
Das gesamte Fleisch in eine vorgewärmte Porzellanschüssel geben.
Morcheln, die Champignons und die Spargelstückchen hinzufügen. Die Sauce
darüber geben und alles leicht mischen. Die Krebsschwänze, mit der Krebsbutter
leicht beträufelt, und die Blätterteig-Halbmonde darauf setzen. Sofort
servieren. Beilage: Butterreis (aus runden ausgebutterten Timbaleförmchen
gestürzt oder portionsweise in Tassen im Wasserbad gekocht)
Hinweis: Dieses
Rezept ist für festliche Gelegenheiten gedacht. Möchten Sie das Gericht
in der Woche servieren, lassen Sie Kalbszunge und Kalbsbries, Krebse und Morcheln
weg
Weinempfehlung: Die Frikasseesauce ist cremig und schmeckt säuerlichbitter
mit feiner Süße. Der hohe Anteil an Spargel liefert deutliche Säure,
die Krebsschwänze und -paste Aroma. Mittelkräftige, trockene Spätlesen
von Chardonnay (oder Grauburgunder) bieten vergleichbare Komponenten und passen
deshalb gut.