Zubereitung: Die äußeren Blätter
von den Wirsingköpfen entfernen, 12 große Blätter in Salzwasser
blanchieren und auf einem Tuch abtropfen lassen. Die Wirsingköpfe vierteln,
die Strünke abschneiden, den Wirsing in Streifen schneiden und auch in Salzwasser
blanchieren. Danach gut abtropfen lassen. Die Zwiebeln in Scheiben schneiden und
mit reichlich Butter in einem Schmortopf glasig braten. Die Hälfte des Wirsings
dazugeben, mit Muskat und weißem Pfeffer würzen. Mit Weißwein
löschen und 10 Minuten dünsten lassen. Die Karotten in Scheiben schneiden,
hinzugeben und weitere 10 Minuten dünsten lassen. Die Schalotten in Scheiben
schneiden und in Butter andünsten. Mit Salz und Majoran würzen und zur
Seite stellen. Die Wallerfilets in Stücke von 3 mal 6 Zentimetern schneiden.
Die Stücke mit Salz und Pfeffer würzen, mit den Schalotten belegen und
in Frühstücksspeck einwickeln. Je ein Stück auf die Außenseite
eines Wirsingblattes legen und vorsichtig einwickeln; die dünneren Fischstücke
können doppelt genommen werden. Den gedünsteten Wirsing in einen Bräter
geben, die Rouladen darauf legen und mit zerlassener Butter übergießen.
Den Bräter mit einem Deckel oder Folie zudecken und das Gericht etwa 40 Minuten
im Ofen dünsten lassen. In der Zwischenzeit den restlichen Frühstücksspeck
in Streifen schneiden, mit etwas Butter braten und über die Rouladen verteilen.
Beilagen: Dazu Kartoffelpüree servieren. Fischrouladen kann man
auch mit Weißkraut zubereiten, Waller schmeckt jedoch mit Wirsing am besten.
Weinempfehlung: Der angenehm hervortretende Geschmack des Wallers wird
durch die leicht salzige Note des Frühstücksspecks und vom feinherben
Wirsing ergänzt. Säuremilde, trockene Weißweine mit deutlich pflanzlichem
Charakter wie ein Gutedel, beispielsweise aus dem badischen Markgräflerland,
vollenden die Harmonie.
Weinköniginnen Sämtliche Deutsche Weinköniginnen
seit dem Jahre 1949 in der Übersicht
Ein
Kompromiss ist angebracht, der durch etwas gereiften, trockenen Weißherbst
vom Spätburgunder erfüllt wird.
Zutaten für 4 Personen:
1
küchenfertige Wildente à 1 kg etwas Salz schwarzer Pfeffer aus
der Mühle 150 g fetter Speck 125 g kleine Champignons 1 EL Butter ¼
l Weißwein 1 EL Rosinen 1 Becher saure Sahne (125 g)
So wird's
gemacht:
Die
Ente mit einem Tuch innen und außen gründlich abreiben und dann salzen
sowie pfeffern. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Speck in dünne Scheiben
schneiden und in einer Pfanne auslassen. Die Ente darin anbraten. Dann die
Ente in einen Bräter legen und im Ofen in etwa 30 Minuten knusprig braun
braten. Sie dabei öfter mit dem Bratenfond begießen. Die Ente herausnehmen
und zugedeckt warmstellen. Die Pilze putzen und in einer kleinen Pfanne in der
Butter anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Bratenfond im Bräter
mit dem Wein loskochen. Die Pilze hineingeben. Die Rosinen waschen, fein hacken
und dazugeben. Die nicht mehr kochende Sauce mit der sauren Sahne verfeinern.
Die Ente am Tisch tranchieren. Die Sauce getrennt dazu reichen. Wildente schmeckt
am besten mit Kroketten und Rosenkohl.
Unsere Weinempfehlung: Durch
Champignons, Rosinen und saure Sahne entsteht ein intensives, süß-saures
Geschmacksbild, das nach reifen Weißweinen verlangt. Der Speck und die scharf
angebratene Haut der Ente lassen eine Fülle von Röststoffen entstehen,
die besonders gut mit gerbstoffbetonten Rotweinen harmonieren. Deshalb ist hier
ein Kompromiss angebracht, der durch etwas gereiften, trockenen Weißherbst
vom Spätburgunder erfüllt wird.
Wildente mit
Kumquatsauce
Die fein-bittere und süß-aromatische Sauce harmoniert
gut mit halbtrockenen bis lieblichen Weißwein-Spätlesen, wie von der
Scheurebe.
Zutaten für 6 Personen:
2 Stockenten 10 Kumquats
3
Zwiebeln 2 Petersilienwurzeln 1 Tasse Hühnerbrühe 1 EL Honig 2
EL Orangenlikör Salz weißer Pfeffer Öl
So wird's
gemacht: Die Enten rupfen, ausnehmen, waschen, trockentupfen und innen salzen.
Die Zwiebeln schälen und halbieren, die Enten damit füllen und mit kleinen
Spießen verschließen. Den Boden eines Bräters mit Öl einpinseln,
die Enten salzen und pfeffern und mit den Brüsten nach unten in den Bräter
legen. Die Enten im vorgeheizten Ofen 45 Minuten bräunen, dann wenden. Die
Petersilienwurzeln und die Kumquats in Scheiben schneiden und mit der Brühe
in den Bräter geben. Die Enten fertig braten und 15 Minuten vor dem Ende
der Bratzeit die Brüste mit Honig einpinseln. Die Enten tranchieren. Die
Bratensauce entfetten und mit Orangenlikör verfeinern. Als Beilage vorgekochte
Kartoffeln im Entenfett braten und Rotkohl dazu servieren.
Unsere Weinempfehlung: Die
Sauce ist gekennzeichnet durch fein-bittere und süß-aromatische Nuancen.
Sie harmoniert gut mit halbtrockenen bis lieblichen Weißwein-Spätlesen,
wie vom Muskateller (aber auch vom Gewürztraminer, Rieslaner, Bacchus oder
der Scheurebe).
Wild
und Wein
Deutsche Weiß- und Rotweine garantieren harmonischen Genuss
zur Jagdsaison.
Jedes Jahr zur Wildsaison gelingt den Liebhabern kulinarischer
Genüsse der Widerspenstigen Zäh-mung. Denn die vielfältigen
und höchst unterschiedlich ausgeprägten Wildaromen, von Kennern Haut-gôut
genannt, sind bei der Wahl ihrer Weinpartner bei Tisch nicht
zimperlich. Leicht übertönen sie einen köstlichen Tropfen, der
beim geselligen Miteinander mit Wildgerichten nicht ausdrucksvoll und nachhaltig
genug auftritt. Wildschwein, Hirsch, Hase oder Rebhuhn beispielsweise entwickeln
im Ofen geschmackliche Nuancen, denen nur ein kraftvoller und intensiver Wein
gewachsen ist. Andere Wildgerichte sind auf dem Teller scheu und zurückhaltend,
lassen sich aber mit eleganten, feinen Weinaromen aus der Reserve locken. Rehfilet
und Spätburgunder beispielsweise ist eine gelungene Kombination fein,
elegant und den-noch beeindruckend intensiv.
Es ist ein glückliches
Phänomen, dass die Vielfalt der Wildgerichte auf eine ebenso große
Auswahl von passenden Weinen trifft und so eine erstaunliche Flexibilität
ermöglicht. So lässt sich leicht mit einem Vorurteil aufräumen,
zum Wild passe nur ein kräftiger Rotwein. Das Gegenteil ist belegt: Auch
Weißwein geht mit Wild überaus harmonische Verbindungen ein. Ja, es
haben sich regelrechte Freundschaften entwickelt, die in der Saison Jahr für
Jahr neu aufleben. Ausdrucksvolle Weine wie Selection, Spätlesen oder Auslesen
schmücken ein Wildmenü ebenso wie ein Riesling mit frischer Säure.
Die Säure lässt dabei das kräftige Fleisch leichter erscheinen,
ist die Erfahrung von Susanne Spies, Sommelière des Dortmunder Sterne-Restaurants
La Table. Die Fachfrau und Weinexpertin, vom Gault Millau zur Sommelière
des Jahres 2004 gekürt, empfiehlt auch gerne reifen Riesling, der seine Restsüße
schon etwas abgebaut hat. Aber auch Gewürztraminer oder Grauburgunder sind
ideale Begleiter beispielsweise dann, wenn das Wildgericht von delikaten
Pilzen begleitet wird oder Fenchel und Ingwer die Würze beisteuern.
Auch bei geschmortem Wild macht ein kräftiger Weißwein
mit zarter Süße eine gute Figur. Das klassische Ofenstück
mit seinen ausgeprägten Röstaromen dagegen sucht einen kraftvollen Roten,
etwa Lemberger oder Dornfelder, der auch gerne einige Zeit im Holzfass verbracht
haben darf. Insbesondere für diese Kombination gilt dann der kulinarische
Hinweis: Achtung Wild!
Woihinkel
Geschmacksgeber
sind Weißwein und Champignons. Leichte, etwas säurebetonte Weine mit
verhaltenem Bukett wie ein Silvaner Kabinett eignen sich.
Zutaten für
4 Personen: 2 kleine Hähnchen (oder 1 Poularde 1 kg)
etwas
Salz, weißen Pfeffer 2 Zwiebeln 250 g Champignons Butterschmalz
zum Braten 4 EL Weinbrand 1/2 l Weißwein 1 Becher süße
Sahne (200 g) 2 EL eiskalte Butter in Flöckchen
So wird's gemacht: Die
Hähnchen waschen, trockentupfen und in Portionsstücke zerteilen. Salzen
und Pfeffern. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die Pilze putzen und
kleinschneiden. Die Hähnchenteile im heißen Fett von allen Seiten anbraten.
Die Zwiebeln dazugeben, den Weinbrand angießen und alles flambieren. Die
Pilze zusammen mit 1/4 l des Weins zum Fleisch geben und alles etwa 20 Minuten
zugedeckt auf kleiner Flamme garen. Dann die Geflügelteile herausnehmen und
auf einer vorgewärmten Platte warmstellen. Den Bratensatz mit dem restlichen
1/4 l Wein loskochen. Die süße Sahne dazugeben und die Sauce etwas
einkochen lassen. Die Butterflöckchen in die nicht mehr kochende Sauce einrühren,
so daß sie bindet. Die Sauce zum Hähnchen reichen. Beilagen:Servieren
Sie dazu Stangenweißbrot oder Reis mit Blattsalaten.
Unsere Weinempfehlung: Geschmacksgeber
sind der Weißwein und die Champignons. Zwiebeln und Sahne vermitteln etwas
Süße als Gegenpol zur Säure des Weins. Leichte, etwas säurebetonte
Weine mit verhaltenem Bukett wie ein Silvaner Kabinett eignen sich hierzu gut.
Würzburger
Kärrnersbraten
Mit einer reinrassigen trockenen Bacchus Spätlese,
deren Duft und Würze häufig an Kräuter und Kümmel erinnert,
ist man gut beraten.
Zutaten für 6 Personen: Für das Fleisch: 1
kg Rinderbrust ohne Knochen (vom Metzger eine Tasche
einschneiden
lassen) etwas Salz schwarzer Pfeffer 1 Bund Suppengrün 1 Zwiebel
(mit 1 Lorbeerblatt und 1 Nelke gespickt) 2 L Wasser 3 EL Butterschmalz
Für
die Füllung:
2 altbackene Brötchen etwas Milch oder Wasser 3
mittelgroße Zwiebeln 3 EL Butter 2 Eier 250 g Bratwurstbrät 1
Bund Petersilie etwas Salz schwarzer Pfeffer
Für die Sauce:
1/8
L Weißwein 2 TL Tomatenmark 250 g süße Sahne 2 EL gehackte
Petersilie
Zubereitung: Das Fleisch innen und außen mit Salz und
Pfeffer einreiben. Für die Füllung die Brötchen in wenig Milch
oder Wasser einweichen. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Die Butter
in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig braten. Die Brötchen
ausdrücken. Aus Brötchen, Zwiebeln, Eiern und Bratwurstbrät einen
Teig kneten. Die Petersilie waschen, hacken und dazugeben. Nachwürzen. Die
Masse in die Tasche der Rinderbrust füllen. Die Öffnung zunähen
oder zustecken. Das Suppengrün waschen, putzen und zerkleinern. Mit der Spickzwiebel
in einem Topf mit 2 Liter Wasser zum Kochen bringen. Das Fleisch darin etwa 1
Stunde bei mittlerer Hitze vorgaren. Es dann herausnehmen, gut abtropfen lassen.
Die Brühe durchsieben und zur Seite stellen. Den Backofen auf 180° C
vorheizen. Das Fleisch in einem Bräter im heißen Butterschmalz rundherum
goldbraun anbraten. Das noch nicht verkochte Suppengrün zugeben und ¼
L Fleischbrühe angießen. Im Ofen etwa 1 Stunde fertig garen. Öfter
mit dem Bratfond begießen. ann herausnehmen und warm stellen. Aus dem
Bratfond die Sauce herstellen. Dazu den Fond durchsieben und aufkochen. Weißwein,
Tomatenmark und Sahne dazugeben und alles zur gewünschten Konsistenz einkochen.
Die Petersilie in die Sauce geben.Das Fleisch in Scheiben schneiden, auf einer
vorgewärmten Platte anrichten. Die Sauce getrennt dazu reichen.
Beilagen: Fränkische
Klöße halb und halb und Krautsalat
Weinempfehlung: Die Ochsenbrust
bekommt durch die Füllung einen deutlich würzigen Charakter. Die Konzentration
der Sauce und der von Speck und Kümmel geprägte Krautsalat bestimmen
die Weinauswahl. Mit einer reinrassigen trockenen Bacchus Spätlese, deren
Duft und Würze häufig an Kräuter und Kümmel erinnert, ist
man gut beraten.