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dieser Seite: Golden, Broken, Orange, Pekoe, Gerbstoff, GBOP, Ginkgo, GFOP, Grobschnitt,
Grüner, Tee, Gunpowder
GBOP:
Golden Broken Orange Pekoe. Indische Bezeichnung
für eine hochwertige Sortierung von Broken-Tee.
Gerbstoff:
Inhaltsstoff des grünen, weißen und schwarzen Tees. Gerbstoffe
haben antibakterielle und antioxidative Wirkung, wirken aber auch beruhigend auf
Magen und Darm.
Geschichte des Tees Wer hat den Tee erfunden?
Tee
ist neben Wasser das weltweit am meisten konsumierte Getränk. Von Tokio bis
Kapstadt werden jährlich mehr als siebenhundert
Milliarden Tassen Tee zubereitet. Die
genauen Urspünge dieses beliebten Getränks liegen jedoch im Ungewissen.
Vielleicht
haben Sie kürzlich beim Frühstück in Ihre Tasse geguckt und sich
gefragt, wer überhaupt auf die Idee
gekommen ist, aus den Blättern eines beliebigen Baumes ein Erfrischungsgetränk
zu machen. Wer hat den Tee erfunden? Wir haben als Antwort die chinesische Legende,
die indische Variante und die ungeschminkte Wahrheit parat! China Der
Legende nach entstand der Tee rein zufällig, als ein Teeblatt in die Trinkschale
des chinesischen Kaisers Chên Nung segelte. Im Jahre 2737 v. Chr. erholte
dieser sich gerade von seinen kaiserlichen Strapazen und gönnte sich im Schatten
eines wilden Teestrauches eine Schale abgekochtes Wasser. Ein Windhauch trieb
einige Teeblätter in des Kaisers Trinkwasser, das eine goldgelbe Färbung
annahm. Der herrliche Duft stieg Chên Nung in die kaiserliche Nase, und
er kostete. Von diesem Moment an wollte er nichts anderes mehr trinken als Tee.
Eine nette Geschichte. Allerdings kann ein frisches
Teeblatt in Wasser nicht wirklich den Geschmack einer guten Tasse Tee hervorzaubern.
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Indien
Vielleicht hat ein Inder den Tee erfunden! Im 6. Jahrhundert meditierte Bodhidarma,
der erste buddhistische Missionar in China, neun Jahre lang vor einer Felswand.
Die Nächte verbrachte er mit religiösen Übungen. Irgendwann hat
ihn dieser Zeitvertreib wohl gelangweilt, jedenfalls schlief er eines Nachts ein.
Wutentbrannt über seine menschliche Schwäche riss er sich am anderen
Morgen beide Augenlider aus und warf sie auf die Erde. Die Lider schlugen Wurzeln
heraus wuchsen zwei immergrüne Teesträucher. Der Missionar kostete
davon und war begeistert, denn seine Müdigkeit war verflogen.
Bodhidarma
ist keineswegs erfunden, sondern es hat ihn wirklich gegeben. Der Rest der Geschichte
ist allerdings sehr zweifelhaft obwohl in Japan der Tee und das Augenlid
mit demselben Schriftzeichen wiedergegeben werden.
Wahrheit Die
wahre Geschichte des Tees? Tee ist älter als die japanischen Schriftzeichen.
Man kann ziemlich sicher sagen, dass sich die Geschichte des Tees während
der ersten 3.000 Jahre auf China beschränkte. Nirgendwo sonst wurden nämlich
wilde Teesträucher entdeckt.
400 Jahre v. Chr. boten die Chinesen
ihren Gästen Tee an, zu Zeiten des großen Gelehrten Laotse. Vorher
war er als Heilmittel bekannt. Die bewährte Methode, die Blätter mit
Wasser aufzubrühen, entstand aber erst viel später, in der Ming-Dynastie
(1368-1644). Die Wurzeln des Tees sind unzweifelhaft in China zu suchen.
Die Chinesen hüteten lange die Geheimnisse des goldenen, wohltuenden Getränks,
bevor der Tee im 7. bis 9. Jahrhundert auch in Tibet, Korea und Japan bekannt
wurde. Europa kam im 17. Jahrhundert auf den Geschmack. Die Niederländer
importierten 1606 die erste Lieferung Tee mittels ihrer Ostindischen Compagnie
nach Amsterdam. Allerdings dauerte es Monate, bis die begehrte Ware aus den Anbaugebieten
am Zielort eintraf. Das machte Tee so rar wie kostspielig. Die Chinesen
hatten, als einziger Teeproduzent, lange ein Monopol auf den Handel mit Tee. 1669
schaltete sich ein Land massiv in den Teehandel ein, das heute noch den Welthandel
mit Tee beherrscht: England. Die East India Company brach das chinesische Monopol,
öffnete neben Kanton mehrere Handelshäfen und hielt ihr Monopol bis
1833. Die Briten unternahmen um sich von China unabhängig zu
machen eigene Anbauversuche in ihren indischen Kolonien, nachdem Versuche
auf heimischem Boden unter englischem Klima kläglich gescheitert waren. 1840
kamen die ersten Teeproben aus Indien in London an und erfreuten sich allgemeiner
Beliebtheit. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden auch in Deutschland
erste Teegeselligkeiten oder literarische Teetische. Der
Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe lud beispielsweise zum großen
Tee ein.
Der berühmte Fünfuhrtee wurde in den dreißiger
Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt, als Cafés und Salons der großen
Hotels Tanztee-Veranstaltungen mit Gebäck gaben. |
Gewinnung Der erste James Bond war im Auftrag des Tees unterwegs. Er
hieß Robert Fortune, war britischer Botaniker und schlich sich als Kaufmann
verkleidet in die chinesischen Teegärten ein. Die Engländer hatten in
ihren Kolonien Tee angebaut, waren aber in puncto Manufaktur völlig ratlos.
Also setzten sie kurzerhand Industriespionage ein, um sich das nötige Know-how
zu verschaffen.
Heute wird schwarzer Tee auf der ganzen Welt mit den gleichen
traditionellen Arbeitsschritten hergestellt, wie die Engländer sie in ihren
Kolonien einführten.
Die Arbeitsschritte
der orthodoxen Teeproduktion heißen Pflücken,
Welken, Rollen,
Fermentieren, Trocknen,
Sortieren und werden weitgehend
noch mit der Hand durchgeführt. Die CTC-Methode ist nach drei Vorgängen
benannt, die nach dem Welken in einem erledigt werden: Crushing (Zermalmen), Tearing
(Zerreißen) und Curling (Rollen). Die LTP-Produktion geht auf den Lawrie-Tea-Processor
zurück, eine nach seinem Erfinder benannte Maschine zur Zerkleinerung der
Teeblätter. Bei dieser Methode entstehen nur die Blattgrade Fannings und
Dust.
Die orthodoxe Teeproduktion: Nach
dem Pflücken wird die Ernte in der Fabrik zum Welken ausgebreitet. Die Blätter
verlieren dabei 30 Prozent ihrer Feuchtigkeit und werden geschmeidig. Beim anschließenden
Rollen werden die Blätter an der Oberfläche aufgerissen, und ihr Zellsaft
tritt in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft. | |
Teeblätter
beim Welken in einer Teefabrik.
Mit der Fermentation schwarzer Tees beginnt ein natürlicher Vorgang: Der
Sauerstoff verbindet sich mit den Zellsäften und löst eine "Gärung"
aus. Der Tee wird kupferfarben, und sein Aroma verändert sich. Je länger
der Tee fermentiert, desto stärker wird sein Aroma. Das Trocknen erfolgt
in einem Heißlufttrockner. Der Tee verliert dabei fast seine gesamte Feuchtigkeit
und erhält seine dunkle Farbe. Bevor der Tee versandfertig in die Kisten
kommt, wird er sortiert, und zwar nach den verschiedenen Blattgraden "Ganzes
Blatt", "Broken", "Fannings" und "Dust". | Teeblätter
beim Welken |
Rollen
der TeeblätterDie orthodoxe ist übrigens die einzige Methode, bei der
Blatt-Tees entstehen. Aus vier Kilo gepflücktem Blatt wird ca. ein Kilo schwarzer
Tee hergestellt. Die CTC-Methode: Die
Teeblätter werden nach dem Pflücken durch Walzen regelrecht "zermanscht".
Die dabei austretende Flüssigkeit wird nach dem Vorgang, der auch mehrmals
wiederholt werden kann, | Rollen
der Teeblätter |
wieder zugefügt. Dann wird der Tee fermentiert, getrocknet und sortiert. Das
Ergebnis ist ein schnell abgießender Tee: "Quickbrew".
Besonders
populär ist die CTC-Methode durch das Aufkommen des Beuteltees geworden,
da hauptsächlich kleinere Blattgrade wie Fannings und Dust entstehen. In
Afrika wird heute überwiegend diese Produktionsmethode angewandt. |
Ginkgo:
Der Ginkgobaum als die angeblich älteste
Baumart hat seinen Ursprung in China und erlangt zurzeit als eine seit Jahrhunderten
bekannte Heilpflanze neue Berühmtheit. Dem Ginkgo wird nachgesagt, dass er
durch seine durchblutungsfördernde Wirkung positiven Einfluss auf Gedächtnis
und Konzentration hat.
GFOP:
Golden Flowery Orange Pekoe. Indische Bezeichnung für Blatt-Tee der dritten
Sortierungsstufe.
Golden:
Hinweis auf goldbraune Spitzen (Tips). Diese Bezeichnung wird nur bei Darjeeling-
bzw. Assam-Blatt-Tees verwendet (Golden Flowery Orange Pekoe).
Grobschnitt:
Verarbeitungsverfahren, das bei Früchte- und Kräutertees angewendet
wird. Die Pflanzenteile werden auf eine einheitliche Größe zurückgeschnitten.
Für losen Teeaufguss.
Grüner
Tee:
Unfermentierter Tee; in China, Japan und Taiwan die verbreitetste
Sorte (höchster Vitalstofferhalt).
Grüner
Tee wird aus der gleichen Teepflanze gewonnen wie der schwarze Tee. Das Geheimnis
liegt einzig und allein in der etwas anderen Herstellungsmethode. Da der Grüntee
nicht fermentiert wird, bleibt die kupferrote Färbung aus.
Wichtige
Sorten aus China und Japan sind:
Chun
Mee
Chun Mee heißt ein Blatt-Tee, der vorwiegend in China, aber
auch in Taiwan und Indonesien produziert wird. Meist von einfacher Qualität,
mittlerweile aber auch in feineren Standards mit dunkel- oder hellgrünem
Blatt erhältlich. Chun Mee schmeckt nur wenig bitter und hat einen charakteristischen
Eigengeschmack (ähnlich Gunpowder).
Gunpowder
Stammt
aus China und Taiwan. Gunpowder heißt übersetzt Schießpulver,
weil er aus kleinen, zu Kugeln gerollten Teeblättern besteht. Sie entfalten
sich bei der Zubereitung wie Blüten. Diese Sorte hat einen herb-kräftigen
Geschmack und eine blumige Note. Gunpowder aus Taiwan ist leichter und süßer
als chinesischer. In Marokko dient er als Basis für den berühmten Tee
à la menthe.
Lung
Ching
Ein erlesener, chinesischer Tee, der aus langen, gepressten Blättern
besteht. Er hat einen smaragdgrünen Aufguss, ein frisch duftendes, erdiges
Aroma und einen weichen, leicht süßlichen Geschmack. Die besseren Qualitäten
werden nach einer mehr als 1000-jährigen Tradition vollkommen von Hand hergestellt.
Speziell an heißen Tagen hat Lung Ching einen kühlenden Effekt.
Sencha
Die
meistgetrunkene Sorte Japans, erhältlich in unterschiedlichen Qualitäten
(Superior, Medium, Low). Die Blätter werden gepresst und sehen aus wie Gras.
Sencha hat zwar einen typischen, herben Geschmack, überrascht aber gleichzeitig
durch eine Spur von Süße. Im Aufguss ist er grün-gelblich. Generell
gilt: Je dunkelgrüner die Blätter, desto besser der Tee. Sencha wird
auch in Taiwan hergestellt.
Bancha
Aus
groben, strohigen Blättern. Sie werden erst am Ende einer Saison geerntet.
Darum sind sie dicker, faseriger und enthalten weniger Koffein als die anderer
Sorten. Bancha ist der traditionelle Tee der Makrobiotik, einer japanischen Ernährungslehre.
Er hat einen typischen, leichten Geschmack. Es gibt ihn auch geröstet, dann
heißt er Hojicha.
Matcha
Ein
japanischer Pulvertee. Aus Blättern hergestellt, die im Schatten wachsen.
Matcha ist der klassische Tee der religiösen Teezeromonie mit
bestimmten Utensilien: Das Pulver und Wasser werden in einer Schale mit einem
Bambusbesen vermengt und geschlagen. Dieser stark anregende Tee hat einen konzentrierten
und herben Geschmack.
Gunpowder:
Schießpulver. Grüner Tee, dessen Blatt kugelförmig
gerollt ist.
Grüner Tee - Aufguss
Tee ist in erster Linie Geschmackssache. Und Geschmack
hängt neben der Wahl einer feinen Teesorte von einer guten Methode der Zubereitung
ab.
Grüner Tee lässt sich in ein paar simplen Schritten zubereiten.
Der
erste Aufguss für den Geschmack ...
Wasser sprudelnd aufkochen,
leicht abkühlen lassen und in die Teekanne gießen. So wird die Kanne
vorgewärmt. Das Wasser in die Schalen gießen, um auch diese vorzuwärmen.
Der
zweite Aufguss für den Genuss ...
Tee in die Teekanne geben. Am
besten, Sie richten sich in puncto Dosierung nach den Packungsangaben von Meßmer.
Als Faustregel gilt: Grünen Tee immer schwächer dosieren als schwarzen.
Der
dritte Aufguss für das Auge ...
Tee mit heißem Wasser übergießen.
Die richtige Wassertemperatur ist bei der Zubereitung von Grüntee sehr wichtig!
Lassen Sie das Wasser nach dem Kochen kurz abkühlen, damit der Tee nicht
verbrennt. Die Ziehdauer des Tees hängt von der Sorte ab.
Sehr
feine Sorten brauchen nur ein bis eineinhalb Minuten, normaler Grüntee drei
Minuten.
Der
vierte Aufguss für die Entspannung ...
Das Vorwärmwasser aus
den Schalen gießen, den Tee in die Schalen geben.
Ein kleiner Trick:
Wenn Sie alle Tassen erst zur Hälfte eingießen und dann auffüllen,
erhält der Tee ein gleichmäßiges Aroma. Grüntee schmeckt
besonders gut aus feinen Porzellanschalen. Wenn Sie also regelmäßig
grünen Tee genießen, sollten Sie sich ein japanisches oder chinesisches
Teeservice gönnen.
Grüner
Tee - Wirkung - schwarzer, grüner, weißer Tee
Die Liste der
Inhaltsstoffe im grünen, schwarzen und weißen Tee ist sehr umfangreich.
Der Verbraucher kennt die meisten Substanzen von anderen Genuss- oder Lebensmitteln,
wie zum Beispiel das Koffein, früher auch Tein genannt. Es handelt sich dabei
um die chemisch identische Substanz.
Das Koffein
im Tee hat allerdings andere Wirkungen als das Koffein im Kaffee. Koffein im Kaffee
wird vom Körper sehr schnell und in höherer Menge aufgenommen. Die Aufnahme
von Koffein aus dem Tee erfolgt dagegen langsamer, und die aufmunternde Wirkung
hält somit länger vor. Allerdings wirkt schwarzer oder grüner Tee
nur aufmunternd, wenn Sie ihn maximal drei bis vier Minuten ziehen lassen. Anstatt
Herz und Kreislauf stark zu beeinflussen, regt es die Durchblutung und den Stoffwechsel
des Gehirns sanft an. Somit wirkt sich der Genuss
von Tee positiv auf das Gehirn und zentrale Nervensystem aus. Kurz: Eine Tasse
Tee zur rechten Zeit verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit bzw. intellektuelle
Leistung.
Zudem ist der Koffeingehalt
in einer Tasse Kaffee um ca. 50 Prozent höher als im Tee.
Ziehzeiten
über vier Minuten führen dazu, dass sich Koffein an Gerbstoffe im Tee
bindet und somit für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Tee wirkt
dann nicht mehr anregend,
sondern beruhigend auf den
Magen- und Darmtrakt.
Weitere Inhaltsstoffe
sind Gerbstoffe (Tannine), die die oben beschriebene beruhigende Wirkung auf den
Magen und Darm haben, und:
-
ätherische Öle (verantwortlich für Geruch und Geschmack)
-
Fluor (karieshemmend)
-
Kalium
(aktiviert körpereigene Enzyme)
-
Mangan (senkt den Blutzuckerspiegel)
-
Theophyllin (steigert die Kontraktionskraft des Herzens, wirkt gefäßerweiternd,
-
-
entwässernd)
-
Theobromin (wirkt entwässernd)
-
Vitamine (B-Vitamine, steigern die Vitalität)
Besonders grünen
Teesorten wird seit Jahrtausenden eine immense Heilwirkung nachgesagt.

Edgar
Wallace überquerte niemals den Ärmelkanal ohne eine silberne Teemaschine
mit allen nötigen Utensilien. Der Meister des Kriminalromans konnte offensichtlich
ohne Tee keine gescheite Story aushecken. Wir vermuten, dass Mr. Wallace schwarzen
Tee bevorzugte. Aber im Gegensatz zum Kaffee gibt es keine Belege, dass zu viel
Tee - von welcher Sorte auch immer - schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit
haben könnte.
Die Hauptwirkstoffe im grünen,
schwarzen und weißen Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Diese variieren
jedoch sehr. So ist der Koffeingehalt im Durchschnitt in schwarzem Tee niedriger
als in grünem. Das Koffein im Tee gilt wie schon beschrieben
als sehr förderlich für die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit,
was Mr. Wallaces Vorliebe für Tee erklären dürfte.
Des
Weiteren variieren auch die Gehalte an Gerbstoffen sehr. Diese Gerbstoffe sind
deshalb so interessant, weil sie in den letzten Jahren durch massive Forschungsergebnisse
für den hohen gesundheitlichen Nutzen von Tee verantwortlich gemacht werden.
Eine besondere Stoffgruppe der Gerbstoffe, die Polyphenole bzw. Flavonoide,
finden hier große Beachtung.
Diverse
Untersuchungen lassen die Vermutung zu, dass diese Polyphenole in hohem Maße
Sauerstoffradikale unschädlich machen können. Genauer gesagt, Sauerstoffradikale
entstehen im Körper des Menschen auf natürliche Weise und werden vom
normal gesunden Körper auch unschädlich gemacht. Polyphenole helfen
aber genauso wie manche Vitamine (zum Beispiel E und C) dabei und unterstützen
somit den Körper bei dieser wichtigen Funktion. Werden Sauerstoffradikale
nicht unschädlich gemacht, können daraus auf Dauer Krebs, Herzkreislauferkrankungen
und auch vorzeitige Hautalterung resultieren. Eine besondere Bedeutung wird hier
EGCG (Epigallocatechingallat) beigemessen. Dieser Stoff kann Krebszellen in ihrem
Wachstum, die Blutgerinnung, das Virenwachstum sowie die Vermehrung von Mundbakterien
(Streptococcus mutans) hemmen. So ersetzt Tee zwar nicht die Zahnbürste,
unterstützt aber die Kariesvorbeugung auch durch den teilweise hohen Fluoridgehalt
gleich zweifach. Polyphenole hemmen außerdem die Bildung schädlicher
Cholesterine im Blut und stärken das Immunsystem. Die Chinesen sagen dem
Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nach.
Die Anteile von antioxidativ wirksamen Polyphenolen im Tee sind jedoch
sehr unterschiedlich verteilt. Den höchsten Polyphenolgehalt kann weißer
Tee vorweisen. Dieser liegt etwa doppelt so hoch wie im grünen Tee. Dieser
enthält wiederum höhere Anteile als schwarzer. Allerdings sind im schwarzen
Tee andere Flavonoide enthalten als im grünen und weißen. Das liegt
an der Fermentation des schwarzen Tees. Dadurch verbinden sich einige Flavonoide
miteinander. Wissenschaftler gehen davon aus, dass insgesamt etwa die gleiche
Menge an Flavonoiden sowohl bei Genuss des grünen als auch des schwarzen
Tees in den Körper gelangen. Lediglich bei weißem Tee geht man hier
von noch höheren Mengen aus.
Es
kann davon ausgegangen werden, dass alle drei Teearten (weiß, grün,
schwarz) antioxidative Wirkung haben, grüner und weißer Tee
jedoch wirksamer sind.
Grüner Tee - Zubereitung
Tee
ist in erster Linie Geschmackssache. Und Geschmack hängt neben der Wahl einer
feinen Teesorte von einer guten Methode der Zubereitung ab. Grüner Tee lässt
sich in ein paar simplen Schritten zubereiten.
Der
erste Aufguss für den Geschmack ...
Wasser sprudelnd aufkochen, leicht
abkühlen lassen und in die Teekanne gießen. So wird die Kanne vorgewärmt.
Das Wasser in die Schalen gießen, um auch diese vorzuwärmen.
Der
zweite Aufguss für den Genuss ...
Tee in die Teekanne geben. Am besten,
Sie richten sich in puncto Dosierung nach den Packungsangaben von Meßmer.
Als Faustregel gilt: Grünen Tee immer schwächer dosieren als schwarzen.

Der dritte Aufguss für das Auge ...
Tee
mit heißem Wasser übergießen. Die richtige Wassertemperatur ist
bei der Zubereitung von Grüntee sehr wichtig! Lassen Sie das Wasser nach
dem Kochen kurz abkühlen, damit der Tee nicht verbrennt. Die
Ziehdauer des Tees hängt von der Sorte ab. Sehr feine Sorten brauchen nur
ein bis eineinhalb Minuten, normaler Grüntee drei Minuten.
Der
vierte Aufguss für die Entspannung ...
Das Vorwärmwasser aus den
Schalen gießen, den Tee in die Schalen geben.
Ein kleiner Trick: Wenn
Sie alle Tassen erst zur Hälfte eingießen und dann auffüllen,
erhält der Tee ein gleichmäßiges Aroma. Grüntee schmeckt
besonders gut aus feinen Porzellanschalen. Wenn Sie also regelmäßig
grünen Tee genießen, sollten Sie sich ein japanisches oder chinesisches
Teeservice gönnen.