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dieser Seite: Samowar, Second, Flush, Sencha, Souchong, Sowmee,
Samowar
In
Russland, der Türkei und im Iran übliches Heißwassergerät
für die Teezubereitung. Schwarzer Tee: Nach dem Welken mehrfach gerolltes,
nachfermentiertes Blatt, sortiert in diverse Blattgrade (OP usw.)
Schattentee
Japanische
Spezialität, ein unter unter Bambusdächern gezogener Tee.
Schwarzer
Tee - Tee Sorten
Schwarzer
Tee wird aus dem Teestrauch (Camellia
Sinensis) gewonnen, einem Baumgewächs, das zur Gattung der Kamelien gehört.
Er ist eine immergrüne Pflanze mit gezahnten, dunklen, lederartigen Blättern.
Neue Pflanzen werden meist aus Stecklingen ertragreicher Mutterbüsche gezogen.
Nach vier bis fünf Jahren liefern sie die erste volle Ernte. Botanisch unterscheidet
man zwei Ur-Teepflanzen:
Chinesischer
Tee (Thea Sinensis) Die Pflanze wächst
in gemäßigten Klimazonen und wird ohne Beschneiden höchstens drei
bis vier Meter hoch. Sie liefert kleine, hocharomatische Blätter aus denen
man hochwertigen Tee gewinnt.
Assam-Tee
(Thea Assamica) Wild wachsend erreicht das Tropengewächs bis zu 20
Meter Höhe. Die Pflanze liefert große, breite und robuste Blätter,
die zu Tee mittlerer Qualität verarbeitet werden.
Diese
beiden Stammpflanzen wurden immer wieder gekreuzt, um aromatische und vor allem
widerstandsfähige Sorten zu erhalten. Aroma und Güte des Tees werden
durch viele Faktoren bestimmt: Pflanze, Anbaugebiet, Klima, Bodenbeschaffenheit,
Erntezeit und Verarbeitung, um nur die wichtigsten zu nennen. Von besonderer Bedeutung
ist das Anbaugebiet mit seinen jeweiligen Sorten. Als Faustregel gilt: Je höher
es liegt, desto besser und wertvoller ist der Tee.
Wichtige
Sorten des schwarzen Tees sind
Darjeeling
First Flush Aus Darjeeling im Norden Indiens kommen die schwarzen
Tees mit feinem und frisch-blumigem Aroma. Der First Flush ist der erste Tee,
der dort nach der Winterpause ab Februar/März geerntet wird. Der Frischling
unter den Darjeelings schmeckt leicht, hat ein bezaubernd blumiges Aroma und besitzt
im Unterschied zum Second Flush eine kleine Spur Bitterkeit. Sein Aufguss ist
heller als der des Second Flush. Der First Flush wird auch als Flugtee bezeichnet,
weil er oft per Luftfracht im Frühling nach Europa gebracht wird. | |
Darjeeling
First Flush Aus Darjeeling im Norden Indiens kommen die schwarzen Tees
mit feinem und frisch-blumigem Aroma. Der First Flush ist der erste Tee, der dort
nach der Winterpause ab Februar/März geerntet wird. Der Frischling unter
den Darjeelings schmeckt leicht, hat ein bezaubernd blumiges Aroma und besitzt
im Unterschied zum Second Flush eine kleine Spur Bitterkeit. Sein Aufguss ist
heller als der des Second Flush. Der First Flush wird auch als Flugtee bezeichnet,
weil er oft per Luftfracht im Frühling nach Europa gebracht wird.
Darjeeling
Second Flush Diese Tees aus der zweiten Pflückperiode, die von Mitte
Mai bis Ende Juni währt, gehören zu den größten und erfüllendsten
Geschmackserlebnissen, die schwarzer Tee zu bieten hat. Der edle Duft, den dieser
Tee verströmt, betört die Sinne. Seine leuchtend braune Aufgussfarbe
ist ein Genuss für die Augen. Der Second Flush hat ein feines, nuancenreiches,
königliches Aroma, schmeckt manchmal nussig und interessant herb. Sein hocharomatisches
Muscatel-Flavour setzt Kenner in Verzückung.
Darjeeling
Autumnal Autumnal ist englisch und bedeutet herbstlich. Damit
werden die Tees bezeichnet, die von Oktober bis November, also bis zum Ende der
Erntezeit, in Darjeeling gepflückt werden. Mit grünen, braunen und schwarzen
Teeblättern hat der Autumnal das bunteste und schönste Teekorn, das
einem beim schwarzen Tee begegnet. Der Autumnal erreicht nicht ganz die Aromafülle
eines Second oder First Flush. Er hat einen leichten, feinen Geschmack. Im Unterschied
zum First Flush zeigt er im Abgang keine bittere Note.
Assam
Dieser schwarze Tee aus dem gleichnamigen Anbaugebiet Nordindiens, das das größte
zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt darstellt, zählt zu den kräftigsten
schwarzen Tees. Sein Geschmack ist würzig, voll und rund, oft hat er eine
malzige Note. Der Assam-Tee ist Hauptgrundlage der klassischen ostfriesischen
Teemischung. Zucker und Milch oder Sahne passen sehr gut zum Assam.
Ceylon
Aus der einstigen Kaffeeinsel ist eine Teeinsel geworden, deren Ausfuhr heute
nach Indien und vor China die zweitgrößte ist. Der Tee wächst
in drei verschiedenen Höhenlagen, hat ein spezielles Aroma und einen sympathischen
herben Geschmack. Farblich liegt er zwischen Darjeeling und Assam. In der Fachsprache
heißt es poetisch: Er steht golden in der Tasse.
Keemun
Der schwarze Tee aus China enthält von Natur aus weniger Koffein und Gerbstoffe.
Er ist daher sehr magenfreundlich und somit gut für den Genuss am Abend geeignet.
Er hat einen zarten, milden, leichten Geschmack und ein volles, blumiges Flavour,
das auch als Orchideenaroma bezeichnet wird. Er besteht meist aus einem gleichmäßigen,
fein verarbeiteten Blatt. Dieser Tee wird in edlen Qualitäten als Keemun
Imperial und in einfacheren Qualitäten als Keemun Congou
angeboten.
Yunnan
Der schwarze Tee stammt aus der gleichnamigen Provinz im Südwesten Chinas.
Typisch sind für ihn seine erdige Note und sein volles Aroma. Er enthält
meist viele Tips (Blattspitzen) und hat eine sanfte braune Aufgussfarbe. Im Aussehen
des Teekorns und der Aufgussfarbe ähnelt er etwas dem Assam. Es gibt auch
einen grünen Yunnan. Er hat ebenfalls eine erdige Note und schmeckt für
einen grünen Tee nur wenig herb.
Java
Der Tee von der indonesischen Insel Java ist bei uns als Teesorte wenig bekannt,
weil er wegen relativ gleichbleibender Qualität oft für Blends (Mischungen
mehrerer Teesorten) verwendet und nur selten unvermischt im Teehandel angeboten
wird. Java-Tee schmeckt kräftig und pikant, hat aber kein sehr nuancenreiches
Aroma. Die besten Qualitäten werden während der Trockenzeit von Mitte
Juni bis Oktober geerntet. Milch und Zucker passen ausgezeichnet zu ihm.
Schwarzer
Tee - Wirkung - schwarzer, grüner, weißer Tee
Die Liste der
Inhaltsstoffe im grünen, schwarzen und weißen Tee ist sehr umfangreich.
Der Verbraucher kennt die meisten Substanzen von anderen Genuss- oder Lebensmitteln,
wie zum Beispiel das Koffein, früher auch Tein genannt. Es handelt sich dabei
um die chemisch identische Substanz.
Das Koffein im Tee hat allerdings andere Wirkungen als das Koffein im Kaffee. Koffein im Kaffee
wird vom Körper sehr schnell und in höherer Menge aufgenommen. Die Aufnahme
von Koffein aus dem Tee erfolgt dagegen langsamer, und die aufmunternde Wirkung
hält somit länger vor. Allerdings wirkt schwarzer oder grüner Tee
nur aufmunternd, wenn Sie ihn maximal drei bis vier Minuten ziehen lassen. Anstatt
Herz und Kreislauf stark zu beeinflussen, regt es die Durchblutung und den Stoffwechsel
des Gehirns sanft an. Somit wirkt sich der Genuss
von Tee positiv auf das Gehirn und zentrale Nervensystem aus. Kurz: Eine Tasse
Tee zur rechten Zeit verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit bzw. intellektuelle
Leistung. Zudem ist der Koffeingehalt
in einer Tasse Kaffee um ca. 50 Prozent höher als im Tee.
Ziehzeiten über vier Minuten führen dazu, dass sich Koffein an Gerbstoffe im Tee
bindet und somit für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Tee wirkt
dann nicht mehr anregend,
sondern beruhigend auf den
Magen- und Darmtrakt.
Weitere Inhaltsstoffe
sind Gerbstoffe (Tannine), die die oben beschriebene beruhigende Wirkung auf den
Magen und Darm haben, und:
-
ätherische Öle (verantwortlich für Geruch und Geschmack)
-
Fluor (karieshemmend)
-
Kalium
(aktiviert körpereigene Enzyme)
-
Mangan (senkt den Blutzuckerspiegel)
-
Theophyllin (steigert die Kontraktionskraft des Herzens, wirkt gefäßerweiternd,
-
entwässernd)
-
Theobromin (wirkt entwässernd)
-
Vitamine (B-Vitamine, steigern die Vitalität)
Besonders grünen
Teesorten wird seit Jahrtausenden eine immense Heilwirkung nachgesagt.
Edgar
Wallace überquerte niemals den Ärmelkanal ohne eine silberne Teemaschine
mit allen nötigen Utensilien. Der Meister des Kriminalromans konnte offensichtlich
ohne Tee keine gescheite Story aushecken. Wir vermuten, dass Mr. Wallace schwarzen
Tee bevorzugte. Aber im Gegensatz zum Kaffee gibt es keine Belege, dass zu viel
Tee - von welcher Sorte auch immer - schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit
haben könnte.
Die Hauptwirkstoffe im grünen,
schwarzen und weißen Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Diese variieren
jedoch sehr. So ist der Koffeingehalt im Durchschnitt in schwarzem Tee niedriger
als in grünem. Das Koffein im Tee gilt wie schon beschrieben
als sehr förderlich für die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit,
was Mr. Wallaces Vorliebe für Tee erklären dürfte.
Des
Weiteren variieren auch die Gehalte an Gerbstoffen sehr. Diese Gerbstoffe sind
deshalb so interessant, weil sie in den letzten Jahren durch massive Forschungsergebnisse
für den hohen gesundheitlichen Nutzen von Tee verantwortlich gemacht werden.
Eine besondere Stoffgruppe der Gerbstoffe, die Polyphenole bzw. Flavonoide,
finden hier große Beachtung.
Diverse
Untersuchungen lassen die Vermutung zu, dass diese Polyphenole in hohem Maße
Sauerstoffradikale unschädlich machen können. Genauer gesagt, Sauerstoffradikale
entstehen im Körper des Menschen auf natürliche Weise und werden vom
normal gesunden Körper auch unschädlich gemacht. Polyphenole helfen
aber genauso wie manche Vitamine (zum Beispiel E und C) dabei und unterstützen
somit den Körper bei dieser wichtigen Funktion. Werden Sauerstoffradikale
nicht unschädlich gemacht, können daraus auf Dauer Krebs, Herzkreislauferkrankungen
und auch vorzeitige Hautalterung resultieren. Eine besondere Bedeutung wird hier
EGCG (Epigallocatechingallat) beigemessen. Dieser Stoff kann Krebszellen in ihrem
Wachstum, die Blutgerinnung, das Virenwachstum sowie die Vermehrung von Mundbakterien
(Streptococcus mutans) hemmen. So ersetzt Tee zwar nicht die Zahnbürste,
unterstützt aber die Kariesvorbeugung auch durch den teilweise hohen Fluoridgehalt
gleich zweifach. Polyphenole hemmen außerdem die Bildung schädlicher
Cholesterine im Blut und stärken das Immunsystem. Die Chinesen sagen dem
Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nach.
Die
Anteile von antioxidativ wirksamen Polyphenolen im Tee sind jedoch sehr unterschiedlich
verteilt. Den höchsten Polyphenolgehalt kann weißer Tee vorweisen.
Dieser liegt etwa doppelt so hoch wie im grünen Tee. Dieser enthält
wiederum höhere Anteile als schwarzer. Allerdings sind im schwarzen Tee andere
Flavonoide enthalten als im grünen und weißen. Das liegt an der Fermentation
des schwarzen Tees. Dadurch verbinden sich einige Flavonoide miteinander. Wissenschaftler
gehen davon aus, dass insgesamt etwa die gleiche Menge an Flavonoiden sowohl bei
Genuss des grünen als auch des schwarzen Tees in den Körper gelangen.
Lediglich bei weißem Tee geht man hier von noch höheren Mengen aus.
Es
kann davon ausgegangen werden, dass alle drei Teearten (weiß, grün,
schwarz) antioxidative Wirkung haben, grüner und weißer Tee
jedoch wirksamer sind.
Shanghai - Tee Häuser - China
Shanghai Old Shanghai Tea House
In den Straßen Shanghais sieht man Arbeiter ein Glas Tee trinken, während auf der anderen Seite die Feinschmecker unter den Teetrinkern einen ganz besonderen Genuss in speziellem Ambiente fordern. Dieser wird zum Beispiel in zwei besonders erlesenen alten Teehäusern Shanghais auf der Südseite des Yu Yuan in der alten Antiquitätenstraße Shanghais angeboten:
Old Shanghai Tea House
385 Fangbang Zhong Lu - Shanghai
Bao Li Shu Wu
452 Fangbang Zhong Lu - Shanghai
|
Shanghai Old Shanghai Tea House- China |
Sidar
Bezeichnung für einen indischen den Vorarbeiter, der je nach Plantage
20-60 Pflückerinnen beaufsichtigt. Ein Sidar prüft die Sorgfalt der
Pflückung regelmäßig vor dem Wiegen.
Spring
Tea
Frühlingstee, erste Pflückung des Jahres
Sri Lanka - Tee GärtenCeylon,
oder heute Sri Lanka, hat eine vergleichsweise kurze, aber dafür sehr erfolgreiche
Tradition in Sachen Tee vorzuweisen. Der Engländer James Taylor ließ
vor 130 Jahren den ersten Tee anbauen, als die Kaffeepest im Jahre 1867 die riesigen
Kaffeeplantagen und somit auch die Lebensgrundlage der Bewohner vernichtete. Heute
lebt die ganze Insel praktisch vom Tee - als der Welt größter Tee-Exporteur.
Sri Lankas Plantagen sind verhältnismäßig klein;
die meisten findet der Besucher im Südwesten der Insel, die im Indischen
Ozean der östlichen Seite der Südspitze Indiens vorgelagert ist. Wie
gewohnt liegen auch hier die besten Gärten in einer luftigen Höhe von
1.000 bis 2.000 Metern.
Ceylon-Tees zeichnen sich durch ihre kräftig-herbe
Frische aus. Der Teekenner würde sie mit einem besonders poetisch klingenden
Fachausdruck beehren: "Der Tee steht golden in der Tasse." |
 Teepflückerinnen
in Sri Lanka
 Teegarten
in Sri Lanka
|
Stalks
Als
Stalks bezeichnet man die bei der Produktion nicht aussortierten kleinen Stöckchen
und Äste, die mitgeerntet wurden. Der japanische Kukicha besteht nur aus
Stalks, die vor dem Genuss geröstet werden.
Schwarzer
Tee - Zubereitung
Sie kön
nen
Ihren Tee mit der Goldwaage abwiegen, eine Kanne zum Aufbrühen und eine andere
zum Abgießen nehmen, Ihre Lieblingssorte auf Wasserhärte und Chlorgehalt
abstimmen aber Sie müssen nicht. Perfekter Teegenuss hängt nämlich
von ein paar ganz simplen Regeln ab.
Bei einem erhöhten Chlorgehalt Ihres Trinkwassers können Sie das Wasser
ca. eine Minute kochen lassen. So verflüchtigt sich das Chlor zum großen
Teil. Bei einem hohen Härtegrad können Sie das Wasser mit einem Wasserfilter
enthärten. Beide Maßnahnmen wirken sich definitiv positiv auf die Qualität
Ihres Teeaufgusses aus.
Sie brauchen des Weiteren
guten Tee, der aber nicht unverschämt teuer sein muss. Bewahren Sie ihn in
einer luftdicht verschließbaren Dose auf, damit das feine Aroma erhalten
bleibt. Die Faustregel bei der Teemenge heißt immer: ein Teelöffel
oder ein Beutel pro Tasse. Für die ganz genauen Genießer gibt es Teewaagen
mit den Richtwerten: 1,5-2 g pro Tasse. Achtung: Kleinblättrige Tees sind
ergiebiger als Blatt-Tees!
Verwenden
Sie immer frisch kochendes Wasser, um Tee aufzubrühen!
Ihre
Teekanne sollte idealerweise aus Steingut, Porzellan oder Glas sein. Ob man sie
vorwärmen muss, ist strittig. Diese Regel kommt aus der Zeit, als es üblich
war, Metallkannen vorzuwärmen. Und nach Möglichkeit sollten Sie heute
nicht mehr zur Metallkanne greifen. Teekanne spülen oder nicht spülen?
Sie haben die Wahl, ob Sie Patina mögen oder nicht. Die Ziehdauer Ihres Tees
richtet sich nach der angestrebten Wirkung: Wenn Sie angeregt werden möchten,
lassen Sie Ihren Tee drei Minuten ziehen. Beruhigend wirkt er nach fünf Minuten.
Achtung: Nach mehr als fünf Minuten wird Tee
meistens bitter!
Second
Flush
Sommer- und oft auch Regenzeitpflückungen
gröberen, fleischigen Blattes mit dunkler, kräftiger Tasse.
Sencha
Grüner
Tee aus Japan, Taiwan, China. Grünes, langes Blatt, dünne Tasse. sf
= super fancy: Ein fTGFOP, besonders gut gearbeitet, zum Beispiel mit Grünblatteinschuss
und spritziger Tasse.
Sencha
- Grüner Tee:
Unfermentierter Tee; in China, Japan und Taiwan
die verbreitetste Sorte (höchster Vitalstofferhalt).
Grüner
Tee wird aus der gleichen Teepflanze gewonnen wie der schwarze Tee. Das Geheimnis
liegt einzig und allein in der etwas anderen Herstellungsmethode. Da der Grüntee
nicht fermentiert wird, bleibt die kupferrote Färbung aus.
Wichtige
Sorten aus China und Japan sind:
Chun
Mee Chun Mee heißt ein Blatt-Tee, der vorwiegend in China, aber auch
in Taiwan und Indonesien produziert wird. Meist von einfacher Qualität, mittlerweile
aber auch in feineren Standards mit dunkel- oder hellgrünem Blatt erhältlich.
Chun Mee schmeckt nur wenig bitter und hat einen charakteristischen Eigengeschmack
(ähnlich Gunpowder).
Gunpowder
Stammt aus China und Taiwan. Gunpowder heißt übersetzt Schießpulver,
weil er aus kleinen, zu Kugeln gerollten Teeblättern besteht. Sie entfalten
sich bei der Zubereitung wie Blüten. Diese Sorte hat einen herb-kräftigen
Geschmack und eine blumige Note. Gunpowder aus Taiwan ist leichter und süßer
als chinesischer. In Marokko dient er als Basis für den berühmten Tee
à la menthe.
Lung
Ching Ein erlesener, chinesischer Tee, der aus langen, gepressten Blättern
besteht. Er hat einen smaragdgrünen Aufguss, ein frisch duftendes, erdiges
Aroma und einen weichen, leicht süßlichen Geschmack. Die besseren Qualitäten
werden nach einer mehr als 1000-jährigen Tradition vollkommen von Hand hergestellt.
Speziell an heißen Tagen hat Lung Ching einen kühlenden Effekt.
Sencha
Die meistgetrunkene Sorte Japans, erhältlich in unterschiedlichen
Qualitäten (Superior, Medium, Low). Die Blätter werden gepresst und
sehen aus wie Gras. Sencha hat zwar einen typischen, herben Geschmack, überrascht
aber gleichzeitig durch eine Spur von Süße. Im Aufguss ist er grün-gelblich.
Generell gilt: Je dunkelgrüner die Blätter, desto besser der Tee. Sencha
wird auch in Taiwan hergestellt.
Bancha
Aus groben, strohigen Blättern. Sie werden erst am Ende einer Saison geerntet.
Darum sind sie dicker, faseriger und enthalten weniger Koffein als die anderer
Sorten. Bancha ist der traditionelle Tee der Makrobiotik, einer japanischen Ernährungslehre.
Er hat einen typischen, leichten Geschmack. Es gibt ihn auch geröstet, dann
heißt er Hojicha.
Matcha
Ein japanischer Pulvertee. Aus Blättern hergestellt, die im Schatten wachsen.
Matcha ist der klassische Tee der religiösen Teezeromonie mit
bestimmten Utensilien: Das Pulver und Wasser werden in einer Schale mit einem
Bambusbesen vermengt und geschlagen. Dieser stark anregende Tee hat einen konzentrierten
und herben Geschmack.
Gunpowder:
Schießpulver. Grüner Tee, dessen Blatt kugelförmig
gerollt ist.
Souchong
Grobes
viertes und älteres (minderwertiges) Unterblatt des Teestrauches.
Sowmee
Grüner
Tee aus China, Taiwan, Japan, Indien, Sri Lanka. Offenes, unregelmäßiges
Blatt, teilweise Off-grades der grünen Teeproduktion.