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Java,
Tannin
Gerbstoff.
Tasse
Bezeichnung
für die Farbe und das Aroma des aufgegossenen Tees.
Tea-Tasting Englischer
Begriff für die Teeprobe. Der Tea-Taster ist ein professioneller Teeverkoster,
der auch Mischungen vornimmt.
Tee
Beutel Es wird nach wie vor gerne behauptet, lose Tees in Broken- oder
Blattqualitäten, die in 100g-, 200g- oder 500g-Packungen verkauft und lose
zum Aufbrühen in der Kanne genutzt werden, seien besser als Teebeutelprodukte.
Mit diesem blanken Vorurteil können wir komplett aufräumen. Diverse
Blindverkostungen mit hochdekorierten Teespezialisten ergaben geschmacklich keinerlei
Unterschiede.
Der Grund dafür liegt darin, dass durch das Sieben
(letzter Produktionsschritt nach dem Trocknen) einer einheitlichen Teecharge (gemeinsame
Pflückung) in der Regel vier Blattgrößen ausgesiebt werden.
Während
die Qualitäten aus 1. und 2. in losem Tee Verwendung finden, werden 3. und
4. in Teebeuteln zum Einsatz kommen. Dust wird jedoch in MeßmerTees
nicht verwendet, da die feinsten Teeteilchen zu Schwierigkeiten in der Produktion
führen. Somit finden die unterschiedlichen Blattgrößen aus einer
Teecharge mit gleicher Ursprungsqualität eine unterschiedliche Verwendung.
Der Teebeutel genial und einfach
Die Legende sagt, dass der
erste Teebeutel 1904 erfunden wurde, als ein amerikanischer Teehändler einige
Warenproben in kleinen Seidenbeuteln an seine Kunden verschickte und diese den
Beutel überaus praktisch für seine Zubereitung fanden. Heute preisen
viele Teetrinker ihn als Wunderkind des Fortschritts und nur noch zehn Prozent
der Teetrinker trinken losen Blatt-Tee. 60 Prozent aller Schwarzteetrinker Deutschlands
verwenden Teebeutel. Tendenz stark steigend. Kein Wunder, denn man kommt damit
schnell und ohne große Umstände an jedem Ort, wo man Wasser kochen
kann, zu einer schönen Tasse Tee.
Meßmer-Teebeuteltees
enthalten schon seit jeher hochwertige Teequalitäten. Dass in einem Teebeutel
angeblich nur Tees von minderwertiger Qualität sind, ist ein extrem unzutreffendes
Vorurteil. Die Teerohwaren für losen Blatt- und Teebeuteltee stammen nämlich
sehr häufig aus der gleichen Pflückung und unterscheiden sich nur in
der Aussiebung. Kleinere Blattgrößen sind ideal für den Teebeutel,
da die kleineren Blatteinheiten dem heißen Wasser mehr Angriffsfläche
bieten und der Tee somit sein Aroma und seine Farbe schneller entfalten kann als
größere Blatt-Tees beim Aufgießen in der Kanne.
Tee
Ernte In den heiligen Gärten Chinas wird seit Jahrtausenden
die Tradition der kaiserlichen Pflückung gepflegt: Von der Teepflanze werden
die Knospe und das erste Blatt gepflückt. Beim Yin Zhen, einer kostbaren
weißen Teesorte, wird sogar nur die Knospe geerntet. Die kaiserliche
Pflückung war früher dem Tee des Kaisers vorbehalten. Nichts durfte
die Reinheit der Blätter von der Ernte bis zum Aufguss in des Kaisers Teeschale
beflecken. Jungfräuliche
Mädchen schnitten
behandschuht und mit goldenen Scheren die Knospen und legten sie zum Trocknen
in goldene Körbe.
Auch heute noch werden die weltweit besten Tees
einer Feinpflückung unterzogen: In zeitlich festgelegten Intervallen
werden die ersten zwei Blätter und eine Knospe entfernt two
leaves and a bud. Bei gewöhnlicheren Tees begnügt man sich mit
der Grobpflückung: Neben der Knospe werden bis zu fünf Blätter
gepflückt.
In der Erntezeit wird alle 10 bis 14 Tage Tee gepflückt.
So lange dauert es, bis wieder zwei Blätter und eine Knospe nachwachsen.
Der kostbare Yin Zhen (Silbernadeln) wird aber nur einmal im Jahr
geerntet. Und falls es an den besagten zwei Tagen windig ist oder regnet, wird
auf die Ernte verzichtet.
Tee
Gärten - Afrika Sollten Sie einmal die Gelegenheit haben, die fruchtbaren
Hügel Kenias zu bereisen, dann lassen Sie sich einen Besuch bei den ertragreichsten
Teegärten Afrikas nicht entgehen.
Teeplantage in Kenia In den höher
gelegenen Regionen Kenias liegen, einst von den Briten angelegt, rund 100 Teegärten,
die gemeinsam etwa 145.000 Tonnen Tee jährlich produzieren. Manche
sind
nur einen Steinwurf von der Stadtgrenze Nairobis entfernt. Afrika übt
sich erst kurz in der Teeproduktion: Die erste Teeauktion auf dem Kontinent fand
1957 in Nairobi statt. Besonders die Engländer und Iren lassen sich den frischen,
kräftigen Tee mit der leichten Zitrusnote schmecken.
Afrikanische Tees
werden hauptsächlich als Broken-Tees oder Fannings hergestellt, in der Regel
nach der CTC-Methode. So eignen sich die hergestellten Blattgrade gut für
Beuteltees. Neben Kenia gibt es noch Teegärten in Malawi, Uganda, Zimbabwe,
Ruanda und Mosambik, wo die Portugiesen Teeplantagen anlegten. Die Gärten
in Tansania und Kamerun gehen auf deutsche Kolonialherren zurück, und auch
in der Republik Südafrika werden kleinere Mengen Tee angebaut.
Tee
Gärten - Assam 200 Kilometer östlich von Darjeeling liegt
die Tiefebene von Assam, ein dünn besiedeltes, natürliches "Treibhaus"
- und ganz nebenbei der größte Tee-Erzeuger der Welt.
Teearbeiter
auf einer Plantage in Assam Im Jahre 1823 entdeckten Kolonialisten wilde, 20 Meter
hohe Assam-Teebäume, und seitdem bezeichnet Assam nicht nur ein Stückchen
Indien, sondern auch ein besonders
kräftiges, würziges Getränk.
Teebäume von derart stattlicher
Höhe gibt es heute auf Assams Plantagen nur noch als Schattenspender zwischen
den knapp ein Meter hohen Pflücktischen, wie der Fachmann die zurückgeschnittenen
Teesträucher bezeichnet. Oft sintflutartige Regenfälle von April
bis September und Temperaturen um 35 Grad Celsius schaffen ein wahres Paradies
für die Teestecklinge. Assams 2.000 Gärten, die manchmal 1.000 Hektar
groß sind, liefern inzwischen mehr als ein Drittel der 700.000 Tees, die
in Indien produziert werden.
Eine besonders bekannte Mischung mit typischen
Assam-Tees ist bei uns die Ostfriesische Mischung.
Tee
Gärten - Ceylon Ceylon, oder heute Sri Lanka, hat eine vergleichsweise
kurze, aber dafür sehr erfolgreiche Tradition in Sachen Tee vorzuweisen.
Der Engländer James Taylor ließ vor 130 Jahren den ersten Tee anbauen,
als die Kaffeepest im Jahre 1867 die riesigen Kaffeeplantagen und somit auch die
Lebensgrundlage der Bewohner vernichtete. Heute lebt die ganze Insel praktisch
vom Tee - als der Welt größter Tee-Exporteur.
Sri Lankas
Plantagen sind verhältnismäßig klein; die meisten findet der Besucher
im Südwesten der Insel, die im Indischen Ozean der östlichen Seite der
Südspitze Indiens vorgelagert ist. Wie gewohnt liegen auch hier die besten
Gärten in einer luftigen Höhe von 1.000 bis 2.000 Metern.
Ceylon-Tees
zeichnen sich durch ihre kräftig-herbe Frische aus. Der Teekenner würde
sie mit einem besonders poetisch klingenden Fachausdruck beehren: "Der Tee
steht golden in der Tasse."
Teepflückerinnen
in Sri Lanka
Teegarten
in Sri Lanka
Tee
Gärten - China China ist zweifellos das Ursprungsland des Tees.
Der nicht fermentierte grüne Tee wird von den Chinesen seit 5.000 Jahren
getrunken.
Heute ist China der weltweit zweitgrößte Teeproduzent
nach Indien. Neben den geheimen, "heiligen" Gärten, deren kostbare
Tees nicht käuflich zu erstehen sind, gibt es für den normalsterblichen
Teegenießer die Plantagen und Verarbeitungsstätten der Kooperativen.
Hier werden nummerierte Standardtees produziert. Diese unspektakuläre Variante
ist bei Käufern wegen ihrer absolut gleichbleibenden Qualität beliebt.
Die
ansonsten übliche Teeauktion ist in China unbekannt. Hier muss der Teekäufer
sich auf die Verhandlungsweise des Staates einstellen, wenn er Tee erstehen möchte.
Dazu kommt noch, dass der Käufer gute und langjährige Verbindungen zu
Teeproduzenten braucht, damit er als Geschäftspartner akzeptiert wird. Als
Lohn ist die Lieferung garantiert einwandfrei!
Der Handelsplatz für
Tee in China ist Guangzhou (Kanton), wo zweimal im Jahr eine Messe stattfindet.
Allerdings werden über zwei Drittel der erzeugten Teesorten nicht exportiert,
sondern im eigenen Land konsumiert.
China
ist zweifellos das Ursprungsland des Tees
Heute
ist China der weltweit zweitgrößte Teeproduzent nach Indien
Tee
Gärten - Darjeeling Im Nordosten Indiens, gut behütet in den
Bergen nahe dem kleinen Städtchen Darjeeling, wachsen in 2.000 Metern Höhe
die edelsten und berühmtesten schwarzen Tees der Welt.
Rund 70 Teegärten
gibt es an den Südhängen der Ausläufer des Himalaya-Gebirges, einige
davon umfassen über 500 Hektar sattgrüne Plantagenlandschaft.
Die
Plantagen Darjeelings produzieren jährlich 20.000 Tonnen schwarzen Tee, der
für sein mildes Flavour bekannt ist. Das sehr hügelige Terrain ist unwegsam
- Hänge mit einer Neigung von bis zu 45 Grad lassen keine maschinelle Pflückung
zu. Ein wahres Glück für Genießer, denn so sichert die Natur die
hohe Qualität der Darjeeling-Tees.
Ehemals von englischen Kolonialisten
angepflanzt, wird bis heute hauptsächlich China-Tee angebaut. Dieser ist
bei einer derartigen Höhenlage und einer entsprechenden Witterung vergleichsweise
kältebeständig und robust.
Tee
Gärten - Taiwan Auf Taiwan bauen kleine Familienbetriebe seit mehr
als 300 Jahren Tee an. Die Urpflanzen kamen aus China. Heute sind sowohl der Assam-Type
als auch der Chinese-Type auf den Plantagen vertreten. Das sehr günstige
Klima auf der gesamten Insel ist ein Garant für hochwertige Tees. Der Kenner
schätzt den halb fermentierten Oolong, eine Mischung zwischen schwarzem und
grünem Tee. Weitere Teesorten aus Taiwan sind der Pouchong-Tee, der oft mit Jasminölen und -blüten angereichert wird, und natürlich der schwarze Tee. Die
Taiwan-Tees kommen aus Kleinfabrikationen und sind ebenso teuer wie rar. Dazu
kommt noch, dass jeder ausländische Käufer zuerst einmal persönlich
die Produktionsstätte besuchen muss, um als Teekäufer anerkannt zu werden.
Tee
Gärten - Indonesien Frühmorgens, wenn über den sattgrünen,
vulkanischen Bergketten noch der Nebel hängt, wird auf Java schon fleißig
Tee geerntet.
Indonesien ist das Land der Blatt-Tees. Das günstige,
feuchtwarme Klima lässt das ganze Jahr hindurch Tee-Ernten zu, die weitgehend
nach der orthodoxen Methode verarbeitet werden. CTC-Maschinen gibt es erst seit
kurzer Zeit
Neben
Java wird seit dem 20. Jahrhundert auch auf Sumatra Teeanbau betrieben. Gute Java-Tees
sind mit Ceylon-Tees vergleichbar, Sumatra-Tees eher mit Assam-Tees. Indonesische
Tees werden in Europa übrigens im Allgemeinen als Grundlage für Mischungen
verwendet.
Tee
Gärten - Japan In Japan wird ausschließlich grüner Tee
angebaut, seit der buddhistische Mönch Saicho gegen Ende des 9. Jahrhunderts
die ersten Teepflanzen aus China ins Land brachte. Die Japaner nennen ihren Tee
O-Cha, wobei der gängigste grüne Tee der Sencha ist.
Die japanischen
Gärten sehen anders aus als die anderen Teeplantagen: Wie Wellen eines Ozeans
liegen die Teesträucher mit ihrer gewölbten Oberfläche
nebeneinander. Ein Kunstwerk aus langen Wogen, bei jeder Windbö eine grüne
Brandung.
90.000 Tonnen Tee produzieren diese natürlichen Kunstwerke
im Jahr. Jedoch müssen zusätzlich 10.000 Tonnen Tee nach Japan importiert
werden, um den Eigenbedarf zu decken. Lediglich 2.000 Tonnen Tee gelangen von
Japans Plantagen auf den Weltmarkt.
Japans Teespezialität ist der Gyokuro
("kostbarer Tau"), der von Kennern als einer der besten grünen
Tees der Welt gerühmt wird. Während es zum Beispiel Sencha in allen
Qualitäten und für jeden Geldbeutel gibt, kosten 100 Gramm Gyokuro im
Fachhandel rund 25 Euro.
Tee
Geschichten Wer hat den Tee erfunden? Tee
ist neben Wasser das weltweit am meisten konsumierte Getränk. Von Tokio bis
Kapstadt werden jährlich mehr als siebenhundert
Milliarden Tassen Tee zubereitet. Die
genauen Urspünge dieses beliebten Getränks liegen jedoch im Ungewissen.
Vielleicht
haben Sie kürzlich beim Frühstück in Ihre Tasse geguckt und sich
gefragt, wer überhaupt auf die Idee
gekommen ist, aus den Blättern eines beliebigen Baumes ein Erfrischungsgetränk
zu machen. Wer hat den Tee erfunden? Wir haben als Antwort die chinesische Legende,
die indische Variante und die ungeschminkte Wahrheit parat!
China Der
Legende nach entstand der Tee rein zufällig, als ein Teeblatt in die Trinkschale
des chinesischen Kaisers Chên Nung segelte. Im Jahre 2737 v. Chr. erholte
dieser sich gerade von seinen kaiserlichen Strapazen und gönnte sich im Schatten
eines wilden Teestrauches eine Schale abgekochtes Wasser. Ein Windhauch trieb
einige Teeblätter in des Kaisers Trinkwasser, das eine goldgelbe Färbung
annahm. Der herrliche Duft stieg Chên Nung in die kaiserliche Nase, und
er kostete. Von diesem Moment an wollte er nichts anderes mehr trinken als Tee.
Eine nette Geschichte. Allerdings kann ein frisches
Teeblatt in Wasser nicht wirklich den Geschmack einer guten Tasse Tee hervorzaubern.
Indien
Vielleicht hat ein Inder den Tee erfunden! Im 6. Jahrhundert meditierte Bodhidarma,
der erste buddhistische Missionar in China, neun Jahre lang vor einer Felswand.
Die Nächte verbrachte er mit religiösen Übungen. Irgendwann hat
ihn dieser Zeitvertreib wohl gelangweilt, jedenfalls schlief er eines Nachts ein.
Wutentbrannt über seine menschliche Schwäche riss er sich am anderen
Morgen beide Augenlider aus und warf sie auf die Erde. Die Lider schlugen Wurzeln
heraus wuchsen zwei immergrüne Teesträucher. Der Missionar kostete
davon und war begeistert, denn seine Müdigkeit war verflogen.
Bodhidarma
ist keineswegs erfunden, sondern es hat ihn wirklich gegeben. Der Rest der Geschichte
ist allerdings sehr zweifelhaft obwohl in Japan der Tee und das Augenlid
mit demselben Schriftzeichen wiedergegeben werden.
Wahrheit Die
wahre Geschichte des Tees? Tee ist älter als die japanischen Schriftzeichen.
Man kann ziemlich sicher sagen, dass sich die Geschichte des Tees während
der ersten 3.000 Jahre auf China beschränkte. Nirgendwo sonst wurden nämlich
wilde Teesträucher entdeckt.
400 Jahre v. Chr. boten die Chinesen
ihren Gästen Tee an, zu Zeiten des großen Gelehrten Laotse. Vorher
war er als Heilmittel bekannt. Die bewährte Methode, die Blätter mit
Wasser aufzubrühen, entstand aber erst viel später, in der Ming-Dynastie
(1368-1644).
Tee Gewinnung Der erste James Bond war im Auftrag des Tees unterwegs.
Er hieß Robert Fortune, war britischer Botaniker und schlich sich als Kaufmann
verkleidet in die chinesischen Teegärten ein. Die Engländer hatten in
ihren Kolonien Tee angebaut, waren aber in puncto Manufaktur völlig ratlos.
Also setzten sie kurzerhand Industriespionage ein, um sich das nötige Know-how
zu verschaffen.
Heute wird schwarzer Tee auf der ganzen Welt mit den gleichen
traditionellen Arbeitsschritten hergestellt, wie die Engländer sie in ihren
Kolonien einführten.
Die Arbeitsschritte
der orthodoxen Teeproduktion heißen Pflücken,
Welken, Rollen,
Fermentieren, Trocknen,
Sortieren und werden weitgehend
noch mit der Hand durchgeführt.
Die CTC-Methode ist nach drei Vorgängen
benannt, die nach dem Welken in einem erledigt werden: Crushing (Zermalmen), Tearing
(Zerreißen) und Curling (Rollen). Die LTP-Produktion geht auf den Lawrie-Tea-Processor
zurück, eine nach seinem Erfinder benannte Maschine zur Zerkleinerung der
Teeblätter. Bei dieser Methode entstehen nur die Blattgrade Fannings und
Dust.
Die orthodoxe Teeproduktion: Nach
dem Pflücken wird die Ernte in der Fabrik zum Welken ausgebreitet. Die Blätter
verlieren dabei 30 Prozent ihrer Feuchtigkeit und werden geschmeidig. Beim anschließenden
Rollen werden die Blätter an der Oberfläche aufgerissen, und ihr Zellsaft
tritt in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft.
Blattgrade Blatt-Tee Broken Fannings Dust
Teeblätter
beim Welken in einer Teefabrik.
Mit der Fermentation schwarzer Tees beginnt ein natürlicher Vorgang: Der
Sauerstoff verbindet sich mit den Zellsäften und löst eine "Gärung"
aus. Der Tee wird kupferfarben, und sein Aroma verändert sich. Je länger
der Tee fermentiert, desto stärker wird sein Aroma. Das Trocknen erfolgt
in einem Heißlufttrockner. Der Tee verliert dabei fast seine gesamte Feuchtigkeit
und erhält seine dunkle Farbe. Bevor der Tee versandfertig in die Kisten
kommt, wird er sortiert, und zwar nach den verschiedenen Blattgraden "Ganzes
Blatt", "Broken", "Fannings" und "Dust".
Teeblätter
beim Welken
Rollen
der TeeblätterDie orthodoxe ist übrigens die einzige Methode, bei der
Blatt-Tees entstehen. Aus vier Kilo gepflücktem Blatt wird ca. ein Kilo schwarzer
Tee hergestellt.
Die CTC-Methode: Die
Teeblätter werden nach dem Pflücken durch Walzen regelrecht "zermanscht".
Die dabei austretende Flüssigkeit wird nach dem Vorgang, der auch mehrmals
wiederholt werden kann, wieder zugefügt. Dann wird der Tee fermentiert, getrocknet
und sortiert.
Rollen
der Teeblätter
Das
Ergebnis ist ein schnell abgießender Tee: "Quickbrew".
Besonders
populär ist die CTC-Methode durch das Aufkommen des Beuteltees geworden,
da hauptsächlich kleinere Blattgrade wie Fannings und Dust entstehen. In
Afrika wird heute überwiegend diese Produktionsmethode angewandt.
Tee
Häuser - China - besondere
Chengdu
Ziyunting Teehaus - China
In Szichuans Provinzhaupstadt Chengdu findet
man im daoistischen Quingyang-Tempel noch ein wunderschönes Teehaus, in welchem
man stundenlang bei einem Jasmintee entspannen kann.
Für einige Münzen
kann man sich professionell die Ohren säubern lassen - eine uralte Sitte
in Chengdus Teehäusern. Auch die besondere Form der Bambusstühle findet
man nur hier.
Hangzhou
Goujicharen - China
Besonders anschauliche Teehäuser verleiten
zum besinnlichen, genießerischen Verweilen bei einer Tasse Tee, besonders
wenn sie sich in einer idyllischen, harmonisch ausgewogenen Landschafte, wie zum
Beispiel die Umgebung der Stadt Hangzhou sie zu bieten hat, befinden.
Shanghai Old Shanghai Tea House
In den Straßen Shanghais sieht man Arbeiter ein Glas Tee trinken,
während auf der anderen Seite die Feinschmecker unter den Teetrinkern einen
ganz besonderen Genuss in speziellem Ambiente fordern. Dieser wird zum Beispiel
in zwei besonders erlesenen alten Teehäusern Shanghais auf der Südseite
des Yu Yuan in der alten Antiquitätenstraße Shanghais angeboten:
Old
Shanghai Tea House
385 Fangbang Zhong Lu - Shanghai
Bao Li Shu Wu
452
Fangbang Zhong Lu - Shanghai
Chengdu
Ziyunting Teehaus - China
Hangzhou
Goujicharen - China
Shanghai
Old Shanghai Tea House- China
Tee
Häuser - Deutschland - besondere
Schloss
Frauenmark bei Schwerin Schloss Frauenmark liegt inmitten der sanften westmecklenburgischen
Landschaft, nahe der Landeshauptstadt Schwerin. Entspannen und genießen
Sie das stilvolle Ambiente im eigens dafür hergerichteten Teesalon in der
Beletage des Schlosshotels Frauenmark. Schlosshotel Frauenmark 19374 Frauenmar
Tee
Häuser - England - besondere
London
Hotel Ritz Das berühmte Hotel Ritz besticht nicht nur durch Service
und Eleganz - sondern auch durch die reiche Auswahl an Sandwiches zur Teestunde!
Natürlich dürfen auch die weichen Brötchen, die Scones, nicht fehlen.
Im Ritz werden Sie mit Erdbeerkonfitüre gereicht.
Wenn Sie nicht im Ritz
abgestiegen sind, sollten Sie sich allerdings einen Tisch für Ihren Fünfuhrtee
reservieren.
Tea Rooms, London:HOTEL RITZ Piccadilly London W1
Richmond
Maids of Honour Dieser Tea-Room gehört zu den ältesten in
ganz England. Schon allein deshalb ist ein Besuch bei den "Brautjungfern"
für den kultivierten und geschichts- interessierten Teeliebhaber ein Muss.
MAIDS OF HONOUR 288, Kew Road Kew Gardens Richmond, Surrey
Tee
Häuser - Frankreich - besondere Paris
Salons de ThéEin Besuch in den Teesalons der Welt ist eine gute
Gelegenheit, um auch ohne Reiseführer eine ganze Menge fremder Bräuche
zu erschnuppern. Sie sollten Angelina besuchen, wenn Sie Ihren Darjeeling oder
Lapsang Souchong in Silbergeschirr bevorzugen.
Die Besonderheit am Darjeeling
in diesem exklusiven Salon auf der Rue de Rivoli: Er stammt aus einem Teegarten,
an dem Angelina die Exklusivrechte besitzt. Salons de Thé, Paris:ANGELINA
226, rue de Rivoli 75001 Paris
Tee
Häuser - Japan - besondere Tokio
New (Shin) Takanawa Prince Hotel Das New (Shin) Takanawa Prince Hotel
in Tokio ist ein Monument für Individualität, Dekoration und Funktionalität.
Zu diesem Hotel gehören diverse Restaurants, unter anderem auch das Ean Japanese
Tea House, welches aus sechs Räumen besteht und inmitten eines japanischen
Gartens gebaut wurde.New (Shin) Takanawa Prince Hotel 13-1, Takanawa 3-chome,
Minato-ku,Tokyo 108-8612
Tee
Häuser - Rußland - besondere St.
Petersburg Tschaini KlubIn St. Petersburg laden viele kleine Tee-Oasen
die Bewohner der Stadt zu einer Tasse frisch aufgebrühten Tee ein. Auf der
Wassilli-Insel gibt es den Tschaini Klub. Am Eingang müssen Sie erst mal
die Schuhe ausziehen und Ihr Mobiltelefon ausschalten. Danach werden Sie vom Verkaufsraum
zum Kern des Klubs geführt: Ein großer Raum mit sieben Plätzen,
die durch hängende Bastmatten voneinander abgetrennt sind.
Aus einer umfangreichen Teekarte können Sie dann zwischen weißem, gelbem,
grünem, rotem und schwarzem Tee auswählen. Grüner Tee bietet mit
65 verschiedenen Sorten die größte Auswahl. Unterschiede bestehen hauptsächlich
darin, wie die Blätter getrocknet sind und aus welcher Region sie stammen.
Tschaini Klub - B.O. 3. Liinie - Dom 48 - Metro: Wassileostrowskaja
St.
Petersburg Tshajnyj DomLäuft man die Rubensteinstraße entlang,
gelangt man zu einem kleinen Teeladen, dem Tshajnyj Dom. Über der Tür
hängt ein rustikales Blechschild in Form einer Teekanne, und drinnen taucht
man ein in die Welt des Orients. Dieses Teegeschäft ist gleichzeitig auch
Café und bietet dem Besucher über 100 Teesorten zur Auswahl. Tshajnyj
Dom Rubensteinstraße 24 - Metro: Majakowskaja
Tee
Kunde
Tee ist das Getränk, das nach Wasser weltweit am häufigsten
getrunken wird. Es hat viele Vorteile: Das Teegetränk ist kalorienarm und
relativ preiswert. Denn im Gegensatz zu Kaffee zum Beispiel braucht man nur eine
kleine Menge Teeblätter, um eine köstlich duftende Tasse Tee zuzubereiten.
Teesorten Was Sie schon immer über Tee wissen wollten, finden Sie bei uns
anschaulich und kompakt zu den Teesorten.
Tee Pflanze
Wie
es sich für ein edles Gewächs gehört, hat Tee einen ausgezeichneten
Stammbaum: Die Pflanze ist mit den Kamelienarten verwandt und gehört zur
Pflanzenfamilie der Theaceae. Die beiden Urahnen sind Camellia sinensis (chinesischer
Tee) und Camellia assamica (Assam-Tee).
Die Teepflanze ist eigentlich ein
Baumgewächs
mit weißen Blüten und
grünen Früchten. Assam-Tee wächst ohne Beschneiden zum stattlichen Baum von 15
bis 20 Metern Höhe heran. Chinesischer Tee erreicht naturbelassen eine Wuchshöhe
von drei bis vier Metern. Auf der Plantage wird die Pflanze zu einem ein
Meter hohen, immergrünen Strauch gestutzt. So wird sie in der vegetativen
Phase gehalten, denn nur die ganz jungen Blätter und Knospen werden zu Tee
verarbeitet. Da der Tee meistens von Pflückerinnen geerntet wird, bleibt
der niedrige Pflücktisch in erreichbarer Höhe.
Um
feine und aromatische Erträge zu ernten, hat man die Urpflanzen immer wieder
gekreuzt. Hervorgegangen ist ein recht widerstandsfähiger Nachkomme: die
Assam-Hybride. Sie dient heute als Grundlage für fast alle Teekulturen der
Welt.
Tee
Sorten Schwarzer Tee
wird aus dem Teestrauch (Camellia Sinensis) gewonnen, einem Baumgewächs,
das zur Gattung der Kamelien gehört. Er ist eine immergrüne Pflanze
mit gezahnten, dunklen, lederartigen Blättern. Neue Pflanzen werden meist
aus Stecklingen ertragreicher Mutterbüsche gezogen. Nach vier bis fünf
Jahren liefern sie die erste volle Ernte. Botanisch unterscheidet man zwei Ur-Teepflanzen:
Chinesischer
Tee (Thea Sinensis) Die Pflanze wächst
in gemäßigten Klimazonen und wird ohne Beschneiden höchstens drei
bis vier Meter hoch. Sie liefert kleine, hocharomatische Blätter aus denen
man hochwertigen Tee gewinnt.
Assam-Tee
(Thea Assamica) Wild wachsend erreicht das Tropengewächs bis zu 20
Meter Höhe. Die Pflanze liefert große, breite und robuste Blätter,
die zu Tee mittlerer Qualität verarbeitet werden.
Diese
beiden Stammpflanzen wurden immer wieder gekreuzt, um aromatische und vor allem
widerstandsfähige Sorten zu erhalten. Aroma und Güte des Tees werden
durch viele Faktoren bestimmt: Pflanze, Anbaugebiet, Klima, Bodenbeschaffenheit,
Erntezeit und Verarbeitung, um nur die wichtigsten zu nennen. Von besonderer Bedeutung
ist das Anbaugebiet mit seinen jeweiligen Sorten. Als Faustregel gilt: Je höher
es liegt, desto besser und wertvoller ist der Tee.
Wichtige
Sorten des schwarzen Tees sind
Darjeeling
First Flush
Aus Darjeeling im Norden Indiens kommen die schwarzen
Tees mit feinem und frisch-blumigem Aroma. Der First Flush ist der erste Tee,
der dort nach der Winterpause ab Februar/März geerntet wird. Der Frischling
unter den Darjeelings schmeckt leicht, hat ein bezaubernd blumiges Aroma und besitzt
im Unterschied zum Second Flush eine kleine Spur Bitterkeit. Sein Aufguss ist
heller als der des Second Flush. Der First Flush wird auch als Flugtee bezeichnet,
weil er oft per Luftfracht im Frühling nach Europa gebracht wird.
Darjeeling
First Flush Aus Darjeeling im Norden Indiens kommen die schwarzen Tees
mit feinem und frisch-blumigem Aroma. Der First Flush ist der erste Tee, der dort
nach der Winterpause ab Februar/März geerntet wird. Der Frischling unter
den Darjeelings schmeckt leicht, hat ein bezaubernd blumiges Aroma und besitzt
im Unterschied zum Second Flush eine kleine Spur Bitterkeit. Sein Aufguss ist
heller als der des Second Flush. Der First Flush wird auch als Flugtee bezeichnet,
weil er oft per Luftfracht im Frühling nach Europa gebracht wird.
Darjeeling
Second Flush Diese Tees aus der zweiten Pflückperiode, die von Mitte
Mai bis Ende Juni währt, gehören zu den größten und erfüllendsten
Geschmackserlebnissen, die schwarzer Tee zu bieten hat. Der edle Duft, den dieser
Tee verströmt, betört die Sinne. Seine leuchtend braune Aufgussfarbe
ist ein Genuss für die Augen. Der Second Flush hat ein feines, nuancenreiches,
königliches Aroma, schmeckt manchmal nussig und interessant herb. Sein hocharomatisches
Muscatel-Flavour setzt Kenner in Verzückung.
Darjeeling
Autumnal Autumnal ist englisch und bedeutet herbstlich. Damit
werden die Tees bezeichnet, die von Oktober bis November, also bis zum Ende der
Erntezeit, in Darjeeling gepflückt werden. Mit grünen, braunen und schwarzen
Teeblättern hat der Autumnal das bunteste und schönste Teekorn, das
einem beim schwarzen Tee begegnet. Der Autumnal erreicht nicht ganz die Aromafülle
eines Second oder First Flush. Er hat einen leichten, feinen Geschmack. Im Unterschied
zum First Flush zeigt er im Abgang keine bittere Note.
Assam
Dieser schwarze Tee aus dem gleichnamigen Anbaugebiet Nordindiens, das das größte
zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt darstellt, zählt zu den kräftigsten
schwarzen Tees. Sein Geschmack ist würzig, voll und rund, oft hat er eine
malzige Note. Der Assam-Tee ist Hauptgrundlage der klassischen ostfriesischen
Teemischung. Zucker und Milch oder Sahne passen sehr gut zum Assam.
Ceylon
Aus der einstigen Kaffeeinsel ist eine Teeinsel geworden, deren Ausfuhr heute
nach Indien und vor China die zweitgrößte ist. Der Tee wächst
in drei verschiedenen Höhenlagen, hat ein spezielles Aroma und einen sympathischen
herben Geschmack. Farblich liegt er zwischen Darjeeling und Assam. In der Fachsprache
heißt es poetisch: Er steht golden in der Tasse.
Keemun
Der schwarze Tee aus China enthält von Natur aus weniger Koffein und Gerbstoffe.
Er ist daher sehr magenfreundlich und somit gut für den Genuss am Abend geeignet.
Er hat einen zarten, milden, leichten Geschmack und ein volles, blumiges Flavour,
das auch als Orchideenaroma bezeichnet wird. Er besteht meist aus einem gleichmäßigen,
fein verarbeiteten Blatt. Dieser Tee wird in edlen Qualitäten als Keemun
Imperial und in einfacheren Qualitäten als Keemun Congou
angeboten.
Yunnan
Der schwarze Tee stammt aus der gleichnamigen Provinz im Südwesten Chinas.
Typisch sind für ihn seine erdige Note und sein volles Aroma. Er enthält
meist viele Tips (Blattspitzen) und hat eine sanfte braune Aufgussfarbe. Im Aussehen
des Teekorns und der Aufgussfarbe ähnelt er etwas dem Assam. Es gibt auch
einen grünen Yunnan. Er hat ebenfalls eine erdige Note und schmeckt für
einen grünen Tee nur wenig herb.
Java
Der Tee von der indonesischen Insel Java ist bei uns als Teesorte wenig bekannt,
weil er wegen relativ gleichbleibender Qualität oft für Blends (Mischungen
mehrerer Teesorten) verwendet und nur selten unvermischt im Teehandel angeboten
wird. Java-Tee schmeckt kräftig und pikant, hat aber kein sehr nuancenreiches
Aroma. Die besten Qualitäten werden während der Trockenzeit von Mitte
Juni bis Oktober geerntet. Milch und Zucker passen ausgezeichnet zu ihm.
Tee
Zeremonien - China Und so trinken die Chinesen seit über 1.000
Jahren Tee: Zu jeder Tageszeit und zu jeder Mahlzeit wird grüner Tee getrunken.
Verwendet wird dazu ein Teeset aus einer kleinen Teekanne und kleinen Schälchen
ohne Henkel aus feinem Porzellan. Zuerst wird das Geschirr mit heißem Wasser
abgespült. Die Teeblätter (ein gut gefüllter Teelöffel loser
Tee für jede Tasse) werden in der Kanne mit der Hälfte des erforderlichen
Wassers überbrüht. Wenig später (ca.
20
Sekunden) wird mit frisch gekochtem Wasser aufgefüllt. Schon nach etwa einer
Minute wird der erste Tee in die Schalen gegossen man nennt ihn den Tee
des Wohlgeruchs. Auf dieselben Blätter wird dann ein zweites Mal kochendes
Wasser gegossen, der Tee aber etwas länger ziehen gelassen (zwei Minuten)
der Tee des Wohlgeschmacks. Der chinesische Teegenießer gießt
dann noch ein drittes Mal auf und erhält den Tee der langen Freundschaft.
Wenn
man eine kleine Schale und eine kleine Teekanne verwendet, werden Wohlgeschmack
und Duft wunderbar zur Geltung kommen. Grüner Tee wird in China immer pur
ohne jeglichen Zusatz getrunken.
Tee
Zeremonien - England Sie wissen nicht, was Scones sind? Dann sind Sie
zweifelsohne auch kein Brite, der diese butterweichen Teebrötchen zum traditionellen
Fünfuhrtee genießt.
Die Engländer sind mit einem Konsum
von 171 Millionen Tassen Tee am Tag nahezu Weltmeister im Teetrinken. Der Brite
wacht mit dem "early morning tea" auf, genehmigt sich das Frühstück
nie ohne "breakfast tea", zwischen Lunch und Dinner gibt es den "afternoon
tea", und zum Abendessen wird der "high tea" gereicht. Am liebsten
hat er alles mit Milch, und natürlich darf das traditionelle Brot oder Gebäck
nicht fehlen.
Doch
bevor Sie sich jetzt fragen, ob die Insulaner überhaupt noch Zeit für
andere Aktivitäten haben: Der "afternoon tea" oder "five o'clock
tea" hat sich allgemein durchgesetzt, alle anderen Tea-Times sind Geschmackssache.
Der
Fünfuhrtee hat übrigens seit 200 Jahren Tradition, genau wie die Speisen,
die dazu aufgetischt werden: Sandwiches, Shortbread (Sandgebäck) - und natürlich
Scones. So machen es die Engländer: Der High Tea oder Fünfuhrtee ist
den Engländern heilig. Die Zeit und die Zeremonie haben eine lange Tradition,
die weit bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht: Ein Teelöffel pro Tasse
und ein Löffel für die Kanne werden mit heißem Wasser übergossen.
In die Tasse kommen vor dem sehr starken Tee viel fetthaltige, warme Milch
und dann reichlich Zucker. Dass vor dem Tee die Milch in die Tasse gefüllt
wird, sollte ursprünglich verhindern, dass das hauchzarte Porzellan durch
den heißen Tee zerspringt.
Ist die Teekanne halb geleert, wird heißes
Wasser nachgegossen. Ebenfalls Tradition haben die Kleinigkeiten, die dazu gereicht
werden: Scones, Sandwiches und Muffins. Auch zu festlichen Anlässen wie einer
Hochzeit wird natürlich Tee gereicht.
Tee
Zeremonien - Indien Für einen Inder bedeutet Essen nicht einfach
Ernährung. Jede Mahlzeit ist ein Fest der Sinne: Die Farben der indischen
Gewürze spiegeln das gesamte Spektrum des Regenbogens, ihr Geschmack dient
nicht nur dem Aroma der Speisen, sondern soll alle Sinne beflügeln. In einem
Land, das durch mehr als 80 verschiedene Sprachen und Kulturen geprägt ist,
werden natürlich auch die Anzahl und Varianten der Gerichte unüberschaubar.
Trotzdem gibt es zwei
Komponenten,
in denen sich alle Unterschiede vereinen. Sie bilden die Grundelemente indischer
Esskultur und ihrer Philosophie: Curry und Chai.
Tee
Zeremonien - Japan Die Japaner sind ein Volk, das das Teetrinken zu
einer Kunstform erhoben hat. Eine japanische Teezeremonie hält man nämlich
nicht ab, weil man durstig ist oder gerade ein wenig Leerlauf im Job hat, sondern
als Weg zur geistigen Reinheit und vollkommenen Harmonie. Das Teetrinken wird
also zugunsten der Zeremonie völlig in den Hintergrund gerückt.
Auf
dem Boden sitzend bereitet der Zeremonienmeister den Tee für die Gesellschaft
vor. Bis eine Tasse Tee fertig ist, kann eine halbe Stunde vergehen - also nichts
für Hektiker. Fast jeder Handgriff während der Zeremonie hat eine symbolische
Bedeutung, die (24 verschiedenen) Utensilien für die Zubereitung haben eine
traditionelle Anordnung. Im Zentrum der rituellen Handlung steht eine Teeschale
mit dem pulverisierten grünen Tee Matcha. In einem komplizierten Ritual füllt
der Zeremonienmeister heißes Wasser zu dem hellgrünen Pulver und rührt
das Gemisch mit einem Bambusbesen schaumig. Jedes dieser äußeren Rituale
hat eine Entsprechung auf der geistigen Ebene der Teilnehmer.
Die vier Grundsätze
des Teeweges sind:
- Wa: Harmonie des Menschen mit sich und der Natur -
Kei: Hochachtung und Ehrfurcht - Sei: Reinheit - Jaku: Innere Stille und
heitere Gelassenheit
Die Wurzeln dieses japanischen "Teewegs"
liegen übrigens im Buddhismus. Ursprünglich wurde er als Übungs-
und Erkenntnisweg innerhalb des Zen begangen.
Tee
Zeremonien - Nordafrika Jeden Morgen sattelt Fatma ihren Esel mit großen
Kanistern, um Wasser zu holen. Denn Fatma lebt mitten in der Wüste. Die nächste
Stadt ist 60 Kilometer entfernt. Hier gibt es keinen Strom und keine Wasserleitungen.
Aber einen kleinen Fluss, der den Boden rund um die Oase Fint fruchtbar macht.
Mitten in der Sahara von Marokko wachsen hier Dattelpalmen, Getreide und Gemüse.
Am Fluss holt Fatma auch immer das Wasser für die Familie, zum Waschen, Kochen
und natürlich für den Tee.
Dreimal
am Tag treffen sich alle, und der Vater hält eine traditionelle Teezeremonie
ab. Das Besondere am marokkanischen Tee ist: Er ist extrem süß. Einen
halben Zuckerhut klopft der Vater in die Kanne. Denn im Zucker steckt besonders
viel Energie, und die brauchen die
Oasenbewohner, um die Hitze in der Wüste auszuhalten. Das Ganze ist ein langes Ritual. Zunächst wird kochendes Wasser auf dasGemisch
aus Tee, Minze und Zucker gegossen. Dann wird der Sud immer hin und her gegossen,
bis sich das richtige Aroma entwickelt hat. Erst dann ist der Tee endlich fertig.
Übrigens:
Das heiße Getränk ist nicht nur das beste Mittel gegen die Hitze in
der Wüste. Die Teezeit ist auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, um Neuigkeiten
miteinander zu besprechen. Kaffeeklatsch auf Marokkanisch sozusagen - aber mit
Tee.
Tee
Zeremonien - Ostfriesland Deutschland ist ohne Zweifel eine Nation der
Kaffeetrinker. Ganz Deutschland? Nein!
Die Ostfriesen tanzen mit dem weltweit dritthöchsten Pro-Kopf-Verbrauch an
Tee anständig aus der Reihe. Vielleicht liegt es am Klima, vielleicht aber
auch an der positiven Wirkung des Tees bei Erkältungen.
Teetrinken
ist bei den Ostfriesen eine tägliche Zeremonie, die mindestens zweimal pro
Tag durchgeführt wird: von 10 bis 11 Uhr vormittags und von 15 bis 16 Uhr
nachmittags. Zu jeder Teepause gehören mindestens drei Tassen Tee.
Während
der Japaner die vollkommene Ruhe zelebriert, erinnert die ostfriesische Teestunde
an einen gemütlichen Kaffeeklatsch.
Aber Vorsicht: Auch dieser "Klönsnack" läuft nach bestimmten
Regeln ab! Rühren Sie Ihren Tee beispielsweise nie mit dem Löffel um.
Der Teelöffel hat in Ostfriesland eine andere Funktion: In die Tasse gelegt
signalisiert er dem Gastgeber, dass Sie keinen Tee mehr möchten. Und Sie
sollten erst zur Tasse greifen, wenn die Hausherrin Sie dazu auffordert. Alles
andere gilt als barbarisch.
Guter Tee ist für den Ostfriesen eindeutig
starker Tee, also die berühmten Ostfriesen-Mischungen.
Unzertrennlich
mit Tee und Ostfriesland verbunden: "Kluntjes", also Kandiszucker, und
"Wulkje", die Sahnewolke. Man stelle sich das samtweiche Knistern von
Kandis in heißem, sahnigem Tee zu einem langen Winterabend am Kamin vor
...
Zubereitung: Pro Tasse einen Teelöffel Tee in die Kanne und mit
kochend heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen. Die Teeblätter
bleiben in der Kanne. Um das Ganze heiß zu halten, kommt die Teekanne auf
ein Stövchen. "Kom-fohr" nannten das früher die Ostfriesen.
Sie geben zuerst Kandis, den Kluntje, in die Tasse, gießen dann den heißen
Tee darüber, so dass er hörbar knistert. Zum Schluss kommt mit dem "Wulkjeloepel",
einem kleinen Schöpflöffel, ein Wölkchen Sahne darauf. Teekenner
rühren den Tee nicht um. Sie genießen erst das herbe Teearoma, dann
die feine Allianz von Teearoma und Sahne und zum Schluss die Süße des
Kandis.
Tee
Zeremonien - Rußland Wenn Sie einmal das Vergnügen haben
sollten, mit der Transsibirischen Eisenbahn zu reisen, lassen Sie Ihre Thermoskanne
zu Hause und nehmen Sie ein Päckchen losen Tee mit. Denn in fast allen Waggons
wird es einen Behälter mit heißem Wasser für frisch aufgebrühten
Tee geben. Solche Gepflogenheiten sind in einem so frostigen Land eigentlich kein
Wunder. Verwunderlich sind allerdings die Methoden, den Tee in Russland zu süßen.
Oder haben Sie etwa schon einmal versucht, Marmelade in den Mund zu nehmen und
Tee darüberlaufen zu lassen? Kein Witz! Anfänger können die Konfitüre
wahlweise in die Tasse löffeln. Besser gesagt: ins Glas. Denn in Russland
wird Tee zu Hause aus dem Glas genossen, oft mit Zitronenscheiben, Zimt oder kandierten
Früchten.
Behaglichkeit
und Faszination gehen von dem dickbauchigen Samowar aus, der den ganzen Tag dampfend
auf dem Tisch steht. Samowar heißt nämlich in der Übersetzung
"Selbstkocher". Obenauf gluckt wie eine Henne der "Tscheinik",
die kleine Kanne mit einem starken Extrakt aus Tee und etwas Wasser. Das Wasser
im Samowar wird immer auf dem Siedepunkt gehalten. Ein Drittel Tee-Extrakt aus
dem "Tscheinik" wird mit zwei Dritteln heißem Wasser verdünnt.
Auch die Tradition der hohen Teegläser auf einem Metallfuß stammt übrigens
aus Russland. Wer den russischen Tee stilecht genießen möchte, nimmt
einen Teelöffel voll "Warenije", eingekochter Früchte, in
den Mund und lässt den Tee langsam darüberlaufen.
Tippy Als
tip bezeichnet man die hellen Teile des Tees wie Blattspitzen junger
Blätter, die weniger Zellsaft besitzen und sich beim Fermentieren deshalb
nicht dunkel färben. Tips sind kein besonderes Qualitätsmerkmal.
TGFBOP
Tippy
Golden Flowery Broken Orange Pekoe. Topgrad beim Broken-Tee.
TGFOP
Tippy Golden Flowery Orange Pekoe. Ganzblatt-Frühlingspflückung mit Golden Tips (5-10 mm). Topgrad beim Blatt-Tee. Besteht aus sorgfältig gerollten Blättern und Blattspitzen.