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Weiße
Tees
Weißer Tee ist eine kostbare Spezialität unter den chinesischen
Tees. Die weißen Härchen auf seinen Knospen gaben ihm den Namen. Er
wächst in China, wird handverlesen und besonders schonend hergestellt. Hoher
Gesundheitswert.
Zubereitung
Zur
Zubereitung sollte man das Wasser nach dem Aufkochen ca. drei Minuten abkühlen
lassen, damit der Tee nicht "verbrennt" und um die zarten, blumigen
Nuancen des weißen Tees in vollem Umfang genießen zu können.
Die Ziehzeit sollte nicht länger als drei Minuten betragen.
Auch
der weiße Tee kann mehrmals aufgebrüht
werden.
Jeder Aufguss wird eine andere Geschmacksstufe haben.
Welken
Bearbeitungsstufe
des Tees. Frisch geerntete Teeblätter werden auf Netzen ausgebreitet und
belüftet. Beim Welken wird ein Teil des Wassers entzogen.
Wirkung
- schwarzer, güner, weißer Tee
Die Liste der Inhaltsstoffe
im grünen, schwarzen und weißen Tee ist sehr umfangreich. Der Verbraucher
kennt die meisten Substanzen von anderen Genuss- oder Lebensmitteln, wie zum Beispiel
das Koffein, früher auch Tein genannt. Es handelt sich dabei um die chemisch
identische Substanz.
Das Koffein
im Tee hat allerdings andere Wirkungen als das Koffein im Kaffee. Koffein im Kaffee
wird vom Körper sehr schnell und in höherer Menge aufgenommen. Die Aufnahme
von Koffein aus dem Tee erfolgt dagegen langsamer, und die aufmunternde Wirkung
hält somit länger vor. Allerdings wirkt schwarzer oder grüner Tee
nur aufmunternd, wenn Sie ihn maximal drei bis vier Minuten ziehen lassen. Anstatt
Herz und Kreislauf stark zu beeinflussen, regt es die Durchblutung und den Stoffwechsel
des Gehirns sanft an. Somit wirkt sich der Genuss
von Tee positiv auf das Gehirn und zentrale Nervensystem aus. Kurz: Eine Tasse
Tee zur rechten Zeit verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit bzw. intellektuelle
Leistung.
Zudem ist der Koffeingehalt
in einer Tasse Kaffee um ca. 50 Prozent höher als im Tee.
Ziehzeiten
über vier Minuten führen dazu, dass sich Koffein an Gerbstoffe im Tee
bindet und somit für den Körper nicht mehr verfügbar ist. Tee wirkt
dann nicht mehr anregend,
sondern beruhigend auf den
Magen- und Darmtrakt.
Weitere Inhaltsstoffe
sind Gerbstoffe (Tannine), die die oben beschriebene beruhigende Wirkung auf den
Magen und Darm haben, und:
-
ätherische Öle (verantwortlich für Geruch und Geschmack)
-
Fluor (karieshemmend)
-
Kalium
(aktiviert körpereigene Enzyme)
-
Mangan (senkt den Blutzuckerspiegel)
-
Theophyllin (steigert die Kontraktionskraft des Herzens, wirkt gefäßerweiternd,
-
-
entwässernd)
-
Theobromin (wirkt entwässernd)
-
Vitamine (B-Vitamine, steigern die Vitalität)
Besonders grünen
Teesorten wird seit Jahrtausenden eine immense Heilwirkung nachgesagt.

Edgar
Wallace überquerte niemals den Ärmelkanal ohne eine silberne Teemaschine
mit allen nötigen Utensilien. Der Meister des Kriminalromans konnte offensichtlich
ohne Tee keine gescheite Story aushecken. Wir vermuten, dass Mr. Wallace schwarzen
Tee bevorzugte. Aber im Gegensatz zum Kaffee gibt es keine Belege, dass zu viel
Tee - von welcher Sorte auch immer - schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit
haben könnte.
Die Hauptwirkstoffe im grünen,
schwarzen und weißen Tee sind das Koffein und die Gerbstoffe. Diese variieren
jedoch sehr. So ist der Koffeingehalt im Durchschnitt in schwarzem Tee niedriger
als in grünem. Das Koffein im Tee gilt wie schon beschrieben
als sehr förderlich für die allgemeine intellektuelle Leistungsfähigkeit,
was Mr. Wallaces Vorliebe für Tee erklären dürfte.
Des
Weiteren variieren auch die Gehalte an Gerbstoffen sehr. Diese Gerbstoffe sind
deshalb so interessant, weil sie in den letzten Jahren durch massive Forschungsergebnisse
für den hohen gesundheitlichen Nutzen von Tee verantwortlich gemacht werden.
Eine besondere Stoffgruppe der Gerbstoffe, die Polyphenole bzw. Flavonoide,
finden hier große Beachtung.
Diverse
Untersuchungen lassen die Vermutung zu, dass diese Polyphenole in hohem Maße
Sauerstoffradikale unschädlich machen können. Genauer gesagt, Sauerstoffradikale
entstehen im Körper des Menschen auf natürliche Weise und werden vom
normal gesunden Körper auch unschädlich gemacht. Polyphenole helfen
aber genauso wie manche Vitamine (zum Beispiel E und C) dabei und unterstützen
somit den Körper bei dieser wichtigen Funktion. Werden Sauerstoffradikale
nicht unschädlich gemacht, können daraus auf Dauer Krebs, Herzkreislauferkrankungen
und auch vorzeitige Hautalterung resultieren. Eine besondere Bedeutung wird hier
EGCG (Epigallocatechingallat) beigemessen. Dieser Stoff kann Krebszellen in ihrem
Wachstum, die Blutgerinnung, das Virenwachstum sowie die Vermehrung von Mundbakterien
(Streptococcus mutans) hemmen. So ersetzt Tee zwar nicht die Zahnbürste,
unterstützt aber die Kariesvorbeugung auch durch den teilweise hohen Fluoridgehalt
gleich zweifach. Polyphenole hemmen außerdem die Bildung schädlicher
Cholesterine im Blut und stärken das Immunsystem. Die Chinesen sagen dem
Tee auch eine blutdrucksenkende Wirkung nach.
Die Anteile von antioxidativ wirksamen Polyphenolen im Tee sind jedoch
sehr unterschiedlich verteilt. Den höchsten Polyphenolgehalt kann weißer
Tee vorweisen. Dieser liegt etwa doppelt so hoch wie im grünen Tee. Dieser
enthält wiederum höhere Anteile als schwarzer. Allerdings sind im schwarzen
Tee andere Flavonoide enthalten als im grünen und weißen. Das liegt
an der Fermentation des schwarzen Tees. Dadurch verbinden sich einige Flavonoide
miteinander. Wissenschaftler gehen davon aus, dass insgesamt etwa die gleiche
Menge an Flavonoiden sowohl bei Genuss des grünen als auch des schwarzen
Tees in den Körper gelangen. Lediglich bei weißem Tee geht man hier
von noch höheren Mengen aus.
Es
kann davon ausgegangen werden, dass alle drei Teearten (weiß, grün,
schwarz) antioxidative Wirkung haben, grüner und weißer Tee
jedoch wirksamer sind.

Wirkung
- Kräuter- und Früchte Tee
Kräuter- und Früchtetees
zählen zu den teeähnlichen Erzeugnissen, da sie nicht aus der Teepflanze
Camellia Sinensis gewonnen wird, sondern je nach Sorte aus Blüten, Früchten
oder Blättern hergestellt werden. Kräuter- und Früchtetees haben
einen erfrischenden Geschmack, enthalten kein Koffein und sind deshalb beliebt
bei Jung und Alt.
 | Pfefferminzblätter
bei Beschwerden von Magen, Darm und Galle; krampflösend und beruhigend
|
 | Kamillenblüten
bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Schleimhauterkrankungen von Mund und
Rachen |
 | Brennnessel
Förderung der Harnausscheidung, entschlackend, blutbildend |
 | Fenchel
beruhigend auch bei Hustenreiz und blähungsmindernd |
 | Melisse
bei Beschwerden von Magen und Darm, nachgewiesenes Herpes-Mittel |
 | Hagebutte
stärkt das Immunsystem, hilft bei Erkältungskrankheiten und wirkt
leicht abführend |
 | Hibiskusblüte
Kreislaufbeschwerden |
Wirkung
- Rooibostee
Rooibostee hat eine wohltuende Wirkung und wird vor allem in Japan
wegen seines hohen Gehalts an Antioxidanzien geschätzt. Aus diesem Grunde
findet er auch immer mehr Beachtung in der Flüssigkeitsversorgung von Sportlern.
Rooibostee hat ein ausgeglichenes Elektrolytverhältnis, das beim Sport den
Verlust von Mineralstoffen ausgleicht und Magnesium enthält, um Muskelkrämpfen
durch eine Übersäuerung entgegenzuwirken. Die Kombination von Antioxidanzien,
Mineralien und Spurenelementen und seine Koffeinfreiheit sprechen für seine
wohltuende, gesunde Wirkung. In seinem Heimatland Südafrika wird Rooibostee
traditionell von Medizinmännern für die Heilung vieler Krankheiten erfolgreich
eingesetzt, angefangen bei Magen-Darm-Beschwerden bis zu psychischen Problemen
und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.