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dieser Seite: Cabernet, Champagner, Chardonnay, Classic, Qualitätsbezeichnung,
Cabernet
Französische
Rebsorte, steht für die Qualität der großen Bordeauxweine. Wird
auch an der Loire, in Galicien und Kastillien angebaut.
Cabernet
Sauvignon
Die wohl beste französische Rotweinrebe.
Cahors
Körperreicher
Rotwein, der langsam reift, einem Anbaugebiet nördlich von Toulouse. Der
Cahors gilt als dunkelster Wein Frankreichs.
Calagrano
Alte
Traubensorte für Rioja-Rotweine.
Calbrese (Nero
d`Avola) Sizilianische Rotweinrebsorte
Camarese
Rotweinrebe,
Cotes du Rhone und für Cotes-du-Ventoux.
Canaiolo
Nero Wichtige rote Traubensorten für den Chianti, neben dem Sangiovese
.
Cannonau Sizilianische
Traube für trockene und süße Rotweine. In der Gegend des den Ätna.
Carignan Aus
der Provence, an der Rhone und Midi. Kräftiger Rotweine. Wird gerne zum Verschneiden
benutzt.
Carinena
Rotweinrebe, dunkle, volle Weine. Hauptregion für den Anbau ist Katalonien.
Champagner (Französisch le champagne) ist ein Schaumwein, der
in der Weinbauregion Champagne in Frankreich nach streng festgelegten Regeln angebaut
und gekeltert wird. Er gilt als das festlichste aller Getränke und ist weltberühmt.
Die im Wein gelöste Kohlensäure wird durch eine zweite Gärung erreicht,
die in der Flasche stattfindet und Méthode traditionnelle genannt
wird. Champagner genießt den Status einer Appellation d'Origine Contrôlée,
auch wenn dies nicht auf dem Etikett aufgeführt wird. Die
Bezeichnung Champagner ist markenrechtlich geschützt. Andere
Schaumweine müssen nach deutschem Lebensmittelrecht, je nach Herstellung
und Herkunftsland, als Sekt bezeichnet werden. Durch Flaschengärung hergestellte
Schaumweine heißen in Frankreich und in Luxemburg Vin Mousseux oder Crémant,
in Spanien Cava, in Italien Spumante, in Deutschland Winzersekt und in Österreich
Hauersekt, sofern die Grundweine aus einem
einzigen Winzerbetrieb stammen und von |
| diesem selbst oder in einer Erzeuger-Gemeinschaft hergestellt wurden. Ob
der deutlich höhere Preis von Champagner stets gerechtfertigt ist, sei dahingestellt.
Zweifellos bezahlt der Konsument vor allem bei Produkten der führenden Hersteller
auch das weltweite Marketing mit. Fakt ist aber auch, dass Champagner den strengsten
Herstellungsvorschriften aller Schaumweine unterliegt, deren Einhaltung durch
unabhängige Stellen kontrolliert wird.
|
| Champagner
Hersteller | Haus | Gruppe | Henri
Abelé Ayala Beaumet / Jeanmaire Beaumont des Crayères Besserat
de Bellefon Billecart-Salmon Binet Château de Bligny Henri Blin
et Cie Bollinger Boizel Ferdinand Bonnet Raymond
Boulard Canard-Duchêne De Castellane Cattier Charles de Cazanove Chanoine
Frères Deutz Drappier Duval-Leroy Gauthier Paul Goerg Gosset Heidsieck
& Co Monopole Charles Heidsieck Henriot Krug Charles
Lafitte Lanson Laurent-Perrier Mercier Moët & Chandon Mumm Bruno
Paillard Perrier-Jouët Piper-Heidsieck Pommery Louis Rderer Pol
Roger Ruinart Salon Marie Stuart Taittinger Thiénot de
Venoge Veuve Clicquot Ponsardin Vranken | Freixenet
Spanien Bollinger Laurent-Perrier Kooperative mit 240 Winzern Groupe
Boizel Chanoine Champagne unabhängig Groupe Binet, Prin et Collery Groupe
G.H. Martel & Co. Kooperative mit 31 Winzern unabhängigBoizel
Chanoine Champagne
Groupe Rémy-Cointreau unabhängig Alain
Thiénot Laurent-Perrier unabhängig Groupe Rapeneau Boizel
Chanoine Champagne Louis Rderer Familienunternehmen unabhängig Boizel
Chanoine Champagne - Rémy-Cointreau Vranken-Pommery Monopole Rémy-Cointreau unabhängig LVMH
Vranken-Pommery
Monopole
Boizel Chanoine Champagne Laurent-Perrier LVMH LVMH Pernod-Ricard unabhängig Pernod-Ricard Rémy-Cointreau Vranken-Pommery
Monopole unabhängig unabhängig LVMH Laurent-Perrier Alain
Thiéno
Taittinger Alain Thiénot Boizel Chanoine
Champagne LVMH Vranken-Pommery Monopole |
Champagnerkorken
ChampagnerkorkenDer Korken einer Champagnerflasche hat, wie bei allen Korken,
ursprünglich eine längliche zylindrische Form. Die bekannte Pilzform
mit konischem Fuß entsteht erst später. Der Korken wird stark komprimiert
in den Flaschenhals eingebracht. Mit der Zeit passt sich der Korken dem Flaschenhals
an und verliert während der Lagerung seine Elastizität. Nur der untere
Teil des Korkens, der mit dem Champagner in Berührung kommt, behält
noch länger seine ursprüngliche Elastizität. Daher weitet sich
der untere Teil des Korkens nach dem Öffnen der Flasche bis auf seinen ursprünglichen
Durchmesser, während das obere Fußstück aufgrund seiner Sprödigkeit
den Durchmesser des Flaschenhalses behält. Die Rückstellkraft dieses
Pilzes wird jedoch um so kleiner, je länger der Korken in der Flasche war.
Aus
Kostengründen ist der Champagnerkorken zweigeteilt. Während der obere
Teil des Korkens (der Kopf) aus Presskorken besteht, werden unten zwei Scheiben
aus Naturkorken angeklebt. Dieser Teil steht in unmittelbarem Kontakt zum Schaumwein.
Nach dem Verkleben wird der Korken geschliffen. Nach einer Qualitätsselektion
wird die Oberfläche häufig mit Paraffin versiegelt.
Diese Versiegelung erhöht die Dichtheit des Korkens | |
und erleichtert den Vorgang
des Verkorkens. Damit der Korken trotz des hohen Drucks in der Flasche bleibt,
wird er durch eine Agraffe und einen Champagnerdeckel gehalten.
Bei den
größeren Flaschenformaten bestehen die Korken komplett aus Naturkork,
jedoch gibt es auch hier verschieden miteinander verklebte Schichten von verschiedener
Korkqualität. Meist sind unten 2-3 Scheiben von guter Qualität, worauf
ein großes Stück von schlechterer Qualität folgt, das den Hauptteil
des Korkens ausmacht. Oft wir dann Oben auf den Korken noch eine Scheibe von guter
Qualität aufgesetzt, auf die auch der Name des Champagners aufgedruckt wird. Durch
Verwendung von Naturkork als Flaschenverschluss kann es auch bei hochwertigen
Champagner
zu geschmacklichen Fehltönen (umgangssprachlich: Korkton) kommen.
Champagner
- Etikett
Viele der kleinen Winzer überlassen zwar den Genossenschaften
Trauben für die Champagnerherstellung, wollen aber nicht auf die eigene Champagnermarke
verzichten. Die Genossenschaften stellen unterschiedliche Champagner her, die
dann auf einer Verkostung von allen Traubenlieferanten
probiert werden. Die Winzer kaufen dann der Genossenschaft einen Champagner ihrer Wahl ab und vermarkten diesen unter eigenem Namen. Daher stehen nur wenige
Großbetriebe hinter den mehr als 15.000 verschiedenen Champagnersorten.
Auf dem Etikett finden sich daher Kürzel, die auf die jeweilige Herkunft
aufmerksam machen:
NM:
Négociant manipulant. Handelshaus, das den Champagener ausbaut und selbst
vermarktet. In der Regel besitzen die Handelshäuser eigene Weinberge, kaufen
jedoch in erheblichen Umfang Traubenmaterial zu. RM:
Récoltant manipulant. Auf diese Weise werden die kleinen Winzerbetriebe
benannt, die den Champagner
(also das eigene Traubenmaterial) selbst ausbauen und vermarkten. CM:
Coopérative de manipulation. Genossenschaft, die das Traubenmaterial ihrer
Mitglieder ausbaut und vermarktet. RC:
Récoltant coopérateur. Ein Weinbauer,
der sein Traubenmaterial einer Genossenschaft zum Ausbau überlässt und
die eigenen Flaschen zwecks Vermarktung seiner eigenen Champagnermarke zurückerhält.
ND: Négociant distributeur.
Handelshaus, das fertig ausgebauten Champagener aufkauft und unter eigener Marke
vertreibt. MA: Marque d'acheteur.
Großabnehmer, der ein Handelshaus bittet, den Champager mit dem Etikett
seiner eigenen Marke zu versehen. Es handelt sich in der Regel um einfache Qualitäten.

Chaptalisieren bezeichnet
ein nach dem französischen Chemiker Jean-Antoine Chaptal (1756–1832) benannte kellertechnische Maßnahme zur Erhöhung des Alkoholgehalts von Wein durch Zugabe von Zucker.
Chardonnay
- Rebsorte
Chardonnay ist eine der populärsten Rebsorten der Welt.
Auch in Deutschland nimmt ihr Anbau beständig zu. Die Weine eignen sich für
viele Trinkanlässe Die internationale Erfolgssorte gewinnt auch in Deutschland
an Boden Wie viele andere alte Rebsorten hat auch der Chardonnay
seinen Ursprung in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur kam die Sorte
nach Frankreich und fand insbesondere im Burgund eine neue Heimat. Eine Siedlung
bei Tournus mit dem Namen "Chardonnay" könnte der Sorte | | ihren
Namen gegeben haben. Im Burgund kümmerten sich die Klöster um die Ausbreitung
und Pflege der Sorte. Seit Jahrhunderten steht der Chardonnay für große
Weißweine aus dem Burgund und auch in der Champagne spielt er eine essentielle
Rolle. In Deutschland erfolgte die Zulassung im Jahr 1991. Da jedoch schon in
früheren Jahren verschiedene Betriebe Pflanzgut aus Frankreich bezogen, sind
einige deutsche Chardonnay - Bestände wesentlich älter.
Bedeutung Chardonnay
ist eine der populärsten Rebsorten der Welt. Sie ist in praktisch allen weinbautreibenden
Ländern vertreten und besetzt weltweit eine Anbaufläche, die nahezu
der des Rieslings entspricht. Auch in Deutschland nimmt ihr Anbau langsam, aber
beständig zu. Alljährlich kommen 50 bis 100 Hektar dazu. Mit mehr als
1.000 Hektar Anbaufläche hat der Chardonnay nun einen Anteil an der deutschen
Gesamtrebfläche von etwa einem Prozent. Gerade in Bereichen mit einem traditionell
hohen Anteil an Burgundern (z.B. am Kaiserstuhl in Baden oder an der Südliche
Weinstrasse in der Pfalz) wird er mit guten und besten Ergebnissen angepflanzt.
Anbau Der Chardonnay stellt an den Standort ähnlich
hohe Ansprüche wie ein Weißburgunder oder auch ein Riesling. Randlagen
sind demnach ungeeignet. Am besten gedeiht er auf tiefgründigen, kalkigen
und warmen Böden. Chardonnay besitzt eine gute Winterhärte, er ist nicht
besonders anfällig gegen Krankheiten, lediglich die dünnen Beerenschalen
begünstigen die Botrytisbildung. Er wird weiträumig gepflanzt. Höhere
Stämme verbessern die Blühfestigkeit. Im Herbst reift er - ähnlich
wie der Weißburgunder - recht spät und kann kurz vor dem Riesling geerntet
werden. Die Oechslegrade liegen auf Weißburgunderniveau, bei geringen Erträgen
auch darüber. Die Säurewerte erreichen in geeigneten Lagen ein ansprechendes
Niveau. Ausbau/Geschmack Die meisten Weine werden trocken
ausgebaut. Neben dem Ausbau im Edelstahltank ist der Barrique - Ausbau bei dieser
Sorte sehr verbreitet. Dafür eignen sich allerdings nur hochwertige Grundweine.
Frische, fruchtige Weine werden auch versektet. Der Duft von Melonen, exotischen
Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln
ist typisch für den Chardonnay. Gehobene Qualitäten besitzen meist reichlich
Alkohol und Extrakt, sie sind stoffig und nachhaltig. Sind sie im Barrique ausgebaut,
ergänzen Holzaromen die primären Fruchtaromen. Genuss Da
Chardonnay in verschiedenen Qualitätsstufen vom frischen Qualitätswein
bis zur wuchtigen, trockenen Auslese angeboten wird, kann er für die verschiedensten
Anlässe eingesetzt werden. Leichte, junge Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte,
kräftige oder holzbetonte Weine passen zu Gebratenem ebenso wie zu herzhaftem
Käse. | | | |
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Cold
Duck - Mixdrinks
Wer neue, mitunter exotische Geschmackserlebnisse
sucht, kann mit Wein, Sekt, Spirituosen und anderen Zutaten wunderbare Mixdrinks
komponieren. Und es gibt ebenso Weine, die man gerne langsam, als Longdrink
im eigentlichen Sinne des Wortes genießt. Wer darüber hinaus andere,
mitunter exotische Geschmackserlebnisse sucht, kann mit Wein, Sekt, Spirituosen
und anderen Zutaten wunderbare Mixdrinks komponieren. Hier einige Anregungen.
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| Cold
Duck (Aperitif)
5 cl Riesling trocken oder halbtrocken 5 cl Riesling
Sekt brut
| Den
Wein in eine Sektflöte oder ein kleines Weißweinglas gießen.
Den Sekt dazugeben und einmal langsam umrühren. Ein kleines Stück Zitronenschale
einer unbehandelten Frucht in das Glas geben. |
| German
Glory (Aperitif)
4 cl Orangensaft 2
cl Grenadine 1 cl Zitronensaft
| Weißburgunder
Sekt brut Säfte und Grenadine in einer Sektschale mit drei Eiswürfeln
oder zwei Esslöffel Crush-Eis gut verrühren. Mit Sekt auffüllen,
einmal langsam umrühren. Mit einer halben Orangenscheibe garnieren. |
| Hawaii
Klassik 6 cl Scheurebe Spätlese 4 cl Ananassaft 4
cl Orangensaft 1
cl Pfirsichnektar 1 EL Zitronensaft 2
cl Pfirsichlikör
| Die
Zutaten im Shaker mit drei Eiswürfeln kurz schütteln. In ein Longdrinkglas
seihen und mit Crush-Eis auffüllen oder vier Eiswürfel dazugeben. Mit
einer Limonenscheibe und einem Stück Ananas oder einem Pfirsichviertel garnieren. |
| Hollywood
3
cl Orangenlikör 3
cl Grapefruitsaft 10 cl Riesling- oder Weißburgundersekt brut
| Den
Likör mit dem Saft und drei Eiswürfeln im Shaker kurz schütteln.
In eine Sektschale seihen. Mit dem Sekt auffüllen. Eine halbe Orangenscheibe
an den Glasrand stecken. |
| Jamaica
Dream 10 cl Spätburgunder trocken 4 cl weißer Rum 2
cl Orangensaft 1
cl Zitronensaft 1
cl Grenadine
| Alle
Zutaten mit drei Eiswürfeln in einem Longdrinkglas verrühren. Je eine
halbe Orangen- und Zitronenscheibe an den Glasrand stecken. |
| Kir
(Aperitif) 2 cl Crême de Cassis Grau- oder Weißburgunder
| Den
Cassis in ein 0,2 Liter fassendes Weinglas gießen und mit dem gekühltem
Wein auffüllen. |
| Kir
Imperial 2 cl Himbeerlikör Gutedel
oder Weißburgunder
| Den
Likör in ein 0,2 Liter fassende Weinglas gießen und mit dem gekühlten
Wein auffüllen. |
| Mitternachtszauber 6
cl edelsüßen Riesling 2 cl Weinbrand
(möglichst einen Riesling-Weinbrand
vom Winzer) 2 cl Ananassaft 1
EL Zitronensaft Rieslingsekt
brut
| Den Riesling
mit dem Weinbrand, dem Ananas- und Zitronensaft im Shaker mit drei Eiswürfeln
kurz schütteln. In ein Longdrinkglas seihen und mit dem Sekt auffüllen.
Mit einer Babyananasscheibe garnieren. |
| Pick
Me Up
3 cl Weinbrand 1
cl Zitronensaft 1
TL Grenadinesirup Rieslingsekt brut
| Den
Weinbrand mit dem Zitronensaft und dem Grenadinesirup im Shaker mit drei Eiswürfeln
kurz schütteln. In eine Sektschale seihen und mit dem Sekt auffüllen. Mit
einer Orangen- oder Zitronenscheibe garnieren. |
| Rosie
(Aperitif)
4 cl Campari 1
cl Orangenlikör 8
cl Grapefruitsaft 5 cl Riesling oder Weißburgundersekt brut
| Den
Campari mit dem Likör und den Saft mit drei Eiswürfeln im Shaker kurz
schütteln. In ein Longdrinkglas seihen und mit Sekt auffüllen. Eine
halbe Orangenscheibe an den Glasrand stecken. |
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Casselas
französisches Synonym für die Rebsorte Gutedel.
Den besonderen Reiz der Weine ermöglicht der geschmacksneutrale Charakter der Gutedelrebe. Damit kommt das Terroir in jedem Wein zum Ausdruck. Die älteste Kulturrebe ist 5000 Jahre alt
Im Jahr 2000 feierte das Markgräflerland im Süden Badens ein ganz besonderes Jubiläum: die dort heimische Rebsorte Gutedel wurde (etwa) 5.000 Jahre alt. Ihre Urheimat wird in Palästina vermutet, der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt als verbürgt. Vermutet wird danach eine Verbreitung an Römer und |
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Griechen durch die seefahrenden Phönizier. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel in französische Anbaugebiete. Südwestlich von Mâcon sollen die Reben bei dem Ort Chasselas angebaut worden sein, eine Erklärung für das bis heute in den französisch sprechenden Anbaugebieten gängige Gutedel-Synonym Chasselas. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen und südlich von Freiburg, dem heutigen Markgräflerland. Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, einer bekannten Weinbaugemeinde am Genfer See, Pflanzgut einführte.
Bedeutung
Als wohlschmeckende Tafeltraube wird der weiße (und der rote) Gutedel weltweit angebaut. Für die Weinerzeugung spielt er in der französisch sprechenden Schweiz eine dominante Rolle, in Südosteuropa gilt die "Mädchentraube" als Gutedel-Spielart und auch im Elsass stehen einige wenige Weinberge. In Deutschland konzentriert sich der Gutedelanbau nahezu ausschließlich auf das Markgräflerland zwischen Freiburg und Schweizer Grenze. Dort sind 1.100 der 3.000 Hektar Rebfläche des Weinbaubereichs mit der ältesten Kulturrebe bestockt. Die südbadische Spezialität behauptet ihre Anbaufläche seit Jahrzehnten. Daneben stehen an Saale-Unstrut noch 25 Hektar Weinberge, die mit Gutedel bestockt sind.
Anbau
Gutedelreben begnügen sich mit durchschnittlich guten Standorten, wollen allerdings vor zu kalten Winden geschützt stehen. Bevorzugt eignen sich tiefgründige, nicht zu trockene Böden, aber der Gutedel reift auch auf flachgründigen Gesteinsverwitterungs- und auf Kalkböden. Die Sorte ist relativ anfällig gegenüber Peronospora, rotem Brenner, Traubenwickler und Stiellähme. Bei mittelfrüher Reife und durchschnittlichem Mostgewicht können auf fruchtbaren Standorten 100 hl/ha erreicht werden. Eine höhere Qualität lässt ein Abwarten im Herbst zu, da die Beeren nicht sehr anfällig für Fäulnis sind.
Ausbau/Geschmack
Der besondere Reiz der Weine ist der eher geschmacksneutrale Charakter der Gutedelrebe. Damit kommen das jeweilige Terroir, Boden, Kleinklima und Lage des Rebstücks unverkennbar in jedem Wein zum Ausdruck. Die meisten Gutedelweine werden zu leichten, süffigen Trinkweinen ausgebaut. Aber es gibt zunehmend Spezialitäten im Prädikatsweinbereich, trockene Weine, die mitunter durch den biologischen Säureabbau eine besonders milde Art erhalten. Gutedelweine werden als sehr bekömmlich eingestuft.
Genuss
Die frischen Kneipweine schmecken jung getrunken am besten, gehobenere Qualitäten haben ein gewisses Alterungspotenzial von wenigen Jahren. Allerdings kann die ausgesprochen niedrige Säure nicht so zur Konservierung wie bei anderen Rebsorten beitragen. Die Zechweine werden gerne schon zum Frühschoppen oder auch zur Vesper getrunken. Feine Gutedel-Weine begleiten adäquat eine leichte Küche, z.B. Gerichte mit Seefisch, oder auch zarte Käsesorten. Die milde Art der Weine prädestiniert den Gutedel zudem auch für den Weingenuss außerhalb des Essens.
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Crossoverküche
und Wein
Internationale Crossover-Küche - Deutscher Wein spricht
alle kulinarischen Sprachen Die Weltoffenheit und Reiselust der Deutschen
beschert ihnen immer wieder neue Genüsse. Zahlreiche geschmackliche Eindrücke,
die wir von unseren Reisen mitbringen, etablieren sich bald als fester Bestandteil
in unserem Leben. |
| Vor
allem die unterschiedlichen Aromen, die unsere kulinarischen Impressionen geprägt
haben, mutieren zu Hause zu exquisiten interkulturellen Erlebnissen. Und das Schönste
dabei ist: Deutscher Wein fügt sich wunderbar in diese kulinarische Sprachvielfalt
ein und harmoniert vortrefflich mit dem multikulturellen Mix. Deutscher
Wein ist ein Kosmopolit, versichert das Deutsche Weininstitut (DWI). Crossover
nennt sich die neue Küchenfreiheit, die verschiedene Kochstile und Aromen
in einem Gericht vereint. Eine solche Kreuzung entsteht, wenn man beispielsweise
asiatische Aromen mit klassisch europäischer Küche vereint, wenn etwa
Eckart Witzigmann die Currysuppe mit Hähnchen und Garnelen serviert oder
der junge Fernsehkoch Zacherl Provençalisches Ratatouille mit Sesamkörnern
und Kokosmilch würzt. Viel leichter als man zunächst glaubt ist die
Weinauswahl zu Crossover-Gerichten. Denn das interkulturelle Miteinander
lockt auch im Wein die vielfältigsten Aromen hervor und komponiert sie zu
neuen viel versprechenden Genüssen. Die neue Lust an den verrückten
Kombinationen geben auch bislang weniger beachteten deutschen Rebsorten eine neue
Chance, findet Christian Frens, Sommelier im bekannten Fischers Restaurant
in Köln, auch wenn der Riesling in der neuen interkulturellen Aromenvielfalt
das Feld der idealen Weinbegleiter beherrscht. Die Begleitung asiatisch
gewürzter Gerichte ist für deutschen Riesling ein echtes Heimspiel,
weiß der engagierte Weinberater. Zu Ingwer ist er geradezu ein Muss.
Aber auch andere in letzter Zeit etwas in den Hintergrund geratene Rebsorten erleben
mit der Lust zum multikulturellen Würzcocktail eine Renaissance.
Scheurebe geht eine wunderbare Allianz mit Zitronengras ein, schwärmt
der Kölner Sommelier, während Sojasauce in ihren Variationen vorzüglich
mit schmelzigem Silvaner harmoniert. Rebsorten wie Muskateller erleben mit dem
neuen Küchentrend einen zweiten Frühling. Besonders leicht haben
es dabei die Classic-Weine, die mit ihrer geschmacklichen Ausgewogenheit und Harmonie
in diesem kulinarischen Miteinander ideale Tischnachbarn sind.
Crossing
over mit deutschen Weinen ist mehr als ein neuer Trend es ist ein kulinarisches
Lustprinzip, bei dem die reichhaltige Auswahl für jede Kreuzung
den passenden Tropfen bereit hält. Denn der deutsche Wein spricht viele Sprachen.
So gelingt die multikulturelle Allianz: Crossover-Küche erlaubt
dem Genießer eine Reise durch die Welt der Aromen. Hier ein paar Tipps,
von Christian Frenz, Sommelier und Weinberater in Fischers Restaurant in
Köln, wie diese multikulturelle Vielfalt mit deutschem Wein korrespondiert.
So wird die Kombination zum unterhaltsamen Erlebnis für Genießer. Die
"Pflicht Bei aller Rücksicht auf die verschiedenen Aromen
im Gericht, sollten zunächst die Grundregeln der Wein- und Speisen-Kombination
berücksichtigt werden: Zu gehaltvollen Saucen oder Suppen, beispielsweise
mit Sahne verfeinert, sind reife Weine mit Schmelz gefragt, wie sie die Burgundersorten
hervorbringen. Ein hoher Säuregehalt im Wein würde dabei die Harmonie
stören. Garmethoden wie Grillen, Braten, Pochieren, Gratinieren
bei jeder Methode entstehen andere dominante Aromen, die dem Gericht die geschmackliche
Richtung geben. Röstaromen, wie sie beim Braten und Schmoren entstehen,
suchen im Wein nachhaltige Tannine. Ein kräftiger Rotwein, der je nach Intensität
des Gerichts auch einige Zeit im Barrique-Fass verbringen durfte, ist dafür
ein geeigneter Begleiter. Pochieren als milde Garmethode lässt immer dem
Grundstoff (Fleisch oder Fisch) den Vortritt. Hier nimmt der Wein Rücksicht
auf die Rohstoffe.
Schärfe bildet vor allem bei Crossover
Gerichten mit asiatischem Touch eine dominante Rolle. Der passende Wein darf eine
leichte Restsüße mitbringen, wie sie viele Classic-Weine aufweisen.
Rotwein darf durchaus mit einem kräftigen Alkoholgehalt auftreten, beim Weißwein
ist entsprechend ein ausdrucksvoller Schmelz gefragt.
Die "Kür Die
Kür der Wein-und Speisenkombination geht auf die einzelnen Zutaten
und Gewürze ein. Die Kombination der Crossover-Küche zum Wein nimmt
stets das dominanteste Aroma als Maßstab für die Weinauswahl. Hier
eine Auswahl der wichtigsten Gewürzstoffe:
Tandoori-Gewürze: Scharfe
und intensive Aromenpower - dazu empfiehlt sich ein Wein mit feiner Restsüße,
der das kraftvolle Miteinander noch zusätzlich unterstützt. Ingwer:
Ein Heimspiel für den Riesling! Dabei gilt: je intensiver der
Ingwergeschmack, um so gehaltvoller der Wein. Ideale Voraussetzungen bieten die
Classic-Weine mit ihrer ausgewogenen Harmonie.
Zitronengras: Das zarte
Zitronen-Heu-Aroma mit einem Hauch von Rosen harmoniert perfekt mit Weinen der
Sorte Scheurebe, die diese Aromen aufgreift und intensiviert. Kokosmilch:
Sie fügt einem Gericht Milde und manchmal leichte Süße hinzu.
Der passende Wein braucht Schmelz und ein rundes, weiches Aroma: z.B. ein geschmeidiger
Grauburgunder, der auch leicht lieblich ausgebaut sein darf. Sojasauce:
Die universelle salzige Würzsoße sucht im Wein eher zurückhaltende
feine Aromen mit zartem Schmelz, beispielsweise einen ausdrucksvollen Silvaner
aus Rheinhessen.
Filoteig: Die asiatische Mehlspeise wird vielseitig verwendet.
Bei der Weinauswahl sollte man vor allem die Garmethode und das Innenleben der
Filoteigrolle berücksichtigen:
Gefüllt z.B. mit Fisch und dann in
Öl ausgebacken der Wein dazu muss den Röstaromen ein Gegengewicht
bieten. Ein im Barrique ausgebauter Spätburgunder oder ein kräftiger
Lemberger halten geschmacklich leicht mit.
Eine Füllung mit Ziegenkäse,
der beim milden Pochieren zum Schmelzen gebracht wird, sucht im Wein eher die
floralen Noten eines Rivaners oder Muskatellers. Je kräftiger der Käse,
um so ausdrucksvoller sollte der Wein sein.
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