Auf
dieser Seite: Eiswein, Eibling, Etikett, Wein, Anbaugebiete, Ahr, Aroma, Auslese
Edelfäulepilz, Botrytis cinerea, der große Schäden auf unreifen Beeren verursachen kann (Rohfäule, die Trauben reifen nicht mehr und fallen ab). Willkommen ist der Botrytis jedoch bei warmen und trockenem Wetter, das eine Steigerung der Qualität des Weines bewirkt (Perforierung der Traubenhaut, bessere Verdunstung des Wassers, Erhöhung der Zuckerkonzentration) und zur "Edelfäule" führt. (Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Auslese).
Edelreis
(Plural: Edelreiser) ist ein wenige Zentimeter langes Teilstück einer Pfropfrebe. Abgeschnittene einjährige Triebe einer wertvollen Sorte werden aufgepfropft auf eine Sorte von einer minderen Qualität. Wird verwendet bei der Vermehrung von Rebsorten.
Eiswein
Eiswein:
aus Trauben, bei denen das gleiche Mindestmostgewicht wie bei einer Beerenauslese
erreicht wurde und die Trauben in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius
gelesen und gefroren gekeltert werden, so dass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst
wird.
Elbling
- Rebsorte Der erfrischende Elbling gehört zu den ältesten kultivierten
Weißweinreben Europas. Die Winzer
an der Obermosel verweisen auf eine 2000-jährige Anbautradition. Die
regionale Spezialität erfrischt als Wein und Sekt. Der Elbling gehört
zu den ältesten kultivierten Weißweinreben Europas. Die Römer
nannten ihn wohl "Vitis alba", die "Weiße Rebe". Sprachforscher
nehmen an, dass sich aus dem Wort "alba" über die Begriffe "Alben"
und "Elben" die Bezeichnung "Elbling" formte. Bei Historikern
überwiegt die Ansicht, dass die Römer den Elbling schon | | vor 2.000 Jahren nach Deutschland brachten, aber auch ein Umweg über Gallien wird für möglich gehalten. Über Jahrhunderte, vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, besaß der Elbling eine weite Verbreitung in Deutschland, seinen Nachbarregionen
und auch in Osteuropa. Man nimmt an, dass die Abschaffung der Zehntweine den Rückgang
des Elblings begünstigte. Heute ist er in der deutschen Weinlandschaft eine
Spezialität, die fast ausschließlich an der Mosel angebaut werden darf.
Gerade die Winzer der Obermosel verweisen auf eine 2000-jährige Anbautradition.
Bedeutung Statistisch
betrachtet bewegt sich der Elbling mit 610 Hektar bei deutlich weniger als einem
Prozentpunkt Anteil an der deutschen Rebfläche. Im Weinanbaugebiet Mosel
- Saar - Ruwer erreicht er nahezu sieben Prozentpunkte und ist damit die drittwichtigste
Rebsorte. Insbesondere am südlichen Flusslauf der Mosel, der sogenannten
Obermosel südwestlich von Trier, und an den Hängen der Sauer gedeiht
die Rebsorte. Die Anbautendenz ist leicht rückläufig.
Anbau Die
an der Obermosel vorherrschenden Muschelkalkböden weisen schon auf den von
der Rebsorte bevorzugten Boden hin. Wenngleich die frühreifende Sorte keine
großen Ansprüche an den Standort stellt, so erhält sie auf Muschelkalk
doch am besten ihre typische Frische. Die Sorte verlangt Aufmerksamkeit beim Pflanzenschutz,
da die dünnhäutigen Trauben Oidium- und auch Peronospora - gefährdet
sind. Meist bringt der Elbling genug, mitunter reichlich Ertrag, insbesondere
im Qualitätsweinbereich. Vereinzelt werden auch Qualitäten im Kabinettwein-
und Spätlesebereich erzeugt. Ausbau/Geschmack Eine
Säure, die etwa auf Riesling - Niveau liegt, aber etwas weicher ausfällt,
prägt die Grundweine. Sie werden entweder zu frischen, süffigen, eher
neutralen Tischweinen ausgebaut oder aber versektet. Da 80 Prozent der Elblingproduktion
an Kellereien gehen und dort Weinen und Sekten ihre Spritzigkeit verleihen, haben
rebsortenreine Elblingweine- und klassisch vergorene Sekte aus den Weingütern
nahezu Raritätenstatus. Sehr selten ist die Mutation "Roter Elbling",
die auch als Weißweinsorte gilt, zu finden; seit 15 Jahren ernten und vergären
ein paar wenige Winzer
die rötlichen Beeren getrennt und erzeugen eigenständige, extraktreiche
lachsfarbene Weine. Die Nachfrage nach dieser Rarität übersteigt verständlicherweise
das Angebot. Genuss Leichtigkeit, Spritzigkeit und Frische
zeichnen Weine und Sekte aus der Rebsorte Elbling aus. Diese macht sie zu unkomplizierten
Durstlöschern für schöne Sommertage. Der Qualitätswein garantierten
Ursprungs "Obermosel Elbling trocken", abgefüllt in weiße
Schlegelflaschen, erfüllt höhere sensorische Ansprüche und liefert
ein einheitliches Geschmacksbild. Er empfiehlt sich zur deftigen Brotzeit, aber
auch zu Fisch und Meeresfrüchten. |
| |
|
|
| | |
Erdebeer
Bowle Ein prickelnder Klassiker
Die Bowle ist ein erfrischendes Sommergetränk
aus Wein und Sekt mit Früchten oder Kräutern. Für alle Rezepte
gilt, dass man erst kurz vor dem Ausschenken den Sekt zugibt, während der
Ansatz mit stillem Wein erfolgt. Bei diesem fruchtigen Mischgetränk kann
eigentlich nichts schief gehen, vorausgesetzt, es werden einige einfache Grundregeln
beachtet:Je weniger Zutaten, desto leichter gelingt die Bowle. · Jede Bowle
ist | |
so gut wie der Wein und Sekt, den man dafür verwendet. Denn nur gute Zutaten ergeben eine gute Bowle, dazu gehören deutsche Qualitätsweine, leichte Kabinettweine
und fruchtige Winzersekte. ·
Nur frische und gutgereifte Früchte
verwenden. · Die Früchte behutsam schälen und zerkleinern, nicht
zerdrücken. · Die Früchte mit wenig Zucker bestreuen oder mit
Traubenlikör marinieren, so erschließt sich das Aroma. Wer süße
Bowlen bevorzugt, nimmt liebliche Weine. · Sekt und Mineralwasser - gut
gekühlt - erst kurz vor dem Servieren hinzugeben, damit die Bowle möglichst
lange prickelt · Die richtige Bowlentemperatur liegt etwa bei 5 bis 8°
C also etwas kühler als die normale Serviertemperatur für Wein. ·
Eiswürfel nicht direkt in die Bowle geben, denn davon wird sie wässrig.
Tipp: Bowlengefäß in ein größeres, mit Eisstücken gefülltes
Gefäß stellen oder die kleinen bunten mit Wasser gefüllten Plastikgarnituren
in Form von Früchten benutzen, die tiefgefroren die Bowle kühlen, ohne
sie zu verwässern.
|
| |
|
Für
Rotwein-Bowlen gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für Weißwein-Bowlen.
Besonders geeignet sind die weniger gerbstoffbetonten Sorten, wie Trollinger und
Portugieser oder jugendliche Weißherbste, die sich besonders für Bowlen
aus Kirschen oder mit dunklen Beeren empfehlen.
Übrigens: Wenn die
Bowle zur Neige geht, nicht verlängern. Wenn sie alle ist, lieber noch einen
guten Wein servieren. Denn britische Kolonialoffiziere sollen die "Erfinder"
der Mixspezialität gewesen sein: |
|
Als Mittel zur Stärkung und gegen die Langeweile ließen sie sich in Indien von ihren Dienern ein Getränk aus mindestens fünf Zutaten
"brauen", das sie sich dann in einer großen "Bowl" servieren
ließen.
| |
Mit den Briten begann im 18. Jahrhundert der Siegeszug derBowlen nach Europa:
Zunächst dem Adel vorbehalten, wurde bald auch in gutbürgerlichen Kreisen
das "Bowle-Trinken" zum Zeitvertreib. Vom Lieblingsgetränk der
feinen Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert entwickelte sich die Bowle zum
Partyrenner der fünfziger Jahre - und findet heute als belebendes und frisch-fruchtiges
Sommergetränk wieder zunehmend Freunde. |  | Genussvolle
Bowlen mit deutschen Weinen und Sekten
Erdbeerbowle
Einen großen Teller mit frischen Erdbeeren vorbereiten. Größere
Früchte halbieren oder vierteln. Mit Zucker überstreuen und Saft ziehen
lassen oder mit Traubenlikör marinieren. Anschließend Früchte
und Saft in einen Bowlentopf geben und mit einer kleineren Weinmenge ziehen lassen.
Später vier bis fünf Flaschen Wein z. B. gut gekühlten Rosé
oder Weißherbst dazugeben. Bowlentopf möglichst in Eis stellen. Kurz
vor dem Servieren eine Flasche deutschen Winzersekt dazugeben und genießen... Pfirsichbowle Sechs
bis acht reife Früchte schälen, halbieren und Steine entfernen. Zerteilte
Früchte mit Zucker überstreuen und ziehen lassen. Dann mit 3 bis 4 Flaschen
Wein z.B. einem Riesling oder Silvaner auffüllen und möglichst in Eis
einige Stunden ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren eine Flasche deutschen Winzersekt
dazugeben, das bringt den letzten Pfiff. Himbeerbowle Frische
Himbeeren vorsichtig reinigen und mit Zucker bestreuen. Danach die Bowle wie eine
Erdbeerbowle zubereiten. Zum Schluss eine Flasche Winzersekt z.B. Weißburgunder
oder Silvaner, dazugeben und servieren.
Melonenbowle
Eine
kleine Melone schälen, von Mark und Kernen befreien, in dünne Scheiben
schneiden und mit Zucker bestreuen. Mit einer kleinen Menge Wein, z.B. einem Grauen
Burgunder oder einem reifen Riesling, übergießen und einige Stunden
ziehen lassen. Danach mit drei Flaschen Wein auffüllen und noch einige Zeit
auf Eis ziehen lassen. Kullerpfirsich In
eine Sektschale einen kleineren, geschälten Pfirsich legen, der von allen
Seiten mit einer Gabel eingestochen wurde. Danach mit Rieslingsekt auffüllen,
dann beginnt sich der Pfirsich im Glas zu drehen. Gleichzeitig teilt die Frucht
ihr dezentes Aroma dem spritzigen deutschen Winzersekt mit. |
| |
|
| |
Etikett
Ein Weinetikett ist die Visitenkarte eines Weines. Es vermittelt vielfältige Informationen, die beim Weineinkauf wichtig sind.
|
Beim Weineinkauf existieren wichtige Informationen: Jahrgang, Rebsorte, Herkunft, Qualitätsstufe, Weinart, Geschmacksangabe, Alkoholgehalt, den Erzeugernamen, die amtliche Prüfnummer.
Teilweise sind solche Angaben Pflicht, teilweise sind sie freigestellt. Obligatorische Angabe bei einem deutschen Qualitätswein oder Qualitätswein mit Prädikat |
|
Auf
dem Etikett angegeben sein müssen außerdem die amtliche Prüfnummer,
der Erzeuger (Gutsabfüllung/Erzeugerabfüllung) oder Abfüller, der
vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent und der Flascheninhalt. Erlaubt ist
die Angabe des vorhandenen Restzuckergehaltes, doch dies wird selten mitgeteilt.
Der Jahrgang darf nur angegeben sein, wenn mindestens 85 % des Weins aus der Ernte
des jeweiligen Jahrgangs stammt. Die Nennung einer Rebsorte ist erlaubt, wenn
85 % der Trauben von dieser Sorte stammen und damit geschmacksprägend sind.
Auch drei Rebsorten dürfen (in absteigender Reihenfolge nach ihrem Mengenanteil)
genannt werden, wenn der Wein vollständig von ihnen stammt.
Differenzierte
Hinweise auf dem Etikett sind eigentlich ein Informationsvorteil für den
Verbraucher. Andererseits sind viele Konsumenten, die beim Weinkauf nicht beraten
werden, überfordert und verunsichert. Was
die Orientierung erleichtert: Die amtliche Prüfnummer gibt eine Garantie
für einen qualitativen Mindeststandard ebenso wie der (gute) Name eines Erzeugers.
Die Rebsorte beeinflusst Duft und Geschmack erheblich, ebenso wie die Geschmacksrichtung,
die bei trockenen und halbtrockenen Weinen meistens angegeben ist. Die Weinlage
ist eine Orientierung, aber eher für Kenner von Bedeutung. Mehrere Erzeuger
können aus einer Weinlage durchaus unterschiedliche Weine liefern. Seit
geraumer Zeit bemühen sich die Weinabfüller, die Weinetiketten nicht
mit zu vielen Angaben zu überfrachten. Mehr Klarheit durch übersichtliche
Optik heißt die Devise. Manche Erzeuger stellen für ihre Weine nur
noch den Erzeugernamen, die Geschmacksrichtung und Rebsorte heraus und verzichten
auf Weinlagenangaben. Andere platzieren die nicht obligatorischen Angaben auf
einem Rückenetikett, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Seit einigen
Jahren erfahren Weinetiketten auch eine kreative Aufwertung. Grafisch modern gestaltete
Versionen zeigen, dass die deutschen Winzer
mit dem Zeitgeschmack gehen.
Extra herb - extra brut - extra dry
Geschmacksgrade
:
Wein + Schaumwein
Unterschieden werden bei Wein und Schaumwein folgenden
Geschmacksgrade:
Geschmacksgrade
Wein | | | |
Restzuckergehalt | | trocken | maximal
9 g/l | | halbtrocken | maximal
9 bis 18 g/l | | lieblich | über
18 g/l, bis 45 g/l | | mild | über
45 g/l. | |
Geschmacksgrade
Schaumwein | deutsch | franz. | engl. | ital. | russ. |
extra
herb |
extra
brut |
|
|
|
herb | brut | |
|
|
extra
trocken | très
sec | extra
dry | |
|
trocken | sec | dry | secco
asciutto | suchoy |
halbtrocken | demi-sec | medium
dry | aboccato | polsuchoy |
mild | doux | sweet | dolce | slatkoy |
| Restzucker Schaumwein |
deutsch | franz. | engl. | ital. | Restzucker |
extra
herb |
extra
brut |
|
|
0
- 6 g/l |
herb |
brut |
|
<
als 15 g/l |
extra
trocken |
très
sec |
extra
dry |
|
12 - 20 g/l. |
trocken |
sec |
dry |
secco
asciutto |
20 - 35 g/l |
halbtrocken |
demi-sec |
medium
dry |
aboccato |
35 - 50 g/l |
mild |
doux |
sweet |
dolce |
über
50 g/l |
|