Gärung Der
Kellermeister hat vielfältige Aufgaben zu erledigen, bis der in Flaschen
gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann. Die
Weinbereitung im Keller Wein ist
das Erzeugnis, das ausschließlich durch vollständige oder teilweise
alkoholische Gärung der frischen, auch eingemaischten Weintrauben oder des
Traubenmostes gewonnen wird, heißt es im deutschen Weingesetz. Dahinter
stehen vielfältige Aufgaben des Kellermeisters, bis der in Flaschen gefüllte
Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann. Maischen
und Keltern Die Arbeit beginnt nach der Lese mit dem Entladen der Traubenbütten
an der Kelterstation. Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach
der Lese sofort schonend gepresst (Ganztraubenpressung) oder entrappt (von Stielen
und Stängeln befreit), gemaischt und entweder sofort oder nach kurzen Maischestandzeiten
gepresst. Die Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen bzw. Mahlen
der Trauben entsteht.

Bei der Rotweinbereitung
sind im wesentlichen zwei Verfahren üblich: Maischegärung, dabei lässt
man die Maische solange gären, bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst
sind und lässt den abgepressten roten Most dann endgültig vergären.
Thermische Maischebehandlung, dabei wird die Maische kurze Zeit erwärmt bzw.
erhitzt, um die Farbstoffe zu lösen. Nach Abkühlung der Maische erfolgt
die Kelterung und Vergärung des so gewonnenen roten Mostes. Viele Winzer
arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren bei der Rotweingewinnung.
Wird die Maische aus roten Trauben sofort abgepresst, ist das Ergebnis Roséwein
oder der Weißherbst. Mostbehandlung
und Anreicherung Nach Vorklären des Mostes auf natürliche
Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines Separators (durch Zentrifugation) oder
eines speziellen Filters, empfiehlt es sich, schon vor der Gärung bestimmte
kellertechnische Behandlungen durchzuführen. Es wirkt schonender, wenn man
zur Entfernung eventuell vorhandener störender Inhaltsstoffe bestimmte Methoden
anwendet (zum Beispiel Bentonitbehandlung zur Vermeidung von Eiweißtrübungen).
In Weinjahrgängen mit zu hohen Säurewerten dürfen die Winzer Moste
oder Wein mittels kohlesaurem Kalk behandeln und entsäuern. Die natürlich
vorhandenen Hefen im Most genügen oft nicht, um eine spontane Gärung
herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute zunehmend auf den Einsatz
von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang bringen. Bei Tafel-
und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes zulässig. Auch
in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man sich
dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere Alkoholausbeute
durch Zugabe von Zucker zu erreichen.
Das EU-Recht erlaubt hierzu die Zugabe
von Saccharose oder die Zugabe von konzentriertem Traubenmost oder die Zugabe
von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) bei Tafelwein die teilweise Konzentrierung
durch Kälte. Dabei müssen bestimmte analytische Grenzwerte berücksichtigt
werden. Der Höhe des Zusatzes und den damit verbundenen Alkohol-Volumenänderungen
sind strenge Grenzen gesetzt. Das deutsche Weingesetz schränkt die EU-rechtlichen
Möglichkeiten im Gegensatz zu anderen Anbauländern drastisch ein: die
Anreicherung ist bei Qualitätsweinen mit Prädikat ausnahmslos verboten. Die
Gärung Bei einfachen bis mittleren Qualitäten ist die alkoholische
Gärung bei Temperaturen 14 - 20 Grad Celsius und unter Bildung von Alkohol
und Kohlensäure innerhalb von acht bis zehn Tagen beendet. Bei hochwertigen
Mosten mit hoher Zuckerkonzentration kann die Gärung sogar Monate dauern
(zum Beispiel bei Trockenbeerenauslesen). Der Gärungsverlauf wird oft durch
Kühlung oder Erwärmung gesteuert. Auch mit Hilfe von Edelstahl-Druckbehältern
kann eine gezügelte Gärführung erreicht werden. Damit ist es beispielsweise
möglich, einen Wein nicht ganz durchgären zu lassen, sondern eine bestimmte
Menge Fruchtzucker als Restzucker zu erhalten. Das hefetrübe, noch gärende
Produkt bezeichnet man auch als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser.
Nach Beendigung der Gärung nennt man es Jungwein.

Der
Ausbau von Wein Nach Beendigung der Gärung wird der Hefetrub, der
sich am Fass- oder Tankboden abgesetzt hat, vom Jungwein getrennt. Man nennt diesen
Vorgang Abstich. Danach wird der Wein häufig geschwefelt, um Aldehyde, die
den Weingeschmack beeinflussen könnten, zu binden und um den Wein vor Oxydation
zu schützen. Vor allem bei Rotwein wird oft Wert auf den biologischen Säureabbau
gelegt, bei dem unter Mitwirkung von Milchsäurebakterien die Apfelsäure
im Wein reduziert wird (biologischer Säureabbau bzw. malolaktische Gärung).
Der zweite Abstich erfolgt meist in Verbindung mit einer Schönung.
Hierbei werden dem Wein Schönungsmittel zugesezt, die feinste Trubteilchen
binden und beim Abstich entfernt werden. Die Restsüße
eines Weines lässt sich durch Gärungsunterbrechung oder Zugabe von unvergorenem
Traubenmost kurz vor der Abfüllung erreichen. Bei sehr hohen Qualitäten
wie Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eiswein kommt es sehr
häufig vor, dass der Zucker nicht vollständig vergärt und so auf
natürliche Weise Restzucker im Wein erhalten bleibt. Reife
und Abfüllung Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass und nach
der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife, kann die Weinqualität
und den Geschmack entscheidend beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt, dass Verbraucher
heute vornehmlich junge und frische Wein bevorzugen, werden Weißweine oft
nach kurzer Lagerung abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige Spitzenweine
werden hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen gefüllt.
Bei Rotweinen und auch bei weißen Burgundersorten ist
die Lagerung in kleinen, ungebrauchten Eichenholzfässern (Barrique) in den
letzten Jahren zunehmend populär geworden.
Die Flaschenfüllung
erfolgt heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen
Abfüllanlagen unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung.
Die Flaschen werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig
auszuschließen und nach der Füllung sofort mit Korken oder Schraubverschlüssen
abgeschlossen. Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern
die Flaschen in temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Versand gehen.
Die Ausstattung durch Etikett und Kapsel wird je nach Betriebsstruktur direkt
nach der Abfüllung oder später nach Bedarf vorgenommen.
Geschichte - Wein Tradition
- 2000 Jahre
Die Reben von heute sind das Ergebnis eines Jahrtausende alten Ausleseprozesses. Mit den Römern erreichte der Weinbau vor 2000 Jahren den deutschsprachigen Raum.
Die am besten schmeckenden und für den Weinausbau am meisten geeigneten Wildreben wurden zur Vitis vinifera kultiviert.
Frühe Nachweise für den Weinanbau finden sich bereits mehrere Jahrtausende vor Christus, insbesondere in den Hochkulturen des Nahen Ostens, die unter anderem den heutigen Staaten Ägypten, Iran oder Israel entsprechen. Doch auch aus Griechenland und dem heutigen Italien gibt es vorchristliche Nachweise für den Weinbau. In Kleinasien wurde der Weingott Dionysos verehrt, die Römer
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erfanden den Weingott Bacchus für ihren Weinkult.
Im Zuge der Eroberung germanischer Gebiete durch die Römer - diese hatten den Weinbau von den Griechen und Etruskern übernommen - erreichte der Weinbau vor etwa 2000 Jahren auch den deutschsprachigen Raum. Karl der Große regelte im 8. Jahrhundert den Anbau der Reben, die Weinbereitung und auch den Verkauf. Die Klöster waren Zentren der Weinkultur; Wein ein Volksgetränk. Für das Mittelalter ist eine Ausbreitung des Weinbaus auf nahezu Gesamtdeutschland belegt. Nach 1500 nahm die Rebfläche aufgrund klimatischer Veränderungen, der Verbesserung der Bierherstellung und der Zunahme des Weinimports ständig ab.
Noch im vorletzten Jahrhundert stand in vielen Weinbergen der "gemischte Satz", eine Kombination mehrerer Rebsorten. Im ausgehenden 19. Jahrhundert brachte die Reblauskatastrophe den Weinbau nahezu zum Erliegen. Viele gebietstypische Sorten verschwanden. Mit Pfropfreben auf resistenten amerikanischen Wurzeln - diese wurden später zwingend vorgeschrieben - wurde um die Jahrhundertwende ein Neuanfang gemacht. Durch die Rebenzüchtung entstand ein ausgewähltes Sortiment von Standardsorten, die heute den deutschen Weinbau im wesentlichen ausmachen.
Anschaulich zeigen verschiedenen Weinbaumuseen in den Anbaugebieten die Weinhistorie. Etwa das Weinmuseum in Speyer, das Moselweinmuseum in Bernkastel-Kues oder das Deutsche Weinbaumuseum in Oppenheim .
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Geschmacksgrade : Wein + Schaumwein
Unterschieden werden bei Wein und Schaumwein
folgenden
Geschmacksgrade:
Geschmacksgrade
Wein | | | |
Restzuckergehalt | | trocken | maximal
9 g/l | | halbtrocken | maximal
9 bis 18 g/l | | lieblich | über
18 g/l, bis 45 g/l | | mild | über
45 g/l. | |
Geschmacksgrade
Schaumwein | deutsch | franz. | engl. | ital. | russ. | extra
herb | extra
brut | |
|
|
herb | brut | |
|
|
extra
trocken | très
sec | extra
dry | |
|
trocken | sec | dry | secco
asciutto | suchoy | halbtrocken | demi-sec | medium
dry | aboccato | polsuchoy | mild | doux | sweet | dolce | slatkoy |
Restzucker Schaumwein |
deutsch | franz. | engl. | ital. | Restzucker | extra
herb | extra
brut | |
|
0
- 6 g/l | herb | brut | |
weniger
als 15 g/l | extra
trocken | très
sec | extra
dry | |
zw. 12 und 20 g/l. | trocken | sec | dry | secco
asciutto |
zw. 20 und 35 g/l | halbtrocken | demi-sec | medium
dry | aboccato |
35 - 50 g/l | mild | doux | sweet | dolce | über
50 g/l |
Geschmacksrichtungen bei Wein
Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben.
Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker.
Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen.
Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.
Halbtrockene Weine dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18).
Liebliche Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht.
Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.
Gesundheit
und Wein
Aktuelles aus der Weinforschung:Studie bestätigt: Mäßiger
täglicher Weingenuß senkt Infarktrisiko um bis zu 60%!
Gilt
mäßiger Weingenuß schon seit langem als gesundheitsförderlich,
so hat dies jetzt eine klinische Studie eindrucksvoll belegt. Unter Leitung von
Universitäts-Professor Dr.med. K.Jung von der Johannes-Gutenberg-Universität
in Mainz nahmen 90 Männer im Alter von 45-60 Jahren an der 8-wöchigen
Studie teil. Zu je einem Drittel tranken sie zum Abendessen jeweils 0,4 l Rotwein,
Weißwein bzw. Wasser. Am Anfang und am Ende des Versuchszeitraumes erfolgte
eine ausführliche körperliche Untersuchung inkl. Gewicht, Blutdruck,
EKG. Außerdem wurden an insgesamt 4 Terminen 14 herzrelevante Werte analysiert. Das
Ergebnis war eindeutig:Besonders Weißwein senkt den Gerinnungsstoff Fibrinogen
im Blut. Die dadurch herabgesetzte Blutgerinnung vermindert die Bildung von Blutpropfen
in den Gefäßen und schützt vor Herzinfarkt.
Wein erhöht das "gute" HDL. HDL transportiert Cholesterin
von den Körperzellen zur Leber. Ein hoher HDL-Choleterin-Wert ist daher ein
Schutzfaktor vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und damit vor Koronarer
Herzkrankheit und Herzinfarkt. Weingenuß schützt durch die enthaltenen
Phenole vor Gefäßschäden. Phenole sind hocheffektive Antioxidantien
sie verhindern schädigende Saurstoffverbindungen, sogenannte "freie
Radikale" in den Körperzellen, die u.a. für Krebs und Herzgefäßerkrankungen
verantwortlich gemacht werden. Fazit: Wer täglich zwischen
0,2l (Frauen) 0,4l (Männer) Wein zu sich nimmt fördert seine Gesundheit!
Geprüfte
Qualität im Glas Geschulte Weinprüfer bewerten nach mehr oder
weniger allgemein verbindlichen Maßstäben und Standards. Diese sollen
messbar und nachprüfbar sein. Folglich bringt man dem
guten Tropfen mehr oder weniger Wertschätzung entgegen. Weinprüfer versuchen,
aus der Summe der sensorischen Eindrücke objektive Qualitätsmaßstäbe
abzuleiten. Geschulte Weinprüfer bewerten nach mehr oder
weniger allgemein verbindlichen Maßstäben und Standards. Diese sollen
messbar und nachprüfbar sein. Ein Qualitätsbegriff lässt sich aus
dem Weingesetz und den damit verbundenen Vorschriften ableiten. Umfangreich ist
das Weinrecht der Europäischen Union, das die Rahmenbedingungen festlegt.
Umfangreich sind auch die nationalen Gesetze und Verordnungen. Denn innerhalb
Europas gibt es nationale Unterschiede. Die Einteilung in Weinbauzonen berücksichtigt
die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Chancengleichheit für die
Winzer soll damit erreicht werden. Auch bei der Qualitätsdefinition
gibt es Unterschiede innerhalb Europas. In den romanischen Ländern wird die
Qualität weitgehend von der Herkunft abgeleitet. Je nach Ursprungsbezeichnung
gelten unterschiedliche Qualitätsnormen. Regionale Organisationen befinden
darüber, ob ein Wein die für die Appellation verbindlichen Vorschriften
erfüllt. In Deutschland wird die Weinqualität im
Glas geprüft. Die Kriterien sind weitgehend einheitlich. Sie unterscheiden
beispielsweise nach Güteklassen der Weine. Selbstverständlich muss eine
Auslese höhere Ansprüche erfüllen als man sie an einen Qualitätswein
stellt. Der Unterschied zu anderen Ländern: Die amtlichen Qualitätsprüfer
bewerten einen Wein unabhängig von der Weinlage, in der er gewachsen ist. Sieht
man von gesetzlichen oder privaten Klassifikationsmodellen, bei denen die Weinberge
nach Güteklassen unterteilt werden, ab, so hat es hierzulande jeder Winzer
selbst in der Hand, bestimmte Qualitäten bis hin zu Spitzenweinen zu erzeugen.
Bestehen muss das Produkt die Hürde "Amtliche Qualitätsprüfung",
die in Deutschland bereits seit 1971 betrieben wird. Seitdem wird jeder deutsche
Qualitätswein chemisch analysiert und durch eine Verkostungskommission sensorisch
überprüft. Danach wird eine amtliche Prüfungsnummer vergeben, die
immer auf dem Weinetikett angegeben ist.
Geschmacksrichtungen
bei Wein & Sekt Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt
gelten unterschiedliche Geschmacksangaben.Dabei steht der gleiche Begriff bei
Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker.Man unterscheidet
beim Wein vier Geschmacksrichtungen. Trocken ist die Bezeichnung
für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt
für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter.
Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem
Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte
Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt
(Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht
gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker.
Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher. Halbtrockene
Weine dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l,
wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt.
(Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18). Liebliche
Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten
Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht. Die Angabe süß
ist ab 45 g/l zulässig.
Gewürztraminer
- Rebsorte
Der Gewürztraminer ist ein Denkmal deutscher Weinkultur,
das die Jahrhunderte überdauert hat.
Wo er gerodet werden muss, wird
er wieder neu angepflanzt.
Verführer mit Rosenduft Für
die laut EWG-Verordnung mit der Bezeichnung Roter Traminer klassifizierte Rebsorte,
dürfen in Deutschland die Synonyme Gewürztraminer und Roter Traminer
verwendet werden; für das Anbaugebiet Baden ist darüber hinaus die Bezeichnung
Clevner zugelassen. | | Geschichte In
dem pfälzischen Weindorf Rhodt steht ein sortenreiner, etwa 400 Jahre alter
Gewürztraminerweinberg. Schon dieses Denkmal der Weinkultur verweist darauf,
dass der Gewürztraminer eine der ältesten, auch heute noch angebauten
Rebsorten ist. Einzelne Forscher vermuten eine griechische Herkunft. Umstritten
ist, ob der Ort Tramin in Südtirol als Herkunftshinweis verwertbar ist. Immerhin
wurde dort bereits im 15. Jahrhundert Traminer als Messwein an die Klöster
geliefert. In Deutschland belegen historische Dokumente die Existenz der Sorte
für das 16. Jahrhundert; damals gab es eine Anbauempfehlung für diese
Sorte. Berichte über neue Züchtungsvarianten des Gewürztraminers
aus dem 18. Jahrhundert zeigen, dass schon damals erfolgreich eine Rebenselektion
betrieben wurde. Zusammen mit Riesling und einer ertragreichen Sorte wurde der
Gewürztraminer im klassischen "gemischten Satz" in einem Weinberg
angepflanzt. Doch die Ertragsunsicherheit verhinderte schon in der Vergangenheit
eine Eroberung größerer Rebflächen. Bedeutung Der
Gewürztraminer, angebaut auch im Elsass, in Südtirol, Australien oder
Kalifornien, erreicht in Deutschland eine Anbaufläche von rund 825 Hektar,
das ist weniger als ein Prozent der deutschen Rebfläche. Über die letzten
Jahrzehnte ist einerseits kein Zuwachs auszumachen, andererseits wird die Spezialität
immer wieder neu gepflanzt, wo Rodungen notwendig sind. So stehen in der Pfalz
etwa 350, in Baden (mit Schwerpunkt Kaiserstuhl) etwa 180 und in Rheinhessen etwa
120 Hektar Gewürztraminer-Weinberge; in Sachsen zählt der Gewürztraminer
zu den regionalen Spezialitäten. Die rege Beteiligung an Wettbewerben um
die besten Traminerweine, wie sie von den Südtirolern und Pfälzern alljährlich
durchgeführt werden, belegt, dass die Sorte eine treue Fangemeinde hat. Zu
den raren Spezialitäten zählen die Sekte und Trester-Brände vom
Gewürztraminer. Anbau Gewürztraminer hat eine
sehr dicke, leicht rötlich eingefärbte Schale und kann eine hohe Reife
bis in höchste Auslesegradationen erreichen. Wegen der Verrieselungsneigung
fallen die Erträge oft niedrig aus, die Traubenmenge schwankt von Jahrgang
zu Jahrgang. Im langjährigen Mittel erreichen Gewürztraminerweinberge
selten mehr als die Hälfte des zulässigen Hektarertrags. Schon die geringen
Erträge deuten darauf hin, dass es sich beim Traminer um eine der hochwertigsten
deutschen Rebsorten handelt. Ausbau/Geschmack Aus der sehr
aromatisch-würzigen Sorte können gewöhnliche, aber auch hochfeine
Weine erzeugt werden. Je nach Boden und Ertrag sind die Weine eleganter oder schwerer
- mit teilweise beachtlichem Alkoholgehalt - ausgeprägt. Gemeinsam ist allen
eine relativ milde Säure. Typische Gewürztraminer haben je nach Qualitätsstufe
eine strohgelbe bis goldgelbe Farbe und verströmen, mal dezent, mal üppig,
einen Duft, der an abblühende Rosen erinnert; mitunter findet man auch den
Duft von Akazienblüten, Veilchen, Honig, Marzipan, Quittengelee, Bitterorangen
oder Maracuja. Edelsüße Auslesen eignen sich zu langjähriger Lagerung. Genuss Das
aromatische Bukett, ergänzt durch einen herb-würzigen Fruchtgeschmack,
macht den Gewürztraminer zu einer Sorte für Liebhaber aromatischer Weine.
Er passt trocken bis halbtrocken ausgebaut zu Wildpasteten, Geflügel mit
aromatischen Saucen, Schnecken und würzig-aromatischen Ragouts. Gut gereift
und edelsüß wird er als Aperitif geschätzt. Süße Spätlesen
und edelsüße Auslesen gefallen sehr gut zu aromatischen und unter Verwendung
von Marzipan, Schokolade oder Bränden zubereiteten Desserts. Besonders geschätzt
wird die Verbindung von Gewürztraminer und Munsterkäse oder fettreichem
Blauschimmelkäse. | | | |
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Grand Cru
französischer Begriff aus dem Weinanbau bedeutet wörtlich "Großes Gewächs". Premier Cru: französischer Begriff aus dem Weinanbau und heißt übersetzt Erstes Gewächs. |
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Grauer
Burgunder - Rebsorte
Grauer BurgundeDer Graue
Burgunder zählt zu den besten Rebsorten in deutschen Landen und ist eine
Mutation des Blauen Spätburgunders. Der Zweitname Ruländer
geht auf den Kaufmann Ruland aus Speyer zurück, der 1711 den nachhaltigen
Anstoß zur Verbreitung dieser Rebsorte gab, Heute sind die frischen,
feinfruchtigen und vorwiegend trockenen Grauburgunder-Weine überaus beliebt
und aus der deutschen Weinlandschaft nicht mehr wegzudenken. Farbe:stroh-
bis goldgelb. Duft, Geschmack:
voller Geschmack, deutlicher Duft (Honig) Säureausprägung:mild
bis feinrassig Körper, Gehalt:
gehaltvoll | | Grauburgunder
werden meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont, Ruländer
dagegen häufig als gehaltvolle Weine mit betonter Süße angeboten. Von
Burgund gelangte er in die Schweiz und nach Ungarn und vermutlich von dort im
14. Jahrhundert in unsere Regionen. Die französische Bezeichnung Pinot geht
auf das französische "pin" (Kiefer) zurück und beschreibt
die an Kieferzapfen erinnernde Traubenform. Die Bezeichnung Ruländer geht
auf den Kaufmann Johann Ruland zurück, der 1711 im pfälzischen Städtchen
Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten) Burgunderreben vorfand und vermehrte.
Die hohe Qualität der Weine überzeugte die Winzer wohl schon im 19.
Jahrhundert; stolz gaben sie der Sorte regional unterschiedliche Namen, die zwischenzeitlich
verschwunden sind. "Ruländer" ist der Name, unter dem die Rebsorte
klassifiziert ist, "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder"
sind die für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Synonyme.
Bedeutung Den
Grauen Burgunder treffen wir heute nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in
Übersee an. In Deutschland hat der Graue Burgunder wieder zunehmend an Bedeutung
gewonnen. Zur Zeit sind gut 4.200 ha - das entspricht 4% der deutschen Rebfläche
- mit dieser Sorte bestockt. Früher wurde der Graue Burgunder meist mit dem
Synonym "Ruländer" bezeichnet. Dies waren aber meist süße
und gehaltvolle Weine, während hingegen der Graue Burgunder nunmehr vorwiegend
trocken ausgebaut wird. Insbesondere die badischen Winzer widmen dem Grauburgunder
nahezu 10 % ihrer Anbauflächen. So kommen etwa 1.600 Hektar zusammen. Die
Pfälzer steuern ebenso wie die Rheinhessen jeweils etwa 1.000 Hektar bei,
die Nahewinzer etwa 200. In neun von dreizehn deutschen Anbaugebieten zählt
der Grauburgunder zu den "Classic"-Rebsorten. Anbau Grauburgunder
liefert recht gute Erträge und, wenn gewollt, hohe Mostgewichte. Die Dichtbeerigkeit
erleichtert den Botrytisbefall zur Erzeugung edelsüßer Weine. Die Sorte
ist wenig krankheitsanfällig und kaum frostempfindlich. Sie gedeiht besonders
gut auf Lößterrassen, aber auch auf Kalkboden und steinigen Untergründen.
Lehmige Böden sind weniger geeignet. Ertragsreduzierungen und effizientes
Ausdünnen des Behangs sind gut möglich und werden vielfach praktiziert. Ausbau/Geschmack Der
Grauburgunder wird gerne im Stahltank, im großen Holzfass, aber auch im
Barrique mit biologischem Säureabbau ausgebaut. Grauburgunder werden meist
trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont, Ruländer dagegen
häufig als gehaltvolle Weine mit betonter Süße angeboten. Je nach
Ausbaumethode und Qualitätsstufe ist das Farbbild blassgelb, goldgelb oder
gar bernsteinfarben. Zugeordnet werden dem Grauburgunder insbesondere Duftaromen
von grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter sowie fruchtige Aromen,
die an Birne, Trockenobst und Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern.
Daneben treten aber auch vegetative Noten von grünen Bohnen oder Paprikaschoten
auf. Genuss Ein junger, leichter, trockener bis halbtrockener Grauburgunder
ist als Sommerwein gut geeignet. Trockene Kabinettweine und Spätlesen harmonieren
gut mit Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm, Wildgeflügel
und Jungwild sowie reifem Weichkäse. Barriqueweine zu intensiv schmeckenden
Lammgerichten und leichten Wildgerichten, etwa Wildgeflügel oder Reh. Fruchtig-süße
Spätlesen oder edelsüße Auslesen passen besonders gut zu fettreichem
Edelpilzkäse und zu Desserts mit Honig, Mandeln oder Marzipan. | | | |
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Grillen und Wein
Glühende Leidenschaft - Herzhaft Gegrilltes
mit fruchtigem Wein Die Grillsaison ist eröffnet und köstliche
Düfte ziehen über Gärten und Terrassen. Aromatische Gemüse
drängeln sich gleichberechtigt neben Geflügel, Fisch oder Fleisch auf
dem Rost und entwickeln über der heißen Glut herzhafte Grillaromen.
Eine glühende kulinarische Leidenschaft wird daraus, wenn ein frischer, saftiger
Wein im Glas die vielfältigen Grillnoten unterstreicht. | |
Grillen das ist genießerische Freiheit unter freiem Himmel. Erlaubt
ist, was gefällt lautet die Devise beim kulinarischen Spiel mit dem
Feuer. Und was für Fisch, Fleisch und Gemüse als Grillgut gilt, ist
auch beim Wein gefragt. Hier lieben es die Genießer unkompliziert und erfrischend
einfach. Das hat viele Gründe: Wenn Sommer, Sonne und Grill die Temperaturen
klettern lassen, sind vor allem spritzige und belebende Tropfen mit frischen Aromen
und feiner Säure gefragt. Für einen optimalen Begleitservice zu jungem
Gemüse und zartem Geflügel vom Grill bieten die feinen, vielfältigen
Nuancen der deutschen Sommerweine ein breites Spektrum. Ob
nun zu zarter Forelle im Folien-Kräuterbett oder delikat marinierter Hähnchenbrust,
knackigen zart besaiteten Würstchen oder einem herzhaften Nackensteak - ein
saftig-frischer Riesling passt immer, finden die Weinexperten des Deutschen
Weininstituts. Aber auch herzhafter Grauburgunder in Classic-Qualität macht
als Begleiter zum Barbecue immer eine gute Figur. Denn diese Weine bringen genug
Ausdruck mit, um auch mariniertem und kräftig gewürztem Grillgut geschmackliche
Fülle und Intensität entgegen zu setzen. Outdoor-Cooking
ist ein unbeschwerter Anlass, zu dem ebenso unbeschwerte Weine passen, findet
Grill- und Wein-Experte Michael Balzer. Jeden Sonntag bereitet er den Gästen
des Schlosskellers im Rheingauer Schloss Reinhartshausen ein vielfältiges
Menu vom Rost zu. Zum gegrillten Seeteufel frischen heimischen Chardonnay,
zum gegrillten Lamm einen herzhaften unkomplizierten Roten, der auch leicht gekühlt
noch warme Harmonien entwickelt, sind seine Empfehlungen an die Grill-Liebhaber.
Aber auch feiner Silvaner Classic oder erfrischender Spätburgunder Weißherbst
sind bei diesen Anlässen willkommene Tischpartner, die zu Gemüse, Fisch
und Steaks mitunter glühende Leidenschaften entwickeln. Dennoch, auf komplizierte
Kompositionen von Wein und Speisen wird gerade zu diesen Anlässen nur all
zu gerne verzichtet. Eine glühende Leidenschaft lässt eben starre
Regeln gerne außer Acht und genießt, wie es gefällt! So
gelingt ein harmonischer Genuss Generell gilt: Sommerlich
leichte Weine als Aperitif Sommer, Sonne, Grillen da kann es schon mal
ganz heiß zugehen. Als Aperitif sind dann vor allem leichte Weine mit gemäßigtem
Alkoholgehalt gefragt. Empfehlenswert sind vor allem Classic-Weine, die in der
Regel sehr gefällig und harmonisch trocken sind - ideal für ein Fest
im Freien. Deftig-herzhaftes Essen ausdrucksvoll-saftige
Weine Immer mehr setzt sich der Trend durch, Grillgut vorab in aromatische
Marinaden einzule-gen. Sie schützen das Grillgut nicht nur vor dem Austrocknen
während des Garvorgangs, sondern verleihen dem Ganzen auch noch intensive
Aromen. Bei einem solchen Potpourri von Düften und Aromen muss auch der Wein
geschmacklich mithalten können. Volle, saftige Weine mit Ausdruck sind hier
besonders gefragt: Riesling, Rivaner, kräftige Silva-ner, Grauburgunder,
Portugieser, Trollinger und Spätburgunder bieten als Begleiter zum Barbecue
viel Potenzial.

Gut
gekühlt die Weißweine, leicht gekühlt die Roten Ein idealer
Sommerwein erfrischt die Sinne. Weißweine sind im Sommer gut gekühlt
be-sonders willkommen, da sie sich im Glas in der Regel sehr schnell erwärmen.
Auch leichte fruchtige Rotweine lassen sich im Sommer leicht gekühlt besser
genießen. Übrigens: Eine fruchtig prickelnde Sommerwein-Variante wird
von den Winzern mit dem Zusatz Secco angeboten ein idealer
Sommergenuss. Was liegt auf? Schnitzel, Schweinesteaks
und Co., meist eingelegt in eine ölige Marinade mit Knoblauch, Kräutern
und Gewürzen. Ideale Weinbegleiter sind herzhafte Rieslinge oder Weiß-burgunder
aus Pfalz, Rheinhessen und Rheingau ebenso wie Spätburgunder- oder Portugieser
Weißherbst . Ein gemäßigter Alkoholgehalt und angenehme Säure
machen aus ihnen ideale Sommerweine. Geflügel: Hähnchenbrust,
Putenschnitzel oder Entenbrust: Eingelegt, gerne asiatisch mit Curry und/oder
Sojasauce, aber pur aufgelegt. Zartes Fleisch erhält auf dem Grill eigene
Röstaromen. Die wiederum vertragen sich bei Tisch mit dezentem Riesling und
Rivaner, wie auch ausdrucksvollem Grauburgunder oder zartfruchtigem Portugieser,
leicht gekühlt. Fisch: Fische in Folie wie beispielsweise
Forelle, Saibling oder Dorade sind meist milder und saftiger als direkt auf dem
Rost zubereitet. Mit ihnen harmoniert Weißburgunder, Chardonnay und Silvaner
perfekt. Auch ein leichter Moselriesling mit feiner Frucht ist willkommen. Fisch
direkt auf dem Rost oder in der Grillpfanne zubereitet, vielleicht noch mariniert
oder kräftig gewürzt, sucht als Tischpartner einen kräftigeren
Riesling oder Chardonnay. Auch ein leicht gekühlter trockener Rotwein ist,
beispielsweise zu herzhaft gewürztem Fisch, ein angemessener Begleiter. Gemüse
findet beim Grillen immer häufiger Verwendung. Eigens dafür haben Connaisseurs
Rezepte für Marinaden und Dips entwickelt. Unkompliziert ist die Weinauswahl
zum Grillgemüse: Saftige Weißweine, wie Riesling Classic, Weißburgunder
und Scheurebe. Mildes Gemüse, nur zart gewürzt, geht auch mit dezentem
Silvaner oder Gutedel aus Baden eine harmonische Liaison ein. | | | |
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Größtes Fass der Welt
Dürkheimer Riesenfass
Das Dürkheimer Riesenfass, wird vor Ort meist nur „Fass“ oder im Dialekt auch „Därgemer Fass“ genannt ist das grösste Faß der Welt. Das Dürkheimer Faß ist eine Sehenswürdigkeit in der Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz. (Durchmesser: 13,50 m, Volumen: ca. 1.700.000 Litern). Im Innern des Fasses lagert allerdings kein Wein sondern hier befindet sich ein Restaurant. |
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Güteklassen Man
unterscheidet folgende Güteklassen und Qualitätsstufen : Tafelwein -
Landwein - Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A) - Qualitätsweine
mit Prädikat (Reihenfolge: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese,
Trockenbeerenauslese, Eiswein).
| Güteklassen
- Anbaufläche Rebsorten in Deutschland - (Weiß) | | Rebsorte
weiß | Anbaufläche
in Hektar | Anteil
an der Gesamtfläche in % | Riesling Müller-Thurgau/Rivaner Silvaner Kerner Grauburgunder/Ruländer Weißburgunder Bacchus Scheurebe Gutedel Faberrebe Huxelrebe Ortega Gewürztraminer Chardonnay Elbling Sonstige Gesamt
Weiß
| 20.627 14.983 5.578 4.606 3.786 3.192 2.320 2.003 1.331 847 775 746 824 958 645 2.168 65.389
| 20,2 14,6 5,4 4,5 3,7 3,1 2,7 1,9 1,1 0,8 0,7 0,7 0,8 0,9 0,6 2,1 64
|
| Güteklassen
- Anbaufläche Rebsorten in Deutschland - Rote Rebsorten | Rebsorte
rot | Anbaufläche
in Hektar | Anteil
an der Gesamtfläche in % | Spätburgunder Dornfelder Portugieser Trollinger Schwarzriesling Lemberger Regent Saint
Laurent Dunkelfelder Domina Sonstige Gesamt Rot
| 11.371 8.200 4.879 2.578 2.491 1.535 2.037 652 379 350 2.380 36.852
| 11,1 8 4,8 2,5 2,4 1,5 2 0,6 0,4 0,3 2,3 36
|
Gutedel
- Rebsorte Den besonderen Reiz der Weine ermöglicht der geschmacksneutrale
Charakter der Gutedelrebe. Damit kommt das Terroir in jedem Wein zum Ausdruck.
Die älteste Kulturrebe ist 5000 Jahre alt Im Jahr 2000
feierte das Markgräflerland im Süden Badens ein ganz besonderes Jubiläum:
die dort heimische Rebsorte Gutedel wurde (etwa) 5.000 Jahre alt. Ihre Urheimat
wird in Palästina vermutet, der Anbau am mittleren Nil vor 5.000 Jahren gilt
als verbürgt. Vermutet wird danach eine Verbreitung an Römer und Griechen
durch die seefahrenden Phönizier. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der
Gutedel in französische Anbaugebiete. Südwestlich von Mâcon sollen
die Reben bei dem Ort Chasselas angebaut worden sein, eine Erklärung für
das | | bis
heute in den französisch sprechenden Anbaugebieten gängige Gutedel-Synonym
Chasselas. Fest steht, dass auf deutschem Boden zu Beginn des 17. Jahrhunderts
Gutedel angepflanzt wurde, zuerst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert
später in Sachsen und südlich von Freiburg, dem heutigen Markgräflerland.
Eine größere Verbreitung erfuhr der Gutedel erst durch die Aktivitäten
des Markgraf Friedrich von Baden, der 1780 aus Vevey, einer bekannten Weinbaugemeinde
am Genfer See, Pflanzgut einführte.
Bedeutung Als wohlschmeckende
Tafeltraube wird der weiße (und der rote) Gutedel weltweit angebaut. Für
die Weinerzeugung spielt er in der französisch sprechenden Schweiz eine dominante
Rolle, in Südosteuropa gilt die "Mädchentraube" als Gutedel-Spielart
und auch im Elsass stehen einige wenige Weinberge. In Deutschland konzentriert
sich der Gutedelanbau nahezu ausschließlich auf das Markgräflerland
zwischen Freiburg und Schweizer Grenze. Dort sind 1.100 der 3.000 Hektar Rebfläche
des Weinbaubereichs mit der ältesten Kulturrebe bestockt. Die südbadische
Spezialität behauptet ihre Anbaufläche seit Jahrzehnten. Daneben stehen
an Saale-Unstrut noch 25 Hektar Weinberge, die mit Gutedel bestockt sind. Anbau Gutedelreben
begnügen sich mit durchschnittlich guten Standorten, wollen allerdings vor
zu kalten Winden geschützt stehen. Bevorzugt eignen sich tiefgründige,
nicht zu trockene Böden, aber der Gutedel reift auch auf flachgründigen
Gesteinsverwitterungs- und auf Kalkböden. Die Sorte ist relativ anfällig
gegenüber Peronospora, rotem Brenner, Traubenwickler und Stiellähme.
Bei mittelfrüher Reife und durchschnittlichem Mostgewicht können auf
fruchtbaren Standorten 100 hl/ha erreicht werden. Eine höhere Qualität
lässt ein Abwarten im Herbst zu, da die Beeren nicht sehr anfällig für
Fäulnis sind. Ausbau/Geschmack Der besondere Reiz
der Weine ist der eher geschmacksneutrale Charakter der Gutedelrebe. Damit kommen
das jeweilige Terroir, Boden, Kleinklima und Lage des Rebstücks unverkennbar
in jedem Wein zum Ausdruck. Die meisten Gutedelweine werden zu leichten, süffigen
Trinkweinen ausgebaut. Aber es gibt zunehmend Spezialitäten im Prädikatsweinbereich,
trockene Weine, die mitunter durch den biologischen Säureabbau eine besonders
milde Art erhalten. Gutedelweine werden als sehr bekömmlich eingestuft. Genuss Die
frischen Kneipweine schmecken jung getrunken am besten, gehobenere Qualitäten
haben ein gewisses Alterungspotenzial von wenigen Jahren. Allerdings kann die
ausgesprochen niedrige Säure nicht so zur Konservierung wie bei anderen Rebsorten
beitragen. Die Zechweine werden gerne schon zum Frühschoppen oder auch zur
Vesper getrunken. Feine Gutedel-Weine begleiten adäquat eine leichte Küche,
z.B. Gerichte mit Seefisch, oder auch zarte Käsesorten. Die milde Art der
Weine prädestiniert den Gutedel zudem auch für den Weingenuss außerhalb
des Essens.
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