Rauscher - Federweisser
Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien, die man traditionell zum Federweißen serviert.
Den Namen verdankt er seiner milchig undurchsichtigen Farbe, die von der schwebenden, an Federchen erinnernden Hefe kommt. Je nach Gebiet wird der Federweiße auch Bitzler, Sauser oder Rauscher genannt. |
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Bis Sie sich in geselliger Runde ein Glas Federweißen einschenken können, ist bereits eine ganze Menge passiert. Beim Angären in den Fässern des frisch gekelterten Mostes sind Hefen in Aktion getreten. Diese haben den Zucker der Trauben vornehmlich in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt, wobei sich der Most weißlich verfärbt hat - die meisten früh reifenden Rebsorten für Federweißer sind weiß. Regional findet man auch den Roten Sauser, der aus roten Trauben gekeltert wird.
Wohl dosiert genossen, ist Federweißer ein sehr gesundes Getränk. Denn der entstehende Wein enthält als Federweißer die meisten Vitamine. Vor allem die Vitamine Bl und B2 sind in großzügiger Menge vertreten. Vitamin Bl dient unter anderem der Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Vitamin B2 hält beispielsweise Augen und Haut gesund und regeneriert das Zellgewebe. Hinzu kommt die entschlackende Wirkung durch den hohen Anteil an Hefe. |
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Reblauskatastrophe
Die
Reblaus stammt aus der Familie der Zwergläuse und gehört zu den Insekten.
Die Reblaus ist in großer Schädling im
Weinbau. Im 19. Jahrhundert "wütete"
die Reblaus im europäischen Weinbau und richtete dramatische Schäden
an (Reblauskatastrophe). Die Reblaus stammt aus Nordamerika und wurde Mitte des
19. Jahrhunderts nach Frankreich eingeschleppt (nachgewiesen ab ca. 1860) Sie
breitete sich in der Reblausinvasion rasant von dort über sämtliche
europäische Weinbaugebiete aus.
Rebschnitt
- Arbeit im Weinberg Das
ganze Jahr über fallen im Weinberg unterschiedliche Arbeiten für den
Winzer
an. Vom Rebschnitt über Laubarbeiten
bis zur Traubenlese.
Die Entwicklung neuer Methoden im Anbau und in der Kellertechnik während
der letzen Jahrzehnte war für den Weinbau in den deutschen Anbaugebieten
überlebensnotwendig. Dank
intensiver Forschung ist es seitdem gelungen, die Weinqualität ganz entscheidend
zu verbessern. Zurecht wird gesagt, dass es nie zuvor so große Mengen vorzüglicher
und bester deutscher Weine gab wie heute. Bereits
im Januar oder Februar wird mit dem Rebschnitt
altes Holz entfernt. Mit diesem Arbeitsschritt wird der Ertrag und damit
auch die spätere Weinqualität entsprechend beeinflusst. Anzahl und Länge
der Fruchtruten mit ihren Trieben spielen dabei eine wichtige Rolle. Qualitätsbewusste
Winzer
reduzieren in der Regel den Rebstock auf zwei kürzere oder eine längere
Rute. Viele Weinbauern haben erkannt, dass in Zeiten von weltweiter Überproduktion
nur derjenige gute Absatzchancen hat, der schon im Weinbau auf Qualität setzt.
Die abgeschnittenen Rebtriebe
werden meist unter Maschineneinsatz zerkleinert und in den Boden eingearbeitet
und sorgen somit für eine natürliche Humusanreicherung des Bodens. Der
Rebschnitt bleibt bis heute eine sehr aufwendige und intensive Handarbeit. Große
Betriebe benötigen dafür viele Wochen. Im
Frühjahr ist im Weinberg Hochsaison.
Vor dem Austrieb wird der Rebstock durch Biegen und Binden in seiner Form stabilisiert,
um eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit Nährstoffen zu
gewährleisten. Mit mechanischer Bodenlockerung wird das natürliche Bodenleben
angeregt, Einsaat von Begrünung oder selbst wachsende Pflanzen unterstützen
die natürliche Aktivität des Bodens. Auch Nährstoffe werden in
dieser Zeit in organischer (z. B. Stallmist, Stroh oder Kompost) oder in mineralischer
Form (Magnesium, Kalk oder Phosphat) in den Weinberg eingebracht. Bei der Düngung
werden heute Kostenfaktoren und Umweltaspekte besonders berücksichtigt. Mit
Hilfe moderner Analysemethoden lassen sich leicht Nährstoffmängel feststellen.
Durch gezielte, genau auf den Bedarf abgestellte Düngung und Begrünung
der Rebzeilen können Belastungen für das Grundwasser vermieden werden. So
wenig wie möglich, so viel wie nötig - lautet in einem modernen Winzerbetrieb
heute auch die Devise beim Einsatz von Spritzmitteln zum Schutz gegen tierische
Schädlinge und Pilzkrankheiten der Rebe. Schon bei der Rebveredlung
(Propfung einer Rebsorte auf eine geeignete Unterlage) wird auf gesundes Pflanzengut
geachtet. Damit vermeidet man von vornherein Krankheiten und Schäden an der
Rebe. Um die Trauben gesund zu erhalten, sind in der Vegetationsperiode je nach
Witterungsverlauf zwischen Mai und August vier bis sieben Spritzungen notwendig. Nach
der Blüte der Reben im Juni beginnt für den Winzer
wieder eine intensive Arbeitsphase. Die Blütezeit, in der durch Selbstbefruchtung
die Fruchtbildung erfolgt, sollte möglichst störungsfrei und von kurzer
Dauer sein, um Verrieselung (Verblühen ohne Befruchtung) oder ein Durchrieseln
zu vermeiden. Unzureichend befruchtete Blüten verkümmern und können
durch heftigen Wind oder Regen abfallen und so den Ertrag erheblich mindern. Durch
Ausbrechen oder Ausgeizen unerwünschter Triebe wird der Wuchs gefördert.
Mitunter schneiden die Winzer
auch Fruchtansätze weg, um den Ertrag zu mindern und um im Herbst besonders
gute Qualitäten zu ernten. In
der Phase zwischen Juni und August wächst eine starke Laubwand
im Weinberg heran, die durch Heften der Rebtriebe in Form gehalten wird. Eine
gesunde, das heißt grüne Laubwand, ist für die Assimilation in
den Blättern sehr wichtig. Trotzdem
müssen durch den Laubschnitt Blätter entfernt werden, um die Lichteinwirkung
auf die Trauben und die Durchlüftung zu verbessern. Der Laubschnitt
im Juli/August, mit dem auch die Wuchshöhe reguliert wird, erfolgt heute
in der Regel mechanisch. Auch
im Juli bis Anfang August gibt es immer noch die Möglichkeit, Ertrag und
Güte der Trauben zu beeinflussen. Durch Ausdünnen,
das heißt durch Entfernen einiger der schon erbsengroßen Beeren, wird
alle Kraft im Rebstock auf die verbleibenden Beeren gelenkt. Immer mehr Winzer
wenden diese Methode an, um die Qualität zu steigern. Ab Mitte August reifen
die Trauben deutlich heran. Der Zuckertransport aus den Blättern in die Beeren
nimmt rasch zu, gleichzeitig verringert sich der Anteil der Säure (vor allem
Äpfelsäure, während die Weinsäure erhalten bleibt). Je
nach Witterungsverlauf während des Sommers beginnt Mitte bis Ende September
die Weinlese. Regenfälle
sind in dieser Zeit nicht günstig, weil die Trauben dann vermehrt Wasser
aufsaugen und Fäule begünstigt wird. Mit einem optischen Instrument,
dem Refraktometer, können
die Winzer
den Reifezustand der Trauben messen und den günstigsten Zeitpunkt für
den Lesebeginn bestimmen. Der Beginn der Weinlese richtet sich nach den einzelnen
Rebsorten und Lagen sowie nach dem Reifezustand der Trauben. Die Winzer
legen in eigener Verantwortung den Beginn der Lese fest. Nach wie vor ist aber
das Herbstbuch zu führen, in dem während der Erntezeit die Lese unter
Angabe von Erntemenge, Herkunft, Leseart und Mostgewicht zu erfassen ist. In ebenen
bis mäßig steilen Lagen wird die Lese häufig maschinell
mit einem Vollernter vorgenommen. Zur Erlangung von Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen
ist die Lese von Hand jedoch zwingend
erforderlich. Gesetzlich festgelegt ist auch die Abgabe einer Gesamterntemeldung.
Mit dieser Meldung kann
in allen deutschen Anbaugebieten kontrolliert werden, ob die zulässige Erzeugungsmenge
eingehalten wurde. Übersteigt nämlich die Produktion in einem Betrieb
den im Anbaugebiet zulässigen Hektarertrag, darf die Mehrmenge im Folgejahr
nicht als Wein in den Verkauf gebracht werden
Rebsorten Es
gibt ca. 8.000 Rebsorten, ca. 49 werden in Deutschland angebaut.
Rebsortenkunde
- Ampelographie
(griech. ampelos - Weinstock)
Rebsorten-, Rebenkunde. Entwickelte sich im 19. Jahrhundert als man, bedingt durch
Reblauskrankheit, mehr über Rebsorten etc. herauszufinden versuchte.
Rebsorten
- weiß - die wichtigsten
Riesling - Müller-Thurgau/Rivaner
- Silvaner - Kerner - Grauburgunder/Ruländer - Weißburgunder - Bacchus
- Scheurebe - Gutedel - Faberrebe - Huxelrebe - Ortega - Gewürztraminer -
Chardonnay - Elbling
Rebsorten
- rot - die wichtigsten
Spätburgunder - Dornfelder
- Portugieser - Trollinger - Schwarzriesling - Lemberger - Regent - Saint Laurent
- Dunkelfelder - Domina
Rebsorten
- rot Abouriou Acolon Affentaler,
(Blauer Arbst) Agiorgitiko, (Mavro Nemea, St. Georgs-Traube) Aglianico
Aleatico Alicante Bouschet Alphonse-Lavallée Ancellotta
Autrichien, (Blauer Portugieser) Auxerois, (Malbec Aramon Aragnan
Noir, (Oeillade Noire) Aragonez, (Tempranillo Argaman Arinarnoa Aubun
Azal Tinto Babeasca neagra Baco Noir Badener, (Blauer Portugieser) Baga
Balsamia, (Syrah) Barbarossa Barbaroux Barbera Baron Bastardo,
(Trousseau) Blauburger Blauburgunder, (Spätburgunder) Blauer Affenthaler
Blauer Arbst Blauer Burgunder Blauer Gänsfüßer Blauer
Portugieser, (Autrichien, Badener, Blaue Feslauertraube, Feslauer, Kékoporto
(Ungarn), Modra Porotugalka (Slowenien), Oporto, Portugais Bleu (Frankreich),
Portugieser und Vöslauer) Blaue Feslauertraube, (Blauer Portugieser) Blauer
Wildbacher Blauer Zweigelt, (Zweigelt) Blaue Postitschtraube, (Schwarzriesling) Blauer
Weinsberger, (Helfensteiner) Blaufränkisch auch Lemberger, Limberger Bobal
Bois Dur, (Carignan) Bombino Nero Bonarda Bondola Bouchet,
(Cabernet Franc) Bovale Grande di Spagna, (Carignan)Bovino nero, (Cesanese) Borba
Bovale Brachetto Braquet Noir Brunello Cabernet Carbon Cabernet
Cortis Cabernet Cubin Cabernet Dorio Cabernet Dorsa Cabernet Franc,
auch Cabernet Frank, Bouchet Cabernet Mitos Cabernet Sauvignon Calabrese,
(Nero d'Avola) Caladoc Calitor Canaiolo nero Cannonao, (Grenache) Cannonau,
(Grenache) Carignano, (Carignan) Carignan, auch Bois de Fer, Bois Dur, Bovale
Grande di Spagna, Cagnolaro Tinto, Carignanao, Carignan Mouillan, Carineña,
Catalan, Cencibel, Carignane, Carignano, Crusillo, Girarde, Karinjan, Kek Carignan,
Kerrigan, Legno Duro, Manueolo Tinto, Marocain, Mataró, Mazuela, Mazuelo,
Mollard, Monestelauch Carmenère Carminoir Carnelian Catawba
Cascade, (Seibel-Reben) Castets Cencibel, (Tempranillo) Centurian
Cesanese, auch Bonvino Nero Chambourcin Chenanson Chiavennasca,
(Nebbiolo) Ciliegiolo Cinsault Clinton Concord Cordisco, (Montepulciano) Cornalin
Corvina Veronese Couderc Noir Counoise Côt, (Malbec) Criolla
Crljenak, (Zinfandel) Croatina Crusillo, (Carignan) Dakapo DeChaunac
Deckrot Diolinoir Dolcetto Domina Dornfelder Dunkelfelder
Duras Egiodola Enantio Fer Servadou, auch Braucol, Mansoi Feslauer,
(Blauer Portugieser) Folle noire Frappato Freisa Frühburgunder,
Blauer Frühburgunder, Clevner, Pinot Madeleine Gaglioppo Gamaret
Gamay Garnacha, (Grenache) Girarde, (Carignan) Graciano Grenache,
auch Garnacha, Garnacha Tinta, Grenache noir, Cannonau, Cannonao Grenache
Gris Grignolino Grolleau, auch Groslot Gropello Groslot, (Grolleau) Großvernatsch,
(Trollinger) Hegel Helfensteiner, auch Blauer Weinsberger Hermitage,
(Syrah) Heroldrebe Hondarribi Beltz Humagne Rouge Isabella Jurançon
Noir Karinjan, (Carignan) Kek, (Carignan) Kékoporto, (Blauer
Portugieser Kerrigan, (Carignan Kilianer Klevner, (Spätburgunder) Königliche
Esther Lagrein Lambrusco Lemberger, (Blaufränkisch) Legno
Duro, (Carignan) Listán Negro Lledoner Pelut Lucie Kuhlmann
Léon Millot Malbec, auch Auxerois, Côt, Malbeck, Pressac
Mali Plavac Malvasia, Malvoisie, Malvasier Mammolo Manosquen,
auch Téoulier genannt Maréchal Foch Marocain, (Carignan) Marzemino
Mataró, (Mourvèdre) Mavro Mavro Nemea, (Agiorgitiko Mazuelo,
(Carignan) Melnik Mencia Merenzao Mérille Merlot Milgranet
Mitschurinski Modra Porotugalka, (Blauer Portugieser) Molinara Monarch
Monastrell, (Mourvèdre) Montepulciano,
auch Cordisco, Morellone, Primaticcio, Uva Abruzzi Morellone, (Montepulciano) Morellino
di Scansano (Sangiovese) Mourvèdre, auch Mataró, Monastrell Müllerrebe,
(Schwarzriesling) Muscardin Muscat Piemont Muskat-Trollinger Nebbiolo
Negra Corriente Negrara Négrette Negroamaro Nerello
Cappuccio Neretto Nero Nero d'Avola Neyret Noah Oporto,
(Blauer Portugieser Palas Pelaverga Periquita, auch Castelão
Francês Petit-Rouge Petit Verdot, auch Pinot Verdot Petite Sirah
Pais Pineau d'Aunis Pineau Franc, (Blauer Arbst) Pinot Meunier,
(Schwarzriesling Pinot noir, (Spätburgunder) Pinotage Pinot Verdot,
(Petit Verdot) Petit Rouge, (Humagne Rouge) Petite Arvine Pollera Nera
Portugais Bleu, (Blauer Portugieser) Portugieser, (Blauer Portugieser) Poulsard
Pressac, (Malbec) Primaticcio, (Montepulciano) Primitivo, (Zinfandel) Prior
Rathay Raboso Refosco, auch Refosk, Terrano, Teran Refosco dal
Peduncolo Rosso (auch Refosco) Regent Ribolla Roesler Rondinella
Rondo Roriz, (Tempranillo) Rossara, (Molinara) Rossese Rotberger
Rotburger, (Zweigelt) Roter Muskateller Rother, (Blauer Arbst) Ruby
Cabernet Sagrantino Samtrot, (Schwarzriesling) Sangiovese, auch Prugnolo
Gentile Sangiovese Grosso, (Brunello) Saperavi Schiava, (Vernatsch) Schiava
grossa, (Trollinger) Schönburger Schwarzriesling, auch Müllerrebe,
Blaue Postitschtraube, Samtrot, Pinot Meunier, Gris Meunir, Millers Burgundy Sciaccarello
Seibel-Reben Shiraz, (Syrah) Spätburgunder, auch Klevner, Pinot
Noir, Pinot Negro, Blauburgunder, Blauer Spätburgunder St. Georgs-Traube,
(Agiorgitiko) St. Laurent Syrah, auch Shiraz, Balsamia, Hermitage Tannat
Tauberschwarz Tempranillo, auch Roriz, Tinta Roriz, Tinto fino, Tinto
de Santiago, Aragonez Téoulier Teran, (Refosco) Terrano, (Refosco) Terret
Noir Tibouren Tinta Amarela, auch Trincadeira Preta, Crato Preto, Mortágua
Tinta Barocca Tinta Miúda Tinta Roriz, (Tempranillo) Tinto
Cao Tinto fino, (Tempranillo) Tocai rosso, (Grenache) Touriga Nacional,
auch Tourigo Tourigo, (Touriga Nacional) Troia Trollinger, auch Großvernatsch,
Schiava grossa Trousseau, auch Bastardo Uhudler Uva Abruzzi, (Montepulciano) Vernatsch,
auch Schiava Vespolina Vien de Nus Vöslauer, (Blauer Portugieser
Xynomavro, auch Xynomavro Naousis Zarya Severa Zinfandel, auch Primitivo
(Italien), Crljenak (Kroatien) Zweigelt, auch Blauer Zweigelt, Rotburger,
Zweigeltrebe
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Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten) |
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Große Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten haben der Spätburgunder- und der Dornfelderanbau in Deutschland die größte Bedeutung. Er deckt etwa 20 % der bestockten Rebfläche ab. |
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Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten) | Rebsorte
(weiß) | Anbaufläche
in Hektar | Anteil
an der Gesamtfläche in % | Riesling Müller-Thurgau/Rivaner Silvaner Kerner Grauburgunder/Ruländer Weißburgunder Bacchus Scheurebe Gutedel Faberrebe Huxelrebe Ortega Gewürztraminer Chardonnay Elbling Sonstige
Gesamt
Weiß | 20.627
14.983 5.578 4.606 3.786 3.192 2.320 2.003 1.331 847 775 746 824 958 645 2.168 65.389
| 20,2 14,6 5,4 4,5 3,7 3,1 2,7 1,9 1,1 0,8 0,7 0,7 0,8 0,9 0,6 2,1 64
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Rebsorten
in Deutschland - Anbaufläche (Rote Rebsorten) | Rebsorte
(rot) | Anbaufläche
in Hektar | Anteil
an der Gesamtfläche in % | Spätburgunder Dornfelder Portugieser Trollinger Schwarzriesling Lemberger Regent Saint
Laurent Dunkelfelder Domina Sonstige Gesamt Rot
| 11.371 8.200 4.879 2.578 2.491 1.535 2.037 652 379 350 2.380 36.852
| 11,1 8 4,8 2,5 2,4 1,5 2 0,6 0,4 0,3 2,3 36
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Aufgrund unterschiedlicher klimatischer Gegebenheiten sind nicht alle Rebsorten in allen Anbaugebieten gleich stark vertreten. Während in den nördlicheren Gebieten eher der Riesling im Vordergrund steht, sind es im südlicheren Teil die Burgunderreben und die Rotweinsorten, die eine überragende Rolle spielen. Der Rheingau hat einen Rieslinganteil von mehr als 75 %. Eine Rieslingdomäne ist auch das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer mit einem Rieslinganteil von 58 %. In Württemberg, in der Pfalz und an der Nahe erreicht der Riesling etwa 20 bis 25 % Anteil an der Rebfläche. Als wichtigste Rebsorte, gemessen an der Anbaufläche, gilt der Müller-Thurgau in Franken, Rheinhessen, an Saale-Unstrut und in Sachsen. Der Silvaner hat traditionell eine überdurchschnittliche Bedeutung in Rheinhessen und Franken. In Baden haben die Burgundersorten einen hohen Flächenanteil, insbesondere der Spätburgunder. Württemberg baut die Rotweinsorten Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger in beachtlichem Ausmaß an, in der Pfalz haben bezüglich der Rotweinsorten Dornfelder und Portugieser den höchsten Flächenanteil. |
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RebsortenvielfaltDie
deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend und reicht von A wie Acolon bis Z
wie Zweigeltrebe. Ein Blick auf die Rebsortenstatistik des Statistischen Bundesamtes
zeigt, dass über 100 Rebsorten regulär oder im Versuchsanbau angepflanzt
werden. Große
Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran
der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt
rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten
hat der Spätburgunderanbau in Deutschland die größte Bedeutung.
Er deckt etwa 10 % der bestockten Rebfläche ab.
Refraktometer
Messeinrichtung zur Bestimmung der Brechzahl von optischen Medien (Refraktometrie).
Dabei wird meist die Brechung (Refraktion) oder die Totalreflexion des Lichtes
ausgenutzt. Bekannte Refraktometer sind beispielsweise: Wollastons-Refraktometer
(1802) Auf diesem Prinzip basieren manche Geräte zur Bestimmung der Reife
des Weines (Mostgewicht), der Stammwürze von Bier, des Wassergehaltes von
Honig, des Frostschutzes von Kühlflüssigkeit oder aber der Säuredichte
des Elektrolytes einer Batterie. Ebenso kann so der Anteil gelöster Substanzen,
z. B. die Salinität von Meerwasser gemessen werden.
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Regent
- Rebsorten Die Sorte Regent ist eine der wenigen Neuzüchtungen, denen
eine rosige Zukunft vorhergesagt wird. Denn sie liefert feurige, beinahe südländische
Weine. Doch mitunter gelingt es den Forschern, eine vielversprechende
Rebsorte zu züchten. Die Sorte Regent gehört zu den wenigen erfolgreichen
Züchtungen, denen eine rosige, ja glänzende Zukunft vorhergesagt wird.
Dem Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen
in der Südpfalz gelang im Jahr 1967 die Kreuzung aus (Silvaner x Müller-Thurgau)
x Chambourcin. | | Die
französische, etwa 100 Jahre alte Sorte bringt den Resistenzanteil mit ein.
Die ersten Kreuzungen mussten über Jahre selektioniert und die besten Einzelstöcke
vermehrt werden. Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab
1985. Im Jahr 1993 wurde der Sortenschutz erteilt, zwei Jahre später erfolgte
die Eintragung in die Sortenliste, im Jahr darauf die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.
Bedeutung Standen die ersten Regent-Reben noch in zahlreichen
Versuchsweinbergen, so findet sich die Neuzüchtung inzwischen in fast allen
Anbaugebieten. Dass bei der Winzerschaft großes Interesse an Anpflanzungen
besteht, zeigt die Sortenstatistik. Allein von 1997 auf 1998 stieg die bestockte
Regent - Rebfläche von 70 auf 178 Hektar, im Jahr 1999 waren es schon 324
Hektar, im Jahr 2000 449 Hektar und im Jahr 2001 650 Hektar. 2002 betrug die Anbaufläche
bereits 950 ha und 2004 mehr als 2.000 Hektar. Aktuell sind es 2.150 Hektar. Damit
sind gut 2 Prozent der deutschen Rebfläche mit Regent bestockt. Die Anbauschwerpunkte
liegen in der Pfalz, Rheinhessen sowie in Baden. Anbau Eine
frühe Reife, ein überdurchschnittliches Mostgewicht und eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegenüber Winterfrösten lassen den Anbau des Regent auch in Rotweinrandlagen
zu. Die pilzresistente Sorte mag jedoch keine kalten, windigen Lagen - hier neigt
sie zum Verrieseln. Die Resistenz gegen falschen Mehltau, Oidium und Botrytis
ist gut, viele chemische Pflanzenschutzmassnahmen können daher entfallen.
Die Blätter sind gegenüber Reblausbefall ebenso resistent wie herkömmliche
Rebsorten, die Wurzeln sind anfällig, daher muss die Sorte gepfropft werden.
Ausbau/Geschmack Der Regent erreicht Mostgewichte, die
gar die des Spätburgunders übertreffen. Die Erträge halten sich
wie beim Pinot Noir in Grenzen. Entsprechend gehaltvoll fallen die Weine aus.
Die moderaten Säurewerte lassen den Ausbau milder und samtiger Rotweine zu.
Bestechend fällt auch die gute Rotfärbung nach der Maischegärung
aus. Genuss Zwar sind Weine der Rebsorte Regent erst wenige
Jahre auf dem Markt, doch schon lässt sich ein Weinstil ausmachen. Meist
sind es durchgegorene, stoffige, beinahe südländische Weine mit einem
schmeckbaren Tanningerüst. Die Aromen von Kirschen oder Johannisbeeren erinnern
an andere renommierte Rotweinsorten. Hochwertiges Lesegut wird auch im Barrique
ausgebaut. Die Weine sind relativ früh trinkreif und begleiten je nach Qualität
die herzhafte Vesperplatte, etwa mit Salamiwürsten und gut gereiftem Bergkäse,
ebenso gut wie intensiv schmeckende Fleischgerichte mit konzentrierten Saucen,
eine Lammkeule, ein Ochsenschwanzragout oder ein Wildgericht. | | | |
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Rehoboam
- Flaschengrößen: Champagner
gibts es in verschiedenen Flaschengrößen, die Standardgröße
ist die 0,75 l oder 1/1-Flasche. Für die anderen Flaschengrößen
haben sich eigene Bezeichnungen etabliert. Alle Flaschen, die größer
als die Jeroboam-Flasche (3 Liter / Doppelmagnum) sind, tragen biblische Namen.
Eine Ausnahme hiervon bildet die Sovereign- und die Primat-Flasche.
Normalgröße | Liter | Bezeichnung | 1/4 | 0,2 | Piccolo | 1/2 | 0,375 | Demi
/ Filette | 1 | 0,75 | Imperial | 2 | 1,5 | Magnum | 4 | 3 | Jeroboam
/ Doppelmagnum | 6 | 4,5 | Rehoboam | 8 | 6 | Methusalem | 12 | 9 | Salmanazar | 16 | 12 | Balthazar | 20 | 15 | Nebukadnezar | 24 | 18 | Melchior
bzw. Goliath | 35 | 26,25 | Souverain
oder Sovereign | 36 | 27 | Primat | 40 | 39 | Melchisedech |
Rezepte
- mit Rotwein Gänsebraten auf sächsische Art.
Ein süßlich-schmalziges
Geschmacksbild verlangt nach einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein
wie einem Saint Laurent. Zubereitungszeit: etwa 2 1/2 Stunden Zutaten
für 6 Personen: | | 1
bratfertige Frühmastgans (3 kg) etwas Salz schwarzer Pfeffer 6 saure
Äpfel etwas Beifuß ½ L Wasser etwas Salzwasser 1
TL Speisestärke Zubereitung: Die Gans innen und außen
abspülen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer einreiben. Den Backofen
auf 200 Grad Celsius vorheizen. Die Äpfel schälen, die Kerngehäuse
entfernen und die Äpfel in Stücke schneiden. Sie zusammen mit dem Beifuß
in die Gans füllen. Die Öffnung zunähen oder zustecken. Die Gans
mit der Brust nach unten in einen großen Bräter setzen und ½
L Wasser angießen. Im Ofen in 1 ½ bis 2 Stunden braun braten. Nach
einer Stunde die Gans umdrehen. In den letzten 15 Minuten der Garzeit die Gans
mit Salzwasser bepinseln, damit die Haut schön knusprig wird. Die Gans aus
dem Bräter nehmen und im Backofen warm halten. Vom Bratfond im Bräter
das Fett abschöpfen. Die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren
und die verbliebene Sauce im Bräter damit binden. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Gans auf einer vorgewärmten Platte anrichten und die Sauce getrennt dazu
reichen. Beilagen: Zur Gans werden Sächsische Klöße und Rotkohl
gereicht. Weinempfehlung: Das Fett unter der Haut und die
Äpfel sorgen für ein süßlich-schmalziges Geschmacksbild,
das nach einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein wie einem Saint
Laurent verlangt. |
Rheingau
- Anbaugebiet Am berühmten
Rheinknie liegt der Rheingau. Hier dominieren die beiden Rebsorten Riesling und
Spätburgunder.
(Karte
)
Wer die
markanten Aussichtspunkte des Rheingaus besucht, wie das Niederwalddenkmal, Schloss
Johannisberg, die Hallgartener Zange über Oestrich-Winkel oder die Bubenhäuser
Höhe, sieht vor sich die historischen Zentren des Weinbaus liegen. Da ist
zuerst einmal das Zisterzienserkloster Eberbach, eine der besterhaltenen mittelalterlichen
Klosteranlagen Deutschlands, in der "Der Name der Rose" verfilmt wurde.
Das Kloster war schon immer ein kultureller Mittelpunkt. Heute ziehen Konzerte
Besucher von nah und fern an. Der Johannisberg ist nicht nur bekannt für
das gleichnamige Schloss, das aus den Ruinen einer Klosteranlage entstanden ist,
sondern weinhistorisch auch als der Ort, an dem die Spätlese ihren Ursprung
hat. Nicht zu vergessen die Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau
in Geisenheim, die durch ihre umfangreichen Forschungen immer neue Anregungen
für qualitative Verbesserungen liefert. Die
die geologische Beschaffenheit des Bodens sowie die optimalen klimatischen Bedingungen
am Rhein, der hier stellenweise mehrere Kilometer breit ist, sorgen für ein
hervorragendes Wachstum der Reben. Auch in den Sommermonaten verfügen sie
über genügend Feuchtigkeit. Die Winzer
bauen hier überwiegend Riesling (78%) und Blauen Spätburgunder (13%)
an. Zwischenzeitlich ist es den
Rheingauer Winzern
gelungen, das Duo "Rheingau-Flöte und -Kelch" als typische Weinflasche
mit passendem Glas für Rheingauer Qualitätsweine zu etablieren. Seit
der Ernte 1999 dokumentieren die Weine mit der Auszeichnung "Erstes Gewächs"
den Anspruch der Winzer,
sich immer wieder ehrgeizige Ziele zu setzen und wahrhaft Außergewöhnliches
in die Flasche zu füllen. Neben den Pioniererfolgen kann der Rheingau aber
auch mit traditionellen Einrichtungen gelebter Weinkultur aufwarten. Viele Straußwirtschaften,
Gutsschänken sowie Restaurants mit regionaler Küche und Rheingauer Spitzenweinen
laden Besucher ein, Lebensfreude pur zu genießen.
Rheingau im Überblick Geographische
Lage: beginnend am Untermain südlich von Wiesbaden rechtsrheinisch
bis Lorchhausen nördlich von Rüdesheim. Klima:
Vom Taunus geschützt, milde Winter und warme Sommer, Temperaturmittel 10
Grad. Böden: Schiefer,
Quarz, Kiesel und Sandstein; tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus
Sandlöß oder Löß. Phyllitschiefer für die Rotweine.
Rebfläche: ca. 3100 ha,
1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen Rebsorten:
Riesling, Blauer Spätburgunder sowie etwas Müller-Thurgau. Vermarktung:
hoher Anteil Direktvermarktung im Rhein-Main-Gebiet, etwa 50% Anteil über
Fachhandel, Gastronomie bundesweit und im Export. Rheingau In
diesem Anbaugebiet wandelt man auf Goethes Spuren, sogar die englische Königin
Viktoria hat hier schon Trauben genascht und vom Rheingauer Wein geschwärmt.

Ein
Grund für dessen hohe Qualität sind die gen Süden gerichteten Rebhänge
des Rheingaugebirges, die mit den alten Schlössern und Klöstern eine
stimmungsvolle Verbindung eingehen. Wo der Rhein auf seinem Weg von Süd nach
Nord auf einer Strecke von rund 35 Kilometern in westlicher Richtung fließt,
am berühmten Rheinknie also, erstreckt sich auf der rechten Flussseite der
Rheingau. Auch die Gegend um Hochheim und Lorch schließt er mit ein. Der
Rheingauer-Riesling-Pfad (oder die Riesling-Route für Autofahrer) beginnt
in Wicker am Untermain, passiert die hübschen Dörfer Eltville, Östrich
und Rüdesheim und endet in Lorchhausen. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite
blickt man zuerst ins Rheinhessische, später sieht man die Nahe in den Rhein
münden, danach beginnt auf der linken Rheinseite das Anbaugebiet Mittelrhein.
Der schönste Teil der Riesling-Strecke verläuft zwischen Eltville
und Lorchhausen (gekennzeichnet durch einen gelben Weinbecher auf grünem
Grund, Beschreibung dieses und weiterer Wanderwege siehe www.rheingau.de oder
www.rheingau-taunus-info.de).
Rotweininsel
im Rieslingmeer Wer Rheingauer Wein trinkt, in dessen Glas funkelt zumeist
Riesling. Rund 80 Prozent der Anbaufläche sind mit dieser edlen Rebsorte
bepflanzt - mit einer Ausnahme: die Weinberge um Assmannshausen bringen vorzügliche
Rotweine (zumeist Spätburgunder) hervor. Diese fanden schon Goethe, Brentano
und Fontane vorzüglich. Auch wegen des Motorroller-Museums (täglich
geöffnet von 19 bis 18 Uhr, außer montags) lohnt Assmannshausen den
Besuch. Heute führt eine Sesselbahn (www.seilbahn-assmannshausen.de) hinauf
zum Niederwalddenkmal, von der Germania aus eröffnet sich eine herrliche
Sicht über das Rheintal. Anschließend kann man weiter nach Rüdesheim
gondeln oder den hübschen Weg durch die Weinberge wählen. In Rüdesheim
beginnt der Welterbe-Abschnitt des Mittelrheintals (www.welterbe-mittelrheintal.de).
Mechanische Singvögel
und die Drosselgasse Obwohl sie nur 150 Meter lang ist, gehört sie zu
den berühmtesten Gassen Deutschlands: Die Rüdesheimer Drosselgasse.
In dieser fröhlichsten Gasse der Welt kann man beim Lindenwirt
sogar in Fässern übernachten (www.drosselgasse.de). Gar nicht fröhlich
geht es im spannenden Foltermuseum in der Oberstraße zu (www.foltermuseum.com,
geöffnet täglich von April bis November von 10 bis 18 Uhr, von Januar
bis März am Wochenende von 11 bis 17 Uhr). Danach tut es zur Lösung
der Anspannung gut, die weltgrößte Sammlung selbstspielender Musikinstrumente
im Brömserhof zu besuchen (www.siegfrieds-musikkabinett.de). Hier hüpfen
Vögelchen aus Spieldosen, bewegen den Schnabel und flattern mit den Flügeln
(geöffnet von März bis Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr). Auch
das Weinmuseum (www.rheingauer-weinmuseum.de, geöffnet von März bis
Oktober) in der Brömserburg wie auch eine Besichtigung der Brennerei Asbach
sind empfehlenswert.
Stille in der Abtei und
im Wispertal Wen es nach dem quirligen Rüdesheim nach Ruhe verlangt,
der kann die Stille in der Benediktinerinnen-Abtei Sankt Hildegard erfahren. Diese
ist nach der heiligen Hildegard von Bingen benannt, die im nahen Kloster Eibingen
wirkte. Die Schwestern sind überaus rührig, im Herbst lesen sie ihren
Klosterwein mit der Hand, Ende Oktober feiern sie Erntedank und fahren mit dem
Traktor durch die Weinberge. (Weinlese-Tagebuch unter www.abtei-st-hildegard.de).
Um Lorch verläuft ein besonders schöner Abschnitt des Rieslingpfades.
Ledige junge Damen, die noch auf Männer-Suche sind, sollten nach Lorchhausen
reisen: Der kleine Ort ist der Sitz des ältesten Junggesellenvereins in Deutschland,
der Sammelstelle für hoffnungsvolle Jungmänner des Ortes.
Der Bach Wisper mündet zwischen diesen beiden Orten in den Rhein. Das Wispertal
schlängelt sich quer durch das Rheingauer Gebirge, hier lässt sich fein
wandern und rasten. Zum Beispiel in der Alten Villa, einem ehemaliges Jagdhaus
inmitten von Wald und Wiesen (www.alte-villa.net). Fässer
in alten Kellern... Weinbau lag im Rheingau lange Zeit in den Händen
von Adel und Orden, die dem Wein zu seiner Bekanntheit verhalfen. Zisterzienser
gründeten Kloster Eberbach (www.klostereberbach.de, täglich geöffnet,
Führungen an Wochenenden um 15 Uhr), einem der besterhaltenen Klöster
der Welt. Hier fanden die Innenaufnahmen zum Film Der Name der Rose
statt. Auch traditionsreiche Weingüter wie die Schlösser Vollrads
und Reichartshausen im hübschen Hattenheim sind Kennern ein Begriff. Auf
Schloss Johannisberg haben Mönche 1775 die erste Spätlese gekeltert
(im Tagebuch des Spätlesereiters Karl kann man unter www.apitz-kunkel.de/AKStart/index.htm
lesen), sonntags finden um 14:30 Uhr Weinproben im historischen Holzfasskeller
statt (www.schloss-johannisberg.de, Kosten: 14 Euro).
...
Musik in alten Gemäuern Von E-Musik über Jazz und Kabarett bis hin
zur Klassik reicht das Programmspektrum des Rheingauer Musik-Festivals. Die mehr
als 100 Konzerte finden unter anderem in der Eberbacher Basilika oder auf Schloss
Johannisberg statt (www.rheingau-musik-festival.de). Im Juni beginnen die Eltviller
Burghofspiele (www.burghofspiele.de). Das Brentanohaus in Winkel widmet sich gutem
Essen und der Literatur (www.brentano.de, Besichtigung der Zimmer Goethes zu festen
Terminen). Im gleichen Ort steht das Graue Haus, es gilt als die älteste
Weinstube Deutschlands. Überaus nobel schlemmen kann man während des
Rheingauer Gourmet- und Weinfestivals, etwa beim Winemaker´s Dinner.
Hier sitzt der Erzeuger mit an der Tafel (www.rheingau-gourmet-festival.de). Lamatrekking
um die Hallgartener Zange Idyllisch im Wald liegt Hallgarten, die Hallgartener
Zange oberhalb des Ortes überrascht mit einem exklusiven Blick auf
Rhein und Reben. Hier lässt sich gut picknicken, vor allem mit einem Lama
als Lastenträger. Auf der Kisselmühle bei Kloster Eberbach sind rund
100 Lamas und Alpakas zu Hause (www.kisselmuehle.de, eine Halbtagestour kostet
15 Euro, Kinder zahlen die Hälfte). Wem die Lamas nicht ganz geheuer sind,
der kann auch per Helikopter, auf einem Pony oder in der Kutsche des Ebentaler
Hofs den Rheingau erkunden (www.ebental.de, geöffnet von März bis November
von 9 bis 19 Uhr, im Winter nur nach Anmeldung Anfahrt Rüdesheim in
Richtung Presberg). Nach einer Tour kann man in einer der zahlreichen Rheingauer
Weinstuben einkehren. Schifffahrt
zur Mariannenaue Oder wie wäre es mit einer Fahrt (www.k-d.com; www.primus-linie.de)
auf dem Rhein? Ein besonderes Schmankerl ist die Strecke rund um die Naturschutzinsel
Mariannenaue. Von Ostersonntag bis September lässt ein Schiff dafür
die Leinen los, Abfahrt ab Östrich, Hattenheim oder Eltville (www.charterliner.de).
Anschließend kann man in der Eltviller Vinothek Weine von 20 verschiedenen
Weingütern kosten (www.eltvilller-vinothek.de, ). Wenn behütete Damen
in adretten Kostümen sich bei Herren in Gehrock und Zylinder unterhaken und
dabei ihren Sonnenschirm drehen, dann ist wieder Sekt- und Biedermeierfest in
Eltville (alljährlich Ende Juni/Anfang Juli). An der Promenade des Rheinufers
lässt sich aber auch ohne eine solche Ausstattung wunderbar flanieren. Je
weiter der Abend voranschreitet, desto weniger macht das Biedermeierfest seinem
Namen Ehre - zum Glück. Während des ganzen Jahres besteht die Möglichkeit,
sich von Gästeführern im Biedermeier-Kostüm begleiten zu lassen,
etwa auf Gutenbergs Spuren, auf dem Mühlen-Weg oder durch den Eberbacher
Cabinetkeller (Themenführungen siehe www.eltville.de)
Tipp
für Kinder Im Taunuswunderland (www.taunuswunderland.de) bei Schlangenbad
wird es exotisch: Papageien flattern umher, im Dschungelturm kann man kraxeln
und anschließend auf einer Riesenrutsche ins Tal sausen. Die ganz kleinen
Gäste nehmen ein Bällchenbad und bestaunen die Märchenfiguren,
die Größeren entern das Piratenschiff oder fahren in der Wildwasserbahn.
Geöffnet ist der Park von März bis Oktober von 9:30 bis 18 Uhr, Erwachsene
zahlen 13,50 Euro, für Kinder kleiner als einen Meter ist der Eintritt frei.
In Schlangenbad selbst lockt ein landschaftlich schön gelegenes Thermalbad
(www.schlangenbad.de). Weinfest-Empfehlung
Eines der bei den Rheingauern beliebtesten Feste huldigt nicht in erster Linie
dem Wein, sondern der Erdbeere. Beim Erbacher Erdbeerfest im Juni schnippeln fleißige
Helfer die süße Frucht kiloweise in Stückchen und setzen mit prickelndem
Sekt eine köstliche Bowle an. Die Stände rund um den Marktplatz offerieren
kulinarische Leckerbissen, sodass die Party meist erst in den frühen Morgenstunden
endet. Zum größten
Weinfest im Rheingau lädt alljährlich am ersten Juliwochenende Hochheim
am Main. Auf den gepflasterten Altstadtgassen und Plätzen bieten mehr als
150 Stände Köstlichkeiten, Kunst, Unterhaltung und natürlich Wein
und Sekt an. Womöglich kommt dieser sogar vom Königin-Viktoria-Berg,
die Queen zeigte sich bei ihrem Besuch 1850 begeistert vom Hochheimer Wein. Außerdem
In Kronberg im Taunus gefällt es nicht nur der Haute Volée, sondern
auch Haselhuhn, australischem Süßwasserkrokodil und mesopotamischem
Damhirsch: Die Artenvielfalt des Opel-Zoos ist toll (www.opel-zoo.de). Der Zoo
gliedert sich in die Regionen Polar, Kontinental, Gebirge, Wüste, Savanne,
Tropen, Meer und Süßwasser sowie Haustiere (geöffnet ist der Zoo
von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit). Tiere, die es gar nicht mehr gibt,
bevölkern das Frankfurter Senckenberg-Museum (www.senckenberg.de): Dinosaurier.
Auf drei Etagen werden außerdem ägyptische Mumien und eine Anakonda,
die ein ganzes Wasserschwein verschlingt, gezeigt (täglich geöffnet
von 9 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr). Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder
die Hälfte. In der
hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden kann man wie einst Dostojewski sein Glück
in der Spielbank versuchen (Führungen mit Demospiel unter www.spielbank-wiesbaden.de)
oder auf Gesundheit und Wohlbefinden setzen: Das Freibad Maaraue und das Aukammbad
locken (sämtliche Bäder unter www.wiesbaden.de), in der luxuriösen
Kaiser-Friedrich-Therme lässt sich vorzüglich in Finnischer Sauna oder
Russischem Dampfbad schwitzen (Erwachsene zahlen für vier Stunden 17,50 Euro).
Kurhaus und Theater im Rokoko-Stil (www.staatstheater-wiesbaden.de) werden dem
Nobel-Image Wiesbadens gerecht, die fünf goldenen Zwiebeltürme der Griechischen
Kapelle glänzen auf dem Neroberg (Auffahrt von Karfreitag bis Oktober mit
der Nerobergbahn, www.nerobergbahn.de). Im August findet hier die Weinwoche statt,
auf welcher der ganze Rheingau vertreten ist.
Rheinhessen
- Anbaugebiet - Hügel und Reben Rheinhessen
ist Deutschlands größtes Anbaugebiet. Das Hügelland mit seinen
sanften Erhebungen strahlt mediterranes Flair aus.
(Karte
)
Im Norden
und Osten ist es vom großen Rheinbogen umschlossen. In der Gegend um Bingen
und an der bekannten Rheinterrasse vor Mainz bis kurz vor Worms prägen ansteigende
Hänge entlang des Rheins den Weinbau, während der "Wonnegau"
und das Hügelland mit sanften Erhebungen und unverbrauchter Landschaft ein
eher mediterranes Flair ausstrahlen. Die Winzerinnen und Winzer
dieses sprichwörtlich großartigen Anbaugebiets sind vor allem für
ihren Ideenreichtum bekannt. Mit Produktkonzepten wie RS-Rheinhessen-Silvaner,
den Weinen der Selection Rheinhessen, mit Winzersekten, die sortenrein im klassischen
Flaschengärverfahren hergestellt werden, oder mit feinen Destillaten haben
die Rheinhessen frischen Wind in die deutsche Weinlandschaft gebracht. Rheinhessen
hat die größte Silvaner-Anbaufläche der Welt. Daneben sind es
die Rieslinge der renommierten Lagen am Rhein, die mit Nerv und feiner Frucht
überraschen. Die experimentierfreudigen Rheinhessen haben sich aber auch
intensiv für neue Rebsorten eingesetzt, von denen einige - wie Rivaner, Kerner
und Dornfelder - ihren Stellenwert längst unter Beweis gestellt haben. So
vielfältig wie die Weine ist auch die Gastronomie der Rheinhessen. Originelle
Gerichte wie die "Backeskartoffeln", der "Spundekäs"
oder der "Dippehas" sollten auf einer kulinarischen Entdeckungstour
deshalb nicht ausgelassen werden. Gelegenheit zum Probieren gibt es zur Genüge.
Zumal die Rheinhessen gerne und vor allem oft feiern. Und wenn es keine Anlässe
zum Feiern gibt, sind schnell welche gefunden. Dazu gibt es einen umfangreichen
Veranstaltungskalender, den man unbedingt anfordern sollte. Kurzum - Rheinhessen
muss man entdecken. Ein Weinland mit viel Kultur und Tradition und mit geselligen,
weltoffenen Menschen.
Rheinhessen im Überblick
Geographische
Lage: Im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms. Klima: Milde Durchschnitts-Temperaturen; Taunus und Odenwald als Schutz.
Böden:
Löß, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel, Quarzit-
und Porphyr-Verwitterungsböden. Rebfläche: ca. 26.200 ha, 3 Bereiche,
24 Großlagen, 432 Einzellagen. Rebsorten:
Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Dornfelder,
Portugieser, Blauer Spätburgunder. Vermarktung:
ca. je 25% Anteil Export und Direktverkauf an Endverbraucher. 50% über Fach-
und Lebensmittelhandel.
Land
der sanften Hügel
Tausend
sanfte Hügel und Reben, so weit das Auge reicht. Südländisch anmutende
Trulli, Kellerlabyrinthe und der Nibelungenschatz warten darauf, entdeckt zu werden.

Trotz
des Namens gehört Rheinhessen heute nicht mehr zu Hessen, sondern zu Rheinland-Pfalz.
Im Norden und Osten vom großen Rheinbogen umschlossen, nehmen hier die Reben
mit 26 000 Hektar ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Rheinhessens
und ein Viertel der Rebfläche Deutschlands ein. Kein Wunder also, das
fast jedes rheinhessische Dörfchen von der Rheinterrasse zwischen Mainz und
Worms über den Wonnegau im Süden bis hin ins Alzeyer Hügelland
im Westen auf eine lange Weinbautradition zurückblicken kann. Der Weinreisende
braucht sich an keine lineare Streckenführung zu halten, am besten tourt
er und quer durch die Weinbauregion (Rad- und Wandertourenvorschläge unter
www.rheinhessen.info.de).
Kaiserpfalz
in Ingelheim
Mit einem Rebflächenanteil von zwanzig Prozent steht die
Sorte Müller-Thurgau an der Spitze der rheinhessischen Weinrangliste. In
dem Städtchen Ingelheim jedoch sorgen die Burgunderreben für Aufsehen,
Karl der Große soll deren Anbau veranlasst haben. Auf den Kaiser auch gehen
die Straußwirtschaften zurück, er erlaubte den Winzern bereits im Mittelalter
den Ausschank der eigenen Weine. Ingelheim diente ihm als Pfalz (d.h. als Palast),
die Aula Regia (Königshalle) erinnert daran. Die Ausgrabungsarbeiten sind
noch im Gange und werden in einer Ausstellung im Besucherzentrum dokumentiert
(www.kaiserpfalz-ingelheim.de täglich außer montags geöffnet).
In der Straße Im Saal beginnt der Kaiserpfalzrundweg mit 18
Stationen.
Radeln heute
und anno dazumal
Bevor die Selz kurz nach Ingelheim in den Rhein mündet,
endet der Selztalradweg. Dieser führt ab Alzey mitten durchs rheinhessische
Hügelland, vorbei an Weinbergen, Feldern und durch Fachwerkdörfer. Die
knapp 50 Kilometer kann man mit Pausen in fünf Stunden schaffen. Markiert
mit einem grünen Fahrrad auf weißem Grund macht der Weg bei Selzen
eine Schleife und führt an Nieder-Olm und den hübschen Dörfern
Schwabenheim mit seinem historischen Marktplatz und Groß-Winternheim vorbei
(Streckenverlauf und Karten siehe www.rheinhessen.info.de). Von dort ist es nur
ein Katzensprung bis nach Gau-Algesheim und ins rheinhessische Fahrradmuseum (www.fahrradmuseum-rheinhessen.de,
geöffnet von Ostern bis Oktober an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17
Uhr).
Auf
den Spuren der roten Maus
Das Wahrzeichen von Bingen ist der gelbe Mäuseturm,
um den sich viele Sagen ranken. Von Ostern bis Ende Oktober wandert man Auf
den Spuren der roten Maus, die Führung beginnt samstags um halb elf
an der Touristeninformation (www.bingen.de). Bei niedrigem Wasserstand des Rheins
kann man auf kleinen Dämmen weit hinauslaufen und nach Muscheln suchen. Vom
Natur-Erlebnisbad aus hat man im Sommer einen Panorama-Blick in den Rheingau,
im Winter kann man durch den Binger Wald zum Salzkopfturm gehen. Literaturinteressierte
finden am Friedhof Nummer 9 Informationen über den Dichter Stefan George
(das Museum ist dienstags, donnerstags und samstags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet),
das Historische Museum am Strom ist im ehemaligen Elektrizitätswerk untergebracht
und zeigt Ausstellungen über Hildegard von Bingen und die Rheinromantik (www.bingen.de/tourist/index.php,
geöffnet täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr).
Swing
in Bingen, Klassik im Gewölbe Alljährlich tritt im Juni eine Mischung
aus bekannten Bands und Nachwuchsmusikern bei dem Festival Bingen swingt
(www.bingen-swingt.de) auf. Worms jazzt im Juli (Informationen unter www.worms.de)
und schon ab Mai gibt es fünf Monate lang Ausstellungen, Tanz und Musik nicht
nur in den Städten, sondern auch auf den Dörfern (Veranstaltungen siehe
www.kultursommer.de). Dort werden bei Klassik im Gewölbe vormals
als Kuhställe genutzte Weingewölbe sogenannte Kuhkapellen - zu
Konzerträumen umfunktioniert, die eine vorzügliche Akustik und ein einmaliges
Ambiente bieten. Rund fünfzig dieser besonderen Orte findet man in Rheinhessen,
beim Tag der offenen Weingewölbe darf man einige der Kreuzgratgewölbe
besichtigen. Kultur und Kulinarisches vereint der Kulturhof im kleinen aber feinen
Eckelsheim (http://www.kulturhof-eckelsheim.de/). Vom
Kellerlabyrinth in den fröhlichen Weinberg Nicht nur oberirdisch ist
Oppenheim mit der filigranen Katharinenkirche und Fachwerkhäusern bezaubernd,
auch der Untergrund dieses Rheinstädtchens hat etwas zu bieten: Über
fünf Etagen führt das Kellerlabyrinth unter dem Marktplatz in die Tiefe
(Führungen an Wochenenden siehe www.stadt-oppenheim.de/oppenheims_untergrund.htm).
Das Deutsche Weinbaumuseum (www.dwb-museum.de, geöffnet von April bis Oktober
täglich außer montags zwischen 14 bis 17 Uhr) zeigt neben Korkenziehern
und Traktoren auch eine Küferwerkstatt und eine Mausefallensammlung, nach
Voranmeldung organisiert das Museum Weingebietsproben. Auf der Oppenheimer Ruine
Landskrone finden die Oppenheimer Festspiele statt. Von Mai bis Juli werden Carl
Zuckmayers Stücke, darunter auch Der fröhliche Weinberg,
in seinem Geburtsort Nackenheim aufgeführt (www.carl-zuckmayer.de). Zwischen
Nackenheim und Nierstein erstreckt sich die bekannte Weinlage Roter Hang.
Zu Fuß sollte man für die schöne Wanderung (Hin- und Rückweg)
etwa drei Stunden einplanen, anschließend kann man die Tour in einer schönen
Straußwirtschaft ausklingen lassen (weitere Tourenvorschläge: http://www.nierstein.de/)
Wo die Mainzelmännchen
zu Hause sind In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz regiert
der Weinbauminister über zwei Drittel der deutschen Anbaufläche. Dienstags,
freitags und samstags belebt ein bunter Markt den Platz vorm beeindruckenden Martinsdom.
Drei Rundfunkanstalten senden von Mainz aus, das ZDF-Sendezentrum veranstaltet
drei Mal täglich kostenlose Führungen (Anmeldung unter fuehrungen@zdf.de,
www.zdf.de), beim Südwestrundfunk sollte man sich unter 06131 / 929 2291
telefonisch anmelden (www.swr.de). Rennsport-Fans können sich auf der Kartbahn
austoben (www.kartbahn-mainz-finthen.de, sieben Minuten Fahrt kosten sechs Euro).
Eine Besichtigung der Sektkellerei Kupferberg endet selten trocken (pro Person
6,50 Euro, Anmeldung unter 06131 / 9230, www.kupferbergterrasse.de). Teile der
Kelleranlagen stammen noch aus der Römerzeit und sind sieben Etagen tief.
Ein keltisches Glashündchen ist im Mainzer Landesmuseum ausgestellt (www.landesmuseum-mainz.de).
Das Kurfürstliche Schloss beherbergt nicht nur den Landtag, sondern auch
Fundstücke aus der Eiszeit (www.rzgm.de). Im Museum für Antike Schifffahrt
präsentiert das Weinforum Rheinhessen alljährlich im Oktober 150 prämierte
Weine zwischen antiken Fundstücken (http://www.rheinhessenwein.de/). Die
Nibelungen und der Wormser Dom
Wenn am letzten Augustwochenende der Bojemääschter
vun de Fischerwääd (Bürgermeister von der Fischerweide) die
Regierungsgeschäfte übernimmt, dann kann das Wormser Backfischfest beginnen.
Anfang August finden alljährlich die Nibelungenfestspiele vor dem beeindruckenden
Kaiserdom statt (www.nibelungenfestspiele.de). Bereits Brunhild und Kriemhild
sind der Sage nach hier zur Messe gegangen. Das Nibelungenmuseum ist in die mittelalterliche
Stadtmauer integriert (www.nibelungen-museum.de, geöffnet täglich außer
montags von 10 bis 17 Uhr). Ganz von Moos überwachsen ist der jüdische
Friedhof Heiliger Sand bei der Magnuskirche, er gehört zu den
ältesten seiner Art. Im Raschi-Haus ist heute das jüdische Museum untergebracht
(von Dienstag bis Sonntag geöffnet, www.worms.de). Auch die Wonnegau-Gemeinden
rund um Worms lohnen einen Besuch: Die gut erhaltene Dalsheimer Fleckenmauer datiert
aus dem 14. Jahrhundert, in Westhofen kann man in einem ehemaligen Stallgewölbe
speisen (Deutsches Haus).
Volker
von Alzey und die Kräuterhexen
In dem quirligen Landstädtchen Alzey
fühlt man sich Volker, dem Fiedler aus dem Nibelungenlied, verbunden: Ein
bronzenes Pferd auf dem Marktplatz erinnert an ihn. Alzey liegt im einstigen Mainzer
Becken, Muschelfunde in den umliegenden Feldern und Weinbergen sind hier normal.
Das Museum bewahrt diese auf, ebenso das Skelett der Seekuh Elsa (außer
montags täglich von 10 bis 12 und 14 bis 16:30 Uhr geöffnet). Im nahe
gelegenen Flonheim zeigt das älteste Kino des Landes an jedem zweiten Mittwoch
des Monats Programmfilme (www.trulliland.de). Merkwürdige Bauten stehen in
den Weinbergen rund um Flonheim: Die Trulli, runde Weinbergshäuschen mit
kegelförmigen Dach. Nur in Süditalien findet man Ähnliches. Die
Saison dauert von März bis September, dann können auf dem Kräuterweg
der Rheinhessischen Schweiz zahlreiche Heil- und Küchenkräuter entdeckt
werden. Wer in Kräuterkunde noch nicht firm ist, den begleiten ausgebildete
Kräuterführerinnen (Termine siehe www.kraeuterschule-herbula.com oder
http://www.kraeuter-hexen.de/).

Tipps
für Kinder Bengal und Fluffi haben als erste Königstiger Quartier
in den Ingelheimer Weinbergen bezogen, wenig später kamen Kashmir, Mara und
Shirkan hinzu. Heute leben sechs der Wildkatzen im Tiger-Garten Waldeck und fressen
pro Tag je vier bis sechs Kilogramm Fleisch. Die Tiere können im Sommer von
Mittwoch bis Sonntag ab 12:30 Uhr besucht werden, im Winter von Freitag bis Sonntag
ab 14 Uhr. Auf der Homepage kann man schon einmal einen Rundgang durchs Gehege
am Bismarckturm wagen (www.tiger-garten-waldeck.de). Im Gutenberg-Museum, Mainz,
darf man nicht nur alte Bücher und wertvolle Drucke ansehen, sondern sich
im Druckladen selbst einmal an der schwarzen Kunst probieren: Jeden Donnerstag
zwischen 10 und 17 ist die Werkstatt für jedermann geöffnet. Mit alten
Handpressen, Blei- und Holzlettern wird somit Gutenbergs Erfindung unmittelbar
verständlich (www.druckladen.mainz.de). Das Museum selbst ist außer
montags täglich geöffnet, Erwachsene zahlen fünf, Kinder drei Euro
(http://www.gutenberg.de/). Weinfest-Empfehlung
Zwischen Mai und September vergeht kein Wochenende in Rheinhessen, an dem
nicht gefeiert würde. Eines der beliebtesten Weinfeste ist das Kellerwegfest
in Guntersblum (drittes und viertes Augustwochenende). Ende September feiert Ingelheim
zehn Tage lang das Rotweinfest um die Burgkirche. Zu Beginn wird die Rotweinkönigin
gekrönt, danach schenken die Winzer für die Gäste kostenlos Ingelheimer
Rotwein aus. Während der Festtage gibt es Stadtrundgänge, am Festsonntag
wird Erntedank gefeiert und am letzten Festmontag ein Feuerwerk vom Burgberg abgeschossen.
Der Promillebus pendelt zwischen dem Festgelände und den umliegenden Ortschaften.

Außerdem Wer Land
und Leute etwas näher kennen lernen möchte, dem dürfte ein Urlaub
auf rheinhessischen Winzerhöfen gefallen: Mal kann man bei der Weinlese mithelfen,
mal einen Kellerrundgang machen. Stets jedoch haben die Gastgeber gute Tipps für
Ausflüge parat (www.rheinhessen.info/de/winzerurlaub/). Die Rheinhessen-Information
bietet auch Pauschalangebote wie Von Winzerhof zu Winzerhof an, eine
fünftägige Radtour mit extra
Riesenfass in Dürkheim
Das Dürkheimer Riesenfass, wird vor Ort meist nur „Fass“ oder im Dialekt auch „Därgemer Fass“ genannt ist das grösste Faß der Welt. Das Dürkheimer Faß ist eine Sehenswürdigkeit in der Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz. (Durchmesser: 13,50 m, Volumen: ca. 1.700.000 Litern). Im Innern des Fasses lagert allerdings kein Wein sondern hier befindet sich ein Restaurant. |
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Riesling
- Rebsorten Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und
nimmt eine Rebfläche von mehr als 20.000 Hektar in Anspruch. Er repräsentiert
wie kein anderer deutsche Weinkultur. Die frühe Verbreitung des Rieslings
mit ersten Belegen für das 15. Jahrhundert, der Wuchs, die Größe
der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft
mit den Wildreben. Die längste Rieslingtradition haben wohl die Winzer im
Rheingau und an der Mosel; von dort gibt es historische Dokumente, die auf die
Jahre 1435 bzw.1465 zu datieren sind. Hinweise auf die Verbreitung im | | | heutigen
Rheinhessen und der Pfalz stammen aus dem ausgehenden 15. und der ersten Hälfte
des 16. Jahrhunderts. Riesling gehört(e) nicht nur heute, sondern auch im
17. und 18. Jahrhundert zu den staatlicherseits empfohlenen Rebsorten. Gerätselt
wird nach wie vor über die Namensableitung: Steht das Wort Riesling mit Verrieseln,
mit reißender Säure, mit "edles Reis" oder mit Rusling (dunkles
Holz) im Zusammenhang? International ist er als "Rheinriesling" bekannt,
für badische Rieslingweine darf das Synonym "Klingelberger" verwendet
werden. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Österreich, Italien
und Slowenien angebaut wird, hat unser "Weißer Riesling" nichts
gemeinsam. Bedeutung Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten
und nimmt eine Rebfläche von 20.800 Hektar in Anspruch, das entspricht ca.
20 % der bestockten Rebfläche. Damit hat der Riesling in den letzten 20 Jahren
um 5.000 Hektar zugelegt und sich vor einigen Jahren wieder den ersten Platz in
der Rebsortenstatistik - vor dem Müller-Thurgau - zurück erobert. Dazu
tragen zwar alle Anbaugebiete, aber doch in unterschiedlichem Umfang, bei. Im
Rheingau nimmt der Riesling mit 2.430 Hektar fast 80 % der dort verfügbaren
Rebfläche in Anspruch. Daneben zählen zu den wichtigsten Riesling-Produzenten
die Anbaugebiete Mosel-Saar-Ruwer (5.200 Hektar), Pfalz (4.900 Hektar), Rheinhessen
(2.900 Hektar), Württemberg (2.100 Hektar), Baden (1.200 Hektar) sowie die
Nahe (1.000 Hektar). In elf von dreizehn deutschen Anbaugebieten gehört der
Riesling zu den "Classic"-Rebsorten. Anbau Der Riesling ist
eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure
ist. Deshalb ist er prädestiniert für die nördlichen Anbaugebiete,
wo er in der späten Herbstsonne seine Reife vollendet. Er stellt die höchsten
Ansprüche an die Lage (Energie), dafür aber geringe Ansprüche an
den Boden. Je nach Standort (Bodenart und Mikroklima) bringt er sehr unterschiedlich
nuancierte Weine. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen
Steillagen entlang der Flusstäler. Ausbau/Geschmack Rieslingweine
stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung.
Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten
Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prä | |