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Rauscher - Federweisser

Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien, die man traditionell zum Federweißen serviert.

Den Namen verdankt er seiner milchig undurchsichtigen Farbe, die von der schwebenden, an Federchen erinnernden Hefe kommt. Je nach Gebiet wird der Federweiße auch Bitzler, Sauser oder Rauscher genannt.

Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien

Bis Sie sich in geselliger Runde ein Glas Federweißen einschenken können, ist bereits eine ganze Menge passiert. Beim Angären in den Fässern des frisch gekelterten Mostes sind Hefen in Aktion getreten. Diese haben den Zucker der Trauben vornehmlich in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt, wobei sich der Most weißlich verfärbt hat - die meisten früh reifenden Rebsorten für Federweißer sind weiß. Regional findet man auch den Roten Sauser, der aus roten Trauben gekeltert wird.

Wohl dosiert genossen, ist Federweißer ein sehr gesundes Getränk. Denn der entstehende Wein enthält als Federweißer die meisten Vitamine. Vor allem die Vitamine Bl und B2 sind in großzügiger Menge vertreten. Vitamin Bl dient unter anderem der Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Vitamin B2 hält beispielsweise Augen und Haut gesund und regeneriert das Zellgewebe. Hinzu kommt die entschlackende Wirkung durch den hohen Anteil an Hefe.

   


Reblauskatastrophe

Die Reblaus stammt aus der Familie der Zwergläuse und gehört zu den Insekten. Die Reblaus ist in großer Schädling im Weinbau. Im 19. Jahrhundert "wütete" die Reblaus im europäischen Weinbau und richtete dramatische Schäden an (Reblauskatastrophe). Die Reblaus stammt aus Nordamerika und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Frankreich eingeschleppt (nachgewiesen ab ca. 1860) Sie breitete sich in der Reblausinvasion rasant von dort über sämtliche europäische Weinbaugebiete aus.


Rebschnitt - Arbeit im Weinberg
Das ganze Jahr über fallen im Weinberg unterschiedliche Arbeiten für den Winzer an. Vom Rebschnitt über Laubarbeiten bis zur Traubenlese. Die Entwicklung neuer Methoden im Anbau und in der Kellertechnik während der letzen Jahrzehnte war für den Weinbau in den deutschen Anbaugebieten überlebensnotwendig.

Dank intensiver Forschung ist es seitdem gelungen, die Weinqualität ganz entscheidend zu verbessern. Zurecht wird gesagt, dass es nie zuvor so große Mengen vorzüglicher und bester deutscher Weine gab wie heute.

Bereits im Januar oder Februar wird mit dem Rebschnitt altes Holz entfernt. Mit diesem Arbeitsschritt wird der Ertrag und damit auch die spätere Weinqualität entsprechend beeinflusst. Anzahl und Länge der Fruchtruten mit ihren Trieben spielen dabei eine wichtige Rolle. Qualitätsbewusste Winzer reduzieren in der Regel den Rebstock auf zwei kürzere oder eine längere Rute. Viele Weinbauern haben erkannt, dass in Zeiten von weltweiter Überproduktion nur derjenige gute Absatzchancen hat, der schon im Weinbau auf Qualität setzt.

Die abgeschnittenen Rebtriebe werden meist unter Maschineneinsatz zerkleinert und in den Boden eingearbeitet und sorgen somit für eine natürliche Humusanreicherung des Bodens. Der Rebschnitt bleibt bis heute eine sehr aufwendige und intensive Handarbeit. Große Betriebe benötigen dafür viele Wochen.

Im Frühjahr ist im Weinberg Hochsaison. Vor dem Austrieb wird der Rebstock durch Biegen und Binden in seiner Form stabilisiert, um eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit Nährstoffen zu gewährleisten. Mit mechanischer Bodenlockerung wird das natürliche Bodenleben angeregt, Einsaat von Begrünung oder selbst wachsende Pflanzen unterstützen die natürliche Aktivität des Bodens. Auch Nährstoffe werden in dieser Zeit in organischer (z. B. Stallmist, Stroh oder Kompost) oder in mineralischer Form (Magnesium, Kalk oder Phosphat) in den Weinberg eingebracht. Bei der Düngung werden heute Kostenfaktoren und Umweltaspekte besonders berücksichtigt. Mit Hilfe moderner Analysemethoden lassen sich leicht Nährstoffmängel feststellen. Durch gezielte, genau auf den Bedarf abgestellte Düngung und Begrünung der Rebzeilen können Belastungen für das Grundwasser vermieden werden.

So wenig wie möglich, so viel wie nötig - lautet in einem modernen Winzerbetrieb heute auch die Devise beim Einsatz von Spritzmitteln zum Schutz gegen tierische Schädlinge und Pilzkrankheiten der Rebe. Schon bei der Rebveredlung (Propfung einer Rebsorte auf eine geeignete Unterlage) wird auf gesundes Pflanzengut geachtet. Damit vermeidet man von vornherein Krankheiten und Schäden an der Rebe. Um die Trauben gesund zu erhalten, sind in der Vegetationsperiode je nach Witterungsverlauf zwischen Mai und August vier bis sieben Spritzungen notwendig.

Nach der Blüte der Reben im Juni beginnt für den Winzer wieder eine intensive Arbeitsphase. Die Blütezeit, in der durch Selbstbefruchtung die Fruchtbildung erfolgt, sollte möglichst störungsfrei und von kurzer Dauer sein, um Verrieselung (Verblühen ohne Befruchtung) oder ein Durchrieseln zu vermeiden. Unzureichend befruchtete Blüten verkümmern und können durch heftigen Wind oder Regen abfallen und so den Ertrag erheblich mindern. Durch Ausbrechen oder Ausgeizen unerwünschter Triebe wird der Wuchs gefördert. Mitunter schneiden die Winzer auch Fruchtansätze weg, um den Ertrag zu mindern und um im Herbst besonders gute Qualitäten zu ernten.

In der Phase zwischen Juni und August wächst eine starke Laubwand im Weinberg heran, die durch Heften der Rebtriebe in Form gehalten wird. Eine gesunde, das heißt grüne Laubwand, ist für die Assimilation in den Blättern sehr wichtig.

Trotzdem müssen durch den Laubschnitt Blätter entfernt werden, um die Lichteinwirkung auf die Trauben und die Durchlüftung zu verbessern. Der Laubschnitt im Juli/August, mit dem auch die Wuchshöhe reguliert wird, erfolgt heute in der Regel mechanisch.

Auch im Juli bis Anfang August gibt es immer noch die Möglichkeit, Ertrag und Güte der Trauben zu beeinflussen. Durch Ausdünnen, das heißt durch Entfernen einiger der schon erbsengroßen Beeren, wird alle Kraft im Rebstock auf die verbleibenden Beeren gelenkt. Immer mehr Winzer wenden diese Methode an, um die Qualität zu steigern. Ab Mitte August reifen die Trauben deutlich heran. Der Zuckertransport aus den Blättern in die Beeren nimmt rasch zu, gleichzeitig verringert sich der Anteil der Säure (vor allem Äpfelsäure, während die Weinsäure erhalten bleibt).

Je nach Witterungsverlauf während des Sommers beginnt Mitte bis Ende September die Weinlese. Regenfälle sind in dieser Zeit nicht günstig, weil die Trauben dann vermehrt Wasser aufsaugen und Fäule begünstigt wird. Mit einem optischen Instrument, dem Refraktometer, können die Winzer den Reifezustand der Trauben messen und den günstigsten Zeitpunkt für den Lesebeginn bestimmen. Der Beginn der Weinlese richtet sich nach den einzelnen Rebsorten und Lagen sowie nach dem Reifezustand der Trauben.
Die Winzer legen in eigener Verantwortung den Beginn der Lese fest. Nach wie vor ist aber das Herbstbuch zu führen, in dem während der Erntezeit die Lese unter Angabe von Erntemenge, Herkunft, Leseart und Mostgewicht zu erfassen ist. In ebenen bis mäßig steilen Lagen wird die Lese häufig maschinell mit einem Vollernter vorgenommen. Zur Erlangung von Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen ist die Lese von Hand jedoch zwingend erforderlich. Gesetzlich festgelegt ist auch die Abgabe einer Gesamterntemeldung.

Mit dieser Meldung kann in allen deutschen Anbaugebieten kontrolliert werden, ob die zulässige Erzeugungsmenge eingehalten wurde. Übersteigt nämlich die Produktion in einem Betrieb den im Anbaugebiet zulässigen Hektarertrag, darf die Mehrmenge im Folgejahr nicht als Wein in den Verkauf gebracht werden



Rebsorten
Es gibt ca. 8.000 Rebsorten, ca. 49 werden in Deutschland angebaut.


Rebsortenkunde - Ampelographie
(griech. ampelos - Weinstock) Rebsorten-, Rebenkunde. Entwickelte sich im 19. Jahrhundert als man, bedingt durch Reblauskrankheit, mehr über Rebsorten etc. herauszufinden versuchte.



Rebsorten - weiß - die wichtigsten
Riesling - Müller-Thurgau/Rivaner - Silvaner - Kerner - Grauburgunder/Ruländer - Weißburgunder - Bacchus - Scheurebe - Gutedel - Faberrebe - Huxelrebe - Ortega - Gewürztraminer - Chardonnay - Elbling

Rebsorten - rot - die wichtigsten
Spätburgunder - Dornfelder - Portugieser - Trollinger - Schwarzriesling - Lemberger - Regent - Saint Laurent - Dunkelfelder - Domina

Rebsorten - rot
Abouriou
Acolon
Affentaler, (Blauer Arbst)
Agiorgitiko, (Mavro Nemea, St. Georgs-Traube)
Aglianico
Aleatico
Alicante Bouschet
Alphonse-Lavallée
Ancellotta
Autrichien, (Blauer Portugieser)
Auxerois, (Malbec
Aramon
Aragnan Noir, (Oeillade Noire)
Aragonez, (Tempranillo
Argaman
Arinarnoa
Aubun
Azal Tinto
Babeasca neagra
Baco Noir
Badener, (Blauer Portugieser)
Baga
Balsamia, (Syrah)
Barbarossa
Barbaroux
Barbera
Baron
Bastardo, (Trousseau)
Blauburger
Blauburgunder, (Spätburgunder)
Blauer Affenthaler
Blauer Arbst
Blauer Burgunder
Blauer Gänsfüßer
Blauer Portugieser, (Autrichien, Badener, Blaue Feslauertraube, Feslauer, Kékoporto (Ungarn), Modra Porotugalka (Slowenien), Oporto, Portugais Bleu (Frankreich), Portugieser und Vöslauer)
Blaue Feslauertraube, (Blauer Portugieser)
Blauer Wildbacher
Blauer Zweigelt, (Zweigelt)
Blaue Postitschtraube, (Schwarzriesling)
Blauer Weinsberger, (Helfensteiner)
Blaufränkisch auch Lemberger, Limberger
Bobal
Bois Dur, (Carignan)
Bombino Nero
Bonarda
Bondola
Bouchet, (Cabernet Franc)
Bovale Grande di Spagna, (Carignan)Bovino nero, (Cesanese)
Borba
Bovale
Brachetto
Braquet Noir
Brunello
Cabernet Carbon
Cabernet Cortis
Cabernet Cubin
Cabernet Dorio
Cabernet Dorsa
Cabernet Franc, auch Cabernet Frank, Bouchet
Cabernet Mitos
Cabernet Sauvignon
Calabrese, (Nero d'Avola)
Caladoc
Calitor
Canaiolo nero
Cannonao, (Grenache)
Cannonau, (Grenache)
Carignano, (Carignan)
Carignan, auch Bois de Fer, Bois Dur, Bovale Grande di Spagna, Cagnolaro Tinto, Carignanao, Carignan Mouillan, Carineña, Catalan, Cencibel, Carignane, Carignano, Crusillo, Girarde, Karinjan, Kek Carignan, Kerrigan, Legno Duro, Manueolo Tinto, Marocain, Mataró, Mazuela, Mazuelo, Mollard, Monestelauch
Carmenère
Carminoir
Carnelian
Catawba
Cascade, (Seibel-Reben)
Castets
Cencibel, (Tempranillo)
Centurian
Cesanese, auch Bonvino Nero
Chambourcin
Chenanson
Chiavennasca, (Nebbiolo)
Ciliegiolo
Cinsault
Clinton
Concord
Cordisco, (Montepulciano)
Cornalin
Corvina Veronese
Couderc Noir
Counoise
Côt, (Malbec)
Criolla
Crljenak, (Zinfandel)
Croatina
Crusillo, (Carignan)
Dakapo
DeChaunac
Deckrot
Diolinoir
Dolcetto
Domina
Dornfelder
Dunkelfelder
Duras
Egiodola
Enantio
Fer Servadou, auch Braucol, Mansoi
Feslauer, (Blauer Portugieser)
Folle noire
Frappato
Freisa
Frühburgunder, Blauer Frühburgunder, Clevner, Pinot Madeleine
Gaglioppo
Gamaret
Gamay
Garnacha, (Grenache)
Girarde, (Carignan)
Graciano
Grenache, auch Garnacha, Garnacha Tinta, Grenache noir, Cannonau, Cannonao
Grenache Gris
Grignolino
Grolleau, auch Groslot
Gropello
Groslot, (Grolleau)
Großvernatsch, (Trollinger)
Hegel
Helfensteiner, auch Blauer Weinsberger
Hermitage, (Syrah)
Heroldrebe
Hondarribi Beltz
Humagne Rouge
Isabella
Jurançon Noir
Karinjan, (Carignan)
Kek, (Carignan)
Kékoporto, (Blauer Portugieser
Kerrigan, (Carignan
Kilianer
Klevner, (Spätburgunder)
Königliche Esther
Lagrein
Lambrusco
Lemberger, (Blaufränkisch)
Legno Duro, (Carignan)
Listán Negro
Lledoner Pelut
Lucie Kuhlmann
Léon Millot
Malbec, auch Auxerois, Côt, Malbeck, Pressac
Mali Plavac
Malvasia, Malvoisie, Malvasier
Mammolo
Manosquen, auch Téoulier genannt
Maréchal Foch
Marocain, (Carignan)
Marzemino
Mataró, (Mourvèdre)
Mavro
Mavro Nemea, (Agiorgitiko
Mazuelo, (Carignan)
Melnik
Mencia
Merenzao
Mérille
Merlot
Milgranet
Mitschurinski
Modra Porotugalka, (Blauer Portugieser)
Molinara
Monarch

Monastrell, (Mourvèdre)
Montepulciano, auch Cordisco, Morellone, Primaticcio, Uva Abruzzi
Morellone, (Montepulciano)
Morellino di Scansano (Sangiovese)
Mourvèdre, auch Mataró, Monastrell
Müllerrebe, (Schwarzriesling)
Muscardin
Muscat Piemont
Muskat-Trollinger
Nebbiolo
Negra Corriente
Negrara
Négrette
Negroamaro
Nerello Cappuccio
Neretto
Nero
Nero d'Avola
Neyret
Noah
Oporto, (Blauer Portugieser
Palas
Pelaverga
Periquita, auch Castelão Francês
Petit-Rouge
Petit Verdot, auch Pinot Verdot
Petite Sirah
Pais
Pineau d'Aunis
Pineau Franc, (Blauer Arbst)
Pinot Meunier, (Schwarzriesling
Pinot noir, (Spätburgunder)
Pinotage
Pinot Verdot, (Petit Verdot)
Petit Rouge, (Humagne Rouge)
Petite Arvine
Pollera Nera
Portugais Bleu, (Blauer Portugieser)
Portugieser, (Blauer Portugieser)
Poulsard
Pressac, (Malbec)
Primaticcio, (Montepulciano)
Primitivo, (Zinfandel)
Prior
Rathay
Raboso
Refosco, auch Refosk, Terrano, Teran
Refosco dal Peduncolo Rosso (auch Refosco)
Regent
Ribolla
Roesler
Rondinella
Rondo
Roriz, (Tempranillo)
Rossara, (Molinara)
Rossese
Rotberger
Rotburger, (Zweigelt)
Roter Muskateller
Rother, (Blauer Arbst)
Ruby Cabernet
Sagrantino
Samtrot, (Schwarzriesling)
Sangiovese, auch Prugnolo Gentile
Sangiovese Grosso, (Brunello)
Saperavi
Schiava, (Vernatsch)
Schiava grossa, (Trollinger)
Schönburger
Schwarzriesling, auch Müllerrebe, Blaue Postitschtraube, Samtrot, Pinot Meunier, Gris Meunir, Millers Burgundy
Sciaccarello
Seibel-Reben
Shiraz, (Syrah)
Spätburgunder, auch Klevner, Pinot Noir, Pinot Negro, Blauburgunder, Blauer Spätburgunder
St. Georgs-Traube, (Agiorgitiko)
St. Laurent
Syrah, auch Shiraz, Balsamia, Hermitage
Tannat
Tauberschwarz
Tempranillo, auch Roriz, Tinta Roriz, Tinto fino, Tinto de Santiago, Aragonez
Téoulier
Teran, (Refosco)
Terrano, (Refosco)
Terret Noir
Tibouren
Tinta Amarela, auch Trincadeira Preta, Crato Preto, Mortágua
Tinta Barocca
Tinta Miúda
Tinta Roriz, (Tempranillo)
Tinto Cao
Tinto fino, (Tempranillo)
Tocai rosso, (Grenache)
Touriga Nacional, auch Tourigo
Tourigo, (Touriga Nacional)
Troia
Trollinger, auch Großvernatsch, Schiava grossa
Trousseau, auch Bastardo
Uhudler
Uva Abruzzi, (Montepulciano)
Vernatsch, auch Schiava
Vespolina
Vien de Nus
Vöslauer, (Blauer Portugieser
Xynomavro, auch Xynomavro Naousis
Zarya Severa
Zinfandel, auch Primitivo (Italien), Crljenak (Kroatien)
Zweigelt, auch Blauer Zweigelt, Rotburger, Zweigeltrebe


 
Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten)
Rebsortenverteilung in Deutschland
In Deutschland findet sich eine beeindruckende Rebsortenvielfalt
Die deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend und reicht von A wie Acolon bis Z wie Zweigeltrebe. Ein Blick auf die Rebsortenstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass über 100 Rebsorten regulär oder im Versuchsanbau angepflanzt werden.

Große Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten haben der Spätburgunder- und der Dornfelderanbau in Deutschland die größte Bedeutung. Er deckt etwa 20 % der bestockten Rebfläche ab.
 
Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Weiße Rebsorten)
Rebsorte (weiß)
Anbaufläche
in Hektar
Anteil an der Gesamtfläche in %
Riesling
Müller-Thurgau/Rivaner
Silvaner
Kerner
Grauburgunder/Ruländer
Weißburgunder
Bacchus
Scheurebe
Gutedel
Faberrebe
Huxelrebe
Ortega
Gewürztraminer
Chardonnay
Elbling
Sonstige
Gesamt Weiß

20.627
14.983
5.578
4.606
3.786
3.192
2.320
2.003
1.331
847
775
746
824
958
645
2.168
65.389

20,2
14,6
5,4
4,5
3,7
3,1
2,7
1,9
1,1
0,8
0,7
0,7
0,8
0,9
0,6
2,1
64

Rebsorten in Deutschland - Anbaufläche (Rote Rebsorten)
Rebsorte (rot)
Anbaufläche
in Hektar
Anteil an der Gesamtfläche in %
Spätburgunder
Dornfelder
Portugieser
Trollinger
Schwarzriesling
Lemberger
Regent
Saint Laurent
Dunkelfelder
Domina
Sonstige
Gesamt Rot

11.371
8.200
4.879
2.578
2.491
1.535
2.037
652
379
350
2.380
36.852

11,1
8
4,8
2,5
2,4
1,5
2
0,6
0,4
0,3
2,3
36
     

Aufgrund unterschiedlicher klimatischer Gegebenheiten sind nicht alle Rebsorten in allen Anbaugebieten gleich stark vertreten. Während in den nördlicheren Gebieten eher der Riesling im Vordergrund steht, sind es im südlicheren Teil die Burgunderreben und die Rotweinsorten, die eine überragende Rolle spielen. Der Rheingau hat einen Rieslinganteil von mehr als 75 %. Eine Rieslingdomäne ist auch das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer mit einem Rieslinganteil von 58 %. In Württemberg, in der Pfalz und an der Nahe erreicht der Riesling etwa 20 bis 25 % Anteil an der Rebfläche. Als wichtigste Rebsorte, gemessen an der Anbaufläche, gilt der Müller-Thurgau in Franken, Rheinhessen, an Saale-Unstrut und in Sachsen. Der Silvaner hat traditionell eine überdurchschnittliche Bedeutung in Rheinhessen und Franken. In Baden haben die Burgundersorten einen hohen Flächenanteil, insbesondere der Spätburgunder. Württemberg baut die Rotweinsorten Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger in beachtlichem Ausmaß an, in der Pfalz haben bezüglich der Rotweinsorten Dornfelder und Portugieser den höchsten Flächenanteil.

 



RebsortenvielfaltDie deutsche Rebsortenvielfalt ist beeindruckend und reicht von A wie Acolon bis Z wie Zweigeltrebe. Ein Blick auf die Rebsortenstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass über 100 Rebsorten regulär oder im Versuchsanbau angepflanzt werden.

Große Marktbedeutung besitzen allerdings nur etwa ein Dutzend Rebsorten, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau. Auf diese beiden Rebsorten entfällt rund ein Drittel der bestockten Rebfläche von 102.000 Hektar. Bei den Rotweinsorten hat der Spätburgunderanbau in Deutschland die größte Bedeutung. Er deckt etwa 10 % der bestockten Rebfläche ab.



Refraktometer
Messeinrichtung zur Bestimmung der Brechzahl von optischen Medien (Refraktometrie). Dabei wird meist die Brechung (Refraktion) oder die Totalreflexion des Lichtes ausgenutzt. Bekannte Refraktometer sind beispielsweise: Wollastons-Refraktometer (1802) Auf diesem Prinzip basieren manche Geräte zur Bestimmung der Reife des Weines (Mostgewicht), der Stammwürze von Bier, des Wassergehaltes von Honig, des Frostschutzes von Kühlflüssigkeit oder aber der Säuredichte des Elektrolytes einer Batterie. Ebenso kann so der Anteil gelöster Substanzen, z. B. die Salinität von Meerwasser gemessen werden.


   
Regent - Rebsorten
Die Sorte Regent ist eine der wenigen Neuzüchtungen, denen eine rosige Zukunft vorhergesagt wird. Denn sie liefert feurige, beinahe südländische Weine.

Doch mitunter gelingt es den Forschern, eine vielversprechende Rebsorte zu züchten. Die Sorte Regent gehört zu den wenigen erfolgreichen Züchtungen, denen eine rosige, ja glänzende Zukunft vorhergesagt wird. Dem Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen in der Südpfalz gelang im Jahr 1967 die Kreuzung aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin.


Die Sorte Regent ist eine der wenigen Neuzüchtungen, denen eine rosige Zukunft vorhergesagt wird. Denn sie liefert feurige, beinahe südländische Weine.

Die französische, etwa 100 Jahre alte Sorte bringt den Resistenzanteil mit ein. Die ersten Kreuzungen mussten über Jahre selektioniert und die besten Einzelstöcke vermehrt werden. Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab 1985. Im Jahr 1993 wurde der Sortenschutz erteilt, zwei Jahre später erfolgte die Eintragung in die Sortenliste, im Jahr darauf die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.

Bedeutung
Standen die ersten Regent-Reben noch in zahlreichen Versuchsweinbergen, so findet sich die Neuzüchtung inzwischen in fast allen Anbaugebieten. Dass bei der Winzerschaft großes Interesse an Anpflanzungen besteht, zeigt die Sortenstatistik. Allein von 1997 auf 1998 stieg die bestockte Regent - Rebfläche von 70 auf 178 Hektar, im Jahr 1999 waren es schon 324 Hektar, im Jahr 2000 449 Hektar und im Jahr 2001 650 Hektar. 2002 betrug die Anbaufläche bereits 950 ha und 2004 mehr als 2.000 Hektar. Aktuell sind es 2.150 Hektar. Damit sind gut 2 Prozent der deutschen Rebfläche mit Regent bestockt. Die Anbauschwerpunkte liegen in der Pfalz, Rheinhessen sowie in Baden.

Anbau
Eine frühe Reife, ein überdurchschnittliches Mostgewicht und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Winterfrösten lassen den Anbau des Regent auch in Rotweinrandlagen zu. Die pilzresistente Sorte mag jedoch keine kalten, windigen Lagen - hier neigt sie zum Verrieseln. Die Resistenz gegen falschen Mehltau, Oidium und Botrytis ist gut, viele chemische Pflanzenschutzmassnahmen können daher entfallen. Die Blätter sind gegenüber Reblausbefall ebenso resistent wie herkömmliche Rebsorten, die Wurzeln sind anfällig, daher muss die Sorte gepfropft werden.

Ausbau/Geschmack
Der Regent erreicht Mostgewichte, die gar die des Spätburgunders übertreffen. Die Erträge halten sich wie beim Pinot Noir in Grenzen. Entsprechend gehaltvoll fallen die Weine aus. Die moderaten Säurewerte lassen den Ausbau milder und samtiger Rotweine zu. Bestechend fällt auch die gute Rotfärbung nach der Maischegärung aus.

Genuss
Zwar sind Weine der Rebsorte Regent erst wenige Jahre auf dem Markt, doch schon lässt sich ein Weinstil ausmachen. Meist sind es durchgegorene, stoffige, beinahe südländische Weine mit einem schmeckbaren Tanningerüst. Die Aromen von Kirschen oder Johannisbeeren erinnern an andere renommierte Rotweinsorten. Hochwertiges Lesegut wird auch im Barrique ausgebaut. Die Weine sind relativ früh trinkreif und begleiten je nach Qualität die herzhafte Vesperplatte, etwa mit Salamiwürsten und gut gereiftem Bergkäse, ebenso gut wie intensiv schmeckende Fleischgerichte mit konzentrierten Saucen, eine Lammkeule, ein Ochsenschwanzragout oder ein Wildgericht.

  

Rehoboam - Flaschengrößen:
Champagner gibts es in verschiedenen Flaschengrößen, die Standardgröße ist die 0,75 l oder 1/1-Flasche. Für die anderen Flaschengrößen haben sich eigene Bezeichnungen etabliert. Alle Flaschen, die größer als die Jeroboam-Flasche (3 Liter / Doppelmagnum) sind, tragen biblische Namen. Eine Ausnahme hiervon bildet die Sovereign- und die Primat-Flasche.

Normalgröße
Liter
Bezeichnung
1/4
0,2
Piccolo
1/2
0,375
Demi / Filette
1
0,75
Imperial
2
1,5
Magnum
4
3
Jeroboam / Doppelmagnum
6
4,5
Rehoboam
8
6
Methusalem
12
9
Salmanazar
16
12
Balthazar
20
15
Nebukadnezar
24
18
Melchior bzw. Goliath
35
26,25
Souverain oder Sovereign
36
27
Primat
40
39
Melchisedech



Rezepte -
mit Rotwein
Gänsebraten auf sächsische Art.

Ein süßlich-schmalziges Geschmacksbild verlangt nach einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein wie einem Saint Laurent.

Zubereitungszeit: etwa 2 1/2 Stunden

Zutaten für 6 Personen:
Rezepte - mit Rotwein Gänsebraten auf sächsische Art..

1 bratfertige Frühmastgans (3 kg)
etwas Salz
schwarzer Pfeffer
6 saure Äpfel
etwas Beifuß
½ L Wasser
etwas Salzwasser
1 TL Speisestärke

Zubereitung: Die Gans innen und außen abspülen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer einreiben. Den Backofen auf 200 Grad Celsius vorheizen. Die Äpfel schälen, die Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in Stücke schneiden. Sie zusammen mit dem Beifuß in die Gans füllen. Die Öffnung zunähen oder zustecken. Die Gans mit der Brust nach unten in einen großen Bräter setzen und ½ L Wasser angießen. Im Ofen in 1 ½ bis 2 Stunden braun braten. Nach einer Stunde die Gans umdrehen. In den letzten 15 Minuten der Garzeit die Gans mit Salzwasser bepinseln, damit die Haut schön knusprig wird. Die Gans aus dem Bräter nehmen und im Backofen warm halten.
Vom Bratfond im Bräter das Fett abschöpfen. Die Speisestärke mit etwas Wasser anrühren und die verbliebene Sauce im Bräter damit binden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Gans auf einer vorgewärmten Platte anrichten und die Sauce getrennt dazu reichen.
Beilagen: Zur Gans werden Sächsische Klöße und Rotkohl gereicht.

Weinempfehlung:
Das Fett unter der Haut und die Äpfel sorgen für ein süßlich-schmalziges Geschmacksbild, das nach einem geschmeidigen, reifen und gehaltvollen Rotwein wie einem Saint Laurent verlangt.




Rheingau - Anbaugebiet
Am berühmten Rheinknie liegt der Rheingau. Hier dominieren die beiden Rebsorten Riesling und Spätburgunder. (Karte  )

Wer die markanten Aussichtspunkte des Rheingaus besucht, wie das Niederwalddenkmal, Schloss Johannisberg, die Hallgartener Zange über Oestrich-Winkel oder die Bubenhäuser Höhe, sieht vor sich die historischen Zentren des Weinbaus liegen. Da ist zuerst einmal das Zisterzienserkloster Eberbach, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen Deutschlands, in der "Der Name der Rose" verfilmt wurde. Das Kloster war schon immer ein kultureller Mittelpunkt. Heute ziehen Konzerte Besucher von nah und fern an. Der Johannisberg ist nicht nur bekannt für das gleichnamige Schloss, das aus den Ruinen einer Klosteranlage entstanden ist, sondern weinhistorisch auch als der Ort, an dem die Spätlese ihren Ursprung hat. Nicht zu vergessen die Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim, die durch ihre umfangreichen Forschungen immer neue Anregungen für qualitative Verbesserungen liefert.

Die die geologische Beschaffenheit des Bodens sowie die optimalen klimatischen Bedingungen am Rhein, der hier stellenweise mehrere Kilometer breit ist, sorgen für ein hervorragendes Wachstum der Reben. Auch in den Sommermonaten verfügen sie über genügend Feuchtigkeit. Die Winzer bauen hier überwiegend Riesling (78%) und Blauen Spätburgunder (13%) an.

Zwischenzeitlich ist es den Rheingauer Winzern gelungen, das Duo "Rheingau-Flöte und -Kelch" als typische Weinflasche mit passendem Glas für Rheingauer Qualitätsweine zu etablieren. Seit der Ernte 1999 dokumentieren die Weine mit der Auszeichnung "Erstes Gewächs" den Anspruch der Winzer, sich immer wieder ehrgeizige Ziele zu setzen und wahrhaft Außergewöhnliches in die Flasche zu füllen. Neben den Pioniererfolgen kann der Rheingau aber auch mit traditionellen Einrichtungen gelebter Weinkultur aufwarten. Viele Straußwirtschaften, Gutsschänken sowie Restaurants mit regionaler Küche und Rheingauer Spitzenweinen laden Besucher ein, Lebensfreude pur zu genießen.

Rheingau im Überblick
Geographische Lage: beginnend am Untermain südlich von Wiesbaden rechtsrheinisch bis Lorchhausen nördlich von Rüdesheim. Klima: Vom Taunus geschützt, milde Winter und warme Sommer, Temperaturmittel 10 Grad. Böden: Schiefer, Quarz, Kiesel und Sandstein; tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus Sandlöß oder Löß. Phyllitschiefer für die Rotweine. Rebfläche: ca. 3100 ha, 1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen
Rebsorten: Riesling, Blauer Spätburgunder sowie etwas Müller-Thurgau. Vermarktung: hoher Anteil Direktvermarktung im Rhein-Main-Gebiet, etwa 50% Anteil über Fachhandel, Gastronomie bundesweit und im Export.

Rheingau

In diesem Anbaugebiet wandelt man auf Goethes Spuren, sogar die englische Königin Viktoria hat hier schon Trauben genascht und vom Rheingauer Wein geschwärmt.

In diesem Anbaugebiet wandelt man auf Goethes Spuren, sogar die englische Königin Viktoria hat hier schon Trauben genascht und vom Rheingauer Wein geschwärmt. Wer Rheingauer Wein trinkt, in dessen Glas funkelt zumeist Riesling. Rund 80 Prozent der Anbaufläche sind mit dieser edlen Rebsorte bepflanzt


Ein Grund für dessen hohe Qualität sind die gen Süden gerichteten Rebhänge des Rheingaugebirges, die mit den alten Schlössern und Klöstern eine stimmungsvolle Verbindung eingehen. Wo der Rhein auf seinem Weg von Süd nach Nord auf einer Strecke von rund 35 Kilometern in westlicher Richtung fließt, am berühmten Rheinknie also, erstreckt sich auf der rechten Flussseite der Rheingau. Auch die Gegend um Hochheim und Lorch schließt er mit ein.
Der Rheingauer-Riesling-Pfad (oder die Riesling-Route für Autofahrer) beginnt in Wicker am Untermain, passiert die hübschen Dörfer Eltville, Östrich und Rüdesheim und endet in Lorchhausen. Auf der gegenüberliegenden Rheinseite blickt man zuerst ins Rheinhessische, später sieht man die Nahe in den Rhein münden, danach beginnt auf der linken Rheinseite das Anbaugebiet Mittelrhein.
Der schönste Teil der Riesling-Strecke verläuft zwischen Eltville und Lorchhausen (gekennzeichnet durch einen gelben Weinbecher auf grünem Grund, Beschreibung dieses und weiterer Wanderwege siehe www.rheingau.de oder www.rheingau-taunus-info.de).


Rotweininsel im Rieslingmeer
Wer Rheingauer Wein trinkt, in dessen Glas funkelt zumeist Riesling. Rund 80 Prozent der Anbaufläche sind mit dieser edlen Rebsorte bepflanzt - mit einer Ausnahme: die Weinberge um Assmannshausen bringen vorzügliche Rotweine (zumeist Spätburgunder) hervor. Diese fanden schon Goethe, Brentano und Fontane vorzüglich. Auch wegen des Motorroller-Museums (täglich geöffnet von 19 bis 18 Uhr, außer montags) lohnt Assmannshausen den Besuch. Heute führt eine Sesselbahn (www.seilbahn-assmannshausen.de) hinauf zum Niederwalddenkmal, von der Germania aus eröffnet sich eine herrliche Sicht über das Rheintal. Anschließend kann man weiter nach Rüdesheim gondeln oder den hübschen Weg durch die Weinberge wählen. In Rüdesheim beginnt der Welterbe-Abschnitt des Mittelrheintals (www.welterbe-mittelrheintal.de).


Mechanische Singvögel und die Drosselgasse
Obwohl sie nur 150 Meter lang ist, gehört sie zu den berühmtesten Gassen Deutschlands: Die Rüdesheimer Drosselgasse. In dieser „fröhlichsten Gasse der Welt“ kann man beim Lindenwirt sogar in Fässern übernachten (www.drosselgasse.de). Gar nicht fröhlich geht es im spannenden Foltermuseum in der Oberstraße zu (www.foltermuseum.com, geöffnet täglich von April bis November von 10 bis 18 Uhr, von Januar bis März am Wochenende von 11 bis 17 Uhr). Danach tut es zur Lösung der Anspannung gut, die weltgrößte Sammlung selbstspielender Musikinstrumente im Brömserhof zu besuchen (www.siegfrieds-musikkabinett.de). Hier hüpfen Vögelchen aus Spieldosen, bewegen den Schnabel und flattern mit den Flügeln (geöffnet von März bis Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr). Auch das Weinmuseum (www.rheingauer-weinmuseum.de, geöffnet von März bis Oktober) in der Brömserburg wie auch eine Besichtigung der Brennerei Asbach sind empfehlenswert.


Wen es nach dem quirligen Rüdesheim nach Ruhe verlangt, der kann die Stille in der Benediktinerinnen-Abtei Sankt Hildegard erfahren. Diese ist nach der heiligen Hildegard von Bingen benannt Obwohl sie nur 150 Meter lang ist, gehört sie zu den berühmtesten Gassen Deutschlands: Die Rüdesheimer Drosselgasse. In dieser „fröhlichsten Gasse der Welt“ kann man beim Lindenwirt sogar in Fässern übernachten

Stille in der Abtei und im Wispertal
Wen es nach dem quirligen Rüdesheim nach Ruhe verlangt, der kann die Stille in der Benediktinerinnen-Abtei Sankt Hildegard erfahren. Diese ist nach der heiligen Hildegard von Bingen benannt, die im nahen Kloster Eibingen wirkte. Die Schwestern sind überaus rührig, im Herbst lesen sie ihren Klosterwein mit der Hand, Ende Oktober feiern sie Erntedank und fahren mit dem Traktor durch die Weinberge. (Weinlese-Tagebuch unter www.abtei-st-hildegard.de).
Um Lorch verläuft ein besonders schöner Abschnitt des Rieslingpfades. Ledige junge Damen, die noch auf Männer-Suche sind, sollten nach Lorchhausen reisen: Der kleine Ort ist der Sitz des ältesten Junggesellenvereins in Deutschland, der „Sammelstelle für hoffnungsvolle Jungmänner des Ortes“. Der Bach Wisper mündet zwischen diesen beiden Orten in den Rhein. Das Wispertal schlängelt sich quer durch das Rheingauer Gebirge, hier lässt sich fein wandern und rasten. Zum Beispiel in der Alten Villa, einem ehemaliges Jagdhaus inmitten von Wald und Wiesen (www.alte-villa.net).


Fässer in alten Kellern...
Weinbau lag im Rheingau lange Zeit in den Händen von Adel und Orden, die dem Wein zu seiner Bekanntheit verhalfen. Zisterzienser gründeten Kloster Eberbach (www.klostereberbach.de, täglich geöffnet, Führungen an Wochenenden um 15 Uhr), einem der besterhaltenen Klöster der Welt. Hier fanden die Innenaufnahmen zum Film „Der Name der Rose“ statt.
Auch traditionsreiche Weingüter wie die Schlösser Vollrads und Reichartshausen im hübschen Hattenheim sind Kennern ein Begriff. Auf Schloss Johannisberg haben Mönche 1775 die erste Spätlese gekeltert (im Tagebuch des Spätlesereiters Karl kann man unter www.apitz-kunkel.de/AKStart/index.htm lesen), sonntags finden um 14:30 Uhr Weinproben im historischen Holzfasskeller statt (www.schloss-johannisberg.de, Kosten: 14 Euro).

... Musik in alten Gemäuern
Von E-Musik über Jazz und Kabarett bis hin zur Klassik reicht das Programmspektrum des Rheingauer Musik-Festivals. Die mehr als 100 Konzerte finden unter anderem in der Eberbacher Basilika oder auf Schloss Johannisberg statt (www.rheingau-musik-festival.de). Im Juni beginnen die Eltviller Burghofspiele (www.burghofspiele.de). Das Brentanohaus in Winkel widmet sich gutem Essen und der Literatur (www.brentano.de, Besichtigung der Zimmer Goethes zu festen Terminen). Im gleichen Ort steht das „Graue Haus“, es gilt als die älteste Weinstube Deutschlands. Überaus nobel schlemmen kann man während des Rheingauer Gourmet- und Weinfestivals, etwa beim „Winemaker´s Dinner“. Hier sitzt der Erzeuger mit an der Tafel (www.rheingau-gourmet-festival.de).

Lamatrekking um die Hallgartener Zange
Idyllisch im Wald liegt Hallgarten, die „Hallgartener Zange“ oberhalb des Ortes überrascht mit einem exklusiven Blick auf Rhein und Reben. Hier lässt sich gut picknicken, vor allem mit einem Lama als Lastenträger. Auf der Kisselmühle bei Kloster Eberbach sind rund 100 Lamas und Alpakas zu Hause (www.kisselmuehle.de, eine Halbtagestour kostet 15 Euro, Kinder zahlen die Hälfte). Wem die Lamas nicht ganz geheuer sind, der kann auch per Helikopter, auf einem Pony oder in der Kutsche des Ebentaler Hofs den Rheingau erkunden (www.ebental.de, geöffnet von März bis November von 9 bis 19 Uhr, im Winter nur nach Anmeldung – Anfahrt Rüdesheim in Richtung Presberg). Nach einer Tour kann man in einer der zahlreichen Rheingauer Weinstuben einkehren.


Schifffahrt zur Mariannenaue
Oder wie wäre es mit einer Fahrt (www.k-d.com; www.primus-linie.de) auf dem Rhein? Ein besonderes Schmankerl ist die Strecke rund um die Naturschutzinsel Mariannenaue. Von Ostersonntag bis September lässt ein Schiff dafür die Leinen los, Abfahrt ab Östrich, Hattenheim oder Eltville (www.charterliner.de). Anschließend kann man in der Eltviller Vinothek Weine von 20 verschiedenen Weingütern kosten (www.eltvilller-vinothek.de, ). Wenn behütete Damen in adretten Kostümen sich bei Herren in Gehrock und Zylinder unterhaken und dabei ihren Sonnenschirm drehen, dann ist wieder Sekt- und Biedermeierfest in Eltville (alljährlich Ende Juni/Anfang Juli). An der Promenade des Rheinufers lässt sich aber auch ohne eine solche Ausstattung wunderbar flanieren. Je weiter der Abend voranschreitet, desto weniger macht das Biedermeierfest seinem Namen Ehre - zum Glück. Während des ganzen Jahres besteht die Möglichkeit, sich von Gästeführern im Biedermeier-Kostüm begleiten zu lassen, etwa auf Gutenbergs Spuren, auf dem Mühlen-Weg oder durch den Eberbacher Cabinetkeller (Themenführungen siehe www.eltville.de)

Tipp für Kinder
Im Taunuswunderland (www.taunuswunderland.de) bei Schlangenbad wird es exotisch: Papageien flattern umher, im Dschungelturm kann man kraxeln und anschließend auf einer Riesenrutsche ins Tal sausen. Die ganz kleinen Gäste nehmen ein Bällchenbad und bestaunen die Märchenfiguren, die Größeren entern das Piratenschiff oder fahren in der Wildwasserbahn. Geöffnet ist der Park von März bis Oktober von 9:30 bis 18 Uhr, Erwachsene zahlen 13,50 Euro, für Kinder kleiner als einen Meter ist der Eintritt frei. In Schlangenbad selbst lockt ein landschaftlich schön gelegenes Thermalbad (www.schlangenbad.de).

Weinfest-Empfehlung
Eines der bei den Rheingauern beliebtesten Feste huldigt nicht in erster Linie dem Wein, sondern der Erdbeere. Beim Erbacher Erdbeerfest im Juni schnippeln fleißige Helfer die süße Frucht kiloweise in Stückchen und setzen mit prickelndem Sekt eine köstliche Bowle an. Die Stände rund um den Marktplatz offerieren kulinarische Leckerbissen, sodass die Party meist erst in den frühen Morgenstunden endet.

Zum größten Weinfest im Rheingau lädt alljährlich am ersten Juliwochenende Hochheim am Main. Auf den gepflasterten Altstadtgassen und Plätzen bieten mehr als 150 Stände Köstlichkeiten, Kunst, Unterhaltung und natürlich Wein und Sekt an. Womöglich kommt dieser sogar vom Königin-Viktoria-Berg, die Queen zeigte sich bei ihrem Besuch 1850 begeistert vom Hochheimer Wein.

Außerdem
In Kronberg im Taunus gefällt es nicht nur der Haute Volée, sondern auch Haselhuhn, australischem Süßwasserkrokodil und mesopotamischem Damhirsch: Die Artenvielfalt des Opel-Zoos ist toll (www.opel-zoo.de). Der Zoo gliedert sich in die Regionen Polar, Kontinental, Gebirge, Wüste, Savanne, Tropen, Meer und Süßwasser sowie Haustiere (geöffnet ist der Zoo von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit). Tiere, die es gar nicht mehr gibt, bevölkern das Frankfurter Senckenberg-Museum (www.senckenberg.de): Dinosaurier. Auf drei Etagen werden außerdem ägyptische Mumien und eine Anakonda, die ein ganzes Wasserschwein verschlingt, gezeigt (täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr). Erwachsene zahlen fünf Euro, Kinder die Hälfte.

In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden kann man wie einst Dostojewski sein Glück in der Spielbank versuchen (Führungen mit Demospiel unter www.spielbank-wiesbaden.de) oder auf Gesundheit und Wohlbefinden setzen: Das Freibad Maaraue und das Aukammbad locken (sämtliche Bäder unter www.wiesbaden.de), in der luxuriösen Kaiser-Friedrich-Therme lässt sich vorzüglich in Finnischer Sauna oder Russischem Dampfbad schwitzen (Erwachsene zahlen für vier Stunden 17,50 Euro). Kurhaus und Theater im Rokoko-Stil (www.staatstheater-wiesbaden.de) werden dem Nobel-Image Wiesbadens gerecht, die fünf goldenen Zwiebeltürme der Griechischen Kapelle glänzen auf dem Neroberg (Auffahrt von Karfreitag bis Oktober mit der Nerobergbahn, www.nerobergbahn.de). Im August findet hier die Weinwoche statt, auf welcher der ganze Rheingau vertreten ist.


Rheinhessen - Anbaugebiet - Hügel und Reben
Rheinhessen ist Deutschlands größtes Anbaugebiet. Das Hügelland mit seinen sanften Erhebungen strahlt mediterranes Flair aus.
(Karte  )

Im Norden und Osten ist es vom großen Rheinbogen umschlossen. In der Gegend um Bingen und an der bekannten Rheinterrasse vor Mainz bis kurz vor Worms prägen ansteigende Hänge entlang des Rheins den Weinbau, während der "Wonnegau" und das Hügelland mit sanften Erhebungen und unverbrauchter Landschaft ein eher mediterranes Flair ausstrahlen.
Die Winzerinnen und Winzer dieses sprichwörtlich großartigen Anbaugebiets sind vor allem für ihren Ideenreichtum bekannt. Mit Produktkonzepten wie RS-Rheinhessen-Silvaner, den Weinen der Selection Rheinhessen, mit Winzersekten, die sortenrein im klassischen Flaschengärverfahren hergestellt werden, oder mit feinen Destillaten haben die Rheinhessen frischen Wind in die deutsche Weinlandschaft gebracht. Rheinhessen hat die größte Silvaner-Anbaufläche der Welt. Daneben sind es die Rieslinge der renommierten Lagen am Rhein, die mit Nerv und feiner Frucht überraschen. Die experimentierfreudigen Rheinhessen haben sich aber auch intensiv für neue Rebsorten eingesetzt, von denen einige - wie Rivaner, Kerner und Dornfelder - ihren Stellenwert längst unter Beweis gestellt haben.
So vielfältig wie die Weine ist auch die Gastronomie der Rheinhessen. Originelle Gerichte wie die "Backeskartoffeln", der "Spundekäs" oder der "Dippehas" sollten auf einer kulinarischen Entdeckungstour deshalb nicht ausgelassen werden. Gelegenheit zum Probieren gibt es zur Genüge. Zumal die Rheinhessen gerne und vor allem oft feiern. Und wenn es keine Anlässe zum Feiern gibt, sind schnell welche gefunden. Dazu gibt es einen umfangreichen Veranstaltungskalender, den man unbedingt anfordern sollte. Kurzum - Rheinhessen muss man entdecken. Ein Weinland mit viel Kultur und Tradition und mit geselligen, weltoffenen Menschen.

Rheinhessen im Überblick
Geographische Lage: Im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms. Klima: Milde Durchschnitts-Temperaturen; Taunus und Odenwald als Schutz. Böden: Löß, Sedimente und Verwitterungsböden, feinsandiger Mergel, Quarzit- und Porphyr-Verwitterungsböden. Rebfläche: ca. 26.200 ha, 3 Bereiche, 24 Großlagen, 432 Einzellagen. Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling, Kerner, Scheurebe, Bacchus, Dornfelder, Portugieser, Blauer Spätburgunder. Vermarktung: ca. je 25% Anteil Export und Direktverkauf an Endverbraucher. 50% über Fach- und Lebensmittelhandel.

Land der sanften Hügel
Tausend sanfte Hügel und Reben, so weit das Auge reicht. Südländisch anmutende Trulli, Kellerlabyrinthe und der Nibelungenschatz warten darauf, entdeckt zu werden.

Im Taunuswunderland (www.taunuswunderland.de) bei Schlangenbad wird es exotisch: Papageien flattern umher, im Dschungelturm kann man kraxeln und anschließend auf einer Riesenrutsche ins Tal sausen Tausend sanfte Hügel und Reben, so weit das Auge reicht. Südländisch anmutende Trulli, Kellerlabyrinthe und der Nibelungenschatz warten darauf, entdeckt zu werden.

Trotz des Namens gehört Rheinhessen heute nicht mehr zu Hessen, sondern zu Rheinland-Pfalz. Im Norden und Osten vom großen Rheinbogen umschlossen, nehmen hier die Reben mit 26 000 Hektar ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche Rheinhessens und ein Viertel der Rebfläche Deutschlands ein.
Kein Wunder also, das fast jedes rheinhessische Dörfchen von der Rheinterrasse zwischen Mainz und Worms über den Wonnegau im Süden bis hin ins Alzeyer Hügelland im Westen auf eine lange Weinbautradition zurückblicken kann.
Der Weinreisende braucht sich an keine lineare Streckenführung zu halten, am besten tourt er und quer durch die Weinbauregion (Rad- und Wandertourenvorschläge unter www.rheinhessen.info.de).

Kaiserpfalz in Ingelheim
Mit einem Rebflächenanteil von zwanzig Prozent steht die Sorte Müller-Thurgau an der Spitze der rheinhessischen Weinrangliste. In dem Städtchen Ingelheim jedoch sorgen die Burgunderreben für Aufsehen, Karl der Große soll deren Anbau veranlasst haben. Auf den Kaiser auch gehen die Straußwirtschaften zurück, er erlaubte den Winzern bereits im Mittelalter den Ausschank der eigenen Weine. Ingelheim diente ihm als Pfalz (d.h. als Palast), die Aula Regia (Königshalle) erinnert daran. Die Ausgrabungsarbeiten sind noch im Gange und werden in einer Ausstellung im Besucherzentrum dokumentiert (www.kaiserpfalz-ingelheim.de täglich außer montags geöffnet). In der Straße „Im Saal“ beginnt der Kaiserpfalzrundweg mit 18 Stationen.

Radeln heute und anno dazumal
Bevor die Selz kurz nach Ingelheim in den Rhein mündet, endet der Selztalradweg. Dieser führt ab Alzey mitten durchs rheinhessische Hügelland, vorbei an Weinbergen, Feldern und durch Fachwerkdörfer. Die knapp 50 Kilometer kann man mit Pausen in fünf Stunden schaffen. Markiert mit einem grünen Fahrrad auf weißem Grund macht der Weg bei Selzen eine Schleife und führt an Nieder-Olm und den hübschen Dörfern Schwabenheim mit seinem historischen Marktplatz und Groß-Winternheim vorbei (Streckenverlauf und Karten siehe www.rheinhessen.info.de). Von dort ist es nur ein Katzensprung bis nach Gau-Algesheim und ins rheinhessische Fahrradmuseum (www.fahrradmuseum-rheinhessen.de, geöffnet von Ostern bis Oktober an Sonn- und Feiertagen zwischen 11 und 17 Uhr).

Auf den Spuren der roten Maus
Das Wahrzeichen von Bingen ist der gelbe Mäuseturm, um den sich viele Sagen ranken. Von Ostern bis Ende Oktober wandert man „Auf den Spuren der roten Maus“, die Führung beginnt samstags um halb elf an der Touristeninformation (www.bingen.de). Bei niedrigem Wasserstand des Rheins kann man auf kleinen Dämmen weit hinauslaufen und nach Muscheln suchen. Vom Natur-Erlebnisbad aus hat man im Sommer einen Panorama-Blick in den Rheingau, im Winter kann man durch den Binger Wald zum Salzkopfturm gehen. Literaturinteressierte finden am Friedhof Nummer 9 Informationen über den Dichter Stefan George (das Museum ist dienstags, donnerstags und samstags zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet), das Historische Museum am Strom ist im ehemaligen Elektrizitätswerk untergebracht und zeigt Ausstellungen über Hildegard von Bingen und die Rheinromantik (www.bingen.de/tourist/index.php, geöffnet täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr).

Swing in Bingen, Klassik im Gewölbe
Alljährlich tritt im Juni eine Mischung aus bekannten Bands und Nachwuchsmusikern bei dem Festival „Bingen swingt“ (www.bingen-swingt.de) auf. Worms jazzt im Juli (Informationen unter www.worms.de) und schon ab Mai gibt es fünf Monate lang Ausstellungen, Tanz und Musik nicht nur in den Städten, sondern auch auf den Dörfern (Veranstaltungen siehe www.kultursommer.de). Dort werden bei „Klassik im Gewölbe“ vormals als Kuhställe genutzte Weingewölbe – sogenannte Kuhkapellen - zu Konzerträumen umfunktioniert, die eine vorzügliche Akustik und ein einmaliges Ambiente bieten. Rund fünfzig dieser besonderen Orte findet man in Rheinhessen, beim „Tag der offenen Weingewölbe“ darf man einige der Kreuzgratgewölbe besichtigen. Kultur und Kulinarisches vereint der Kulturhof im kleinen aber feinen Eckelsheim (http://www.kulturhof-eckelsheim.de/).

Vom Kellerlabyrinth in den fröhlichen Weinberg
Nicht nur oberirdisch ist Oppenheim mit der filigranen Katharinenkirche und Fachwerkhäusern bezaubernd, auch der Untergrund dieses Rheinstädtchens hat etwas zu bieten: Über fünf Etagen führt das Kellerlabyrinth unter dem Marktplatz in die Tiefe (Führungen an Wochenenden siehe www.stadt-oppenheim.de/oppenheims_untergrund.htm). Das Deutsche Weinbaumuseum (www.dwb-museum.de, geöffnet von April bis Oktober täglich außer montags zwischen 14 bis 17 Uhr) zeigt neben Korkenziehern und Traktoren auch eine Küferwerkstatt und eine Mausefallensammlung, nach Voranmeldung organisiert das Museum Weingebietsproben. Auf der Oppenheimer Ruine Landskrone finden die Oppenheimer Festspiele statt. Von Mai bis Juli werden Carl Zuckmayers Stücke, darunter auch „Der fröhliche Weinberg“, in seinem Geburtsort Nackenheim aufgeführt (www.carl-zuckmayer.de). Zwischen Nackenheim und Nierstein erstreckt sich die bekannte Weinlage „Roter Hang“. Zu Fuß sollte man für die schöne Wanderung (Hin- und Rückweg) etwa drei Stunden einplanen, anschließend kann man die Tour in einer schönen Straußwirtschaft ausklingen lassen (weitere Tourenvorschläge: http://www.nierstein.de/)

Wo die Mainzelmännchen zu Hause sind
In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz regiert der Weinbauminister über zwei Drittel der deutschen Anbaufläche. Dienstags, freitags und samstags belebt ein bunter Markt den Platz vorm beeindruckenden Martinsdom. Drei Rundfunkanstalten senden von Mainz aus, das ZDF-Sendezentrum veranstaltet drei Mal täglich kostenlose Führungen (Anmeldung unter fuehrungen@zdf.de, www.zdf.de), beim Südwestrundfunk sollte man sich unter 06131 / 929 2291 telefonisch anmelden (www.swr.de). Rennsport-Fans können sich auf der Kartbahn austoben (www.kartbahn-mainz-finthen.de, sieben Minuten Fahrt kosten sechs Euro). Eine Besichtigung der Sektkellerei Kupferberg endet selten trocken (pro Person 6,50 Euro, Anmeldung unter 06131 / 9230, www.kupferbergterrasse.de). Teile der Kelleranlagen stammen noch aus der Römerzeit und sind sieben Etagen tief. Ein keltisches Glashündchen ist im Mainzer Landesmuseum ausgestellt (www.landesmuseum-mainz.de). Das Kurfürstliche Schloss beherbergt nicht nur den Landtag, sondern auch Fundstücke aus der Eiszeit (www.rzgm.de). Im Museum für Antike Schifffahrt präsentiert das Weinforum Rheinhessen alljährlich im Oktober 150 prämierte Weine zwischen antiken Fundstücken (http://www.rheinhessenwein.de/).

Die Nibelungen und der Wormser Dom
Wenn am letzten Augustwochenende der „Bojemääschter vun de Fischerwääd“ (Bürgermeister von der Fischerweide) die Regierungsgeschäfte übernimmt, dann kann das Wormser Backfischfest beginnen. Anfang August finden alljährlich die Nibelungenfestspiele vor dem beeindruckenden Kaiserdom statt (www.nibelungenfestspiele.de). Bereits Brunhild und Kriemhild sind der Sage nach hier zur Messe gegangen. Das Nibelungenmuseum ist in die mittelalterliche Stadtmauer integriert (www.nibelungen-museum.de, geöffnet täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr). Ganz von Moos überwachsen ist der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ bei der Magnuskirche, er gehört zu den ältesten seiner Art. Im Raschi-Haus ist heute das jüdische Museum untergebracht (von Dienstag bis Sonntag geöffnet, www.worms.de). Auch die Wonnegau-Gemeinden rund um Worms lohnen einen Besuch: Die gut erhaltene Dalsheimer Fleckenmauer datiert aus dem 14. Jahrhundert, in Westhofen kann man in einem ehemaligen Stallgewölbe speisen (Deutsches Haus).

Volker von Alzey und die Kräuterhexen
In dem quirligen Landstädtchen Alzey fühlt man sich Volker, dem Fiedler aus dem Nibelungenlied, verbunden: Ein bronzenes Pferd auf dem Marktplatz erinnert an ihn. Alzey liegt im einstigen Mainzer Becken, Muschelfunde in den umliegenden Feldern und Weinbergen sind hier normal. Das Museum bewahrt diese auf, ebenso das Skelett der Seekuh „Elsa“ (außer montags täglich von 10 bis 12 und 14 bis 16:30 Uhr geöffnet). Im nahe gelegenen Flonheim zeigt das älteste Kino des Landes an jedem zweiten Mittwoch des Monats Programmfilme (www.trulliland.de). Merkwürdige Bauten stehen in den Weinbergen rund um Flonheim: Die Trulli, runde Weinbergshäuschen mit kegelförmigen Dach. Nur in Süditalien findet man Ähnliches. Die Saison dauert von März bis September, dann können auf dem Kräuterweg der Rheinhessischen Schweiz zahlreiche Heil- und Küchenkräuter entdeckt werden. Wer in Kräuterkunde noch nicht firm ist, den begleiten ausgebildete Kräuterführerinnen (Termine siehe www.kraeuterschule-herbula.com oder http://www.kraeuter-hexen.de/).

Bevor die Selz kurz nach Ingelheim in den Rhein mündet, endet der Selztalradweg. Dieser führt ab Alzey mitten durchs rheinhessische Hügelland, In dem quirligen Landstädtchen Alzey fühlt man sich Volker, dem Fiedler aus dem Nibelungenlied, verbunden: Ein bronzenes Pferd auf dem Marktplatz erinnert an ihn. Alzey liegt im einstigen Mainzer Becken,

Tipps für Kinder
Bengal und Fluffi haben als erste Königstiger Quartier in den Ingelheimer Weinbergen bezogen, wenig später kamen Kashmir, Mara und Shirkan hinzu. Heute leben sechs der Wildkatzen im Tiger-Garten Waldeck und fressen pro Tag je vier bis sechs Kilogramm Fleisch. Die Tiere können im Sommer von Mittwoch bis Sonntag ab 12:30 Uhr besucht werden, im Winter von Freitag bis Sonntag ab 14 Uhr. Auf der Homepage kann man schon einmal einen Rundgang durchs Gehege am Bismarckturm wagen (www.tiger-garten-waldeck.de). Im Gutenberg-Museum, Mainz, darf man nicht nur alte Bücher und wertvolle Drucke ansehen, sondern sich im Druckladen selbst einmal an der schwarzen Kunst probieren: Jeden Donnerstag zwischen 10 und 17 ist die Werkstatt für jedermann geöffnet. Mit alten Handpressen, Blei- und Holzlettern wird somit Gutenbergs Erfindung unmittelbar verständlich (www.druckladen.mainz.de). Das Museum selbst ist außer montags täglich geöffnet, Erwachsene zahlen fünf, Kinder drei Euro (http://www.gutenberg.de/).


Weinfest-Empfehlung
Zwischen Mai und September vergeht kein Wochenende in Rheinhessen, an dem nicht gefeiert würde. Eines der beliebtesten Weinfeste ist das Kellerwegfest in Guntersblum (drittes und viertes Augustwochenende). Ende September feiert Ingelheim zehn Tage lang das Rotweinfest um die Burgkirche. Zu Beginn wird die Rotweinkönigin gekrönt, danach schenken die Winzer für die Gäste kostenlos Ingelheimer Rotwein aus. Während der Festtage gibt es Stadtrundgänge, am Festsonntag wird Erntedank gefeiert und am letzten Festmontag ein Feuerwerk vom Burgberg abgeschossen. Der Promillebus pendelt zwischen dem Festgelände und den umliegenden Ortschaften.

Zwischen Mai und September vergeht kein Wochenende in Rheinhessen, an dem nicht gefeiert würde. Eines der beliebtesten Weinfeste ist das Kellerwegfest in Guntersblum

Außerdem
Wer Land und Leute etwas näher kennen lernen möchte, dem dürfte ein Urlaub auf rheinhessischen Winzerhöfen gefallen: Mal kann man bei der Weinlese mithelfen, mal einen Kellerrundgang machen. Stets jedoch haben die Gastgeber gute Tipps für Ausflüge parat (www.rheinhessen.info/de/winzerurlaub/). Die Rheinhessen-Information bietet auch Pauschalangebote wie „Von Winzerhof zu Winzerhof“ an, eine fünftägige Radtour mit extra



Riesenfass in Dürkheim

Das Dürkheimer Riesenfass, wird vor Ort meist nur „Fass“ oder im Dialekt auch
Därgemer Fass genannt ist das grösste Faß der Welt. Das Dürkheimer Faß ist eine Sehenswürdigkeit in der Pfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz. (Durchmesser: 13,50 m, Volumen: ca. 1.700.000 Litern). Im Innern des Fasses lagert allerdings kein Wein sondern hier befindet sich ein Restaurant.

Das Dürkheimer Riesenfass, wird vor Ort meist nur „Fass“ oder im Dialekt auch „Därgemer Fass“ genannt ist das grösste Faß der Welt.
   

   
Riesling - Rebsorten
Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und nimmt eine Rebfläche von mehr als 20.000 Hektar in Anspruch. Er repräsentiert wie kein anderer deutsche Weinkultur.
Die frühe Verbreitung des Rieslings mit ersten Belegen für das 15. Jahrhundert, der Wuchs, die Größe der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft mit den Wildreben. Die längste Rieslingtradition haben wohl die Winzer im Rheingau und an der Mosel; von dort gibt es historische Dokumente, die auf die Jahre 1435 bzw.1465 zu datieren sind. Hinweise auf die Verbreitung im
heutigen Rheinhessen und der Pfalz stammen aus dem ausgehenden 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Riesling gehört(e) nicht nur heute, sondern auch im 17. und 18. Jahrhundert zu den staatlicherseits empfohlenen Rebsorten. Gerätselt wird nach wie vor über die Namensableitung: Steht das Wort Riesling mit Verrieseln, mit reißender Säure, mit "edles Reis" oder mit Rusling (dunkles Holz) im Zusammenhang? International ist er als "Rheinriesling" bekannt, für badische Rieslingweine darf das Synonym "Klingelberger" verwendet werden. Mit dem Welschriesling, der unter anderem in Österreich, Italien und Slowenien angebaut wird, hat unser "Weißer Riesling" nichts gemeinsam.

Bedeutung
Der Riesling wächst in allen deutschen Anbaugebieten und nimmt eine Rebfläche von 20.800 Hektar in Anspruch, das entspricht ca. 20 % der bestockten Rebfläche. Damit hat der Riesling in den letzten 20 Jahren um 5.000 Hektar zugelegt und sich vor einigen Jahren wieder den ersten Platz in der Rebsortenstatistik - vor dem Müller-Thurgau - zurück erobert. Dazu tragen zwar alle Anbaugebiete, aber doch in unterschiedlichem Umfang, bei. Im Rheingau nimmt der Riesling mit 2.430 Hektar fast 80 % der dort verfügbaren Rebfläche in Anspruch. Daneben zählen zu den wichtigsten Riesling-Produzenten die Anbaugebiete Mosel-Saar-Ruwer (5.200 Hektar), Pfalz (4.900 Hektar), Rheinhessen (2.900 Hektar), Württemberg (2.100 Hektar), Baden (1.200 Hektar) sowie die Nahe (1.000 Hektar). In elf von dreizehn deutschen Anbaugebieten gehört der Riesling zu den "Classic"-Rebsorten.

Anbau
Der Riesling ist eine langsam reifende Rebsorte, deren prägendes Element die fruchtige Säure ist. Deshalb ist er prädestiniert für die nördlichen Anbaugebiete, wo er in der späten Herbstsonne seine Reife vollendet. Er stellt die höchsten Ansprüche an die Lage (Energie), dafür aber geringe Ansprüche an den Boden. Je nach Standort (Bodenart und Mikroklima) bringt er sehr unterschiedlich nuancierte Weine. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen entlang der Flusstäler.

Ausbau/Geschmack
Rieslingweine stehen in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen zur Verfügung. Teilweise erfolgt der Ausbau im traditionellen Holzfass. Neben unkomplizierten Alltagsweinen bietet sich eine reiche Auswahl an Prädikatsweinen. In den höheren Qualitätsstufen kommen restsüße oder edelsüße Weine häufiger vor, doch werden auch viele Qualitäts- oder Kabinettweine (insbesondere in den nördlichen Anbaugebieten) zur Kompensation der hohen Säure mit einer dezenten Süße ausbalanciert. Der "typische" Riesling zeigt eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man eine rassige Säure. Bei den Rieslingen von Schieferböden spricht man von einer mineralischen Note, manche Weine riechen nach Feuerstein, altersgereifte Gewächse weisen häufig einen interessanten Petrolton auf. Die natürliche Säure bietet ein gutes Potenzial zur Versektung. So finden wir in vielen Betrieben Winzersekte vom Riesling. Edelsüße Beerenauslesen oder Eisweine gehören zu den auch international am höchsten gehandelten deutschen Weinen. Rieslinge sollten frühestens ein Jahr nach der Ernte getrunken werden, viele erreichen ihre optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren. Die Lagerfähigkeit von Spitzenweinen ist nahezu unbegrenzt.

Genuss
Junge leichte Rieslingweine, je nach Gusto trocken bis fruchtig süß, sind ideale Sommerweine.Als Speisebegleiter sind gereifte Rieslinge besser geeignet, ja sogar etwas betagte Riesling Spätlesen zeigen beim Essen wieder etwas von ihrer Jugend.
Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen besonders gut zu leichten Gerichten, gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen, und kleinem Hausgeflügel. Halbtrockene bis liebliche Spätlesen harmonieren gut mit Frischkäse. Fruchtig süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen sind vorzügliche Begleiter zu fruchtigen Desserts. Altersgereifte edelsüße Auslesen und Beerenauslesen sind die optimalen Aperitifs zu festlichen Menüs.

 

   
Rivaner (Müller Thurgau)
Rebsorten
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich. Meist sind es jugendliche, leichte und frische Weine für jeden Tag.
Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau verdankt sie ihre Existenz und ihren Namen. Müller, der von 1850 bis 1927 lebte, züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. Neuere Genuntersuchungen deuten zweifelsfrei darauf hin, dass ihm dies durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale gelang. In der schweizerischen Forschungsanstalt Wädenswil

wurde die Sorte weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter benannt. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an.

Bedeutung
In der deutschen Weinlandschaft gab der Müller-Thurgau seine Führungsposition in den neunziger Jahren an den Riesling ab. Doch mit einem Flächenanteil von knapp 15 Prozent hat der Rivaner nach wie vor eine überragende Bedeutung im deutschen Weinbau. Dass er heute auf gut 14.000 Hektar wächst, verdankt er unter anderem seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und seiner Zugänglichkeit auch für Nichtweinkenner. Zudem stellt die Müller-Thurgau-Rebe keine großen Ansprüche bezüglich des Standorts und gilt als ertragssicher.

Anbau
Müller-Thurgau-Reben stehen in fast allen deutschen Anbaugebieten. In sieben von dreizehn deutschen Weinbaugebieten zählen sie gar zu den "Classic"-Rebsorten. Die größten Flächen haben wir in Rheinhessen mit 4.200 und Baden mit 3.000 Hektar; nicht viel weniger sind es in der Pfalz (2.400 ha). In Franken sind rund 1.950 Hektar und an der Mosel knapp 1.400 Hektar mit Müller-Thurgau bestockt, an der Nahe knapp 600 Hektar. Die in den achtziger Jahren eingeführte Beschränkung der zulässigen Erträge je Hektar Weinberg hat sich gerade für den Müller-Thurgau, der zu hohen Erträgen neigt, sehr positiv ausgewirkt. Bei geringerem Anschnitt zeigt die Sorte ihr wahres Qualitätspotenzial.

Ausbau/Geschmack
Die Rebsorte reift früh und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Die Säure fällt eher mild, bei Weinen nördlicher Herkunft mitunter auch etwas betonter aus. Der Ausbau erfolgt meist in Edelstahltanks, mit denen gut die Frische und der Sortenduft erhalten werden kann. Meist handelt es sich um trockene oder restsüße Qualitätsweine. Der Müller-Thurgau ist - von Ausnahmen abgesehen - kein lagerfähiger Wein und schmeckt in den ersten Jahren nach der Ernte am besten. Hier und da werden auch "sur lie"-Weine angeboten, die bis kurz vor der Abfüllung auf der Feinhefe lagen.

Genuss
Die unkomplizierten Weine sind geschmacklich leicht zugänglich und werden aufgrund ihrer harmonischen Charaktereigenschaften gerne getrunken. In der Farbe sind sie blassgelb bis hellgelb und mit einem mittleren Körper. Tragen sie die Bezeichnung Rivaner auf dem Etikett, so kann man davon ausgehen, dass es sich um einen trockenen, eher jugendlichen, leichten und frischen Wein handelt. Müller-Thurgau-Weine sind meist unkomplizierte Alltagsweine und sie eignen sich zu zart-aromatischen Speisen.

  


Ruländer - Grauer Burgunder Rebsorte

Der Graue Burgunder zählt zu den besten Rebsorten in deutschen Landen und ist eine Mutation des Blauen Spätburgunders.

Der Zweitname Ruländer geht auf den Kaufmann Ruland aus Speyer zurück, der 1711 den nachhaltigen Anstoß zur Verbreitung dieser Rebsorte gab,
Heute sind die frischen, feinfruchtigen und vorwiegend trockenen Grauburgunder-Weine überaus beliebt und aus der deutschen Weinlandschaft nicht mehr wegzudenken.

Grauer BurgundeDer Graue Burgunder zählt zu den besten Rebsorten in deutschen Landen und ist eine Mutation des Blauen Spätburgunders.


Farbe:stroh- bis goldgelb. Duft, Geschmack: voller Geschmack, deutlicher Duft (Honig). Säureausprägung: mild bis feinrassig
Körper, Gehalt: gehaltvoll

Grauburgunder werden meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont, Ruländer dagegen häufig als gehaltvolle Weine mit betonter Süße angeboten.
Von Burgund gelangte er in die Schweiz und nach Ungarn und vermutlich von dort im 14. Jahrhundert in unsere Regionen. Die französische Bezeichnung Pinot geht auf das französische "pin" (Kiefer) zurück und beschreibt die an Kieferzapfen erinnernde Traubenform. Die Bezeichnung Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland zurück, der 1711 im pfälzischen Städtchen Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten) Burgunderreben vorfand und vermehrte. Die hohe Qualität der Weine überzeugte die Winzer wohl schon im 19. Jahrhundert; stolz gaben sie der Sorte regional unterschiedliche Namen, die zwischenzeitlich verschwunden sind. "Ruländer" ist der Name, unter dem die Rebsorte klassifiziert ist, "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder" sind die für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Synonyme.

Bedeutung
Den Grauen Burgunder treffen wir heute nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in Übersee an. In Deutschland hat der Graue Burgunder wieder zunehmend an Bedeutung gewonnen. Zur Zeit sind gut 4.200 ha - das entspricht 4% der deutschen Rebfläche - mit dieser Sorte bestockt. Früher wurde der Graue Burgunder meist mit dem Synonym "Ruländer" bezeichnet. Dies waren aber meist süße und gehaltvolle Weine, während hingegen der Graue Burgunder nunmehr vorwiegend trocken ausgebaut wird. Insbesondere die badischen Winzer widmen dem Grauburgunder nahezu 10 % ihrer Anbauflächen. So kommen etwa 1.600 Hektar zusammen. Die Pfälzer steuern ebenso wie die Rheinhessen jeweils etwa 1.000 Hektar bei, die Nahewinzer etwa 200. In neun von dreizehn deutschen Anbaugebieten zählt der Grauburgunder zu den "Classic"-Rebsorten.

Anbau
Grauburgunder liefert recht gute Erträge und, wenn gewollt, hohe Mostgewichte. Die Dichtbeerigkeit erleichtert den Botrytisbefall zur Erzeugung edelsüßer Weine. Die Sorte ist wenig krankheitsanfällig und kaum frostempfindlich. Sie gedeiht besonders gut auf Lößterrassen, aber auch auf Kalkboden und steinigen Untergründen. Lehmige Böden sind weniger geeignet. Ertragsreduzierungen und effizientes Ausdünnen des Behangs sind gut möglich und werden vielfach praktiziert.

Ausbau/Geschmack
Der Grauburgunder wird gerne im Stahltank, im großen Holzfass, aber auch im Barrique mit biologischem Säureabbau ausgebaut. Grauburgunder werden meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont, Ruländer dagegen häufig als gehaltvolle Weine mit betonter Süße angeboten. Je nach Ausbaumethode und Qualitätsstufe ist das Farbbild blassgelb, goldgelb oder gar bernsteinfarben. Zugeordnet werden dem Grauburgunder insbesondere Duftaromen von grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter sowie fruchtige Aromen, die an Birne, Trockenobst und Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern. Daneben treten aber auch vegetative Noten von grünen Bohnen oder Paprikaschoten auf.

Genuss
Ein junger, leichter, trockener bis halbtrockener Grauburgunder ist als Sommerwein gut geeignet. Trockene Kabinettweine und Spätlesen harmonieren gut mit Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm, Wildgeflügel und Jungwild sowie reifem Weichkäse. Barriqueweine zu intensiv schmeckenden Lammgerichten und leichten Wildgerichten, etwa Wildgeflügel oder Reh. Fruchtig-süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen passen besonders gut zu fettreichem Edelpilzkäse und zu Desserts mit Honig, Mandeln oder Marzipan.

  


Rütteln
Entfernen der Hefe aus der Flasche. Die Flaschen werden in so genannte Rüttelpulte gestellt. Am ersten Tag dieses Prozesses liegen die Flaschen fast waagerecht, leicht zum Kronenkorken hin geneigt. 21 Tage lang werden die Flaschen dann gerüttelt. Dabei werden sie in den ersten zwei Wochen im gleichen Winkel belassen, aber täglich gedreht. In der letzten Woche werden sie dann Tag für Tag immer weiter auf den Kopf gestellt. Handgerüttelt wird heute nur noch sehr selten, vielmehr übernehmen das meistens Roboter. Mehrere Dutzend Flaschen werden dafür auf Kopfstoss in große würfelförmige Drahtkäfige (gyropalettes) sortiert, die elektrisch angetrieben und elektronisch gesteuert werden. Der Vorgang wird als „remuage mécanique“ bezeichnet. Die Ergebnisse sind bei Handarbeit und mechanischer Rüttelung identisch. Wenn die Flaschen senkrecht stehen, hat sich die Hefe im Flaschenhals gesammelt.


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