KULTUR - FREIZEIT - SEHENSWÜRDIGKEITEN - ESSEN - TRINKEN - RESTAURANTS
KULTURFREIZEITSEHENSWÜRDIGKEITENESSENTRINKENRESTAURANTS
Home | über unsInfo | kostenloser Eintrag | Weblink | Seite an Freunde senden
HOTELSUCHE



Weinlexikon von A-Z
HOME | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z HOME


Schnelle Hotelsuche mit über 220.000 Datensätzen

Schnelle Hotelsuche


Nie mehr
Nie mehr Mundgeruch (Alkohol, Bier, Wein, Knoblauch) mit Lollyfresh.

Mundgeruch
lebenslang

APP
Wollten Sie
nicht immer schon
mal wissen, wer
am gleichen Tag
Geburtstag hat
wie Sie?

vip Geburtstage App

VIP Geburtstage


Schnelle Hotelsuche mit über 220.000 Datensätzen

Schnelle Hotelsuche
über 400.000 Datensätze

ESSEN & TRINKEN

Weingüter
Straußenwirtschaften
Weinlokale

EMPFEHLUNG

Edle Weine Online bestellen
Edle Weine
Online bestellen



Erlesene Weine - Weingut Domhof Baumann - D-67583 Guntersblum  Deutschland
Weingut Domhof
67583 Guntersblum



L e x i k a
 
Wein-Lexikon
Kaffee Lexikon
Kaffee-Lexikon
Tee-Lexikon
Tee-Lexikon
Zigarren-Lexikon
Zigarren-Lexikon
Früchte LexikonFrüchte Lexikon
Früchte-Lexikon
Gewürz Lexikon
Gewürz-Lexikon
REZEPTE Lexikon - ezepte von A bis Z mit vielen Bildern
Rezepte-Lexikon
Cocktail-Lexikon - viele Cocktails und Longdrinks von A - Z mit Bildern
Cocktail-Lexikon
Spirituosen-Lexikon
Spirituosenlexikon
Autokarten
Masematte
Vip Geburtstage
22.09.2009



HOTELS IN
Deutschland
Germany
Deutschland: PLZ Karte, Regionen, Bundesländer
Berlin Hamburg Köln
München Frankfurt,
Düsseldorf Hannover
Leipzig Dresden

Österreich / Austria
Regionen Österreich Austria
Wien Salzburg

Schweiz / Switzerland
Regionen Schweiz - Switzerland
Zürich


Holland / Nederlande
Regionen Holland Niederlande
Amsterdam

Ungarn / Hungary
Regionen in Ungarn / Hungary
Budapest

 



Anfahrtsskizzen
Anfahrtsskizzen für Ihre Webseite - BITTE ANKLICKEN.
für Ihre Webseite

Stadtpläne
im
CITY PLAN: Stadtpläne kostenlos für Ihre Webseiten -  - BITTE ANKLICKEN.
Scheckkarten
format


Schnelle Hotelsuche mit über 220.000 Datensätzen

Schnelle Hotelsuche
über
340.000 Datensätze


KULTUR – FREIZEIT – SEHENSWÜRDIGKEITEN – ESSEN – TRINKEN – RESTAURANTS
Seite empfehlen

Saale-Unstrut - Anbaugebiet - Tausend Jahre Weinkultur (Karte  )
Ursprüngliche Landschaften finden sich hier: Steilterrassen, Jahrhunderte alte Trockenmauern und Weinberghäuschen, dazwischen Streuobstwiesen, Flussauen und Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Hoch oben stehen trutzige Burgen und Schlösser. Kultur und Geschichte, Natur, Romantik und Wein sind hier ganz selbstverständlich vereint. Die Reben geben der Flusslandschaft ihren unverwechselbaren Charakter und das seit 1.000 Jahren: In einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III. an das Kloster Memleben fand der Weinbau an Saale und Unstrut bereits 998 seine erste urkundliche Erwähnung. Viele Burgen und Schlösser an Saale und Unstrut bezeugen, dass es sich hier schon immer gut leben ließ. Entlang der Weinstraße Saale-Unstrut verläuft die "Straße der Romanik" sowie die "Himmelswege". Burgen und Schlösser, bedeutende Bauwerke sowie mystische Stätten, wie der Fundort der "Himmelsscheibe von Nebra", dem ältesten Zeugnis des Himmels sowie das Sonnenobservatorium von Goseck erzählen von der kulturellen Geschichte des Landes. Auf dem sehr gut ausgebauten Rad-, Wander- und Wasserwegenetz macht die Erkundung des Saale-Unstrut-Gebietes und seiner Weine der Weingüter, Straußwirtschaften und Gutsschänken besonders viel Spaß.
Traditionell trocken ausgebaute Weine von hoher Qualität mit gebietstypischer feinnuancierter Fruchtigkeit und Spritzigkeit sind das Markenzeichen des Gebiets, das mit ca. 650 Hektar zu den kleineren Weinanbaugebieten Deutschlands zählt. Drei Bundesländer teilen sich die Weinregion Saale-Unstrut: Sachsen-Anhalt (606 ha), Thüringen (40 ha) und Brandenburg (6 ha), wobei der weitaus größte Teil des Gebietes im Süden Sachsen-Anhalts liegt. Über 20 Rebsorten laden zum Probieren und Vergleichen ein. Hauptsorte ist der Müller-Thurgau, der hier dank des geringen Ertrages erstaunliche Feinheiten birgt. Besonders stolz sind die Winzer von Saale und Unstrut auf ihren Weißburgunder, der die fraglos besten Weine der Gegend hervorbringt. Danach folgt der Silvaner. Neben den Klassikern des Anbaugebietes bereichern aber auch Rebsorten wie Kernling, Andre oder Zweigelt das Angebot für Weingenießer - Raritäten, die immer schnell ausverkauft sind.

Saale-Unstrut im Überblick
Geographische Lage: in den Tälern von Saale und Unstrut. Klima:Jahresmitteltemperatur über 9 Grad Celsius bei geringer Niederschlagsmenge. Böden:Muschelkalk, Buntsandstein. Rebfläche:ca. 650 ha, 3 Bereiche, 4 Großlagen, 34 Einzellagen. Rebsorten:Müller-Thurgau, Silvaner, Weißburgunder, Riesling, Portugieser, Kerner, Bacchus, Traminer. Vermarktung:überwiegend in Ostdeutschland an Endverbraucher, über Gastronomie und Handel, im Westen als Spezialität im Fachhandel und im gutsortierten Lebensmittelhandel / Kaufhäuser.

Radeln und Genießen

Dieses deutsche Weinanbaugebiet ist nach den beiden Flüssen benannt, in deren engen Tälern die terrassierten Weingärten liegen. In großem Bogen fließt die Saale um die alte Bischofstadt Naumburg und nimmt danach die kleine Unstrut im Blütengrund mit auf den Weg zur Elbe. Die idyllischen Flussufer säumt ein gut ausgebautes Radwegenetz , doch auch mit Kanu, Kajak oder Schlauchboot können Weinreisende dieses nördlichste europäische Anbaugebiet auf dem Wasserweg trefflich erkunden.

Im Kanu durch das Weinbaugebiet gleiten
Die Unstrut ist ein unkomplizierter Fluss, während die Saale stellenweise starke Strömung hat. Wer hier mit Kanu oder Kajak paddeln möchte, etwa flussabwärts von Camburg nach Bad Kösen oder Naumburg, sollte schon etwas Erfahrung haben. Auf der Unstrut ist die Strecke zwischen Artern und Schönburg besonderes reizvoll. Allerdings sollte man die Schleusenzeiten beachten, um die Boote nicht über Land umtragen zu müssen. Wassersportfreunde können Schlauchboote mieten oder im traditionellen Holzkanu entlang der Ufer des Anbaugebietes Saale-Unstrut paddeln (). Der SV Nebra bietet Frühaufsteher-Kanutouren und abendliche Kanu-Fackelfahrten an . Der Veranstalter Saale-Unstrut Tours organisiert neben Kanadier- und Kajakfahrten auch Weinverkostungen im Weinberg oder abendliche Ritteressen auf einer der zahlreichen Burgen. Bei mehrtätigen Ausflügen bietet der Veranstalter im Tipi-Dorf Kirchscheidungen originelle Übernachtungsmöglichkeiten.

Liquid Sound in der Toskana-Therme
Das nasse Element in Verbindung mit Musik hat die Toskana-Therme im kleinen Bad Sulza zum Besuchermagneten werden lassen. Das Besondere an dieser Therme ist der Liquid Sound: Unterwasserlautsprecher und wechselndes Licht sorgen im Zusammenspiel mit der warmen Sole für ein entspannendes Badeerlebnis. Die Ohren unter Wasser, können die Gäste jeden Freitag Abend klassischer Musik lauschen. Auch bei Vollmond veranstaltet die Therme Unterwasser-Konzerte, dann ist sogar bis zwei Uhr nachts geöffnet.

Der Naturpark Saale-Unstrut
Wer seinen Urlaub doch lieber auf dem Trockenen verbringen möchte, dem bietet der Naturpark Saale-Unstrut mit einem über 1000 Kilometer langen Wanderwegenetz und auf insgesamt 200 Kilometer Radwegen die Möglichkeit dazu. Durch das Kerngebiet rund um die Unstrut-Mündung führen der Saale-Weinwanderweg und die Weinstraße Saale-Unstrut. Der Naturpark bietet geführte Orchideenwanderungen, Weinbergswanderungen und auch Exkursionen zum Fundort der Himmelsscheibe von Nebra an. Hier und da öffnen sich dem Wanderer Ausblicke auf Weinberge, schroffe Kalksteinfelsen, Streuobstwiesen und stolze Burgen.

   
etwa flussabwärts von Camburg nach Bad Kösen oder Naumburg, sollte schon etwas Erfahrung haben. Auf der Unstrut ist die Strecke zwischen Artern und Schönburg besonderes reizvoll.


Die heimliche Hauptstadt und Rotkäppchen
Im Naturpark können Sie sich auch für eine Führung durch den herzoglichen Weinberg bei Freyburg anmelden. Dieser ist als Demonstrationsweinberg eingerichtet, sodass sich Besucher intensiv über den Weinbau in Saale-Unstrut informieren können.

Freyburg ist die heimliche Hauptstadt von Saale-Unstrut. Doch bekannter als der Wein ist hier der Sekt der Marke Rotkäppchen. Eine Attraktion ist die historische Kellerei mit dem beeindruckenden Lichthof und dem monumentalen, handgeschnitzten Cuvéefass im Domkeller. Führungen finden täglich um 14 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich um 11 Uhr statt (Anmeldung unter 034464-340).

Nietzsche in Naumburg
Sehenswerte Kunst- und Kulturdenkmäler wie Burgen, Schlösser und Kirchen gibt es im Gebiet um Saale und Unstrut zuhauf, besonders die Moritzburg, der Naumburger Dom und das Zisterzienserkloster Schulpforta lohnen einen Besuch. Hier gingen Klopstock, Nietzsche und Fichte zur Schule. Die Geschichte der Kaiserpfalz von Memleben ist unmittelbar mit dem Weinbau verknüpft: Kaiser Otto schenkte dem Kloster Memleben um das Jahr eintausend Ländereien, in der Urkunde sind auch Weinberge aufgezählt.
Wenn es Ihnen an Saale und Unstrut gut gefallen hat, dann ist eine Weinpatenschaft ein guter Grund, um regelmäßig zurückzukehren. Ihren persönlichen Rebstock können Sie mit einer Banderole kennzeichnen und die Trauben im Herbst selbst ernten. Ist der Wein fertig ausgebaut, bekommen Sie Ihre persönliche Flasche zugeschickt.

Tipps für Kinder
Ein Paradies für Kinder ist Eckartsberga mit seiner Sommerrodelbahn, dem großen Irrgarten und mitteldeutschen Burgen und Schlössern im Miniaturformat. Im überaus empfehlenswerten Erlebnistierpark Memleben können Sie gemeinsam mit einem Mahout auf einem Elefanten reiten und sich morgens von einem Kamel wecken lassen, vorausgesetzt, Sie übernachten in einem Zirkuswohnwagen auf dem Tierparkgelände.

Weinfest-Empfehlung
Das Freyburger Winzerfest findet jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende statt. Höhepunkt ist die Wahl der Gebietsweinkönigin, die anschließend im herzoglichen Weinberg gefeiert wird. Dann werden Weine aus dem gesamten Anbaugebiet verkostet.

Außerdem
Vom Weinbau zeugt auch das „Steinerne Bilderbuch“, ein über 150 Meter langes Bildrelief im sogenannten Blütengrund zwischen Naumburg und Großjena, einer der reizvollsten Landschaften der Region. Das Relief wurde vor ca. 200 Jahren in den Sandstein gehauen und zeigt zwölf Bilder mit Szenen aus der biblischen Geschichte, die sich auf den Weinbau beziehen. Zwar befindet es sich auf einem Privatgrundstück, doch auch von außen ist es sehr gut zu besichtigen.

Saale-Unstrut und Umgebung
Unter der Altstadt von Zeitz befinden sich zwischen 200 und 300 Ganganlagen, die nach Beräumungs und Sicherungsarbeiten nun für Besucher zugänglich sind.

Die Brikettfabrik „Herrmannschacht“ bei Zeitz ist heute Industriedenkmal und ermöglicht dem Besucher die Entstehung der Braunkohle, deren Verarbeitung und Verwendung nachzuvollziehen.

Im Maßstab 1:87 sind in dem nordwestlich von Naumburg gelegen Dörfchen Wiehe auf einer Ausstellungsfläche von 12 000 Quadratmetern neben der Fahrstrecke des Orientexpress ganze Thüringer Eisenbahnlandschaften nachgebaut. Der Modellbahnfreak Hans Jörg Stiegler hat sich hier einen Kindheitstraum erfüllt.


Sachsen - Anbaugebiet - Spezialitäten und Raritäten
Wo am Rhein schon die letzten Weinberge enden, beginnen sie an der Elbe erst. Sachsen ist das nordöstlichste Anbaugebiet Deutschlands. (Karte  )

Das Datum der urkundlichen Ersterwähnung ist 1161. Legenden weisen aber darauf hin, dass die Ursprünge des Weinbaus bereits viel früher lagen.
Wo am Rhein, am 51. Breitengrad, die letzten Weinberge kurz vor Bonn enden, beginnen sie an der Elbe erst. Sachsen ist das nordöstlichste Anbaugebiet Deutschlands. Dass hier trotzdem, insbesondere bei Weißweinen, Spitzenqualitäten gekeltert werden können, ist Ausdruck einer besonderen Klimagunst, welche der in Sachsen bereits dominante Einfluss des Kontinentalklimas bringt. Dort, wo die Niederschläge noch ausreichen, schafft das Kontinentalklima aufgrund seiner hohen durchschnittlichen jährlichen Sonnenscheindauer für das Wachsen und Reifen optimale Bedingungen. Das Elbtal liegt mit einer Sonnenscheindauer von 1.570 Stunden im Jahr gleich auf, beziehungsweise zum Teil sogar noch höher als einige der übrigen deutschen Anbaugebiete.

Die typischen terrassierten Steillagen sind ein besonderes Kleinod des Weinbaus in Sachsen, denn hier am steilen Hang, im Widerschein der Elbe und der Rückstrahlung der Bruchsteinmauern gedeihen die großen Weine dieser Region wie Weiß- und Grauburgunder und vor allem Traminer.

Der besondere Charakter des Sachsenweines wird auch durch die sehr unterschiedlichen Bodenarten bestimmt, denn das Elbtal ist durch eine Vielzahl geologischer Formationen geprägt. Dementsprechend variantenreich ist der Charakter dieser Weine. Zu einem besonderen Erlebnis wird der Weingenuss in Verbindung mit der Landschaft des Elbtals, die wie der Wein ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter hat. Einmalig ist im Elbtal die Verbindung von Baukunst und Weinbau: Schlösser, Lust- und Herrenhäuser, Weinbergkirchen, alte Winzerhäuser und Weinschänken zeugen davon.

Sachsen im Überblick
Geographische Lage: Elbtal und Nebentäler zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz über 55 km, daneben Bereich Elstertal. Klima: milde Jahrestemperaturen, mittlere Niederschläge. Böden: Vielfältig von Granit- und Granitporphyrverwitterungen bis zu Lehm, Löß und Sandstein. Rebfläche: ca. 420 ha, 2 Bereiche, 4 Großlagen, 17 Einzellagen. Rebsorten: Müller-Thurgau, Riesling, Weiß- und Grauburgunder, Traminer, Spätburgunder, Kerner. Vermarktung: überwiegend im Gebiet an Endverbraucher und in der Gastronomie, ein kleiner Teil als Spezialität im Fachhandel.

Zwischen Trockenmauern und schmalen Terrassen

Die östlichste und kleinste Weinbauregion Deutschlands ist für viele noch ein Geheimtipp. Wer aber die Weine von den steilen Flusshängen der Elbe gekostet hat, der kommt bestimmt wieder.


Sächsische Weine sind eine Rarität, denn weniger als ein Prozent der gesamten deutschen Weinmenge stammt aus Sachsen. Wie gut, dass es trotzdem zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz genügend Straußwirtschaften gibt, um zum Beispiel vom sächsischen Goldriesling zu kosten.

Zwischen Schlössern und Reben
Von der Stadt Pirna, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“, über Dresden und Meißen bis hin zu den romantischen Elbweindörfern um Diesbar-Seußlitz verläuft die Sächsische Weinstraße. Bemerkenswert sind das gut erhaltene historische Stadtzentrum von Pirna und Pillnitz mit seinem Schloss und der Weinbergkirche inmitten des Königlichen Weinbergs.

   
Von der Stadt Pirna, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“, über Dresden und Meißen bis hin zu den romantischen Elbweindörfern um Diesbar-Seußlitz verläuft die Sächsische Weinstraße
Der Elberadweg, eine der beliebtesten Radrouten Deutschlands, verläuft überwiegend parallel zur Sächsischen Weinstraße und zum Fluss.

 

Mit dem Rad und zu Fuß entlang der Weinberge
Der Elberadweg, eine der beliebtesten Radrouten Deutschlands, verläuft überwiegend parallel zur Sächsischen Weinstraße und zum Fluss. Genau beschrieben sind sämtliche Streckenabschnitte unter www.elberadweg.de. Der Tourismusverband Sächsisches Elbland und AugustusTours bieten Pauschalreisen an.

Geführte Weinwanderungen zu Fuß können auch bei diesem Veranstalter gebucht werden, unter www.saechsischer-weinwanderweg.de sind die Etappen detailliert mit Karten und Sehenswürdigkeiten aufgeführt. Der Sächsische Weinwanderweg bietet immer wieder herrliche Ausblicke: im Vordergrund die langen Reihen von Reben, hier und da ein Weinbergshaus. Unten im Tal das glitzernde Band der Elbe, Boote und Dampfer.


Mit dem Schaufelraddampfer auf der Elbe
Mit dem Dampfer können Sie das Reben-Revier von Dresden ausgehend entdecken. Die Stadt ist Heimathafen der ältesten und größten Raddampferflotte der Welt. Die Schiffe stammen alle aus dem 19. Jahrhundert und werden noch mit originalen Dampfmaschinen betrieben. Sie starten von April bis Oktober täglich und schaufeln sich elbabwärts über Radebeul und Meißen bis Diesbar-Seußlitz und zurück.

Die erste Weinbauschule
Meißen gilt als die Wiege des Weinbaus im Sächsischen Elbland. Ein Bischof soll Anfang des 12. Jahrhunderts die ersten Rebstöcke selbst gepflanzt haben. 1811 wurde die erste europäische Winzerschule in Meißen gegründet, noch heute gibt es Weinberge im Stadtbereich. Neben dem Dom und der Albrechtsburg mit ihrem beeindruckenden Gerichtssaal und dem Großen Wendelstein sollte der Weinreisende die zahlreichen historischen Weinstuben in der Stadt Meißen nicht verpassen.

"Weißes Gold"
Auf der ganzen Welt bekannt ist Meißen des „Weißen Goldes“ wegen. In der Schauwerkstatt der Porzellan-Manufaktur kann man Glasurmaler und Dreher bei der Arbeit beobachten. Wer es einmal selbst probieren möchte, besucht einen Mal- und Kreativkurs (Dauer: drei bis neun Tage). Dass der Wein auch beim Porzellan eine besondere Rolle spielt, hängt mit seiner eigenen Kulturgeschichte zusammen, denn der Wein hat noch immer bei Tisch, während der Feste und bei religiösen Zeremonien besondere gesellschaftliche Bedeutung. Ein Dekorklassiker der Manufaktur heißt „Voller grüner Weinkranz“.


Das Belvedere und Schloss Wackerbarth
Das zwischen Meißen und Dresden gelegene Radebeul prägt mit seinen steilen, durch wärmespeichernde Trockenmauern zu schmalen Terrassen abgestuften Weinbergen und den schmucken Schlösschen das Bild der Weinregion Sachsen außerordentlich. Mancherorts gilt es sogar als Inbegriff des Weinlandes Deutschland überhaupt. Besonders elegant ist das zum Staatsweingut Schloss Wackerbarth, erstes Erlebnisweingut Europas, gehörige Belvedere. Man kann sich gut vorstellen, dass hier einst August der Starke rauschende Feste im barocken Lustgarten feierte. Auch die Besichtigungen des Weinguts werden natürlich nicht „trocken“ durchgeführt. Hier lernen die Besucher, wie sich die alkoholische Gärung vollzieht oder warum Sekte gerüttelt und nicht geschüttelt werden. Die Sekttour findet täglich ab 17 Uhr statt, die Weintour ab 14 Uhr.

   
Das zwischen Meißen und Dresden gelegene Radebeul prägt mit seinen steilen, durch wärmespeichernde Trockenmauern zu schmalen Terrassen abgestuften Weinbergen und den schmucken Schlösschen das Bild der Weinregion Sachsen außerordentlich.
Radebeul lockt nicht nur mit Weinkultur, sondern auch mit dem Wilden Westen: Die Villa Shatterhand steht in der Karl-May-Straße Nummer 5

 

In Radebeul beginnt der Wilde Westen
Radebeul lockt nicht nur mit Weinkultur, sondern auch mit dem Wilden Westen: Die Villa Shatterhand steht in der Karl-May-Straße Nummer 5, in welcher eben dieser Schriftsteller lebte. Heute ist ein Museum in den Räumen eingerichtet, die kleinen Indianer können sich im Fährtenlesen und Bogenschießen üben.

Noch mehr Winnetou-Flair kann man auf der Bahnstrecke zwischen Radebeul und Radeburg erleben. Seit 1884 schnauft der Lößnitzdackel durch das Moritzburger Teichgebiet. An bestimmten Sommertagen müssen Sie mit einem Zugüberfall rechnen. Dann tauchen berittene ballernde Cowboys im Lößnitzgrund auf und sorgen für Wildwest in Sachsen.

Weinfest-Empfehlungen
Das Sächsische Winzerfest findet jedes Jahr Mitte Juli im Barockzentrum der Landeshauptstadt statt. Am letzten Augustwochenende öffnen mehr als zwanzig Weingüter ihre Tore und laden zu Kellerbesichtigungen, Weinbergsführungen und Verkostungen ein. Das Meißener Weinfest, das größte de Region findet am letzten Septemberwochenende statt. Am selben Wochenende eröffnet
Bacchus persönlich das Herbst- und Weinfest Radebeul in Altkötzschenbroda. Das Besondere: Parallel zum Fest treffen Komödianten aus aller Welt zum Wandertheater-Festival ein. Am letzten Abend ziehen sie gemeinsam mit dem Publikum auf die Elbwiesen, wo mit einem furiosen Spektakel das Fest beendet wird.


Außerdem
Im Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul findet jeden ersten Samstag im Monat findet die außergewöhnliche Weinprobe „Spiel der Aromen“ unter Anleitung des Chefverkosters statt (40 Euro pro Person).

Für Sterngucker bietet die Radebeuler Sternwarte jeden Freitag ab 20 Uhr Himmelsbeobachtungen an. Jeden Samstag um 15 und 19 Uhr führen die Astronomen durch die Sternwarte, halten einen Vortrag im Planetarium und schauen anschließend durch das Fernrohr. Die Volkssternwarte liegt inmitten der Weinberge und bietet dem Besucher eine hervorragende Aussicht über das Elbtal.

In dem mehr als 600 Jahre alten Gutshof des Weingutmuseums Hoflößnitz bei Radebeul kann man Wissenswertes über die Arbeit der Winzer vom Rebschnitt im Winter bis zur Ernte im Herbst erfahren. Die Spitzhaustreppe mit ihren über 400 Stufen führt zu einem überwältigenden Ausblick in das Elbtal. Beim Weinfest Ende August stellen unter anderem Böttcher und Korbmacher ihr Handwerk vor.

Die Winzergenossenschaft Meißen bietet geführte Weinwanderungen, Kellerführungen und Weinproben an. Wer selbst anpacken möchte, kann sich hier zur Traubenlese melden.

Im Schlosspark von Pillnitz wächst eine ganz besondere Blume: Die über 220 Jahre alte Kamelie ist rund neun Meter hoch und misst elf Meter im Durchmesser. Im Sommer steht sie frei, im Winterhalbjahr in einem Glashaus. Besonders lohnt ein Besuch zwischen Mitte Februar bis April, dann schmückt die Kamelie sich mit etwa 35 000 pinkfarbenen Blüten.
Das Schloss von Pillnitz selbst beherbergt heute das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und lohnt nicht nur wegen des Throns von August dem Starken einen Besuch.
In Dresden ist ein Mikromuseum dem in der Elbestadt geborenen Schriftsteller Erich Kästner gewidmet. Das sehr kleine, maßgeschneiderte Museum kann der Betrachter selbst entdecken, indem er die interaktiven Säulen entblättert.

In der Umgebung
Hinter Pirna verengt sich das Elbtal, die einmaligen bizarren Felsen der sächsischen Schweiz tauchen auf. Die beeindruckende Variation von Bergwelt, Flusstälern und langgestreckten Ebenen macht diese Region zu einem Paradies für Wanderer. Das Sandsteinplateau der Bastei, dem am weitesten zur Elbe vorspringenden schmalen Felsrücken, eröffnet dem Besucher in einer Höhe von 194 Metern über dem Elbspiegel einen unvergesslichen Blick über das Elbtal auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz bis weit in die benachbarte Landschaft.



Sächsisches Zwiebelfleisch, mit Klößen. Rezepte mit Rotwein

Ein Gericht mit mild-würziger und deutlich süßlicher Note. Diese kann durch einen feinfruchtigen Weißwein mit leicht betonter Säure kompensiert werden.

Zutaten für 4 Personen:

Für das Fleisch:

Rezepte - Sächsisches Zwiebelfleisch mit Klößen

1 Schweinshaxe (etwa 1,5 kg)
etwas Salz
1 ½ L Wasser
1 Möhre
1 Petersilienwurzel
2 Nelken
6 Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt

Für die Sauce:

250 g Zwiebeln
4 EL Schweineschmalz
2 EL Semmelbrösel
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Kümmel
etwas Zucker

Für die Klöße:

200 g durchwachsener Speck
100 g Semmelbrösel
1 kg gegarte Pellkartoffeln vom Vortag
250 bis 300 g Mehl
1 TL Backpulver
1 frisches Ei
etwas Salz
4 EL Milch
Mehl zum Ausrollen

Zubereitung:

Das Fleisch mit 1,5 l gesalzenem Wasser aufsetzen. Möhre und Petersilienwurzel waschen, putzen und zerkleinern. Mit den Gewürzen zum Fleisch geben. Gut 2 Stunden zugedeckt köcheln lassen.
Inzwischen für die Klöße den Speck fein würfeln, in einer Pfanne auslassen und in einem Sieb abtropfen lassen. 3 Esslöffel des Bratfetts in der Pfanne belassen und die Semmelbrösel darin anrösten.
Die Kartoffeln schälen und fein reiben. Mehl, Backpulver und Ei darunter rühren. Mit Salz abschmecken. Nach Bedarf Milch dazugeben, sollte der Teig zu fest sein.
Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem 1 cm dicken Quadrat ausrollen. Speck und Semmelbrösel darauf verteilen und den Teig einrollen. Die Rolle in 6 cm breite Stücke schneiden und die Schnittkanten fest zusammendrücken, damit die Füllung nicht herausquellen kann.
Das Fleisch aus der Brühe nehmen und warm stellen. Die Brühe durchsieben und auf die Hälfte einkochen lassen.
Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Das Schmalz erhitzen und die Zwiebeln darin hellgelb braten.
Nun ¼ l der Fleischbrühe hinzufügen und die Sauce etwa 20 Minuten durchkochen lassen. Die Semmelbrösel hinzufügen. Die Sauce mit den Gewürzen abschmecken.
Inzwischen die restliche Fleischbrühe für die Klöße mit Wasser auf 1 l auffüllen, erhitzen und die Klöße darin bei geringer Hitze etwa 20 Minuten ziehen lassen.
Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden und etwa 10 Minuten in der Sauce ziehen lassen. In einer vorgewärmten Schüssel auftragen. Die Klöße dazu servieren.
Kulinarisches:
Wickelklöße werden zu Fleischgerichten aller Art gereicht. Auch zu den meisten Gemüsesorten passen sie. Am liebsten isst man sie zu Sauerkraut.

Weinempfehlung:
Die reichlichen Zwiebeln, unterstützt durch die Beigabe von etwas Zucker, geben dem Gericht eine mild-würzige und deutlich süßliche Note. Diese kann durch einen feinfruchtigen Weißwein mit leicht betonter Säure angenehm kompensiert werden. Ein gereifter Elbling, halbtrocken bis trocken, bietet eine angenehm harmonische Kombination.

  


Saint Laurent - Rebsorte
Einem Pfälzer Winzer ist es zu verdanken, dass die wertvolle Rebsorte auch in Deutschland erhalten blieb und nun eine Renaissance erleben darf.
Dessen Sohn, der Rebveredler Carl Bronner, sorgte für eine gewisse Verbreitung der Sorte. Ob im Elsass die Heimat des Saint Laurent festzumachen ist oder in einem anderen Teil Frankreichs, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Ihren Namen erhielt die rote Traubensorte möglicherweise durch den Kalenderheiligen St. Laurentius. Er gilt im übrigen auch als Schutzpatron der Köche. Dessen Gedenktag fällt zumindest mit dem Beginn der Traubenreife des Saint Laurent (10. August) zusammen. Der Saint Laurent wurde lange Zeit als Spielart des Spätburgunders eingeordnet, doch neuerdings wird er als eigenständige Rebsorte apostrophiert.

Bedeutung
Heute liegt das Hauptverbreitungsgebiet des Saint Laurent in Österreich. Einem Südpfälzer Winzer ist es wohl zu verdanken, dass die wertvolle Rebsorte auch in Deutschland erhalten blieb und nun eine Renaissance erleben darf. Der vermutlich letzte in Deutschland noch vorhandene Rebstock wäre beinahe in den sechziger Jahren in der Rebschule Rhodt ausgehackt worden. Nach einigen Jahren der Erhaltungszüchtung hatten die Rebschulen wieder Pflanzmaterial. Seitdem wächst die Saint Laurent - Fläche beständig. Etwa zwei Drittel davon haben Pfälzer Winzer angelegt. Bundesweit waren 2005 670 Hektar mir der edlen Rotweinsorte bestockt. Eine weiter anhaltende Verbreitung ist absehbar.

Anbau
Die Sorte treibt früh aus (Gefährdung durch Maifröste) und reift zeitig. Insofern werden nur mittlere Lagen beansprucht. Allerdings lassen kühle Lagen die Säurewerte auf zu hohem Niveau verharren. Tiefgründige Böden sind ebenso geeignet wie kalkhaltige. Eine weiträumige, luftige Erziehung verhindert zu frühe Traubenfäule. Dadurch kann die Säure von 8 bis 10 Promille bei längerem Zuwarten im Herbst am Stock noch etwas abgebaut werden. Der Ertrag fällt mit 70 bis 80 hl/ha mittel aus. Das durchschnittliche Mostgewicht erreicht beachtliche 80 Grad Oechsle.

Ausbau/Geschmack
Hochgrädige Moste mit guten Extrakt- und Säurewerten lassen meist kräftige und gleichzeitig frisch - fruchtige Rotweine entstehen. Verschiedentlich werden höhere Qualitäten auch im Barrique ausgebaut. In der Farbe sind sie tiefrot. Mitunter lassen sich in den fruchtigen Weinen Aromen von Holunderbeeren oder von Wildkirschen erkennen.

Genuss
Da in den meisten Fällen die Winzer die Rebsorte als Ergänzung ihres gehobenen Rotweinangebots sehen, handelt es sich bei den Saint Laurent Weinen meist um anspruchsvolle Tropfen, die sich gut zur Sonntagstafel eignen. Je nach Fruchtigkeit und Dichte passen sie eher zu leichteren oder kräftigeren Gerichten bis hin zu Wild und reifem Käse.

  



Salmanazar -
Flaschengrößen:
Champagner gibts es in verschiedenen Flaschengrößen, die Standardgröße ist die 0,75 l oder 1/1-Flasche. Für die anderen Flaschengrößen haben sich eigene Bezeichnungen etabliert. Alle Flaschen, die größer als die Jeroboam-Flasche (3 Liter / Doppelmagnum) sind, tragen biblische Namen. Eine Ausnahme hiervon bildet die Sovereign- und die Primat-Flasche.

Normalgröße
Liter
Bezeichnung
1/4
0,2
Piccolo
1/2
0,375
Demi / Filette
1
0,75
Imperial
2
1,5
Magnum
4
3
Jeroboam / Doppelmagnum
6
4,5
Rehoboam
8
6
Methusalem
12
9
Salmanazar
16
12
Balthazar
20
15
Nebukadnezar
24
18
Melchior bzw. Goliath
35
26,25
Souverain oder Sovereign
36
27
Primat
40
39
Melchisedech



Sauser - Federweisser

Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien, die man traditionell zum Federweißen serviert.

Den Namen verdankt er seiner milchig undurchsichtigen Farbe, die von der schwebenden, an Federchen erinnernden Hefe kommt. Je nach Gebiet wird der Federweiße auch Bitzler, Sauser oder Rauscher genannt.


Federweißer ist ein Genuss, der zum Herbst gehört wie der leckere Zwiebelkuchen und die köstlichen Edelkastanien

Bis Sie sich in geselliger Runde ein Glas Federweißen einschenken können, ist bereits eine ganze Menge passiert. Beim Angären in den Fässern des frisch gekelterten Mostes sind Hefen in Aktion getreten. Diese haben den Zucker der Trauben vornehmlich in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt, wobei sich der Most weißlich verfärbt hat - die meisten früh reifenden Rebsorten für Federweißer sind weiß. Regional findet man auch den Roten Sauser, der aus roten Trauben gekeltert wird.

Wohl dosiert genossen, ist Federweißer ein sehr gesundes Getränk. Denn der entstehende Wein enthält als Federweißer die meisten Vitamine. Vor allem die Vitamine Bl und B2 sind in großzügiger Menge vertreten. Vitamin Bl dient unter anderem der Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Vitamin B2 hält beispielsweise Augen und Haut gesund und regeneriert das Zellgewebe. Hinzu kommt die entschlackende Wirkung durch den hohen Anteil an Hefe.

   


Scheurebe - Rebsorte
Das betonte Bukett erinnert an Cassis, Pfirsich oder reife Birne. Scheurebeweine sind ideale Begleiter einer aromatisch-würzigen Küche, von der Vorspeise bis zum Dessert.
Ihrem Duft kann man sich schwer entziehen

Während des 1. Weltkriegs, genauer: im Jahr 1916, gelang dem Rebenzüchter Georg Scheu in der Landesanstalt für Rebenzüchtung Alzey mit seinem 88. Sämling einer Kreuzungsserie aus Riesling und Silvaner die überzeugende Neuzüchtung Scheurebe. Ehe der Verdienst des Züchters in der Sortenbezeichnung verewigt wurde, nannte man bis Ende 1945 die Neuzüchtung "Dr.-Wagner-Rebe", danach "S 88" oder "Sämling".


Das betonte Bukett erinnert an Cassis, Pfirsich oder reife Birne. Scheurebeweine sind ideale Begleiter

Bedeutung
Anerkennung fand die Züchtung in den 50er Jahren, als es gelang, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen von der Scheurebe zu erzeugen. Im rheinhessischen Alzey gezüchtet, pflanzten vor allem die Winzer des größten deutschen Weinbaugebietes die Sorte an. Sie boomte in den siebziger Jahren, ihre Rebfläche verdoppelte sich. Von rund 1.850 Hektar Rebland, das aktuell mit Scheurebe bestockt ist, liegen ca. 1.050 Hektar in Rheinhessen, 500 in der Pfalz und 150 an der Nahe. Aber auch im Badischen und Fränkischen kümmern sich Winzer mit guten Ergebnissen um die aromatische Sorte. Mit einem Flächenanteil an der deutschen Rebfläche von zwei Prozent gilt die Scheurebe als eine der erfolgreichsten deutschen Neuzüchtungen.

Anbau
Die Scheurebe stellt an den Standort beinahe ebenso große Ansprüche wie Vater Riesling. Sie verträgt leidlich trockene, karge Böden, kommt gut mit Lößböden und mit kalkhaltigen Böden zurecht. Ihr Holz reift lange aus, die lange Assimilation des Blattwerks ermöglicht hochgradiges Lesegut. Die Traubenreife wird kurz vor dem Riesling erreicht, der Säureabbau in den mittelgroßen Beeren beginnt relativ spät. Gefährdet ist die Sorte durch Winterfröste ebenso wie durch Botrytis- und Oidiumbefall.

Ausbau/Geschmack
Weine von der Scheurebe werden fast ausschließlich als Qualitätswein mit Prädikat angeboten, wobei die Geschmacksrichtungen "lieblich" und "süß" bedeutender als bei anderen Rebsorten sind. Die Farbausprägung ist je nach Qualität blassgelb, strohgelb oder intensiv goldgelb. Zarte Kabinettweine und mittelkräftige Spätlesen zeichnen sich durch ein betontes Sortenbukett und eine harmonische Verbindung von anregender Säure und feinfruchtiger Süße aus. Das betonte Bukett erinnert meist an schwarze Johannisbeeren (Cassis), seltener an Mango, Mandarinen, Limonen, Pfirsiche oder sehr reife Birnen. Die edelsüßen Varianten zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus und zeigen nach vielen Jahren ein beeindruckendes Pfirsicharoma oder Rosenduft.

Genuss
Die verschiedenen Ausbaustile und Qualitätsstufen ermöglichen eine vielfältige Verwendung von Scheurebeweinen. Dabei bietet sich der leichte Kabinettwein für die gesellige Runde an, trockene bis halbtrockene Spätlesen empfehlen sich als Begleiter zu aromatisch-würzigen Ragouts von Fisch und Geflügel, gerade auch zur asiatischen Küche, edelsüße Spätlesen und Auslesen passen zum fruchtigen Dessert.

  


Schokolade und Wein

Zarter Schmelz, unvergleichliche Süße, feine Würze– ist das Wein oder Schokolade?

Beides kann mit dieser genüsslichen Beschreibung sehr gut getroffen sein. Denn Wein und Schokolade haben weitaus mehr gemeinsam, als allgemein angenommen. Vor allem lassen sie sich wunderbar kombinieren und ermöglichen


Rezepte - Schokolade und Wein

so völlig neue Genusserlebnisse – zum Dahinschmelzen! Das Deutsche Weininstitut und die Weinberaterin Silvia van Aans zeigen, was man für ein harmonisches Geschmackserlebnis beachten sollte.

Der Wein wie auch der Kakao, die Basis guter Schokolade, zählen beide zu Kulturgütern mit einer Jahrtausende alten Tradition. Als „Speise der Götter“ verehrten bereits die Azteken die Früchte des Kakaobaumes ebenso wie die Griechen Dyonisos, den Gott des Weines. Dabei ist die Schokolade wie wir sie heute kennen bei weitem nicht so alt wie der Wein. Die Milchschokolade wurde erst 1872 von Rudolf Peter Lindt und Peter Daniel erfunden.

Die Kombination von Wein und Schokolade galt lange Zeit als ein Tabu und viel zu lange hatten sich die Genießer dieser Welt einen ganz besonderen Genuss vorenthalten. So wie man einen Wein nach seiner Farbe, dem Geruch und Geschmack erkundet, sollte man sich auch der Schokolade widmen.

Die Farbe lässt Rückschlüsse auf den Kakaoanteil zu – je dunkler desto höher -, der Geruch betört bisweilen die Sinne und der Geschmack ist nahezu ebenso vielfältig wie beim Wein. Es empfiehlt sich zunächst den Wein und die Schokolade in dieser Reihenfolge separat zu probieren. Anschließend lässt man ein kleines Stück Schokolade im Mund anschmelzen, nimmt einen Schluck Wein dazu und lässt sich von dem Aromenspiel überraschen. Wie beim Wein, sollte auch bei der Schokolade die Serviertemperatur beachtet werden. Bei Zimmertemperatur (20-22 Grad) serviert, entfaltet Schokolade ihren Geschmack optimal. Grundsätzlich gilt: Je süßer die Schokolade, desto süßer und milder im Hinblick auf die Weinsäure sollte der Wein sein, damit die delikate Balance gewahrt bleibt. Die Liaison der Schokolade mit dem Schmelz und der üppigen Kraft eines edelsüßen Weines wie beispielsweise einer Beerenauslese oder gar Trockenbeerenauslese zeigt echte Verführungskünste.

   
Auch Rotweine sind als Begleiter von Schokolade willkommen. Hier gilt: Je höher der Anteil an Kakao in der Schokolade ist, desto ausdrucksvoller kann der Wein sein
Bitterschokoladen in Verbindung mit Wein sind ein Klassiker. Halbbitter-Schokolade enthält einen Kakaogehalt von über 65%, die echte Bitterschokolade sogar über 70%.
 

Auch Rotweine sind als Begleiter von Schokolade willkommen. Hier gilt: Je höher der Anteil an Kakao in der Schokolade ist, desto ausdrucksvoller kann der Wein sein. Harmonische Verbindungen von trockenem, frischem Weißwein mit Schokolade sind optimal, wenn die Schokolade natürliche Fruchtaromen beispielsweise von Birnen oder Ananas mitbringt, die auch im Wein zu finden sind. Dabei sollte der Wein in der Säure nicht zu dominant sein.

Vollmilchschokolade enthält neben Kakaobutter auch einen Anteil des bitteren Kakaopulvers, durchschnittlich 32 %. Die höheren Schokoladenqualitäten zeichnen sich durch harmonische Süße aus. Vollmilch oder Sahne mildern den bitteren Kakaogeschmack und verleihen ihr den berühmten zarten Schmelz, der in der Kombination mit Wein vor allem auch beim Weißwein gefragt ist. Edelsüße Auslesen und Beerenauslesen von Riesling oder Silvaner sind ideale Begleiter. Beim Rotwein ist es nicht Süße sondern Frucht und Würze, was ihn zum perfekten Begleiter von hochwertiger Vollmilchschokolade kürt. Trockene Tropfen mit geschmeidigen Gerbstoffen und einer gewissen Reife, etwa Dornfelder aus der Pfalz oder Rheinhessen, sind hier gefragt. Dann lockt die Schokolade die feinen Nuancen, oft auch pfeffrige Noten, die als Tüpfelchen auf dem „i“ dieser Kombination wirken.

Bitterschokoladen in Verbindung mit Wein sind ein Klassiker. Halbbitter-Schokolade enthält einen Kakaogehalt von über 65%, die echte Bitterschokolade sogar über 70%. Entsprechend reduziert ist ihre Süße. Der passende Wein dazu zeigt sich idealerweise mit weichen Tanninen und einer dichten und vollmundigen Struktur und der gleichen feinen Eleganz wie die Schokolade: Viel versprechende Genusspartner sind ausdrucksvolle trockene Lemberger sowie ein kraftvoller trockener Dornfelder oder Regent.

Haselnuss und Mandel verleihen einer Schokolade diesen köstlichen Nussgeschmack, der durch das Rösten verstärkt wurde. Eine wunderbar harmonische Kombination mit Wein entsteht mit süßen oder schweren Weißweinen wie auch mit fülligen und dichten Rotweinen. Die Weißweine dürfen etwas trockener sein, wenn sie im Alkoholgehalt höher liegen (d.h. über 13 % vol.) Die Kraft und Fülle beispielsweise eines Rotweins der Sorte Dornfelder oder auch Lemberger mit Aromen von roten Früchten bietet dem geschmacklichen Konglomerat von Nüssen und Kakao ebenfalls ein ideales Gegenstück und verbindet sich sehr gut mit diesen Aromen.

Schokoladen mit Gewürzen wie beispielsweise Chilli oder Ingwer bereichern derzeit zunehmend das Angebot. Sie harmonieren sehr gut mit Barriqueweinen, die ebenfalls würzige Noten, gepaart von Röstaromen mitbringen. Edelherbe Schokolade mit einer Spur von Schärfe, passt zu einem kraftvollen Rotwein aus dem Barrique. Zu Milchschokoladen z.B. mit Pfeffer dürfen auch weiße Barriqueweine der Sorten Weißburgunder, Grauburgunder oder Chardonnay gereicht werden.

  


Schraubverschluss - Korken
Der Einzug der Moderne zwingt uns bisweilen Stück für Stück von vertrautem Abschied zu nehmen. Dies gilt auch für Weinfreunde, für die der Korken noch ein wesentlicher Inbegriff der Weinkultur ist. Der Kork als traditioneller Verschluss bekommt eine immer größer werdende Konkurrenz.

 

Dabei ist die Verwendung des Korkens als Verschluss bereits von den alten Griechen aus dem 5. Jh. v.Chr. überliefert, die ihre Amphoren mit diesem elastischen Material verschlossen hatten. Dieses Wissen machte sich zweitausend Jahre später Pierre Pérignon (1639 – 1715) zunutze, als er die Holzstopfen bei Schaumweinen durch Korken ersetzte. Als Weinverschluss hat Kork den Vorteil, dass er eine dosierte Sauerstoffzufuhr ermöglicht wird, die sich - insbesondere bei hochwertigen Rotweinen - positiv auf die Reife des Weines auswirkt. So lautet zumindest die landläufige Meinung. Neueste Untersuchungen aus Geisenheim sprechen dem Kork sogar die Fähigkeit zu atmen ab. Er soll luftdicht abschließen. Kork ist und bleibt aber auch ein Naturprodukt und ist daher nur schwer standardisierbar.

Und wäre da nicht das Problem mit dem Korkgeschmack, der mittlerweile bei ca. 5- 10 % der Korken auftritt und Jahr für Jahr große wirtschaftliche Schäden hervorruft, würde es die derzeitige, heftige Diskussion um Weinverschlussalternativen wahrscheinlich gar nicht geben. Schätzungen der EU-Kommission gehen von rund 500 Mio. EUR Schaden pro Jahr allein in Europa aus. Es gibt hierüber zwar keine genauen Statistiken, aber manche Einzelfälle zeigen, dass diese Zahlen nicht aus der Luft gegriffen sind: Ein fränkisches Weingut hatte allein 1999 einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 150.000 EUR, weil 20.000 Flaschen Wein durch den Kork verdarben.

Hervorgerufen wird der Korkgeschmack von Mikroorganismen, die nach dem Schälen der Korkeichen während der Lagerung der Korkplatten in die zahlreichen Poren eindringen können. Dort produzieren sie Substanzen, die bei der anschießenden Sterilisation der Korken geschmacks¬aktiv werden. Eine Substanz, die für den Korkgeschmack verantwortlich ist, nennt sich z.B. Trichloranisol (TCA). Nur fünf ppt (Parts per Trillion = Teile in einer Billion Litern) reichen aus, um einen deutlich wahrnehmbaren Korkgeschmack zu produzieren. Das Problem ist für die deutschen Weißweine zudem noch gravierender als im Süden Europas, wo die kräftigen Rotweine dominieren. Denn bei unseren feinfruchtigen Tropfen macht sich der Korkgeschmack schon im Anfangsstadium bemerkbar, wo ihn der ungeübte Weinfreund gar nicht als solchen wahrnimmt. Die fruchtigen Weinaromen werden nämlich zunächst nur leicht von den dumpfen, muffigen Aromen überdeckt und der Wein zeigt nicht die Brillanz, die er normalerweise hätte.

Um dem Korkgeschmack zu begegnen, haben viele Winzer und auch die Korkindustrie selber Alternativen aus Kunststoff ins Angebot genommen. Sie sind eine preisgünstige Alternative viele Weine. Sie kosten den Winzer lediglich 4 – 12 Cent pro Stück wohingegen für die Naturkorken je nach Qualität zwischen 13 und 50 Cent bezahlt werden müssen – Korkgeschmack nicht ausgeschlossen. In Deutschland ist mittlerweile etwa jede 8. Flasche mit eine Verschluss aus Kunststoff verschlossen. Es gibt inzwischen Synthetikprodukte, welche Weine bei entsprechender Lagerung ohne Probleme über 3 Jahre oder mehr konservieren können. Für die große Masse der Weine ist das ausreichend.

Doch gibt es bei Winzern seit einigen Jahren auch eine größere Bereitschaft auf Verschlussalternativen umzustellen, die die Weinflaschen vollkommen luftdicht abdichten. Dies beeinträchtigt die Reifung der Weine nicht. Wie diverse Versuche gezeigt haben, ist in den Flaschen noch ausreichend Sauerstoff vorhanden, der für die Reifung des Weines erforderlich ist.

Schraubverschluss – International gefragt
Schraubverschlüsse wurden lange Zeit vornehmlich für trinkfertige Weine insbesondere in Literflaschen eingesetzt. Sehr beliebt sind sie insbesondere in der Gastronomie, die zum Teil die Lieferung in Schraubverschlüssen fordert. Vorreiter innerhalb Deutschlands sind die Württemberger und mittlerweile auch die Franken. Dort gibt es mittlerweile rund 80 % aller Literflaschen mit Schraubverschluss. International legt der Schraubverschluss ebenfalls zu. Vorreiter sind hier Australien und Neuseeland. In England schreibt sogar der Handel seinen Lieferanten die Verwendung von Schraubverschlüssen vor, um der Korkgeschmack-Problematik zu begegnen. Mittlerweile setzen immer mehr renommierte deutsche Weingüter Drehverschlüsse ein. Besonders beliebt ist der Stelvin-Schraubverschluss. Er reicht wie eine Kapsel über den Flaschenhals und stellt durch eine Kopfprägung eine hochwertige Alternative zum Kork dar. Eine Saran-Zinn-Dichtung sorgt bei nur 19 Mikrometern Zwischenraum für sichere Dichtigkeit.

Vino-Lok – Die neue Glasverschluss-Alternative
Im Jahr 2004 hat die Firma Alcoa aus Worms, einer der größten Hersteller von Verschluss-Systemen und Verpackungsmaschinen für die Getränkeindustrie einen neuen Glas-Verschluss namens „Vino-Lok“ entwickelt. Es ist ein Glasstopfen, der mit einem Silikonring für die Dichtigkeit und sicheren Halt in der Flaschenmündung sorgt und wiederverschließbar ist. Zur Sicherung des Glasstopfens und aus Gründen der Originalitätssicherung wurde eine Überkappe aus Aluminium in verschiedenen Farben entwickelt. Dieser Verschluss stößt in der Weinwirtschaft auf sehr großes Interesse und beim Verbraucher auf große Akzeptanz. Es werden bereits mehrere Millionen Flaschen damit verschlossen. Die Verschluss-Alternative Vino-Lok ist mit ca. 30 – 40 Cent nicht teurer als ein hochwertiger Naturkork.

StainlessCap – Ein Kronkork für die Weinflasche
Winzer Peter Querbach aus Oestrich-Winkel/Rheingau entwickelte vor einigen Jahren die sogenannte „StainlessCap“, ein mittlerweile patentiertes Flaschen¬ver¬schluss¬system, bei dem sich – auf den ersten Blick nicht sichtbar – unter der Kapsel am Flaschenhals ein Edelstahlkronkorken verbirgt. Einige Winzer, nicht nur aus dem Rheingau, gehören mittlerweile zu den Anwendern und auch die Spitzengastronomie bewertet diese Verschluss-Alternative positiv. Die Kosten für das Komplettverschlusssystem mit Flasche liegen bei ca. 55 Cent.




Schwarzriesling - Rebsorten

Insbesondere bei den Württembergern, aber nicht nur dort, erfreut sich der Schwarzriesling großer Beliebtheit. Bei Tisch ist er eine interessante Alternative zum Spätburgunder.

Geschichte
In der Tat kann der Name der Sorte zu der fälschlichen Annahme verführen, der Schwarzriesling sei ein Verwandter des Riesling. Doch mit diesem hat er nur die späte Reife und die Traubenform gemeinsam. Seine Vorfahren sind im Burgund zu finden. Die (an der Unterseite der Blätter) stark behaarte Mutation des Blauen Spätburgunders wurde wohl schon vor Jahrhunderten ausgelesen. Das deutsche Synonym für die Müllerrebe ist "Schwarzriesling". Die Bezeichnung "Müllerrebe" nimmt auf die Behaarung von Blättern und Triebspitzen Bezug, die wie mit Mehl bestäubt aussieht. In Frankreich lautet die Bezeichnung "Pinot Meunier".

Insbesondere bei den Württembergern, aber nicht nur dort, erfreut sich der Schwarzriesling großer Beliebtheit. Bei Tisch ist er eine interessante Alternative zum Spätburgunder.
Die Rebenzüchtung in Heilbronn und Weinsberg entwickelte die Sorte qualitativ weiter, so dass sie eine gewisse Verbreitung erfahren konnte.

Bedeutung
In der Steiermark (dort heißt er Blaue Postitschtraube), im Elsass und in der Champagne ist er als Pinot Meunier heimisch; er ist Bestandteil vieler Champagnercuvées. Im Ursprungsgebiet Burgund zählt er dagegen nicht zu den zugelassenen Qualitätsweinen.
In Deutschland beschränkt sich der Schwarzriesling - Anbau weitestgehend auf Württemberg. Dennoch erreicht die Sorte einen Anteil von über zwei Prozent an der deutschen Rebfläche. In den achtziger Jahren wuchs die Anbaufläche von 1.000 auf 2.000 Hektar und hat sich seitdem noch etwas vergrößert. Derzeit sind über 2.450 Hektar mit der Müllerrebe bestockt, gut 1.800 Hektar entfallen auf das Anbaugebiet Württemberg. Daneben hat die Sorte noch eine nachgeordnete Bedeutung in Nordbaden, in Rheinhessen, in der Pfalz und in Franken.

Anbau
Der Schwarzriesling stellt im Vergleich zum Spätburgunder geringere Ansprüche an Lage und Boden. Gut gedeiht die wenig komplizierte Sorte auf kräftigen Löß-Lehm-Böden. Durch den späten Austrieb ist sie nicht sonderlich wegen der Maifröste gefährdet. Erträge und Mostgewichte liegen auf einem mittleren Niveau. Damit entsprechen die Erntemengen den relativ geringen Erträgen des Spätburgunders, doch das Mostgewicht erreicht dessen Qualität nicht. Immerhin 70 bis 80 Grad Oechsle werden in Normaljahren erreicht. Die Säurewerte liegen teilweise recht niedrig.

Ausbau/Geschmack
Die Weine vom Schwarzriesling zeigen eine rubinrote bis ziegelrote Farbe, besitzen ein fruchtiges Aroma ähnlich dem des Spätburgunders und einen eher feingliedrigen Körper. Ausgebaut werden trockene, aber auch fruchtsüße Varianten. Das Angebot im Qualitätsweinbereich dominiert, daneben gibt es jedoch auch Kabinettweine und Spätlesen.

Genuss
Insbesondere bei den Württembergern, aber nicht nur dort, erfreut sich der Schwarzriesling aus der Literflasche großer Beliebtheit als Dämmerschoppen. Etwas kräftigere Varianten begleiten vorzüglich Fleischgerichte vom Schwein oder vom Lamm und auch milde Käsesorten. Vielfach kann der Schwarzriesling bei Tisch alternativ zum Spätburgunder eingesetzt werden.

  



Sec - secco asciutto - suchoy - Geschmacksgrade : Wein + Schaumwein
Unterschieden werden bei Wein und Schaumwein
folgenden Geschmacksgrade:
Geschmacksgrade Wein
 
 
Restzuckergehalt
 
trocken
maximal 9 g/l
 
halbtrocken
maximal 9 bis 18 g/l
 
lieblich
über 18 g/l, bis 45 g/l
 
mild
über 45 g/l.
 

 

 

 



Geschmacksgrade Schaumwein
deutsch
franz.
engl.
ital.
russ.
extra herb
extra brut
   
herb
brut
   
extra trocken
très sec
extra dry
  
trocken
sec
dry
secco asciutto
suchoy
halbtrocken
demi-sec
medium dry
aboccato
polsuchoy
mild
doux
sweet
dolce
slatkoy


Restzucker Schaumwein
deutsch
franz.
engl.
ital.
Restzucker
extra herb
extra brut
  
0 - 6 g/l
herb
brut
 
weniger als 15 g/l
extra trocken
très sec
extra dry
 
zw. 12 und 20 g/l.
trocken
sec
dry
secco asciutto
zw. 20 und 35 g/l
halbtrocken
demi-sec
medium dry
aboccato
35 - 50 g/l
mild
doux
sweet
dolce
über 50 g/l


 

 

 

 

 

 



Secco
trocken
(ital.)., semisecco=halbtrocken, amabile=halbsüß, dolce=süß.

Asciotto=extra trocken, semisecco=hlabtrocken, dolce=süß.



semisecco
Halbtrocken
(ital.)., amabile=halbsüß, dolce=süß, asciotto=extra trocken.



Sekt
Sekt ist wie Wein ein in den Weinbergen gewachsenes Naturprodukt. Doch das charakteristische Perlenspiel geht erst aus einer zweiten Weingärung hervor.

Man mag es der deutschen Sprache nachsehen, dass sie eines der lustvollsten Getränke gerade mal mit einer knappen, lustlosen Silbe bedacht hat: Sekt. Verbirgt sich doch dahinter, kaum dass der Korken entfernt ist, ein in vielerlei Hinsicht sinnliches Genussvergnügen. Denn das, was da in aller Ruhe in tiefen Kellern heranreift, hypnotisiert uns zu jeder Zeit mit seinem zarten Perlenspiel, verführt mit einem anregenden Duft und beschwingt uns mit seinem lebendigen Prickeln.

Doch wie kommen die Perlen in das Getränk, dem es gelingt, uns ganz leicht über den Boden des Alltags zu heben?Sekt ist im eigentlichen Sinne ein in den Weinbergen gewachsenes Naturprodukt. Das Besondere aber, sein charakteristisches Perlenspiel, geht erst aus einer zweiten Gärung des Weines hervor. Ganz zu Anfang steht die Auswahl des Weines. Hierbei werden vor allem solche bevorzugt, die säurebetont, rassig, elegant und äußerst reintönig sind. Denn beim Winzersekt werden nicht, wie bei den "Cuvées" üblich, mehrere Rebsorten miteinander vermischt, sie sind immer

rebsortenrein.. Es bleibt bei einer Rebsorte, oftmals auch bei einer Lage und einem Jahrgang. Erfahrung und Handwerkskunst bei der Verarbeitung sind dann die eigentlichen Werkzeuge eines Kellermeisters, der schon im Voraus absehen können muss, weicher Rebensaft einmal in seinem Keller zu einem großartigen Sekt heranreift.Ist die Entscheidung für den Ausgangswein getroffen, wird nun die zweite Gärung in Gang gesetzt. Zucker und Hefe werden in ein weiteres Prozent Alkohol und Kohlensäure verwandelt. Diese Kohlensäure der zweiten Gärung ist es auch, die später einmal im Glas das filigrane Perlenspiel entstehen lässt.


Sekt Flaschengärung (klassisch)
Klassische Flaschengärung
Bei der Urmethode der Sektherstellung, der Méthode champenoise, findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt, die der Sekt erst zum Genuss wieder verlässt. Nach der zweiten Gärung ruht und reift der Sekt mehrere Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller. Danach werden die Flaschen waagerecht in so genannte Rüttelpulte gesteckt, vier Wochen lang täglich vorsichtig gedreht und gleichzeitig immer steifer mit dem Kopf nach unten

Doch wie kommen die Perlen in das Getränk, dem es gelingt, uns ganz leicht über den Boden des Alltags zu heben?Sekt ist im eigentlichen Sinne ein in den Weinbergen gewachsenes Naturprodukt. Das Besondere aber, sein charakteristisches Perlenspiel, geht erst aus einer zweiten Gärung des Weines hervor. Ganz zu Anfang steht die Auswahl des Weines. Hierbei werden vor allem solche bevorzugt, die säurebetont, rassig, elegant und äußerst reintönig sind. Denn

beim Winzersekt werden nicht, wie bei den "Cuvées" üblich, mehrere Rebsorten miteinander vermischt, sie sind immer aufgerichtet. Nach diesem aufwändigen Prozess hat sich die Hefe vollständig im Flaschenhals angesammelt. Die Flaschenhälse werden in eine Kältesole getaucht, sodass die Hefe gefriert. Wird die Flasche nun geöffnet, platzt der Hefepfropfen heraus. Der geringfügige Verlust in der Flasche wird ausgeglichen, die Flasche wieder mit einem Stopfen verschlossen und mit einem Draht gesichert. Da der Begriff der Méthode champenoise seit vielen Jahren den Erzeugnissen aus der Champagne vorbehalten ist, erhält Sekt, der nach diesem Verfahren hergestellt wird, in Deutschland die Bezeichnung "traditionelle" oder auch "klassische Flaschengärung".

Sekt hat seine eigenen Rituale und Regeln. Während manche Weine zu Hause noch reifen können, verlässt der Sekt die Keller der Winzer auf dem Höhepunkt seiner Reife. In kühlen, dunklen Kellern lässt er sich jedoch ohne weiteres ein bis drei Jahre lagern, ohne seine Spitzenqualität zu verlieren.



Sekt - Trinktemperatur

Gut gekühlt trinken
Die ideale Trinktemperatur liegt für weiße und rosé Sekte bei 6-8°C. Wer es versäumt hat, den Sekt rechtzeitig in den Kühlschrank zu stellen (und bitte auch nur dort hinein und nicht ins Eisfach!), dem bleibt auf die Schnelle noch die Möglichkeit, den Sekt zu frappieren; dazu wird die Flasche in einen Kühler gestellt, viel klein gehacktes Eis und eine Hand voll Salz dazu, dann die Flasche am Hals ein paar Minuten hin- und herdrehen.
Auch wenn der Knall ein nahendes Vergnügen ankündigt - eine
Freude ist es für den Sekt nicht. Der plötzliche Druckverlust bringt die Flasche zum Überschäumen, was Ihren Genuss dann oft um einige Gläser schmälert. Halten Sie deshalb den Verschluss gut fest und lassen Sie den Druck mit einem leisen Zischen entweichen.

Einladung zur Poesie
Sekt kann noch so angenehm duften - die größte Freude kommt auf, wenn man ihn auf der Zunge schmeckt oder fühlt. Was die meisten Menschen dabei wahrnehmen, kann schon das eine oder andere Mal die Grenze zwischen Wahrheit und Dichtung überschreiten. So vielfältig die Bezeichnungen auch sein mögen, hier ein paar, die helfen, Ihre Sinneseindrücke in Worte zu fassen: So beschreibt man das Alter etwa mit reif oder firn, den Gehalt als stoffig oder zart, oder man entdeckt leichte (lieblich, füllig) wie auch kraftvolle (nervig, wuchtig) Eigenschaften. Auch die Wirkung auf Gaumen und Nase lässt sich beurteilen (stahlig, herb, süffig, harmonisch, vollundig, reintönig).

  

   
Sekt und Secco

Winzersekte und -seccos sind nicht nur perfekte Party-Drinks, sondern auch ein ideales Gastgeschenk zu jedem Fest. Die Deutschen sind Weltmeister im Sekt-Konsum. Fast vier Liter trinkt durchschnittlich jeder Bundesbürger pro Jahr.

Die Ursprünge des Sektes stammen übrigens aus Frankreich, wo bereits um 1540 die ersten Schaumweine entstanden. Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Technik weiter entwickelt und Schaumweine über die Grenzen Frankreichs bekannt. Sekt hat auch in Deutschland eine lange Tradition. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden bei uns die ersten Sektkellereien. Die älteste deutsche Sektkellerei ist nach eigenen Angaben die 1826 in Esslingen gegründete Sektkellerei Kessler.

Kaiser Wilhelm II führte 1902 eine Sektsteuer ein, um unter anderem die damalige Kriegsflotte zu finanzieren. Die Sektsteuer in Höhe von rund 1 Euro pro Flasche besteht seit dem bis heute.

Winzersekt – Genuss mit persönlicher Widmung
Die Sekttradition wird heute von vielen Weingütern weiter gepflegt. Für die Herstellung seines Winzersektes muss der Winzer hohe Qualitätsstandards einhalten. Er darf für den Sektgrundwein beispielsweise nur Trauben aus eigenen Weinbergen verwenden. Folglich tragen diese Sekte die Handschrift des Winzers wie eine persönliche Widmung. Er bestimmt ihre Persönlichkeit in allen Details, von der Zusammensetzung der Grundweine bis hin zur Geschmacksrichtung. Außerdem müssen alle Winzersekte nach der traditionellen Flaschengärmethode hergestellt werden:

Klassische Flaschengärung
Für einen guten Sekt benötigt man zuerst einmal einen guten Grundwein. Diesem wird dann Zucker und Hefe hinzugefügt und es beginnt eine zweite Gärung. Im Zuge dieser Gärung entsteht das CO2, das den Sekt später im Glas so schön perlen lässt. Bei der Urmethode der Sektherstellung, der Méthode champenoise, wie auch der klassischen Flaschengärung, findet die zweite Gärung in der einzelnen Flasche statt. Winzersekt ruht und reift mindestens neun Monate, manchmal Jahre, auf seiner Hefe im dunklen und kühlen Keller.

Danach werden die Flaschen waagerecht in so genannte Rüttelpulte gesteckt, vier Wochen lang täglich gedreht und gleichzeitig immer steifer mit dem Kopf nach unten aufgerichtet. Nach diesem aufwändigen Prozess hat sich die Hefe vollständig im Flaschenhals angesammelt. Die Flaschenhälse werden in eine Kältesole getaucht, sodass die Hefe gefriert. Wird die Flasche nun geöffnet, platzt der Hefepfropfen heraus. Der geringfügige Verlust in der Flasche wird ausgeglichen, die Flasche wieder mit einem Stopfen verschlossen und mit einem Draht - der so genannten Agraffe - gesichert.

Da der Begriff der Méthode champenoise seit vielen Jahren den Erzeugnissen aus der Champagne vorbehalten ist, bezeichnet man in Deutschland Sekte, die nach diesem Verfahren hergestellt wurden, mit "traditionelle" oder auch "klassische Flaschengärung".

Cremants – Fein aber selten
Deutschen Winzersekt findet man bisweilen auch unter der Bezeichnung „Crémant“, verbunden mit dem Namen des Herkunftsgebiets, beispielsweise „Baden Crémant“. Voraussetzung hierfür ist, dass der Schaumwein – wie auch beim Winzersekt – 9 Monate auf der Hefe gelagert und im klassischen Flaschengärverfahren hergestellt wurde. Cremants zeichnen sich dadurch aus, dass die Trauben für die Grundweine sehr schonend durch Ganztraubenpressung verarbeitet wurden. In Rheinland-Pfalz dürfen sie nur aus definierten, gebietstypischen Rebsorten hergestellt werden.

Cuvées eine Spezialität
Cuvée nennt man eine Mischung von Weinen aus unterschiedlichen Rebsorten, verschiedener Herkunft und/oder verschiedener Jahrgänge. Große Sekthäuser stellen Cuvées her, um über die Jahre gleichbleibende Qualitäten und Geschmacks¬profile zu gewährleisten. Eine besonders edle und durchaus auch modische Version, die zur Zeit von vielen Weingütern angeboten wird, ist die Cuvée aus Weinen verschiedener Burgundersorten, die dann oftmals als „Pinot“, der französischen Bezeichnung für Burgunder, angeboten werden. Zu den Pinots zählen beispielsweise Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder oder auch der Schwarzriesling, der im francophonen Sprachraum „Pinot Meunier“ genannt wird. Eine Pinot Cuvée aus roten und weißen Rebsorten kann eine leicht roséfarbene Farbe aufweisen oder aber auch ein weißer Sekt sein, wenn die Rotweintrauben zuvor wie bei der Weißweinherstellung behandelt wurden.

Auf die Perlen kommt es an
Der Sektschaum hat dem „Schaumwein“ seinen Namen gegeben. Das Aufschäumen nennt man auch „Moussieren“. An dem Mousseux kann man die Qualität eines Sektes ablesen: Je feiner die Perlen sind, desto edler ist der Sekt und je länger das Perlen im Glas anhält, desto inniger war die Kohlensäure mit dem Wein verbunden.

Das Moussieren setzt zudem die Flüssigkeit in Schwingung, was wiederum der Schwingung des Glases beim Anstoßen entgegen wirkt. Deshalb klingt es nicht, wenn man mit Sektgläsern anstößt. Übrigens – je weniger es klingt, desto mehr Kohlensäure enthält der Sekt.

Beim Öffnen der Flasche sollte man darauf achten, dass der Schaum nicht explosionsartig aus der Flasche entweicht. Denn dabei reißt er viel Kohlensäure mit, die später dem Sekt im Glas fehlt. Je ruhiger das Perlen beginnt, desto länger wird es anhalten. Wichtig für den optimalen Sektgenuss ist die richtige Trinktemperatur, denn kühl serviert schmecken Sekte am besten. Grundsätzlich sollte junger Schaumwein kühler getrunken werden als älterer. Als Richtwerte gelten die folgenden Serviertemperaturen:

Weißer Sekt: 5 – 7 ° C
Rosé-Sekt: 6 – 8°C
Roter Sekt: 9 – 11°C

Um diese Temperaturen zu erreichen sollte man den Sekt nicht im Tiefkühlfach schockfrosten, denn eiskalt verliert er sein Aroma. Die ideale Trinktemperatur erreichen die Flaschen nach ca. 3-4 Stunden Lagerung im Kühlschrank.

Geschmacksstufen beim Sekt

0-6g Reszucker pro Liter = Geschmacksrichtung „extra brut“
0-15g Restzucker pro Liter = Geschmacksrichtung „brut“
12-20g Reszucker pro Liter = Geschmacksrichtung „extra trocken“
17-35g Restzucker pro Liter = Geschmacksrichtung „trocken“
33-50g Restzucker pro Liter = Geschmacksrichtung „halbtrocken“
Über 50g Restzucker pro Liter = Geschmacksrichtung „mild“

Secco – Das prickelnde Erlebnis der leichten Art
Hinter dem Begriff Secco, der von seinem italienischen Verwandten, dem Prosecco abgeleitet ist, verbirgt sich ein deutscher Wein, der mit weineigener, aus der Gärung stammenden Kohlensäure „verperlt“ wurde. Das verschafft ihm das gewisse Prickeln. Die gesetzliche Bezeichnung lautet entsprechend Perlwein. Im Gegensatz zum Sekt haben Seccos also keine zweite Gärung durchlaufen.

   
Wenn im Sommer die Temperaturen steigen und die Ventilatoren im Dauerlauf surren, ist Secco der Liebling der Saison. Die frischen, prickelnden Perlweine aus Deutschland begleiten beschwingt die sonnigsten Zeiten des Jahres. Namen wie „Primasecco“ oder „ Rheingauer Leichtsinn“ signalisieren entspanntes, verspieltes Genießen auf die leichte Art. Seccos passen zum beschwingten Lebensgefühl der unkomplizierten Genießergeneration, das sich einstellt, wenn ein

heißer Tag einen lauen Abend auf der Terrasse verspricht.
   
Bevorzugte Rebsorten sind Riesling und Weißburgunder, aber auch bukettreiche Rebsorten wie Bacchus, Gewürztraminer und Muskateller finden sich in einigen Cuveés gerne perlend wieder. Sie schmecken am besten jung und frisch und sind in der Regel nicht für eine lange Lagerung von mehreren Jahren vorgesehen.
   

Selection - Qualitätsbezeichnung
Jeder deutsche Wein muss mit einer dieser Qualitätsbezeichnungen deklariert werden. Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein.

Seit dem Jahrgang 2000 dürfen Weine auch mit den Begriffen "Classic" und "Selection" bezeichnet werden.

Der Begriff "Classic" signalisiert, dass es sich um einen Wein aus einer klassischen, gebietstypischen Rebsorte handelt, der einem gehobenen Qualitätsanspruch genügt, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt. Das Mindestmostgewicht liegt 1 % vol. über dem Mindestmostgewicht der jeweiligen Rebsorte, der Gesamtalkoholgehalt bei mind. 12,0 % vol. (Ausnahme: Mosel-Saar-Ruwer mind. 11,5 % vol.). Der Restzucker beträgt max. 15 g/l.

Die neue trockene Spitzenklasse der deutschen Weine wird durch den Begriff "Selection" gekennzeichnet. Ausgewählte Standorte, geringer Ertrag und Handlese sind Garanten der überragenden Qualität dieser Weine. Selectionsweine dürfen frühestens am 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres abgefüllt werden. Sie haben mindestens 12,2 % vol natürlichen Alkoholgehalt bzw. Auslesemostgewicht, der Hektarertrag ist auf 60 hl/ha begrenzt.



Silvaner grüner - Rebsorten

Silvanerreben liefern eher neutrale Weine mit einer milden Säure, herzhafte Varianten zur kräftigen Regionalküche und ebenso feine Menüweine.

Somit ist als Herkunftsland eher Österreich als Rumänien anzunehmen, worauf die Namensverwandtschaft mit der Region Transsylvanien hindeuten könnte. Doch diese Herkunft ist unwahrscheinlich: der Sylvaner hätte die dortigen kalten Winter nicht überstanden. Belegt ist, dass im Jahr 1665 ein Zisterzienser-Abt Alberich Degen aus dem fränkischen Steigerwald die Rebe nach Deutschland brachte. Von Franken aus erreichte sie andere Anbaugebiete wie das heutige Rheinhessen, die Pfalz oder die Nahe. Dabei nannten die katholischen Winzer noch bis vor wenigen Jahrzehnten den Silvaner "Franken", die evangelischen Winzer dagegen "Österreicher". Nebenbei bemerkt: im Schweizer Wallis heißt die Sorte Johannisberger, im Elsass Sylvaner.

Silvanerreben liefern eher neutrale Weine mit einer milden Säure, herzhafte Varianten zur kräftigen Regionalküche und ebenso feine Menüweine.

Bedeutung
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann die unaufhaltsame Ausbreitung des Silvaner. Er verdrängte alte, minderwertige Sorten, aber auch Gutedel und Elbling, beispielsweise in der Pfalz. Schließlich galt die Rebsorte Mitte dieses Jahrhunderts als wichtigste deutsche Rebsorte: mehr als jede zweite Rebe war ein Silvanerstock. Der kontinuierliche Anbaurückgang der letzten Jahrzehnte, insbesondere zugunsten des Müller-Thurgau, ließ den Flächenanteil des Silvaners auf derzeit 5 Prozent sinken. Auf diesem Niveau und 5.400 Hektar scheint sich die Traditionssorte zu stabilisieren. Insbesondere in Rheinhessen erlebt sie eine gewisse Renaissance. Der "Rheinhessen Silvaner" wächst auf fast 2.500 Hektar. Zudem stehen in Franken 1.200 Hektar Silvanerweinberge, in der Pfalz rund 900 Hektar. Nochmals 300 Hektar kommen an der Nahe hinzu. Auch die badische Weinbaugemeinde Ihringen fühlt sich besonders dem Silvaner verbunden.

Anbau
Der Silvaner stellt höhere Ansprüche an den Boden als der Riesling. So gibt er sich nicht mit trockenen oder steinigen Böden zufrieden. Silvaner ist empfindlich gegen Winterfrost, was gerade die fränkischen Winzer immer wieder erleben müssen. Er kann hohe Erträge liefern für unkomplizierte Alltagsweine oder auch Exportweine wie Liebfraumilch. Andererseits liefert er gehobene und höchste Prädikatsweine bei entsprechender Ertragsreduzierung. Beeren- und Trockenbeerenauslesen erreichen bei der DLG-Prämierung große Preise.

Ausbau/Geschmack
Silvaner gilt an frostfreien Standorten als ertragssicher mit einer mittleren Reifezeit. Er liefert eher neutrale Weine mit einer milderen Säure als beispielsweise der Riesling. Silvaner sind in der Farbe meist recht hell, haben einen dezenten, mitunter erdigen Duft und einen mittleren Körper. Vielfach treffen auch die Eigenschaften "saftig", "vollmundig" oder "wuchtig" zu, gerade wenn die Reben auf schweren Böden stehen. Die Vinifizierung erfolgt gewöhnlich im Edelstahlbehältnis, bei Spät- und Auslesen teilweise auch im (kleinen) Holzfass.

Genuss
Wir können Schoppenweine und Speisenbegleiter unterscheiden. Die herzhaften Varianten schmecken auch zu kräftiger, regionaler Küche. Geschliffene Silvaner aus Franken sind wunderbare Fischbegleiter, aus Rheinhessen und der Pfalz passen sie besonders zum Spargel. Meist werden Weine aus den letzten zwei Jahrgängen bevorzugt.





Spätburgunder
(frz. "Pinot Noir" = Fichtenzapfen). Alte Rotweinsorte aus Frankreich / Burgund von sehr hoher Qualität, wurde unter Karl dem III. ca. 880 als "Cläver" in Süddeutschland eingeführt. Spätburgunder ist eine empfindliche Rebsorte die stark reagiert auf Kälte und Hitze.




Spätburgunder - Rebsorten

Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Spätburgunder oder Pinot Noir unter den Rotweinen: Weine für gehobene Ansprüche.

Geschichte
Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir zählt zur Burgunderfamilie. Diese gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Karl der Dicke brachte die Sorte 884 an den Bodensee. Im 13. Jahrhundert wurde sie im Rheingau gepflanzt. Im 16. Jahrhundert stand sie vermutlich auch in der Pfalz. Im 18. Jahrhundert soll die Sorte aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden sein. Einen Aufschwung erfuhr die Sorte vor 150 Jahren mit der Ausweitung der Sektproduktion, für die man reine Burgunderweinberge anpflanzte. Als Synonyme werden die Begriffe "Pinot Noir" und in Teilen Badens "Klevner" benutzt.

Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, verkörpert der Spätburgunder oder Pinot Noir unter den Rotweinen: Weine für gehobene Ansprüche.

Bedeutung
In Deutschland sind rund 11.600 Hektar Rebfläche mit der Sorte Spätburgunder bestockt, das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent an der Gesamtrebfläche. Winzer und Verbraucher favorisieren die Sorte zunehmend. Seit Beginn der 90er Jahre wuchs die Spätburgunderfläche um mehr als 3.000 Hektar an. Die meisten Reben dieser Sorte stehen in Baden (mehr als 5.800 Hektar) - mit einem Schwerpunkt am Kaiserstuhl - und in der Pfalz (mehr als 1.500 Hektar). Daneben zählen Rheinhessen und Württemberg mit ebenfalls mehr als 1.000 Hektar sowie der Rheingau (400 ha) und die Ahr mit mehr als 300 Hektar zu den wichtigen Anbaugebieten für Spätburgunder. In zehn Anbaugebieten zählt er zu den Classic-Rebsorten.

Anbau
Die edle und sehr alte Sorte verlangt viel Sorgfalt und stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden. Am besten gedeiht sie in sogenannten Rieslinglagen, also besten Lagen. Sind die Wuchsbedingungen gut, läuft sie zur Hochform auf und lohnt die Mühe mit den schönsten Rotweinen der Welt.

Ausbau/Geschmack
Die Sorte wird vornehmlich als trockener Rotwein ausgebaut, teilweise auch mit einer gewissen Restsüße. Hin und wieder findet man auch Roséweine vom Spätburgunder und auch Sekt. Werden die Trauben nach der Lese sofort abgepresst, so lässt sich aus dem hellen Saft ein "Blanc de Noirs", ein Weißwein aus dunklen Trauben herstellen. Höhere Qualitäten bauen viele Produzenten auch im Barriquefass aus.

Genuss
Spätburgunderweine schmecken vollmundig und samtig und haben ein fruchtiges Aroma und Nuancen von Mandel. Der typische Spätburgunder hat einen leicht süßlichen Duft nach roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Bei Barriqueweinen kommen Vanille-Zimt-Anklänge hinzu. Man unterscheidet den klassischen und den modernen Typ. Traditionell wurden die besten Spätburgunder aus hochreifen Trauben gewonnen, waren nicht sehr farbintensiv, mild, gerbstoffarm und von rostroter Farbe. Neben diesem klassischen Typ gewinnt der moderne Spätburgunder mit kräftigem Rot, mehr Gerbstoff, weniger Säure und häufig kurzer Lagerung im kleinen Eichenfass immer mehr an Bedeutung.
Spätburgunder Rotweine sind ideal für die kühlere Jahreszeit. Man trinkt sie chambriert auf 16 bis 18 Grad. Kräftige Varianten begleiten am besten Braten oder Wild oder auch eine Käseplatte. Weißherbst gefällt zu Vorspeisen und weißem Fleisch, in Auslesequalität auch als Aperitif.




Spätlese

Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden



Spanien- Qualitätsstufen
Die Qualität eines Weins wird Bestimmt sowohl durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack als auch durch die Herkunft. So dürfen Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (QbA) und Qualitätsweine mit Prädikat nur aus einem einzigen der zugelassenen Weinanbaugebiete stammen und nur aus den dort empfohlenen Traubensorten bestehen. Sie müssen weiterhin einer amtliche Prüfung bestehen, die nach bestimmten Kriterien urteilt
 
Europäische Qualitatsstufen
  
Deutschland
Italien
Frankreich
Spanien
Portugal
         
Tafelwein

Landwein

QbA
(Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete)

Qualitätswein
mit Prädikat

Vino da tavola

IGT
(Indicazione Geografica Tipica)

DOC
(Denominazione di Origine Controllata)

DOCG
(Denominazione di Origine Controllata e Garantita)

Vin de table

Vin de pays

Regionale AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)

VDQS
(Vin Délimité de Qualité Supérieure)

AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)

Vino de mesa oder
Vino corriente

Vino de la tierra

Denominación de Origen

DOC
(Denominación de Origen Calificada)

Vinho do mesa

Vinho regional

VQPRD
(Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)

DOC
(Denominação de Origem Controlada)



Straußenwirtschaft
(Besenwirtschaft, Buschschenke). Winzern, Weingüter und Weinbauern vermarkten zu bestimmten Zeiten im Jahr ihren selbsterzeugten Wein. Dieses geschieht in der Regel in Biergärten, Kellergewöben, Scheunen, etc. oder auch in ganz frühen Zeiten schon mal im hergerichteten Wohnzimmer. Besenwirtschaften unterliegen nicht dem "Gaststättengewerbe" und sind daher - unter bestimmten Bedingungen - erlaubnis- und abganebfrei, eine Konzession wie im Gaststättengewerbe ist daher nicht erforderlich. Die Bedingungen, eine Besenwirtschaft zu führen sind u.a.:Es dürfen nur maximal 40 Sitzplätze zur Verfügung stehen, der Verkauf darf höchstens 4 Monate im Jahr erfolgen, die Konzession muss imbeim Gew erbvaomrt fangemeldet werden, andere alkoholische Getränke als Wein dürfen nicht ausgeschenkt werden, einfache Speisen sind erlaubt, etc.

Entstanden ist die Besenwirtschaft wahrscheinlich aus einem Erlass Karls des Großen (ca.800), der den Winzern "Kranzwirtschaften" erlaubte. Um diese "Kranzwirtschaften" kenntlich zu machen wurde ein Strauß aus Efeu und Reben sichtbar aufgehängt.



Süße Weine
Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben.Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker.Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen.

Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind,das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.

Halbtrockene Weine dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18).Liebliche Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht. Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.


lll
 NEWS TICKER
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Auto / KFZ
 
 

Tipp



Edle Weine
Weinhandel Reinhard & Blanck Deutschland Münsterland Münster
Online bestellen



2007
täglich
über
65.000
Seitenaufrufe!
Statistik
hier

Stand:
18.05.07



 


 

 

TIPP
Rotkäppchen
und
Masematte
 


    Sternzeichen
  Aszendenten  
 
 berechnen
  Chinesisches
 
 Horoskop
  VIP Geburtstage


Anfahrtsskizzen
Anfahrtsskizzen für Ihre Webseite - BITTE ANKLICKEN.
für Ihre Webseite

Stadtpläne
im
CITY PLAN: Stadtpläne kostenlos für Ihre Webseiten -  - BITTE ANKLICKEN.
Scheckkarten
format


Schnelle Hotelsuche mit über 220.000 Datensätzen

Schnelle Hotelsuche
über
420.000 Datensätze


KULTUR – FREIZEIT – SEHENSWÜRDIGKEITEN – ESSEN – TRINKEN – RESTAURANTS
Seite empfehlen

Weinlexikon
HOME | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z HOME

Home
| über unsInfo | kostenloser Eintrag |Weblink | Seite an Freunde senden
Nutzungsbedingungen | AGB | Impressum | Kontakt
HOTELSUCHE


(c) 2003-2010 Hoooliday
KULTUR - FREIZEIT - SEHENSWÜRDIGKEITEN - ESSEN - TRINKEN - RESTAURANTS



Für die Richtigkeit der Inhalte übernimmt Hoooliday keine Gewähr.