Tafelwein Deutscher
Tafelwein muss ausschließlich aus deutschem Lesegut zugelassener Rebflächen
und Rebsorten stammen. In Deutschland werden im Vergleich zu anderen Anbauländern
nur kleine Mengen an Tafelwein erzeugt. Meist handelt es sich um Weinberge mit
Erträgen, die über dem zugelassenen Hektarhöchstertrag für
Qualitätswein liegen. Da nur geringe Qualitätsanforderungen gestellt
werden, dürfen Tafelweine in größerer Menge je Hektar als Qualitätsweine
produziert werden. Der natürliche Mindestalkoholgehalt (Mostgewicht) eines
Tafelweines muss in allen deutschen Anbaugebieten 5 % vol. (44 Grad Oechsle),
in Baden (Weinbauzone B) 6 % vol. betragen. Der Gesamtalkoholgehalt des Weines
muss mindestens 8,5 % vol. betragen und darf 15 % vol. nicht überschreiten.
Temperatur
Für
die Trinktemperatur Ihrer Weine gelten folgende Richtwerte: QbA bis Spätlese
Auslese bis Trockenbeerenauslese
Weißweine
jung (bis 5 Jahre) 9-11º C 10-12º C älter (über 5
Jahre) 10-12º C 12-14º C Weißherbst/Rosé
jung (bis 3 Jahre) 9-13º C 12-14º C älter (über
3 Jahre) 12-14º C 12-14º C Rotwein
jung (bis 3 Jahre) 14-16º C 17-19º C älter (über 3
Jahre) 16-18º C 17-19º C Sekt/Schaumwein
8-10º C
Traubenbrand Aus
Trauben, aus Trester oder aus Wein werden feine Spirituosen gebrannt. Ein vielfältiges
Angebot für die feine Tafel ist auf dem Markt. Ob flüssig,
als Wein, Sekt
und Saft, oder fest, als Tafeltraube, Rosine und Sultanine der Verwendungsmöglichkeit
der roten und weißen Traubensorten sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kein
Wunder also, dass etliche Winzer
den Rohstoff Trauben in vielen veredelten Varianten anbieten. Traubenbrand
Beim Traubenbrand handelt es sich im Gegensatz zum Weinbrand - um einen
Obstler. Das Destillat wird aus der vollen Frucht oder aus Maische gewonnen, ohne
Zusatz von zuckerhaltigen Stoffen, Zucker oder Alkohol. Der Alkoholgehalt im Endprodukt
muss mindestens 38 Volumenprozent betragen.
Traubenkernöl
Aus
50 Kilogramm Weintraubenkernen wird ein Liter kalt gepresstes, unfiltriertes Traubenkernöl
gewonnen.
Umfassende Einsatzmöglichkeiten in der Küche
- als einziges naturgegebenes kaltgepresstes Öl zum Braten geeignet. Diese
Eigenschaft und wertvolle Inhaltsstoffe machen die besondere Qualität des
"Grünen Goldes" aus. Aus 50 Kilogramm Weintraubenkernen wird
ein Liter kaltgepresstes, unfiltriertes Traubenkernöl gewonnen. Das
Öl ist sehr aromatisch. Sein charakteristischer Geschmack nach Traube, Trester
und Nüssen mit einem milden Akzent von frischer Landbutter und Banane passt
gut zu vollwertigen, kräftigen Salaten, zu Saucen und Dipps. Der hohe Anteil
ungesättigter Fettsäuren (über 90 Prozent, davon 70 Prozent essentielle
Linolsäure) macht das Öl ideal für eine bewusste Ernährung.
Seine bioaktiven Wirkstoffe (u.a. Procyanidin = "Radikalenfänger")
bleiben selbst bei Temperaturen über 190° C in hohem Maße erhalten.
Das Öl eignet sich somit ideal zum Braten, aber auch zum Kochen und Backen.
Damit deckt dieses Öl "kalt" und "warm", also 100 Prozent
der Speisen ab - ein "Allroundtalent" in der Küche.
Traubenlese
wird
auch Weinlese genannt und bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben, in
der Regel Ende September bis Ende Oktober - in südlichen Ländern bis
zu 3 Wochen früher.
Manuellen
Lese (traditionell): die reifen Trauben werden von Hand abgeschnitten.
Dabei besteht auch die Möglichkeit zur Steigerung der Qualität, indem
nur die besonders reifen Trauben ausgewählt werden. Maschinelle
Lese erfolgt durch einen so genannten Vollernter, der über die in
Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Die Ernte der Trauben erfolgt
dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Trauben werden von einem
Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt
und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet.
Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese
werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.
Tresterbrand
- Brände
Aus
Trauben, aus Trester oder aus Wein werden feine Spirituosen gebrannt. Ein vielfältiges
Angebot für die feine Tafel ist auf dem Markt. Ob flüssig,
als Wein, Sekt
und Saft, oder fest, als Tafeltraube, Rosine und Sultanine der Verwendungsmöglichkeit
der roten und weißen Traubensorten sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kein
Wunder also, dass etliche Winzer
den Rohstoff Trauben in vielen veredelten Varianten anbieten. Hier eine kurze
Übersicht: Tresterbrand
Tresterbrand wird durch die Destillation der Weintrester, also der nach der
Weinpressung verbleibenden Rückstände (Schalen, Traubenkernen, geringe
Mengen an Fruchtfleisch, geringe Mengen an Traubenmost und Wein sowie Heferückstände
und manchmal auch Traubenstiele) gewonnen. Die Qualität des Endproduktes
hängt im höchsten Maße von der Qualität des Tresters ab.
In der Regel wird der Trester erst über die Wintermonate gebrannt, da er
in einer Arbeitsspitze anfällt und erst gären muss. Bis dahin wird der
Weissweintrester gelagert. Rotweintrester sollte, da er bereits
vergoren ist, möglichst innerhalb weniger Stunden verarbeitet werden. Im
Gegensatz dazu müssen Weißweintrester erst noch einen Gärungsprozess
durchlaufen, ehe sie destilliert werden können. Viele
Brennmeister schwören dabei auf die Dampfdestillation
oder auf die Erhitzung im Wasserbad. Bei letzterem wird der Trester mit gleichen
Anteilen Wasser gemischt und im Brennkessel durch ein Wasserbad langsam erhitzt.
Bei der Dampfdestillation kommt der Trester ohne Flüssigkeitszusatz in den
Brennkessel. Von unten strömt Dampf ein und verflüchtigt den Alkohol
und die Aromastoffe. Erst danach setzt die Kunst des Destillierens ein. Beim Brennen
entwickeln sich unangenehm riechende und schmeckende Fuselöle und andere
unwillkommene chemische Verbindungen wie Methylalkohol, das essigsaure Aldehyd
und der Essigsäureäthylester, die sich im Vorlauf, dem "Kopf"
und am Ende, dem "Schwanz" befinden. Trennt man zuviel von beiden ab,
beraubt man den Trester eines wichtigen Teils der Frucht und der Aromen. Schneidet
man zuwenig ab, gelangen gesundheitsgefährdende und geschmacksstörende
Substanzen in das Endprodukt. Da sich im "Schwanz" der höchste
Gehalt an Duft- und Aromastoffen befindet, wird dieser nicht selten noch zwei-
bis viermal destilliert, um so die optimale Reinheit des Destillats zu erreichen.
Die
eigentliche Kunst des Brennens besteht darin, die Temperatur zu bestimmen, bei
der man "Kopf" und "Schwanz" vom feinen Herzstück trennt.
Erst nachdem der Trester in Glas-, Edelstahltanks oder Holzfässern bis zu
sechs Jahre oder noch länger reifte, wird das Produkt auf die gewünschte
Trinkstärke (mind. 37,5% Vol.) herabgesetzt. Hefebrand
Beim ersten Abstich der vergorenen Weine wird der Wein von der Hefe getrennt.
Der Heferückstand wird destilliert, wobei ein dem Trester ähnliches
Produkt mit einem ausgeprägten Hefeton entsteht. Weinbrand
Zur Weinbranddestillation wird der Wein in einer Brennblase über Dampf oder
im Wasserbad erhitzt. Das weitere Brennverfahren unterscheidet sich kaum von dem
Verfahren des Tresters. Auch hier ist die Qualität der Ausgangsprodukte mitbestimmend
für die Güte des Weinbrandes. Der Geschmack des Weinbrands wird dann
schließlich noch durch die anschließende Reifung beeinflusst, für
die gerne kleinere Eichenholzfässer benutzt werden, die eine optimale Reifung
ermöglichen sollen. Durch die Lagerung in Holzfässern erhält der
Weinbrand auch seine typische Farbe. Traubenbrand
Beim Traubenbrand handelt es sich im Gegensatz zum Weinbrand - um einen
Obstler. Das Destillat wird aus der vollen Frucht oder aus Maische gewonnen, ohne
Zusatz von zuckerhaltigen Stoffen, Zucker oder Alkohol. Der Alkoholgehalt im Endprodukt
muss mindestens 38 Volumenprozent betragen. Alkoholreduzierter
Wein Entgegen weitverbreitetem Glauben gibt es keine alkoholfreien, sondern
nur teilentalkoholisierte Weine. Bei der Entalkoholisierung wird ein hohes Vakuum
aufgebaut, das erlaubt, über die Erwärmung des Weines auf 32 bis 36°
C den Alkohol auf schonende Weise zu entziehen. Durch die sofortige Rückkühlung
soll die Frische und Fruchtigkeit optimal erhalten werden. Aromastoffe, die sich
während des Verfahrens verflüchtigen, werden aufgefangen und dem Wein
direkt wieder zugeführt.
Trinkgenuß
Für
den optimalen Weingenuß ist neben der richtigen Trinktemperatur das Einwirken
der Luft entscheidend. Sobald der Wein mit der Luft in Kontakt kommt, treten Reaktionen
auf - flüchtige chemische Verbindungen werden riech- und schmeckbar.
Für
unterschiedliche Weine ist dabei zu beachten: Leichte, frische Weißweine
sowie ältere, feingliedrige Rotweine brauchen wenig Luftkontakt. -
Sehr kräftige junge Rotweine
sowie ältere Rotweine mit starkem Säure-, Alkohol- und Gerbstoffrückgrat
benötigen viel Luftkontakt. Hier empfiehlt es sich, den Wein aus einer Karaffe
zu kredenzen. - Sekt
und Schaumwein brauchen kaum
Luftkontakt. Nach dem Öffnen sollte sich aber die Kohlensäure 2-3 Minuten
beruhigen. - Ältere
Weine mit deutlichem Alterston dürfen so wenig wie möglich mit
der Luft Kontakt bekommen!
Trinktemperatur
(Sekt)
Gut gekühlt trinken.Die ideale Trinktemperatur liegt für
weiße und rosé Sekte bei 6-8°C. Wer es versäumt hat, den Sekt rechtzeitig in den Kühlschrank zu stellen (und bitte auch nur dort hinein
und nicht ins Eisfach!), dem bleibt auf die Schnelle noch die Möglichkeit,
den Sekt zu frappieren; dazu wird die Flasche in einen Kühler gestellt, viel klein
gehacktes Eis und eine Hand voll Salz dazu, dann die Flasche am Hals ein paar
Minuten hin- und herdrehen.Auch wenn der Knall ein nahendes Vergnügen ankündigt
- eine Freude ist es für den Sekt nicht. Der plötzliche Druckverlust bringt die Flasche zum Überschäumen,
was Ihren Genuss dann oft um einige Gläser schmälert. Halten Sie deshalb
den Verschluss gut fest und lassen Sie den Druck mit einem leisen Zischen entweichen.
Trockenbeerenauslese
Aaus
rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese
die Spitze der Qualitätspyramide, süß und honigartig ist sie von
extremer Alterungsfähigkeit über viele Jahrzehnte.
Trockene
Weine
Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben.Dabei steht der gleiche Begriff bei
Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker.Man unterscheidet beim Wein
vier Geschmacksrichtungen.
Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren
sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens
4 Gramm im Liter. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung trocken darüber
hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9 Gramm, wenn der in g/l Weinsäure
ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als
der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein
trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig
unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere
Säure eher.
Halbtrockene Weine dürfen bis 12 Gramm
Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt
den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure +
10 bis zur Höchstgrenze 18).
Liebliche Weine weisen einen
Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt,
aber höchstens 45 g/l erreicht. Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.
Trocken
- Tres sec - Geschmacksgrade : Wein
+ Schaumwein
Unterschieden werden bei Wein und Schaumwein
folgenden
Geschmacksgrade:
Geschmacksgrade
Wein | | | |
Restzuckergehalt | | trocken | maximal
9 g/l | | halbtrocken | maximal
9 bis 18 g/l | | lieblich | über
18 g/l, bis 45 g/l | | mild | über
45 g/l. | |
Geschmacksgrade
Schaumwein | deutsch | franz. | engl. | ital. | russ. | extra
herb | extra
brut | |
|
|
herb | brut | |
|
|
extra
trocken | très
sec | extra
dry | |
|
trocken | sec | dry | secco
asciutto | suchoy | halbtrocken | demi-sec | medium
dry | aboccato | polsuchoy | mild | doux | sweet | dolce | slatkoy |
| Restzucker Schaumwein |
deutsch | franz. | engl. | ital. | Restzucker | extra
herb | extra
brut | | | 0
- 6 g/l | herb | brut | | <
als 15 g/l | extra
trocken | très
sec | extra
dry | |
12 - 20 g/l. | trocken | sec | dry | secco
asciutto |
20 - 35 g/l | halbtrocken | demi-sec | medium
dry | aboccato |
35 - 50 g/l | mild | doux | sweet | dolce | über
50 g/l |
|