Wein, Alkoholreduzierter
Entgegen
weitverbreitetem Glauben gibt es keine alkoholfreien, sondern nur teilentalkoholisierte
Weine. Bei der Entalkoholisierung wird ein hohes Vakuum aufgebaut, das erlaubt, über die Erwärmung des Weines auf 32 bis 36° C den Alkohol auf schonende
Weise zu entziehen. Durch die sofortige Rückkühlung soll die Frische
und Fruchtigkeit optimal erhalten werden. Aromastoffe, die sich während des
Verfahrens verflüchtigen, werden aufgefangen und dem Wein direkt wieder zugeführt.
Weinaromen Das
komplette Genusserlebnis mit dem Wein-Aromarad. Genuss - insbesondere der von
Wein - spielt sich nicht nur auf der Zunge ab, sondern ganz wesentlich auch in
der Nase. Wollen wir die Bedeutung des Schmeckens und Riechens vergleichen, so
liefert der Geschmack ein Grundmuster und informiert über die Harmonie des
Weines. Demgegenüber vermittelt der Geruch dessen Vielfalt und unendliche
Feinheiten. Die Geschmacksknospen der Zunge lassen uns die vier Geschmacksrichtungen
süß, sauer, bitter und salzig erkennen. Im Geruch hingegen offenbaren
sich über tausend Geruchsnuancen, von denen die wichtigsten für deutsche
Weine im Aromarad zu finden sind. Das komplette Genusserlebnis bilden Geschmack
und Geruch aber erst gemeinsam. Beim Schmecken des Weines treten, durch ausgiebiges
Schlürfen unterstützt, die Aromastoffe in die Atemluft und beim Ausatmen
zwangsläufig in die Nase. Hier entscheidet sich erst, ob der Wein fruchtig
oder blumig schmeckt. Wie wichtig dieser sogenannte retronasale Geruch während
des Schmeckens ist, kann jeder bei einem Schnupfen feststellen, wenn selbst die
Lieblingsspeise plötzlich fad schmeckt, da der Zugang zum Geruchssinn für
die Aromastoffe blockiert ist. Was Sie nun alles riechen und schmecken können,
welche Schlussfolgerungen Sie daraus ziehen können und vor allem wie man
dies auch kompetent in Worte fassen kann, das alles zeigt Ihnen das Aromarad.
Weinbauorte
(Karte
) Als Weinbauorte werden Ortschaften bezeichnet, in denen Weinbau
betrieben wird und ein großer Teil der Bevölkerung vom Weinbau lebt.
Die Vermarktung des Weines wird in der Regel mit anderen regionalen Produkten,
wie z.B. Käse, koordiniert. Die
Weinbereitung im Keller Der Kellermeister hat vielfältige Aufgaben
zu erledigen, bis der in Flaschen gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen
kann.
Weinbereitung im Keller Wein ist das Erzeugnis, das ausschließlich durch vollständige
oder teilweise alkoholische Gärung der frischen, auch eingemaischten Weintrauben
oder des Traubenmostes gewonnen wird, heißt es im deutschen Weingesetz.
Dahinter stehen vielfältige Aufgaben des Kellermeisters, bis der in Flaschen
gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann. Maischen und Keltern Die
Arbeit beginnt nach der Lese mit dem Entladen der Traubenbütten an der Kelterstation.
Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach der Lese sofort schonend
gepresst (Ganztraubenpressung) oder entrappt (von Stielen und Stängeln befreit),
gemaischt und entweder sofort oder nach kurzen Maischestandzeiten gepresst. Die
Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen bzw. Mahlen der Trauben
entsteht. Bei der Rotweinbereitung sind im wesentlichen zwei Verfahren
üblich: Maischegärung, dabei lässt man die Maische solange gären,
bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst sind und lässt den abgepressten
roten Most dann endgültig vergären. Thermische Maischebehandlung, dabei
wird die Maische kurze Zeit erwärmt bzw. erhitzt, um die Farbstoffe zu lösen.
Nach Abkühlung der Maische erfolgt die Kelterung und Vergärung des so
gewonnenen roten Mostes. Viele Winzer
arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren bei der Rotweingewinnung.
Wird die Maische aus roten Trauben sofort abgepresst, ist das Ergebnis Roséwein
oder der Weißherbst. Mostbehandlung und Anreicherung Nach Vorklären
des Mostes auf natürliche Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines Separators
(durch Zentrifugation) oder eines speziellen Filters, empfiehlt es sich, schon
vor der Gärung bestimmte kellertechnische Behandlungen durchzuführen.
Es wirkt schonender, wenn man zur Entfernung eventuell vorhandener störender
Inhaltsstoffe bestimmte Methoden anwendet (zum Beispiel Bentonitbehandlung zur
Vermeidung von Eiweißtrübungen). In Weinjahrgängen mit zu hohen
Säurewerten dürfen die Winzer
Moste oder Wein mittels kohlesaurem Kalk behandeln und entsäuern. Die natürlich
vorhandenen Hefen im Most genügen oft nicht, um eine spontane Gärung
herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute zunehmend auf den Einsatz
von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang bringen. Bei Tafel-
und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes zulässig. Auch
in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man sich
dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere Alkoholausbeute
durch Zugabe von Zucker zu erreichen.
Das EU-Recht erlaubt hierzu die Zugabe
von Saccharose oder die Zugabe von konzentriertem Traubenmost oder die Zugabe
von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) bei Tafelwein die teilweise Konzentrierung
durch Kälte. Dabei müssen bestimmte analytische Grenzwerte berücksichtigt
werden. Der Höhe des Zusatzes und den damit verbundenen Alkohol-Volumenänderungen
sind strenge Grenzen gesetzt. Das deutsche Weingesetz schränkt die EU-rechtlichen
Möglichkeiten im Gegensatz zu anderen Anbauländern drastisch ein: die
Anreicherung ist bei Qualitätsweinen mit Prädikat ausnahmslos verboten. Die
Gärung Bei einfachen bis mittleren Qualitäten ist die alkoholische
Gärung bei Temperaturen 14 - 20 Grad Celsius und unter Bildung von Alkohol
und Kohlensäure innerhalb von acht bis zehn Tagen beendet. Bei hochwertigen
Mosten mit hoher Zuckerkonzentration kann die Gärung sogar Monate dauern
(zum Beispiel bei Trockenbeerenauslesen). Der Gärungsverlauf wird oft durch
Kühlung oder Erwärmung gesteuert. Auch mit Hilfe von Edelstahl-Druckbehältern
kann eine gezügelte Gärführung erreicht werden. Damit ist es beispielsweise
möglich, einen Wein nicht ganz durchgären zu lassen, sondern eine bestimmte
Menge Fruchtzucker als Restzucker zu erhalten. Das hefetrübe, noch gärende
Produkt bezeichnet man auch als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser.
Nach Beendigung der Gärung nennt man es Jungwein. Der Ausbau von Wein Nach
Beendigung der Gärung wird der Hefetrub, der sich am Fass- oder Tankboden
abgesetzt hat, vom Jungwein getrennt. Man nennt diesen Vorgang Abstich. Danach
wird der Wein häufig geschwefelt, um Aldehyde, die den Weingeschmack beeinflussen
könnten, zu binden und um den Wein vor Oxydation zu schützen. Vor allem
bei Rotwein wird oft Wert auf den biologischen Säureabbau gelegt, bei dem
unter Mitwirkung von Milchsäurebakterien die Apfelsäure im Wein reduziert
wird (biologischer Säureabbau bzw. malolaktische Gärung). Der
zweite Abstich erfolgt meist in Verbindung mit einer Schönung. Hierbei werden
dem Wein Schönungsmittel zugesezt, die feinste Trubteilchen binden und beim
Abstich entfernt werden. Die Restsüße eines Weines lässt
sich durch Gärungsunterbrechung oder Zugabe von unvergorenem Traubenmost
kurz vor der Abfüllung erreichen. Bei sehr hohen Qualitäten wie Auslesen,
Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und Eiswein kommt es sehr häufig vor,
dass der Zucker nicht vollständig vergärt und so auf natürliche
Weise Restzucker im Wein erhalten bleibt.
Reife und Abfüllung Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass
und nach der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife, kann die
Weinqualität und den Geschmack entscheidend beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt,
dass Verbraucher heute vornehmlich junge und frische Wein bevorzugen, werden Weißweine
oft nach kurzer Lagerung abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige
Spitzenweine werden hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen
gefüllt. Bei Rotweinen und auch bei weißen Burgundersorten ist
die Lagerung in kleinen, ungebrauchten Eichenholzfässern (Barrique) in den
letzten Jahren zunehmend populär geworden. Die Flaschenfüllung erfolgt
heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen Abfüllanlagen
unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung. Die Flaschen werden
bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig auszuschließen
und nach der Füllung sofort mit Korken oder Schraubverschlüssen abgeschlossen.
Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern die Flaschen in
temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Versand gehen. Die Ausstattung
durch Etikett und Kapsel wird je nach Betriebsstruktur direkt nach der Abfüllung
oder später nach Bedarf vorgenommen.
Weinbrand
Siehe Spirituosen-Lexikon hier Aus
Trauben, aus Trester oder aus Wein werden feine Spirituosen gebrannt. Ein vielfältiges
Angebot für die feine Tafel ist auf dem Markt. Ob
flüssig, als Wein, Sekt
und Saft, oder fest, als Tafeltraube, Rosine und Sultanine der Verwendungsmöglichkeit
der roten und weißen Traubensorten sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kein
Wunder also, dass etliche Winzer
den Rohstoff Trauben in vielen veredelten Varianten anbieten.
Zur Weinbranddestillation
wird der Wein in einer Brennblase über Dampf oder im Wasserbad erhitzt. Das
weitere Brennverfahren unterscheidet sich kaum von dem Verfahren des Tresters.
Auch hier ist die Qualität der Ausgangsprodukte mitbestimmend für die
Güte des Weinbrandes. Der Geschmack des Weinbrands wird dann schließlich
noch durch die anschließende Reifung beeinflusst, für die gerne kleinere
Eichenholzfässer benutzt werden, die eine optimale Reifung ermöglichen
sollen. Durch die Lagerung in Holzfässern erhält der Weinbrand auch
seine typische Farbe.
Weinessig Die
Weinliebhaber entdecken zunehmend den Weinessig als "i-Tüpfelchen"
kulinarischer Genüsse. Weinessig
entsteht aus dem Wein, dem spezielle, Essigsäure bildende Bakterien zugesetzt
werden, die den Wein in einer erneuten Gärung zu Essig vergären. Schließlich
wird der Essig noch in einem Holzfass gelagert, wo er oxidiert und Farbe gewinnt.
Je nach Qualität des Endproduktes lagert der Essig danach noch bis zu einem
Jahr im Fass. Das Endprodukt hat im allgemeinen sechs Prozent Essigsäure.
Weinetikett Ein
Weinetikett ist die Visitenkarte eines Weines. Es vermittelt vielfältige
Informationen, die beim Weineinkauf wichtig sind. Beim
Weineinkauf existieren wichtige Informationen: Jahrgang, Rebsorte, Herkunft, Qualitätsstufe,
Weinart, Geschmacksangabe, Alkoholgehalt, den Erzeugernamen, die amtliche Prüfnummer.
Teilweise sind solche Angaben
Pflicht, teilweise sind sie freigestellt. Obligatorische Angabe bei einem deutschen
Qualitätswein oder Qualitätswein mit Prädikat ist die Bezeichnung
der Qualitätsstufe und des Anbaugebiets, aus dem der Wein kommt. Zusätzlich
kann eine engere Herkunftsbezeichnung, ein Weinort oder eine Weinlage genannt
werden. Auf dem Etikett angegeben sein müssen außerdem die amtliche
Prüfnummer, der Erzeuger (Gutsabfüllung/Erzeugerabfüllung) oder
Abfüller, der vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent und der Flascheninhalt.
Erlaubt ist die Angabe des vorhandenen Restzuckergehaltes, doch dies wird selten
mitgeteilt. Der Jahrgang darf nur angegeben sein, wenn mindestens 85 % des Weins
aus der Ernte des jeweiligen Jahrgangs stammt. Die Nennung einer Rebsorte ist
erlaubt, wenn 85 % der Trauben von dieser Sorte stammen und damit geschmacksprägend
sind. Auch drei Rebsorten dürfen (in absteigender Reihenfolge nach ihrem
Mengenanteil) genannt werden, wenn der Wein vollständig von ihnen stammt. Differenzierte
Hinweise auf dem Etikett sind eigentlich ein Informationsvorteil für den
Verbraucher. Andererseits sind viele Konsumenten, die beim Weinkauf nicht beraten
werden, überfordert und verunsichert. Was
die Orientierung erleichtert: Die amtliche
Prüfnummer gibt eine Garantie für einen qualitativen Mindeststandard
ebenso wie der (gute) Name eines Erzeugers. Die Rebsorte beeinflusst Duft und
Geschmack erheblich, ebenso wie die Geschmacksrichtung, die bei trockenen und
halbtrockenen Weinen meistens angegeben ist. Die Weinlage ist eine Orientierung,
aber eher für Kenner von Bedeutung. Mehrere Erzeuger können aus einer
Weinlage durchaus unterschiedliche Weine liefern. Seit
geraumer Zeit bemühen sich die Weinabfüller, die Weinetiketten nicht
mit zu vielen Angaben zu überfrachten. Mehr Klarheit durch übersichtliche
Optik heißt die Devise. Manche Erzeuger stellen für ihre Weine nur
noch den Erzeugernamen, die Geschmacksrichtung und Rebsorte heraus und verzichten
auf Weinlagenangaben. Andere platzieren die nicht obligatorischen Angaben auf
einem Rückenetikett, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Seit einigen
Jahren erfahren Weinetiketten auch eine kreative Aufwertung. Grafisch modern gestaltete
Versionen zeigen, dass die deutschen Winzer
mit dem Zeitgeschmack gehen.
Weinexport,
deutscher. Übersicht im PDF 
Die
seit 2001 kontinuierlich steigenden Weinexporte aus Deutschland legten auch im
vergangenen Jahr weiter zu. Sie erreichten 2005 einen Wert von 475 Mio. EUR und
somit den höchsten Stand seit 1985. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies
einer Wertsteigerung von 10 %. Bei ihren Ausfuhren konnten die Exporteure sowohl
einen um 10 Cent höheren Durchschnittserlös pro Liter erzielen als auch
das Exportvolumen um 4 Prozent auf insgesamt 265 Mio. Liter erhöhen. In diesen
Zahlen sind auch Ausfuhren ausländischer Weine enthalten, die von deutschen
Weinkellereien reexportiert wurden.
Großbritannien bleibt mit einem Anteil von 27 Prozent der Exporterlöse Deutschlands bedeutendster
Auslandsmarkt, gefolgt von USA (16 Prozent) und Niederlande (12 Prozent). Im britischen
Markt konnten 2005 nur leichte Zuwächse erzielt werden. Bei einer relativ
konstanten Wertentwicklung (+ 0,7 Prozent) ging die ausgeführte Weinmenge
um 7,6 Prozent zurück. Die konstanten Erlöse mit geringeren Mengen
sind das Ergebnis der Neupositionierung deutscher Weine im Mittelpreissegment
des britischen Weinhandels. Dabei konnten die Wertzuwächse der höherpreisigen
Weine die Rückgänge im Bereich der einfachen Trinkweine kompensieren,
erläutert Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts
(DWI) die Lage.
In
Deutschlands zweitwichtigstem Exportland USA
ist 2005 der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 77,8 Mio. EUR gestiegen
und hat sich innerhalb von vier Jahren nahezu verdoppelt. Hervorzuheben ist zudem
die hohe Wertschöpfung durch den erzielten Durchschnittspreis von 3,13 EUR
pro Liter.
Sehr erfreulich hat sich auch der niederländische
Markt entwickelt. Die Ausfuhren in unser Nachbarland haben ebenfalls um 20 Prozent
zugelegt und liegen mittlerweile bei 58,7 Mio. EUR. Die Zuwächse sind in
diesem wichtigen Markt im Wesentlichen auf Absatzsteigerungen im Lebensmittelhandel
zurückzuführen, wo insbesondere moderne deutsche Classic-Weine gut angenommen
werden und neben Riesling auch andere Sorten gefragt sind. Außerdem werden
auch in nicht unerheblichem Umfang von den niederländischen Touristen Weine
in den deutschen Anbaugebieten vor Ort eingekauft.
In Japan
beginnt die Neustrukturierung des Exportsortimentes langsam Früchte zu tragen.
Erstmals seit 1998 stehen die Ausfuhrwerte mit 1 Prozent Plus wieder unter positiven
Vorzeichen. Unter den kleineren Weinexportmärkten entwickelte sich 2005 Norwegen
sehr dynamisch. Dank der Absatzzuwächse von 29 Prozent auf 17 Mio. EUR haben
die deutschen Weine wieder die Marktführerschaft im Weißweinsektor
zurückerobert, die zwischenzeitlich Italien innehatte. Armin Göring
sieht für die Weinexporte aus Deutschland noch Wachstumspotenzial: Mit
unserem breit gefächerten Sortiment moderner Weine, vor allem im mittleren
und Top-Preissegment, sind wir gut aufgestellt und durchaus optimistisch, in den
kommenden Jahren unsere Weinausfuhren noch weiter steigern zu können. Unser
erklärtes Ziel ist es, beim Weißwein international Qualitätsführer
zu sein und auch verstärkt die Aufmerksamkeit der Weinwelt auf unsere Rotweine
zu lenken.
Weinköniginnen
Sämtliche Deutsche Weinköniginnen seit dem Jahre 1949 in der Übersicht
01.
1949/1950 Elisabeth Kuhn, Diedesfeld - Pfalz 02. 1950/1951 Maria Pütz,
Saarburg - Mosel-Saar-Ruwer 03. 1951/1952 Gisela Koch, St. Goarshausen - Mittelrhein 04.
1952/1953 Elisabeth Huber, Neuweier - Baden 05. 1953/1954 Mathilde Machwirth,
Guldental - Nahe 06. 1954/1955 Erika Hofmann, St. Johann - Rheinhessen 07.
1955/1956 Irmgard Mohler, Bad Bergzabern - Pfalz 08. 1956/1957 Margret Hoffranzen,
Mehring - Mosel-Saar-Ruwer 09. 1957/1958 Karoline Hartmann, Rödelsee -
Franken 10. 1958/1959 Rosemarie Schreck, Klingenberg - Franken 11. 1959/1960
Wilma Seyer, Kiedrich - Rheingau 12. 1960/1961 Christel Koch, Ungstein - Pfalz 13.
1961/1962 Marlies Kaiser, Dintesheim - Rheinhessen 14. 1962/1963 Maritta Heinzen,
Ahrweiler - Ahr 15. 1963/1964 Inge Schwab, Zeltingen - Mosel-Saar-Ruwer 16.
1964/1965 Marita Bäuerlein, Volkach - Franken 17. 1965/1966 Waltraud Hey,
Oberotterbach - Pfalz 18. 1966/1967 Ilse Theobald, Hochstätten - Nahe 19.
1967/1968 Ruth Collet, Reil - Mosel-Saar-Ruwer 20. 1968/1969 Brigitte Wolf,
Veitshöchsheim - Franken 21. 1969/1970 Marika Gebhardt, Martinstal - Rheingau 22.
1970/1971 Erika Sinß, Windesheim - Nahe 23. 1971/1972 Ruth Kröther,
Freinsheim - Pfalz 24. 1972/1973 Ulrike Seyffarth, Martinstal - Rheingau 25.
1973/1974 Ingrid Kurth, Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ahr 26. 1974/1975 Doris Emmerich,
Waldböckelheim - Nahe 27. 1975/1976 Edelgard Bauer, Kirschroth - Nahe 28.
1976/1977 Friedlinde Gurr, Untergruppenbach - Württemberg 29. 1977/1978
Gisela Faber, Freiburg - Baden 30. 1978/1979 Heike Schmitt, Nierstein - Rheinhessen 31.
1979/1980 Rita Moog, Valwig - Mosel-Saar-Ruwer 32. 1980/1981 Regine Usinger,
Nackenheim - Rheinhessen 33. 1981/1982 Hildegard Weber, Gönnheim - Pfalz 34.
1982/1983 Karin Molitor, Sommerach - Franken 35. 1983/1984 Carola Geiger, Weinsberg-Grantschen
- Württemberg 36. 1984/1985 Ursula Maur, Mayschoß - Ahr 37. 1985/1986
Mechthild Mayer, Waldrach - Mosel-Saar-Ruwer 38. 1986/1987 Helga Drauz, Heilbronn
- Württemberg 39. 1987/1988 Jutta Fassian, Mehring - Mosel-Saar-Ruwer 40.
1988/1989 Petra Mayer, Schliengen - Baden 41. 1989/1990 Renate Schäfer,
Volkach-Astheim - Franken 42. 1990/1991 Birgit Schehl, Hainfeld - Pfalz 43.
1991/1992 Lydia Bollig, Trittenheim - Mosel-Saar-Ruwer 44. 1992/1993 Astrid
Bechtel, Worms-Heppenheim - Rheinhessen 45. 1993/1994 Sandra Hake, Freyburg/Unstrut
- Saale/Unstrut 46. 1994/1995 Ulrike Neymeyer, Endingen - Baden 47. 1995/1996
Julia Klöckner, Guldental - Nahe 48. 1996/1997 Ines Hoffmann, Dresden
- Sachsen 49. 1997/1998 Natascha Thoma, Ebringen - Baden 50. 1998/1999 Susanne
Völker, Oppenheim - Rheinhessen 51. 1999/2000 Simone Renth, Schwabenheim
- Rheinhessen 52. 2000/2001 Carina Dostert, Nittel - Mosel-Saar-Ruwer 53.
2001/2002 Petra Gärtner, Zwingenberg - Hessische Bergstraße 54.
2002/2003 Judith Honrath, Langenlonsheim - Nahe 55. 2003/2004 Nicole Then,
Sommerach - Franken 56. 2004/2005 Petra Zimmermann, Temmels - Mosel-Saar-Ruwer 57.
2005/2006 Sylvia Benzinger, Kirchheim an der Weinstraße - Pfalz
58. 2006/2007 Katja Schweder, Hochstadt - Pfalz
Weinlagen bezeichnet
den Namen und die Umgrenzung eines Weinberges, der gesetzlich erfasst und geschützt
ist.
Die besten Voraussetzungen für den Weinbau in Deutschland liefern
süd- oder südwestexponierte Hänge in geschützten Tälern,
wie am Rhein und dessen Nebenflüssen sowie an Elbe, Saale und Unstrut. Die
Sonnenbestrahlung ist an den Hanglagen intensiver als in der Ebene. Zudem profitieren
die Südhänge von einer längeren Sonnenscheindauer.
Die
deutschen Rebflächen werden für die Bezeichnung von Tafelwein und Landwein
in 5 Tafelweinbaugebiete mit 8 Untergebieten und 19 Landweingebiete gegliedert.
Für die Herstellung von Qualitätswein wird die deutsche Rebfläche
in 13 bestimmte Anbaugebiete für Qualitätswein mit insgesamt 39 Bereichen,
167 Großlagen und 2.658 Einzellagen gegliedert. Die Großlagen haben
vor allem im Lebensmittelhandel und im Export eine Markenfunktion übernommen
und dienen dem Verbraucher als Orientierung. Die Einzellagen bieten unterschiedliche
Voraussetzungen für die Erzeugung von Spitzenweinen. Im Gegensatz zu Weinbauländern
wie Frankreich gibt es in Deutschland - vom Rheingau abgesehen - bislang keine
allgemein anerkannte Klassifikation der Weinbergslagen.
Weinlese
wird
auch Traubenlese genannt und bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben,
in der Regel Ende September bis Ende Oktober - in südlichen Ländern
bis zu 3 Wochen früher.
Manuellen
Lese (traditionell): die reifen Trauben werden von Hand abgeschnitten.
Dabei besteht auch die Möglichkeit zur Steigerung der Qualität, indem
nur die besonders reifen Trauben ausgewählt werden. Maschinelle
Lese erfolgt durch einen so genannten Vollernter, der über die in
Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Die Ernte der Trauben erfolgt
dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Trauben werden von einem
Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt
und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet.
Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese
werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.
Weinbereitung im Keller
Der Kellermeister
hat vielfältige Aufgaben zu erledigen, bis der in Flaschen gefüllte
Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann.
Die
Weinbereitung im Keller Wein ist das Erzeugnis, das ausschließlich
durch vollständige oder teilweise alkoholische Gärung der frischen,
auch eingemaischten Weintrauben oder des Traubenmostes gewonnen wird, heißt
es im deutschen Weingesetz. Dahinter stehen vielfältige Aufgaben des Kellermeisters,
bis der in Flaschen gefüllte Wein seinen Weg zum Kunden nehmen kann. Maischen
und Keltern Die Arbeit beginnt nach der Lese mit dem Entladen der Traubenbütten
an der Kelterstation. Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach
der Lese sofort schonend gepresst (Ganztraubenpressung) oder entrappt (von Stielen
und Stängeln befreit), gemaischt und entweder sofort oder nach kurzen Maischestandzeiten
gepresst. Die Maische ist der Fruchtbrei, der durch das Zerquetschen bzw. Mahlen
der Trauben entsteht. Bei der Rotweinbereitung
sind im wesentlichen zwei Verfahren üblich: Maischegärung, dabei lässt
man die Maische solange gären, bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst
sind und lässt den abgepressten roten Most dann endgültig vergären.
Thermische Maischebehandlung, dabei wird die Maische kurze Zeit erwärmt bzw.
erhitzt, um die Farbstoffe zu lösen. Nach Abkühlung der Maische erfolgt
die Kelterung und Vergärung des so gewonnenen roten Mostes. Viele Winzer
arbeiten heute auch mit einer Kombination beider Verfahren bei der Rotweingewinnung.
Wird die Maische aus roten Trauben sofort abgepresst, ist das Ergebnis Roséwein
oder der Weißherbst. Mostbehandlung
und Anreicherung Nach Vorklären des Mostes auf natürliche
Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines Separators (durch Zentrifugation) oder
eines speziellen Filters, empfiehlt es sich, schon vor der Gärung bestimmte
kellertechnische Behandlungen durchzuführen. Es wirkt schonender, wenn man
zur Entfernung eventuell vorhandener störender Inhaltsstoffe bestimmte Methoden
anwendet (zum Beispiel Bentonitbehandlung zur Vermeidung von Eiweißtrübungen).
In Weinjahrgängen mit zu hohen Säurewerten dürfen die Winzer
Moste oder Wein mittels kohlesaurem Kalk behandeln und entsäuern. Die natürlich
vorhandenen Hefen im Most genügen oft nicht, um eine spontane Gärung
herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute zunehmend auf den Einsatz
von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang bringen. Bei Tafel-
und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes zulässig. Auch
in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man sich
dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere Alkoholausbeute
durch Zugabe von Zucker zu erreichen.
Das EU-Recht erlaubt hierzu die Zugabe
von Saccharose oder die Zugabe von konzentriertem Traubenmost oder die Zugabe
von rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) bei Tafelwein die teilweise Konzentrierung
durch Kälte. Dabei müssen bestimmte analytische Grenzwerte berücksichtigt
werden. Der Höhe des Zusatzes und den damit verbundenen Alkohol-Volumenänderungen
sind strenge Grenzen gesetzt. Das deutsche Weingesetz schränkt die EU-rechtlichen
Möglichkeiten im Gegensatz zu anderen Anbauländern drastisch ein: die
Anreicherung ist bei Qualitätsweinen mit Prädikat ausnahmslos verboten. Die
Gärung Bei einfachen
bis mittleren Qualitäten ist die alkoholische Gärung bei Temperaturen
14 - 20 Grad Celsius und unter Bildung von Alkohol und Kohlensäure innerhalb
von acht bis zehn Tagen beendet. Bei hochwertigen Mosten mit hoher Zuckerkonzentration
kann die Gärung sogar Monate dauern (zum Beispiel bei Trockenbeerenauslesen).
Der Gärungsverlauf wird oft durch Kühlung oder Erwärmung gesteuert.
Auch mit Hilfe von Edelstahl-Druckbehältern kann eine gezügelte Gärführung
erreicht werden. Damit ist es beispielsweise möglich, einen Wein nicht ganz
durchgären zu lassen, sondern eine bestimmte Menge Fruchtzucker als Restzucker
zu erhalten. Das hefetrübe, noch gärende Produkt bezeichnet man auch
als Federweißer, Bitzler, Rauscher oder Sauser. Nach Beendigung der Gärung
nennt man es Jungwein. Der Ausbau
von Wein Nach Beendigung der Gärung wird der Hefetrub, der sich am Fass-
oder Tankboden abgesetzt hat, vom Jungwein getrennt. Man nennt diesen Vorgang
Abstich. Danach wird der Wein häufig geschwefelt, um Aldehyde, die den Weingeschmack
beeinflussen könnten, zu binden und um den Wein vor Oxydation zu schützen.
Vor allem bei Rotwein wird oft Wert auf den biologischen Säureabbau gelegt,
bei dem unter Mitwirkung von Milchsäurebakterien die Apfelsäure im Wein
reduziert wird (biologischer Säureabbau bzw. malolaktische Gärung).
Der zweite Abstich erfolgt meist in Verbindung
mit einer Schönung. Hierbei werden dem Wein Schönungsmittel zugesezt,
die feinste Trubteilchen binden und beim Abstich entfernt werden. Die
Restsüße eines Weines lässt sich durch Gärungsunterbrechung
oder Zugabe von unvergorenem Traubenmost kurz vor der Abfüllung erreichen.
Bei sehr hohen Qualitäten wie Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen
und Eiswein kommt es sehr häufig vor, dass der Zucker nicht vollständig
vergärt und so auf natürliche Weise Restzucker im Wein erhalten bleibt. Reife
und Abfüllung Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass und nach
der Abfüllung in der Flasche, also die Zeit der Reife, kann die Weinqualität
und den Geschmack entscheidend beeinflussen. Unter dem Gesichtspunkt, dass Verbraucher
heute vornehmlich junge und frische Wein bevorzugen, werden Weißweine oft
nach kurzer Lagerung abgefüllt und auf den Markt gebracht. Hochwertige Spitzenweine
werden hingegen erst nach deutlich längerer Lagerzeit in Flaschen gefüllt.
Bei Rotweinen und auch bei weißen Burgundersorten
ist die Lagerung in kleinen, ungebrauchten Eichenholzfässern (Barrique)
in den letzten Jahren zunehmend populär geworden.
Die Flaschenfüllung
erfolgt heute je nach Betriebsgröße mit halb- oder vollautomatischen
Abfüllanlagen unterschiedlicher Größe und Kapazitätsleistung.
Die Flaschen werden bei diesem Vorgang sterilisiert, um Verunreinigungen völlig
auszuschließen und nach der Füllung sofort mit Korken oder Schraubverschlüssen
abgeschlossen. Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern
die Flaschen in temperierten Lagerräumen, bevor sie in den Versand gehen.
Die Ausstattung durch Etikett und Kapsel wird je nach Betriebsstruktur direkt
nach der Abfüllung oder später nach Bedarf vorgenommen.
| Weinprobe
Sie macht Spaß, sie ist leichter zu haben, als man meint, und bei ihr
lernt man etwas: bei der Weinprobe zu Hause. Mit Freunden oder einfach mal
so zu zweit. Was man dazu braucht oder wissen müsste? Weniger, als man denkt
... | | Mit
allen Sinnen genießen Zunächst gilt es, Klarheit und Farbe des Weins
zu betrachten. Beide geben Aufschluss über den Zustand und die Reife des
Weins. Je reifer beispielsweise ein Weißwein ist, umso goldener schimmert
er, bis hin zum dunklen Bernstein.
Doch nicht nur das Auge wird durch das
Schwenken auf den Genuss vorbereitet. Auch der Wein entfaltet an der Luft sein
Aroma, sein Bukett. Diesen Duft einzufangen erfordert eine gewisse Übung.
Schließlich sind die meisten Menschen nicht sehr geschult darin, ihre Geruchsempfindungen
in Worte zu fassen. Was dabei hilft, ist der Vergleich mit vertrauten Düften.
Erinnert der Wein an Früchte wie Äpfel, Beeren oder Pfirsiche? Hat er
einen Hauch von Frühlingsblumen oder frischen, grünen Feldern? Duftet
er leicht nach Holz oder etwa wie Vanille? Das Wein-Aromarad hilft Ihnen dabei,
Ihre Sinneseindrücke beim Riechen und Schmecken treffend in Worte zu fassen.

Gut
kaufen, gut lüften, gut sortieren Der Geschmack eines Weines entfaltet
sich an unterschiedlichen Stellen im Mund. Was dem Wein und auch den Geschmacksknospen
hilft, ist zunächst einmal Luft. Das erklärt, warum manche Weingenießer
den Wein schlurfen oder ein wenig Luft durch den Wein nachziehen und den Wein
über die Zunge rollen lassen. Denn nur so lassen sich alle Geschmacks- und
Aromanuancen wahrnehmen. Damit der Geschmackssinn während einer ausgiebigen
Weinprobe nicht überfordert wird, empfiehlt es sich, langsam zu steigern:
leicht vor schwer, trocken vor lieblich, jung vor alt. Natürlich können
Sie auch nur weiße oder nur rote, nur trockene oder nur reifere Weine probieren
- erlaubt ist, was gefällt und schmeckt. Welche Weine Sie für
eine Probe zusammenstellen, liegt ganz bei Ihnen. Wie wäre es zum Beispiel
mit einer Auswahl aus einem Anbaugebiet? Der Reiz dieser Probe ist es, einen charakteristischen,
gebietstypischen Geschmack zu entdecken. Oder Sie nehmen vergleichbare Weine
einer Rebsorte, zum Beispiel Riesling, aus verschiedenen Anbaugebieten: Bei gleichem
Jahrgang und gleicher Qualitätsstufe (wie Kabinett oder Spätlese) werden
Sie erstaunliche Unterschiede erschmecken können. | |
Weitere Ideen für eine Weinprobe: Qualitätsstufen-Weinprobe, Jahrgangs-Weinprobe
oder auch eine Überraschungs-Weinprobe, bei der Ihre Gäste ihre Favoriten
selbst mitbringen. | | Wenig
Aufwand, viel Genuss Für eine Weinprobe ist nicht viel vorzubereiten.
Sie brauchen natürlich die Weine und sollten für die richtige Temperatur
sorgen: Weißwein im Kühlschrank auf 7 bis 8 Grad Celsius kühlen,
Rotwein am besten bei etwa 18 Grad Celsius anbieten. Wer es genau nimmt, kann
sich an folgende Empfehlungen halten: | Junge,
leichte Weißweine z.B. Riesling Kabinett 9 - 11° C Reife, kräftige
Weißweine, z.B. Weißburgunder Spätlese 11 - 13° C Roséweine,
Weißherbst 9 - 13° C Jugendliche, leichte Rotweine, z.B. Portugieser
oder Trollinger 14 - 16° C Reife, gehaltvolle Rotweine, z.B. | | Spätburgunder
Spätlese 16 - 18° C. Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine,
z.B. Barrique 18 - 20° C Zum Thema Glas gibt es eigentlich nur zwei Punkte
zu beachten. Erstens sollte das Glas zur vollen Entfaltung des Buketts einen tulpenförmigen
Kelch haben. Und damit man zweitens die Farbe ohne Fingerabdrücke beurteilen
kann, sollte das Glas klar sein und einen Stiel haben, an dem man es anfassen
kann. Zur Weinprobe selbst werden Brötchen oder Brot und ein Schluck frisches
Wasser gereicht. Ein Bissen zwischen den probierten Weinen neutralisiert den Geschmack.
Hinterher darf dann ein herzhafter Imbiss folgen, zu dem man die zuvor verkosteten
Weine genießt. Auf ins Vergnügen Eine Weinflasche zu öffnen
ist eine Vorfreude, die man bei einer Weinprobe gleich mehrfach genießen
kann. Apropos Anzahl: Eine kleine Weinprobe kann man bereits mit 4 - 5 Sorten
beginnen, bei etwa 12 - 14 Weinen nimmt die Unterscheidungsfähigkeit der
Geschmacksknospen manchmal ab. Das Entkorken sollte so behutsam wie möglich
geschehen. Am besten nehmen Sie dazu einen Korkenzieher mit großen Windungen.
Er erfasst den Korken, ohne dass Korkenkrümel in den Wein geraten. Denn vor
allem bei älteren Weinen kommt es vor, dass der Korken brüchig geworden
ist. Weißweine sollten kurz vor dem Servieren geöffnet werden. Gehaltvolle
Rotweine sollte man wesentlich früher öffnen. Um Duft und Aroma des
Weines intensiv wahrzunehmen, sollten die Weingläser nur zur Hälfte
gefüllt werden. | | | |
Weinprüfung
Geschulte
Weinprüfer bewerten nach mehr oder weniger allgemein verbindlichen Maßstäben
und Standards. Diese sollen messbar und nachprüfbar sein.
Folglich
bringt man dem guten Tropfen mehr oder weniger Wertschätzung entgegen. Weinprüfer
versuchen, aus der Summe der sensorischen Eindrücke objektive Qualitätsmaßstäbe
abzuleiten. Geschulte
Weinprüfer bewerten nach mehr oder weniger allgemein verbindlichen Maßstäben
und Standards. Diese sollen messbar und nachprüfbar sein. Ein Qualitätsbegriff
lässt sich aus dem Weingesetz und den damit verbundenen Vorschriften ableiten.
Umfangreich ist das Weinrecht der Europäischen Union, das die Rahmenbedingungen
festlegt. Umfangreich sind auch die nationalen Gesetze und Verordnungen. Denn
innerhalb Europas gibt es nationale Unterschiede. Die Einteilung in Weinbauzonen
berücksichtigt die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Chancengleichheit
für die Winzer
soll damit erreicht werden. Auch
bei der Qualitätsdefinition gibt es Unterschiede innerhalb Europas. In den
romanischen Ländern wird die Qualität weitgehend von der Herkunft abgeleitet.
Je nach Ursprungsbezeichnung gelten unterschiedliche Qualitätsnormen. Regionale
Organisationen befinden darüber, ob ein Wein die für die Appellation
verbindlichen Vorschriften erfüllt. In
Deutschland wird die Weinqualität im Glas geprüft. Die Kriterien sind
weitgehend einheitlich. Sie unterscheiden beispielsweise nach Güteklassen
der Weine. Selbstverständlich muss eine Auslese höhere Ansprüche
erfüllen als man sie an einen Qualitätswein stellt. Der Unterschied
zu anderen Ländern: Die amtlichen Qualitätsprüfer bewerten einen
Wein unabhängig von der Weinlage, in der er gewachsen ist. Sieht
man von gesetzlichen oder privaten Klassifikationsmodellen, bei denen die Weinberge
nach Güteklassen unterteilt werden, ab, so hat es hierzulande jeder Winzer
selbst in der Hand, bestimmte Qualitäten bis hin zu Spitzenweinen zu erzeugen.
Bestehen muss das Produkt die Hürde "Amtliche Qualitätsprüfung",
die in Deutschland bereits seit 1971 betrieben wird. Seitdem wird jeder deutsche
Qualitätswein chemisch analysiert und durch eine Verkostungskommission sensorisch
überprüft. Danach wird eine amtliche Prüfungsnummer vergeben, die
immer au
f dem Weinetikett angegeben ist.
Weinsiegel
Das Deutsche Weinsiegel ist das Gütezeichen der (Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG).
Deutsche Weinsiegel gelb steht für trocken, rot für lieblich / . süß und grün für halbtrocken.
Weinstein
Die Kristalle im Wein sind weder schädlich noch sind sie ein Zeichen mangelnder Qualität - ganz im Gegenteil.
Die "Edelsteine" des Weines sind durchaus schon in jungen Weinen zu finden. Schließlich sind sie ein Zeichen für einen hohen Gehalt an
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Mineralien. Am häufigsten jedoch finden sie sich bei älteren, wertvollen Weinen, also bei Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen. Bei ihnen sind die Kristalle am Korkspiegel oder an der Flaschenwand das Kennzeichen langer Lagerung. Der Fachmann spricht hier vom "Altersweinstein", den man an den größeren Kristallen erkennt, die sich erst nach und nach bilden.
Woher kommt Weinstein?
Je reifer die Trauben sind, desto größer ist der Anteil an Weinsäure. Und je länger sie am Rebstock reifen, desto länger haben die Trauben auch Zeit, aus dem Boden viele Mineralien aufzunehmen. Treffen diese Mineralien und Weinsäure aufeinander, so kann sich nach und nach Weinstein bilden. Diese Kristalle lösen sich nicht im Wein, sondern sie fallen aus - an der Flaschenwand, am Boden, am Korken oder bereits im Fass.
Weinstein hat keinen Einfluss auf die Qualität eines Weines. Aber es gibt trotzdem einen interessanten Zusammenhang: Eine langsame Gärung bei geringen Temperaturen schont die Duft- und Aromastoffe im Wein. Je langsamer und länger die Gärung, desto weniger Weinstein bildet sich im Fass - und umso eher später in der Flasche. Also kann Weinstein in der Flasche ein Zeichen für die gute Arbeit des Winzers und die Qualität des Weines sein. |
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Weißer
Burgunder - Rebsorte
Elegante Weißburgunder, trocken ausgebaut,
mit frischer Säure und feiner Frucht sind ideale Menüweine, aber auch
leichte Sommerweine.
Der Blaue Burgunder (Pinot Noir) wird als Urform des
Burgunders angesehen. Beim Grauburgunder handelt es sich um eine helle Knospenmutation
des Blauen Spätburgunders, der Weiße Burgunder kann als Fortsetzung
dieser Mutation über den Grauen Burgunder betrachtet werden. Bis zum Beginn
der Traubenreife lassen sich diese drei echten | | Burgundersorten
kaum unterscheiden, mit zunehmender Reife entwickeln sich die Ausprägung
der Traubenfarbe und die Duft- und Geschmackskomponenten. Nachweislich bekannt
ist der Pinot Blanc seit dem 14. Jahrhundert.
Bedeutung Nicht nur hier
zu Lande, sondern auch bei unseren Nachbarn ist der Weißburgunder vertreten.
In Frankreich heißt die Sorte Pinot Blanc, in Italien Pinot Bianco, auch
in Österreich, der Schweiz oder Slowenien ist die Sorte verbreitet. Die deutschen
Winzer
entdecken mehr und mehr den Wert dieser eleganten Rebsorte. 3.300 Hektar oder
gut 3 Prozent der deutschen Rebfläche sind derzeit mit der Sorte bestockt,
die überall dort gedeiht, wo es für den Riesling schon zu heiß
ist. Seit mehreren Jahrzehnten beobachten wir einen stetigen Aufwärtstrend,
eine Verdoppelung der Rebfläche innerhalb des letzten Jahrzehnts. Baden gilt
mit mehr als 1.100 Hektar als eine Hochburg des Weißburgunders, ebenso die
Pfalz mit mehr als 700 und Rheinhessen mit mehr als 600 Hektar. Erwähnenswerte
Bedeutung besitzt der Weiße Burgunder auch an Nahe und Mosel. Anbau Auch
die Ansprüche des Weißburgunders an Boden und Klima deuten auf die
Verwandtschaft mit dem Spätburgunder hin. Diese Ansprüche sind hoch:
bevorzugt werden warme, möglichst tiefgründige und kräftige Böden
sowie exponierte, trocken-warme Lagen. Die Sorte bereitet im Anbau wenig Probleme
und kann durch eine lange Reifezeit hohe Mostgewichte erreichen. Ausbau/Geschmack Der
Weißburgunder präsentiert sich im Glas blass- bis hellgelb, im Duft
zart und verhalten. Typisch ist sein leicht nussiges Aroma. Trocken ausgebaut
passt er mit mittlerem bis kräftigem Körper und einer feinrassigen Säure
zu vielen Speisen. Im Spät- und Auslesebereich werden auch Barriquefässer
zum Ausbau benutzt. Zudem sind edelsüße Weine und erfrischende Weißburgundersekte
in begrenzter Anzahl verfügbar. Genuss Elegante Weißburgunder
in der trockenen Geschmacksrichtung, mit frischer Säure und feiner Frucht
sind ideale Menüweine. Neben leichten Sommerweinen finden sich kraftvolle
Abfüllungen bis hin zur trockenen Auslese. Nicht übertrieben alkoholreich
besitzt der Weißburgunder ein dezentes Aroma, das häufig an grüne
Nüsse, Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas
erinnert. Mäßiger Körper und eine angenehm erfrischende Säure
zeichnen ihn als vielseitig verwendbaren Menüwein aus. Er ist damit gut geeignet
zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel,
oder einfach als gut gekühlter Terrassenwein. Extraktreichere Varianten und
Barriqueweine passen auch zu Lamm oder zarten Gerichten vom Jungwild. | | | |
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| Wild
und Wein Deutsche Weiß- und Rotweine
garantieren harmonischen Genuss zur Jagdsaison. Jedes
Jahr zur Wildsaison gelingt den Liebhabern kulinarischer Genüsse der Widerspenstigen
Zäh-mung. Denn die vielfältigen und höchst unterschiedlich
ausgeprägten Wildaromen, von Kennern Haut-gôut genannt,
sind bei der Wahl ihrer Weinpartner |
 | bei Tisch nicht zimperlich. Leicht übertönen
sie einen köstlichen Tropfen, der beim geselligen Miteinander mit Wildgerichten
nicht ausdrucksvoll und nachhaltig genug auftritt. Wildschwein, Hirsch, Hase oder
Rebhuhn beispielsweise entwickeln im Ofen geschmackliche Nuancen, denen nur ein
kraftvoller und intensiver Wein gewachsen ist. Andere Wildgerichte sind auf dem
Teller scheu und zurückhaltend, lassen sich aber mit eleganten, feinen Weinaromen
aus der Reserve locken. Rehfilet und Spätburgunder beispielsweise ist eine
gelungene Kombination fein, elegant und den-noch beeindruckend intensiv.
Es
ist ein glückliches Phänomen, dass die Vielfalt der Wildgerichte auf
eine ebenso große Auswahl von passenden Weinen trifft und so eine erstaunliche
Flexibilität ermöglicht. So lässt sich leicht mit einem Vorurteil
aufräumen, zum Wild passe nur ein kräftiger Rotwein. Das Gegenteil ist
belegt: Auch Weißwein geht mit Wild überaus harmonische Verbindungen
ein. Ja, es haben sich regelrechte Freundschaften entwickelt, die in der Saison
Jahr für Jahr neu aufleben. Ausdrucksvolle Weine wie Selection, Spätlesen
oder Auslesen schmücken ein Wildmenü ebenso wie ein Riesling mit frischer
Säure. Die Säure lässt dabei das kräftige Fleisch leichter
erscheinen, ist die Erfahrung von Susanne Spies, Sommelière des Dortmunder
Sterne-Restaurants La Table. Die Fachfrau und Weinexpertin, vom Gault
Millau zur Sommelière des Jahres 2004 gekürt, empfiehlt auch gerne
reifen Riesling, der seine Restsüße schon etwas abgebaut hat. Aber
auch Gewürztraminer oder Grauburgunder sind ideale Begleiter beispielsweise
dann, wenn das Wildgericht von delikaten Pilzen begleitet wird oder Fenchel
und Ingwer die Würze beisteuern.
Auch bei geschmortem Wild macht ein
kräftiger Weißwein mit zarter Süße eine gute Figur. Das
klassische Ofenstück mit seinen ausgeprägten Röstaromen
dagegen sucht einen kraftvollen Roten, etwa Lemberger oder Dornfelder, der auch
gerne einige Zeit im Holzfass verbracht haben darf. Insbesondere für diese
Kombination gilt dann der kulinarische Hinweis: Achtung Wild! | | | |
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Witterung und Klima
Deutschland zählt zu den nördlichsten Weinbauländern der Welt. Dass hier überhaupt Weinbau möglich ist, verdanken wir dem warmen Golfstrom.
Dass hier überhaupt Weinbau möglich ist, verdanken die deutschen Winzer in erster Linie dem warmen Golfstrom, der das Klima Westeuropas begünstigt.
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Dennoch stellen Klima und Witterung in den deutschen Anbaugebieten Anforderungen an die Reben, die nicht mit den im Mittelmeerraum herrschenden zu vergleichen sind. Die Sonne scheint während der Vegetationszeit in den deutschen Anbaugebieten wesentlich weniger lang als in den südlichen Weinbauländern. Die frostfreie Periode ist kürzer und die mittleren Monatstemperaturen liegen niedriger. Die Hauptmenge der Niederschläge fällt in Deutschland während der Sommermonate, während es in den südlichen Weinbauländern hauptsächlich im Frühjahr, Herbst und Winter regnet. Hierzulande nehmen die Regenfälle zur Zeit der Traubenreife ab, bei den südlichen Nachbarn steigen sie zur Erntezeit stark an. Diese Klimafaktoren haben für den deutschen Wein ganz spezielle Auswirkungen. Die insbesondere für Weißweine charakteristischen fruchtigen Säuren bilden und erhalten sich infolge der mäßig warmen Sommer, der günstigen Niederschlagsmengen während der Vegetationszeit und der langsam verlaufenden Beerenreife.
Bei der starken Klimaabhängigkeit ist es leicht nachvollziehbar, dass die einzelnen Jahrgänge quantitativ und qualitativ stark variieren. Die jahrgangsbedingten Schwankungen werden umso geringer, je weiter man nach Süden kommt. |
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Württemberg
- Anbaugebiet - Dichter, Denker
und "Viertelesschlotzer
Der Weinkonsum ist in Württemberg doppelt
so hoch wie im Rest der Republik. Der Trollinger stillt den Durst und der Lemberger
beflügelt die Gedanken.
(Karte
)
Wenn
Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, eine Rede zu schreiben hatte, beflügelte
Lemberger seine Gedanken. Ähnlich mögen es auch Friedrich Schiller und
Friedrich Hölderlin gehalten haben. Am Neckar inmitten von Weinbergen aufgewachsen,
gehörte Wein für sie zum Alltäglichen und Selbstverständlichen,
und wer weiß, ob die Muse sie auch ohne einen Württemberger Wein geküsst
hätte ... So ist es kein Wunder, dass eine Weinreise an Kunst und Kultur
kaum vorbeikommt. Empfehlenswert ist ein Abstecher ins schwäbische Marbach
mit dem Schiller-National-Museum und dem Schiller-Haus. In Neckarzimmern kann
die Burg Hornburg des Götz von Berlichingen mit Waffenkammern besichtigt
werden. Am Eingang des Sulmtals liegt Weinsberg. Der Arzt und Dichter Justinus
Kerner ließ hier "Weibertreuringe" herstellen und sammelte aus
ganz Deutschland Geld zum Wiederaufbau der Burg "Weibertreu". Nach Justinus
Kerner wiederum wurde eine Neuzüchtung der Weinbauschule Weinsberg benannt,
die sich als "Senkrechtstarter" unter den neuen Rebsorten erwies. Die
meisten Weingärten der rund 11.500 Hektar Rebfläche liegen in geschützten
Flusstälern an Neckar, Rems, Enz, Kocher, Jagst und Tauber. Der Riesling
nimmt dabei knapp, der Trollinger gut ein Fünftel der Rebfläche ein.
Außerdem werden Kerner und Silvaner sowie Spätburgunder, Samtrot, Schwarzriesling
und Lemberger angebaut. Gehaltvolle Lemberger oder Burgunder werden heute
oft im Barrique, dem klassischen Eichenholzfass, ausgebaut. Die Württemberger
sind bekennende Weingenießer. Schwäbische Küche und Württemberger
Wein stehen für schwäbische Lebensart.
Württemberg im Überblick Geographische
Lage:Zwischen Reutlingen und Bad Mergentheim;
Zentren in Stuttgart und Heilbronn. Klima:
Milde Jahrestemperaturen, durch Schwarzwald und Schwäbische Alb geschützte
Tallage des Neckars. Böden:Verschiedene
Keuperformationen; am mittleren Neckarraum Muschelkalkinseln. Rebfläche:
ca. 11.500 ha, 6 Bereiche, 17 Großlagen, 207 Einzellagen. Rebsorten:
Trollinger, Riesling, Schwarzriesling, Lemberger, Spätburgunder, Kerner,
Müller-Thurgau, Silvaner und als Spezialitäten Samtrot und Frühburgunder
(Clevner). Vermarktung:weitgehend
über Weingärtnergenossenschaften an Endverbraucher, über Fachhandel,
Gastronomie und Lebensmittelhandel, vor allem im Raum Baden-Württemberg.
Land
der Philosophen und Dichterfürsten Von Tauberfranken im Norden
über das Zabergäu bis hin zum Bodensee ganz im Süden reicht eines
der ausgedehntesten Weinanbaugebiete Deutschlands. 
Wer
nach Württemberg reist, darf sich entscheiden: Zwischen Klosterladen und
Vinothek, Vergnügungspark und Literaturarchiv, Mercedes und Porsche und zwischen
den zahlreichen Routen und Teilstrecken der heimischen Weinstraße.
Württemberger
Weinstraße Diese beginnt in Weikersheim bei Bad Mergentheim und führt
über mehr als 500 Kilometer hauptsächlich am Neckar und seinen reizvollen
Seitentälern entlang. Nach Hohenlohe verläuft die Route ins Weinsberger
Tal und über den Heuchelberg bis ins Zabergäu. Nach dem Enztal geht
es hinein in die Täler von Bottwar, Rems und Murr. Dann führt die Weinstraße
über Stuttgart bis ins Obere Neckartal und endet in Metzingen, östlich
von Tübingen gelegen. Auf den Spuren des Götz von Berlichingen
Auch für Rad- und Wandertouren haben die Württemberger ihr Ländle
bestens präpariert und ausgeschildert. Den Neckar und seine Nebenflüsse
säumen zahlreiche Rad- und Wanderwege. Auf dem ruhigen Jagst- und Kochertalradweg
kann man die Wirkungsstätten des Götz von Berlichingen abradeln. Im
Geburtsort Jagsthausen lassen die Burgfestspiele von Juni bis August Goethes Götz
lebendig werden. Wer möchte, darf auf Nachfrage bei der Gemeinde Jagsthausen
an ausgewiesenen Stellen in der sauberen Jagst baden. Wenn es dort zu kalt ist,
kann man im Badepark Solymar in Bad-Mergentheim ausspannen. 
Schiller
in Marbach.... Besonders empfehlenswert beim Neckartal-Radweg ist der Abschnitt
von Heilbronn bis Marbach, stets markiert mit einem grünen Fahrrad. In Heilbronn
zeugen die Renaissance-Kunstuhr am Rathaus und die Kilianskirche vom vortrefflichen
Wiederaufbau der während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Altstadt.
Die Felsengärten über dem schmalen Flussbett bei Hessigheim und Besigheim
weiter südlich gehören zu den schönsten Weinlandschaften Deutschlands.
Hoch über dem Neckar gelegen, dreht sich im schmucken Marbach fast alles
um Schiller: Sein Geburtshaus kann besichtigt werden und von April bis November
finden jeweils am zweiten Samstag des Monats spezielle Kinderführungen in
historischen Kostümen statt. Im Schiller-Nationalmuseum finden bis zum Schillerjahr
2009, bedingt durch Innensanierungsarbeiten, ausschließlich Sonderausstellungen
statt. Den Geburtstag Schillers (10. November) feiert Marbach ausgiebig mit Musik,
Lesungen und Blumen. Seit Juni 2006 ist die Marbacher Schillerhöhe mit
ihren weltweit bedeutenden literarischen Einrichtungen um eine Attraktion reicher:
Das neue Literaturmuseum der Moderne macht in einer Dauerausstellung und kleineren
ergänzenden Wechselausstellungen die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
zum Erlebnis. Jeden Sonntag um 11 Uhr werden eine öffentliche Führung
und an verschiedenen Terminen diverse Workshops zur Literaturvermittlung für
Kinder und Jugendliche angeboten.
...und Hesse
im Zisterzienserkloster
Maulbronn Im reizvollen mittelalterlichen Ambiente des Klosters Maulbronn, heute
UNESCO-Weltkulturerbe, finden von Mai bis September die Maulbronner Klosterkonzerte
statt . An den Wochenenden bringt dann sogar eine eigentlich stillgelegte Bahnlinie
die Besucher fast bis vor das Klostertor. Berühmte Männer wie Kepler,
Hölderlin und Hesse besuchten die Klosterschule. Obwohl Hesse nur knappe
neun Monate Seminarist im Zisterzienserkloster war, hat er diesen Aufenthalt häufig
in sein literarisches Schaffen einfließen lassen. Die Abtei ist von Dienstag
bis Sonntag zwischen 11 und 15 Uhr für Besucher geöffnet, von März
bis Oktober auch montags.
Trollinger das schwäbische Nationalgetränk
Während
der Weinkonsum im Bundesschnitt bei rund zwanzig Litern liegt, trinkt oder schlotzt
man im Ländle nach dem Motto Zum Durscht darf´s gar net erscht
komme mehr als dreißig Liter Wein jährlich, der Wein der Rebsorte
Trollinger gilt sogar als Nationalgetränk. In und
um Heilbronn findet jedes Jahr im Mai dazu passend der beliebte Trollinger-Marathon
statt. Kleine Sportler, die hoch hinaus wollen, können sich auf Trampolinen
oder einem Kletterberg austoben , die Großen in der Kletterarena nahe dem
Kohlekraftwerk. Der große Breitenauer See im Sulmtal bietet Abkühlung
und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge.

Wein-Villa
und Mercedes-Museum Wer nach so viel Sport Lust auf Heilbronner Weine bekommen
hat, findet bei den Württemberger Winzern oder in der Heilbronner Wein-Villa
eine große Auswahl. In dem alten Gründerzeitpalais bieten Heilbronner
Winzer und Kellereien über 100 verschiedene Weine mit dazu passenden Speisen
an. Geöffnet ist die Villa von Dienstag bis Samstag zwischen 11:30 und 22
Uhr. Nicht minder nobel präsentieren sich Porsche-Museum in Zuffenhausen
und Mercedes-Benz-Museum im Stuttgarter Vorort Untertürkheim (www.mercedes-benz.com/classic),
in dem unter anderem die ersten beiden Autos der Welt ausgestellt sind. Am Obertürkheimer
Bahnhof beginnt der Rundweg durch Stuttgarts Weingärten (www.stuttgarter-weinwanderweg.de).
Leben wie Gott in Württemberg Bevor man in Stuttgart Station macht,
lohnt ein Abstecher über das schwäbische Versailles. Schloss
Ludwigsburg ist ein riesiges Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert, die Gartenschau
Blühendes Barock ein Augenschmaus, geöffnet von März
bis November. Im Märchengarten wohnen Max und Moritz, Sterntaler und Witwe
Bolte. Genauere Infos über Württembergs Schlösser und Burgen bietet
die private Homepage www.historisches-wuerttemberg.de. 
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